Die Freunde gentechnisch veränderter Organismen (GVO) müssen derzeit reichlich schwere Niederlagen verdauen. Einst schien der Vormarsch von Monsanto, Bayer, Syngenta, Dow, DuPont und Konsorten unaufhaltbar. Doch das Projekt ist arg ins Trudeln geraten. Obwohl die westliche GVO-Lobby massiven Druck auf einzelne Duma-Abgeordnete und auf russische Forscher ausgeübt hat, beschloss das russische Parlament am 24. Juni ein vollständiges Verbot aller GVO-Nutzpflanzen und gentechnisch veränderten Tiere. Für die GVO-Lobby entwickelte sich der 24. Juni zu einem veritablen Schwarzen Freitag. Denn auch die EU-Staaten begehrten auf und sperrten sich zum dritten Mal dagegen, die Lizenz des Unkrautvernichters Glyphosat zu erneuern.

Glyphosat kommt beim Anbau von GVO-Pflanzen sehr häufig zum Einsatz. Und ebenfalls an diesem Tag wachte die EU zu der Meldung auf, dass die britischen Wähler demokratisch für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hatten. Globalisten werden sich dieses Datum als Schwarzen Freitag in den Kalender eintragen.

Die Duma stimmte bei der dritten Lesung des Gesetzesentwurfs nicht nur für ein völliges und landesweites Anbauverbot von GVO-Pflanzen und für ein völliges Verbot, gentechnisch veränderte Tiere zu züchten.

Das neue Gesetz erlaubt es der russischen Regierung auch noch, die Einfuhr von Produkten zu verbieten, die GVO enthalten. Voraussetzung dafür ist die Erkenntnis, dass eine spezielle GVO-Art negative Folgen für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt hat. Bei Verstößen gegen das Verbot kann die Regierung Bußgelder verhängen. »Das Ministerium für Landwirtschaft ist strikt gegen GVO. Russische Produkte werden sauber bleiben«, erklärte Agrarminister Alexander Tkatschow gegenüber der Presse.

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Gefälschte Pro-GVO-Studie

Ende 2015 war der erste Entwurf des Verbots debattiert worden. Im Januar 2016 dann unternahm die GVO-Lobby einen schäbigen Versuch, das geplante Verbot scheitern zu lassen.

Es erschien ein neuer Bericht, angeblich eine umfassende Prüfung früherer Studien zur Sicherheit und gesundheitlichen Unbedenklichkeit von GVO. Der russische Nachrichtendienst Tass.ru berichtete darüber unter der Schlagzeile »Russische Forscher widerlegen Studien zur Gefährlichkeit von GVO«. Viele russische Zeitungen übernahmen die Geschichte ungeprüft. In dem Bericht war die Rede von einer wissenschaftlichen Begutachtung, die im Fachmagazin Critical Reviews in Biotechnology erscheinen sollte.

Bei den »russischen Wissenschaftlern« handelte es sich bei genauerer Betrachtung um einen einzelnen, nämlich Alexander Y. Pantschin vom Institut für Informationsübertragungsprobleme (IITP) der Russischen Akademie der Wissenschaften. Pantschin arbeitete mit dem amerikanischen Forscher Alexander Tuzhikov zusammen, der am Bascom Palmer Eye Institute der Uni Miami als Research Associate mit Spezialgebiet »Computerwissenschaften, Bioinformatik« geführt wird. Das spricht dafür, dass er vor allem mit Zahlen arbeitet.

Und was ihre »Analyse« anbelangt, so wurden gerade einmal sieben veröffentlichte Artikel begutachtet. Experimente an lebenden Tieren, etwa mit Ratten, wie sie Professor Gilles-Éric Séralini und andere unternommen hatten? Fehlanzeige. Von den ausgewählten Studien waren viele wiederholt von Monsanto oder anderen GVO-Unternehmen beeinflusst worden. In ihrer Zusammenfassung schrieben Pantschin und sein amerikanischer Kollege Tuzhikov: »Wir führten eine statistische Neu-Analyse und Begutachtung der Experimentdaten durch, die in einigen dieser Studien vorgelegt worden waren. Dabei stellten wir fest, dass die Daten relativ oft im Widerspruch zu den Schlussfolgerungen der Autoren nur schwache Beweise für eine Schädlichkeit aufwiesen, und zwar in einem Maß, das sich nicht von Zufälligkeit unterscheidet.« Das ist wissenschaftlich in etwa so gründlich gearbeitet, als hätten sie sich Tarotkarten legen lassen.

Nach dem GVO-freundlichen IITP-Bericht traf sich der russische Präsident Wladimir Putin am 26. Januar mit Wladimir Fortow, dem Präsidenten der Russischen Akademie der Wissenschaften. Fortow berichtete Putin von den »Vorzügen«, die GVO aufweisen. Offensichtlich zeigte sich der russische Präsident alles andere als beeindruckt von den Argumenten, die Fortow vorbrachte.

