Ausgerechnet nachdem tausende NATO-Soldaten in den vergangenen Wochen mit schweren Kriegsgerät an den Grenzen zu Russland aufmarschiert sind, um über mehrere Monate hinweg NATO-Militärmanöver zu absolvieren, gelangt die Nachricht an die Öffentlichkeit, dass die US-Regierung präventive Atomschläge gegen Russland, als mögliche Option prüfen lässt. Wer bewusst eine derartige Meldung produziert, obwohl eigene, bis an die Zähne bewaffnete Trupenverbände, nur weinige Schritte von russischen Hoheitsgebiet entfernt stehen, der macht unmissverständlich klar, was er damit beabsichtigt. Der möchte einen Krieg mit Russland auf europäischen Boden!

In diesem Zusammenhang traf sich der US-amerikanische Verteidigungsminister Ashton Carter am vergangenen Freitag im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa mit zwei Dutzend amerikanischen Militärkommandanten und europäischen Diplomaten, um über eine weitere Verschärfung ihrer wirtschaftlichen und militärischen Kampagne gegen Russland zu diskutieren. Sie bewerteten die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftssanktionen und die Strategie der Nato, hinsichtlich der Krise in der Ostukraine und der Stationierung von Soldaten und Kriegsgerät in Osteuropa. Ganz nebenbei drohten sie Russland mit Krieg.

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums erklärte gegenüber Reuters, dass es bei dem Treffen hauptsächlich darum gehe, „zu bewerten und Strategien zu entwerfen, wie die Vereinigten Staaten und ihre wichtigsten Verbündeten auf die verschärften Spannungen mit Russland im Laufe des letzten Jahres reagieren sollten“. Der Vertreter sagte außerdem, dass Carter der Lieferung von tödlichen Waffen an das ukrainische Regime positiv gegenüber stehe. Dieser Vorschlag war bereits Anfang des Jahres vorgebracht worden.

Atomraketen gegen Russland

Besonders provokant war ein Bericht von Associated Press, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Laut diesem Bericht erwägt das Pentagon den Einsatz von Atomraketen gegen militärische Ziele in Russland als Reaktion auf angebliche Verstöße gegen den Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) von 1987. Die USA behaupten, Russland habe gegen den INF-Vertrag verstoßen, indem es Flugerprobungen von bodengestützten Marschflugkörpern durchgeführt habe, deren Reichweite die Beschränkungen des Vertrags überschreite. Russland dementierte dies.

Das Pentagon diskutiert über drei Optionen: die Stationierung von Raketenabwehrsystemen in Europa, um russische Raketen abschießen zu können, eine „Gegenschlag“-Option, die nichtatomare Präventivschläge gegen russische Militäranlagen beinhalten würde und schließlich die Möglichkeit eines „Ausgleichsschlags“, der den präventiven Einsatz von Atomraketen gegen Ziele in Russland beinhalten würde.

AP bezieht sich auf einen Mitarbeiter, der angedeutet habe, dass Optionen bis hin zur „Verbesserung der Fähigkeit amerikanischer Atomwaffen, militärische Ziele in Russland zu zerstören“ geprüft würden. Mit anderen Worten, die USA bereiten einen Atomkrieg gegen Russland vor.

Russlands „Fehlverhalten” muss bestraft werden

Robert Scher, einer von Carters atompolitischen Beratern, sagte im April vor dem Kongress, dass der Einsatz von „Gegenkräften“ bedeuten würde, dass „wir losschlagen und die Raketen in ihren Basen in Russland zerstören“. Andere Vertreter des Pentagon erklärten, diese Option würde die Stationierung bodengestützter Marschflugkörpern in ganz Europa erfordern. Der Pentagonsprecher Leutnant Oberst Joe Skewers erklärte gegenüber AP: „Alle Optionen, über die wir diskutieren, sollen sicherstellen, dass Russland keinen nennenswerten militärischen Vorteil aus seinem Fehlverhalten ziehen kann.“

Die Rücksichtslosigkeit und Fahrlässigkeit der amerikanischen Außenpolitik ist atemberaubend. Ein Großteil der russischen Streitkräfte ist in der Nähe von dicht besiedelten Gebieten stationiert. Ein präventiver Atomschlag könnte in Sekunden Millionen Menschen in den Tod reißen und einen Atomkrieg auslösen, in dem die Menschheit ausgerottet würde. Selbst wenn die US-Regierungsvertreter mit ihren Drohungen gegen Russland nicht wirklich dieses Ziel verfolgen und nur versuchen, Moskau einzuschüchtern, liegt solchen Drohungen eine düstere objektive Logik zugrunde. Das Spiel mit dem Feuer Inmitten militärischer Spannungen und strategischer Unsicherheit erhöht die atomare Kriegstreiberei der US-Regierungsvertreter in dramatischer Weise die Gefahr eines unabsichtlichen Kriegs. Nato-Truppen führen entlang der russischen Grenzen, vom Nordmeer über die Ostsee bis zum Schwarzen Meer und dem Mittelmeer, Militärübungen durch. Alle nationalen Streitkräfte in der Region sind in höchster Alarmbereitschaft.

Die amerikanischen Regierungsvertreter wissen nicht, wie der Kreml auf ihre Drohungen reagieren wird. Da die russische Regierung einen plötzlichen Nato-Angriff befürchten muss, ist es wahrscheinlicher geworden, dass sie auf vermeintliche Anzeichen für eine Nato-Militäraktion mit dem Abschuss ihrer Raketen reagiert.

Sie muss fürchten, dass die Raketen andernfalls am Boden zerstört werden. Die Gefahr, dass eine fehlerhafte Annahme oder ein Kommunikationsfehler zu einem offenen Krieg führt, ist drastisch gestiegen.

Kritiker warnen schon seit geraumer Zeit, dass die Entscheidungen der Nato, einen von faschistischen Kräften angeführten Putsch in Kiew zu unterstützen und Russland ohne jeden Beweis die Schuld am Abschuss des Flugzeugs MH17 zu geben, die Kriegsgefahr immens erhöht hat.

Wollen wir wirklich zulassen, dass es zwischen den USA, Europa und Russland zu einem Krieg kommt, bei dem Atomwaffen eingesetzt werden könnten? Diese Frage muss sich jeder stellen, der die Ereignisse seit dem gewaltsam herbeigeführten Absturz des Malaysian-Airlines-Flugs MH17 verfolgt hat. Die Warnungen der kritischen Beobachter werden von den jüngsten Vorstößen Schers und Carters leider Gottes bekräftigt.

Der unsichtbare Pakt zwischen Medien und Eliten

Im März hatte Putin erklärt, dass er nach dem Putsch in Kiew das russische Militär, inklusive der Atomstreitkräfte, in Alarmbereitschaft versetzt habe, da er einen Nato-Angriff auf Russland fürchtete. Jetzt hat das US-Militär durch seine eigenen Aussagen bestätigt, dass die Politik der USA das Risiko eines Krieges birgt.

Vor der Bevölkerung wurden diese Bedrohungen jedoch weitgehend geheim gehalten, denn die Amerikaner und Europäer haben immer wieder gezeigt, dass sie die Kriege der USA im Irak und Afghanistan ablehnen. Doch fast fünfzehn Jahre nach dem Beginn dieser Kriege steht die Welt am Rande eines noch blutigeren und verheerenderen Konflikts. Doch die Medien und herrschenden Eliten verheimlichen die Gefahr eines Atomkriegs.

Der US-Präsident Obama hat beim G7-Gipfel bereits Druck die europäischen Regierungschefs ausgeübt, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland weiter zu verschärfen und sich selbst zu schwächen, während die USA ihre Handelsbeziehungen gegenüber Russland weiter ausbaut.

Die Sanktionen gegen Russland wurden im letzten Jahr verhängt, nachdem die Krim in die russische Föderation aufgenommen wurde. In den Leitmedien wird dieses Ereignis – auch wenn bereits faktisch widerlegt – weiterhin als „Annexion” bezeichnet. Als Vorwand für die Fortführung der Sanktionen dient der erneute Ausbruch von Kämpfen in der Ost-Ukraine, für die der Westen ausschließlich Russland verantwortlich macht.

Provokationen und Lügenmärchen

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warnte am Donnerstag in einer Rede im Parlament vor der „immensen Gefahr erneuter schwerer Kämpfe mit russischen und terroristischen Kräften“. Er behauptete, ohne einen Beweis zu liefern, dass in den von Rebellen kontrollierten Gebieten Donezk und Lugansk in der Ostukraine 9000 russische Soldaten präsent seien.

Poroschenko sagte: „Das ukrainische Militär sollte sich auf eine neue feindliche Offensive und eine Großinvasion entlang der gesamten Grenze zur Russischen Föderation vorbereiten. Wir müssen darauf wirklich vorbereitet sein.“ Er erklärte, das ukrainische Militär habe mindestens 50.000 Soldaten im Osten stationiert und sei bereit, das Land zu verteidigen.