Es handelt sich augenscheinlich um einen gut finanzierten Versuch, das GVO-Verbot in Russland zu Fall zu bringen. Wer auch immer die finanzielle Unterstützung für das Vorhaben aufgebracht hat, muss Russlands Forscher für primitiv und ignorant halten oder für leicht durch Schmiergelder gefügig zu machen, oder er muss glauben, dass sich Putins Engagement für ein GVO-Verbot einfach aushebeln lasse. In jedem Fall hat er sich verrechnet, denn die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Eine Gruppe führender russischer GVO-Forscher, der nationale Verband für Sicherheit in der Gentechnik (OAGB), ließ kein gutes Haar an der »Begutachtung« Pantschins.

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Entkräftet

Die Methodik, mit der die beiden GVO-freundlichen Autoren gearbeitet hatten, enthalte massive Fehler, wiesen die Forscher des OAGB nach: »Statistische Analysen wurden nach der Bonferroni-Methode durchgeführt, die einen Mangel an Wirkung zeigen kann, der sich in der Realität zeigt …diese Methode erlaubt keine Identifikation der toxischen Folgen der Objekte, vielmehr verbirgt sie die toxischen Folgen.« Es gebe Dutzende Artikel über die gesundheitlichen Auswirkungen von GVO, darunter viele Artikel mit beunruhigenden Erkenntnissen. Wie seien die GVO-freundlichen Autoren dann zu ihrer Auswahl gerade dieser sieben Artikel gelangt, fragten die OAGB-Wissenschaftler. Abhängig von der gewählten Methodik kann man sich die Statistiken so zurechtlegen, wie man sie gerne hätte. Pantschin und sein Freund versuchten hier offenbar genau das.

Eine Sonderrolle räumte die fünfseitige »Begutachtung« von Pantschin und Tuzhikov einem inzwischen berühmten Artikel ein, den Professor Gilles-Éric Séralini und sein Forscherteam an der Universität Caen 2012 veröffentlichten. Die Wissenschaftler hatten die weltweit erste Langzeit-Ernährungsstudie zu GVO durchgeführt. Über zwei Jahre hinweg erhielten Ratten gentechnisch verändertes Monsanto-Getreide, das mit Roundup behandelt worden war, dem Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtungsmittel Monsantos. Bei dieser Studie zeigte sich, dass die Ratten multiple Tumorherde entwickelten. Viele Tiere starben vorzeitig oder trugen schwere Organschäden davon. Séralini stellte fest, dass die meisten Krebstumoren nach einer Spanne von 90 Tagen ausbrachen – Monsantos Studien hatten unerklärlicherweise just zu diesem Zeitpunkt aufgehört.

Russland verbannt GVO-Soja und GVO-Mais aus den USA

Das neue Gesetz untersagt den Anbau von gentechnisch verändertem Getreide in Russland. Zuvor hatte das Land bereits die Einfuhr von amerikanischem Mais und amerikanischen Sojabohnen verboten. Zwischen 80 und 90 Prozent des Maises und der Sojabohnen, die heutzutage aus den USA kommen, sind gentechnisch verändert. Die für Lebensmittelsicherheit zuständige russische Behörde Rosselchosnadsor hatte das Verbot am 15. Februar verkündet und erklärt, dass Sojabohnen und Mais aus den USA mit »Mikroben und GVO kontaminiert« seien. Aus den USA eingeführter Mais sei häufig von Braunfäule befallen, außerdem könne der Mais für transgene Pflanzen verwendet werden, so die Behörde.

Wenn Monsanto, Bayer, Syngenta und die anderen endlich mal die Wahrheit sagen würden, würden sie erklären, dass es bei GVO keineswegs darum geht, mit Hightech-Methoden die Ernteerträge zu steigern, damit man »die Welt sattmachen« kann. Es geht auch nicht darum, weniger Pflanzenschutzmittel oder andere toxische Chemikalien zu verwenden.

In Wahrheit ist es ein krankes Projekt einiger fehlgeleiteter Geister, die den menschlichen Genpool mit toxischem Abfall verunreinigen wollen. Es geht um Bevölkerungskontrolle und letztlich darum, die Bevölkerungsgröße zu reduzieren. Russland hat gerade gezeigt, wie man Nein sagt. Das ist sehr gut für Russland und für die Welt. Jetzt wäre es an der Zeit, dass die Amerikaner und die anderen nachziehen.

13 Kommentare

  1. und rumänien ist so dumm,& baut auf flächen mit dem besten agrar boden in europa,amerikanischen genmanipulierten müll an,und haut ihn noch voll mit importierten pestiziden…

  2. absolut ok und gerechtfertigt!
    Die Bürger eines Landes sollten immer selber entscheiden können, ob sie gentchnisch manipulierte lebensmittel essen wollen.
    Leider konnten die Verbraucher in DE nicht durchsetzen, daß entsprechende Vermerke auf den Lebensmitteln angebracht werden müssen und auch die Politik war nicht in der Lage dazu.
    Daher ist die hier genannte Massnahme der russischen Politik, meiner Meinung nach, zum Schutze der dortigen Bürger und auch gerechtfertigt!

  3. Gratulation Herr Präsident Putin!

    ZU dieser richtigen und epochalen Entscheidung.