Einen Tag vor Poroschenkos Äußerungen kam es in der Ostukraine erneut zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mit Dutzenden von Todesopfern. Die Kämpfe in dieser Woche waren der bisher schwerste Verstoß gegen den Waffenstillstand, der im Februar unterzeichnet wurde.

Kremlsprecher Dimitri Peskow erklärte am Donnerstag vor der Presse, Russland sei davon überzeugt, dass die Kampfhandlungen am Mittwoch von Kiew provoziert worden waren, um die Diskussionen auf dem G7-Gipfel am Wochenende und dem EU-Gipfel in Brüssel Ende Juni zu beeinflussen. „Dieses provokante Vorgehen geht von den ukrainischen Streitkräften aus und das beunruhigt uns“, sagte er.

Beide Seiten gaben der jeweils anderen die Schuld am Ausbruch der Kämpfe in Marjinka, etwa vierzehn Kilometer westlich der Rebellenhochburg Donezk. Poroschenkos Berater Juri Birjukow sagte am Donnerstag, dass bei den Kämpfen fünf ukrainische Soldaten getötet und weitere 39 verwundet worden seien. Der stellvertretende Verteidigungsminister und Sprecher der Volksrepublik Donezk (DNR) Eduard Basurin erklärte gegenüber Interfax, dass sechzehn Rebellenkämpfer und fünf Zivilisten getötet worden seien.

Ukrainische Truppen hatten am Mittwoch außerdem die Innenstadt von Donezk mit Artillerie beschossen. In den südwestlichen Stadtteilen Kirowski und Petrowski wurden sechs Menschen durch Granaten getötet und weitere 90 verwundet. Der städtische Marktplatz Sokol wurde schwer beschädigt, mehrere Ladenstraßen brannten nieder.

Als Reaktion auf die Entwicklungen am Mittwoch wurden Mitglieder des faschistischen Rechten Sektors angewiesen, sich auf den Kampfeinsatz vorzubereiten. Der Oberbefehlshaber des paramilitärischen Bataillons der Organisation, Andrei Stempitzki, rief in einem Post auf Facebook alle Mitglieder, die während des Waffenstillstands zu Hause waren, dazu auf, „zu ihren Kampfeinheiten“ zurückzukehren. Er drohte, der Rechte Sektor werde „Krieg führen, egal was die Anhänger des Waffenstillstands tun werden.“

9 Kommentare

  1. Wir leben in einer Zeit in der die westliche Hemisphere vor einem großen Beben steht. Das ehemalige Westimperium der Wall Street steht vor dem Zerfall. Jeder von ihren hirnlosen Fädenzieher weiß das. Sie wissen nur noch nicht genau wann. Das macht sie nervös. Also schicken sie ihre aggressive Obama Marionette vor und stiften
    Chaos, wo immer es ihnen gelingt. Je mehr Kriege auf der Welt, desto mehr Ablenkung vor ihrem anstehenden Versagen.
    Die Situation wird immer unkontrollierbarer. Donald Trump hat bei einer amerikanischen Wahlkampfveranstaltung verlautbart, dass die offizielle Arbeitslosenquote jenseits der 20% liegt. Die Lage in den Staaten ist definitiv viel schlimmer, wie es uns die sogenannten „Medien“ weismachen wollen. Ein kleiner Ausrutscher wie zur Finanzkrise 2008 kann das ganze System zum Fall bringen. Die Eurozone könnte so ein Ausrutscher sein. Eine tickende Zeitbombe in der Hand von Kriminellen, die wiederum von den Amerikanern konstruiert wurde und ihnen nun bald selbst zum Verhängnis werden könnte. Damals konnte sie einfach noch nicht erahnen, dass die wirtschaftlichen Verflechtungen so zu nehmen werden. Sie haben sich ihr eigenes Grab gebaut.