    =====================================================

    DAMIT GEHÖRT RUSSLAND DIE ZUKUNFT DER WELT!

    =====================================================

    Denn Den-Technik ist eine NICHT RÜCKNEHMBARE

    TÖDLICHE EINFLUSSNAHME auf die Natur und

    Ernährungsgrundlage des Menschen.

    Diese satanischen und menschenfeindlichen

    Unternehmungen werden nicht, wie vielmals

    vordergründige Kritiker meinen, aus

    „Profitgründen“ gemacht. Nicht nur, daß dieser

    „Profit“ gar nicht eintritt, wie man bestens

    an den zehntausenden(!) indischen Bauern sieht,

    die Selbstmord machten, weil sie mit Monsantos

    „RoundUp“ pleite gegangen sind, dieser

    angebliche „Profit“ und andere angebliche

    Vorteile, werden von Anfang an nur VORGETÄUSCHT,

    um die wahren, eigentlichen Ziele dieser Satane

    zu verbergen: unwiderrufliche Zerstörung der

    Natur, unwiderrufliche Zerstörung des Menschen

    und seiner Ernährungsgrundlage.

    Um zu verstehen, wie das überhaupt sein kann,

    so eine Menschenfeindlichkeit, muß man wissen,

    daß es Menschenfeinde gibt, sogenannte Fremde

    – auf englisch „Aliens“ – und kriminelle

    Illuminaten, die sich von denen die Befehle

    geben lassen. Und blicken Sie zum Himmel, dann

    sehen Sie, daß man uns sogar die Atemluft

    vergiftet! Was was sonst noch? Antwort: ALLES!

    Da wo diese Menschenfeinde die Regie führen,

    wird ALLES vergiftet! Vom Grundwasser, über

    das Erdreich (Fracking, westliche Landwirtschaft,

    Chemtrails-Fallout), die Luft, die Nahrung, die

    Kleidung, Möbel und Gebrauchsgegenstände, ALLES,

    was Sie sich nur denken können, wird VORSÄTZLICH

    vergiftet! Schiffsanstriche, Doseninnenlackierungen,

    Kassenzettel mit dem unfruchtbar machenden

    Krebsgift Bisphenol-A, das Benzin mit dem starken

    Cancerogen Benzol! Das ganze Industrieessen mit

    Aspartam, Natrium-Glutamat und Fluorid!

    Es ist müßig, alles auflisten zu wollen. Was man

    verstehen muß ist folgendes: es handelt sich um

    KEINE „Nebenwirkungen“! Denn zuerst wird in

    Untergrundlabors der Illuminaten geforscht, WAS

    der Menschheit schadet, DANN erst werden ökonomisch

    verwertbare Produktideen für die gefundenen Gifte

    gesucht, wie man sie den Verbrauchen und Produzenten

    als „vorteilhaft“ andrehen kann.

    Am infamsten von allem ist natürlich die Gen-Technik,

    denn da hilft es nichts mehr industriemäßig

    hergestellte Dosennahrung zu vermeiden, weil das

    „natürlich gewachsene“ – selbst wenn unter

    „Bio“-Bedingungen hochgezogen – Obst und Gemüse

    ist als solches schon Gift! Siehe den gen-veränderten

    Mais, der die Kühe verenden ließ – und die giftigen

    Folgeprodukte, sind dann natürlich auch in den

    Lebensmitteln.

    Hier hilt nur GANZ KONSEQUENT gegen diesen DRECK

    vorzugehen. Es ist nicht übertrieben zu sagen:

    „GENTECHNIK IST MORD“!

    Es wird immer deutlicher, daß die Politik Herrn

    Putins nicht menschenfeindlich ist, wie in den

    untergehenden westlichen Systemen, die an einer

    gewissen Ethnie erkrankt sind. Trump dreht diese

    Ethnie in den USA jetzt auch zurück. Ob er es
    allerdings schafft, so konsequent wie Herr Putin

    zu sein – z.B. das Fracking zu beenden und das

    Verspritzen von Glyphosat – muß abgewartet werden.

  4. So schlecht wie Putin immer dargestellt ist er nicht.
    Im Gegenteil wenn die USA und Europa nicht immer auf Konfrontation
    mit Russland wären, könnte man mit Putin gut verhandeln.
    Er ist vermutlich noch der gescheiteste von allen.

  5. Wenn es so wäre, wunderbar!
    Aber, soll ich einfach alles glauben, was da im Netz gepolstert wird,
    und das dann auch noch anonym?
    Ich glaube nicht

  6. Stellt sich uns die frage ob es vielleicht schon zu spät ist aus diesem Dilemma heraus zu kommen. Wenn ja ist es sicher besser für uns dieses korrupte Land zu verlassen.

  7. Und was passiert in Deutschland? Bayer kauft den Mörderkonzern Monsanto gleich für ein paar Milliarden ganz auf. Aus der Politik wird da bestimmt keiner behindert. Genauso wie die EU Kommission das „Pflanzenschutzmittel“ Glyphosat legalisiert hat. In Europa regieren eben die Konzerne und nicht die Bürger.

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