  2. Die USA sollten aufpassen, vielleicht hat Russland ja ein paar Atomraketen in Ostsibirien stationiert, just in front of Alaska und der europa-pulverisierende Krieg, ganz zur Freude der USA, findet hier nicht statt. Russland weiß ganz genau, wer der Agressor ist. Europa ist durch sein Vasallentum den USA gegenüber schwach und ein Großteil von Russland ist europäisch und deswegen unsere Stärke. Die komplette europäische Politmischpoke ist durch die NSA erpressbar und nur deshalb verraten sie unsere Völker an das USraelische Pack. Hoffen wir Europäer, dass das gesamte EU-Pack wirtschaftlich eliminiert wird. Brexit war schon mal ein guter Anfang, um das Scheitern dieser selbstverliebten EU-„Granden“ einzuleiten.
    In RT Deutsch gibt es einen 10-Teiler „Der neue Kalte Krieg“ von Dr. Hauke Ritz, der zusammenhängend erklärt, wie wir in die heutige Situation geraten sind. Ein sehr lesenswertes Essay über die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge unserer Gegenwart. Ich habe das gesamte Essay als PDF und verbreite es, so oft ich kann. Es gibt immer mehr Menschen, die die komplexen Zusammenhänge begreifen. Also… man kann nicht ein Volk auf Dauer belügen!
    Das trifft auch auf unsere deutsche Geschichte zu. Die Sieger schreiben die Geschichte der Besiegten. Laßt die Lügen nicht mehr zu, lest und verbreitet das Buch von Gérard Menuhin über Deutschland und das 3. Reich.
    Hier der Link zum Buch, ehe er gesperrt wird, denn kein deutscher Verlag traut sich das Verlegen:
    http://trutzgauer-bote.info/wp-content/uploads/2016/05/Menuhin-Gerard-Wahrheit-sagen-Teufel-jagen.pdf
    Uns allen wünsche ich Frieden!

  3. Da kann ich nur eins sagen: Erwartet die Russen und seid nicht überrascht sie plötzlich auf dem ehmaligen Schlachtfeldern zu sehen.

    Angst? Nein! Aber dies hätte nicht sein müssen.

    Wenn ich davor keine Angst habe, dann habe ich vor folgendem auch keine Angst.

    Folgendes: Nie wieder Krieg!

    Aus dem Grund das mit Hilfe der Bundeswehr im Baltikum und in Polen angeblich Militärübungen stattfinden, sollten wir ein Schild in Englisch und Deutsch vor jeder Fa. hinstellen mit der Aufschrift das nach GG Artikel 20 Abs: [4] ein Generalstreik stattfindet und jeder Ruhe bewahren möge und zu Hause bleiben sollte und dort warten bis von neutralen Fachleuten geklärt ist, ob es eine Vorbereitung zum Angriffskrieg gibt, der nach GG Artikel 26 Abs::[1] verboten ist. Zu dem muss geklärt werden ob Personen in der BRD nach Artikel 18 ihre Grundrechte verwirkt haben.

    • Sollten damit nicht die wahren Übeltäter gestopt werden und es zu einem Bürgerkrieg oder Krieg kommen, bitte ich jeden der es kann, zuerst die wahren Übeltäter fest zu halten.

  4. Dann werden die USA umgehend selbst Einschläge der neuen Hyperschall-Intercontintenlraketen Russlands abbekommen, wie Putin in einem interessanten Interview vor knapp einem Monat verlautbaren ließ.
    Er weiß, das Europa nur als Vasall und Kanonenfutter der Amis fungiert und wird es verschonen, wie er sagte.
    ‚Die Antwort geht direkt nach Washington‘, in weniger als 30 Minuten.

    Obama und seine grenzdebilen Vasallen in Europa sollten es sich zweimal überlegen, Russland ein weiteres Mal anzugreifen – und wieder den Kürzeren zu ziehen.
    Wann sorgen die Amis eigentlich für das überfällige Impeachment dieses irren Braunen im Weißen Haus.

  5. Die Amis wollen. dass sich die EU und Russland gegenweitig pulverisieren um wieder wie nach dem WKII als Sieger dazustehen.

  6. In seinen Augen kann man das Böse förmlich erkennen. Er sieht aus wie der personifizierte Luzifer. Leute wie er können eiskalt ohne mit der Wimper zu zucken Holocaust Kriegsverbrechen wie in Hiroshima befehligen. Unter Obama wurden zahlreiche Länder im Nahen Osten fragmentiert und zerstört und die Drohenmorde ausgeweitet. Vielleicht will er nun sein Werk in Russland vollenden.

  7. „Krieg“ war immer das wirtschaftliche Allheilmittel der Jew-S Ostkueste.
    Seit ueber 200 Jahren.
    Hat ja auch bis jetzt immer funktioniert, warum sollte man also auf „bewaehrtes“ verzichten?

    Das einzige Problem ist, die Anderen „anfangen“ zu lassen.
    Aber auch da hat sich „Uncle Shmuel“ immer als recht kreativ erwiesen…

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