Wenige Tage vor dem NATO-Gipfel am 8. und 9. Juli in der polnischen Hauptstadt Warschau haben deutsche „Denkfabriken“ neben der Stationierung von Kampftruppen an der Grenze zu Russland den Ausbau des westlichen Atomwaffenarsenals gefordert. Gleichzeitig hat, unbemerkt vom deutschen Mainstream, der höchste NATO-General verkündet, dass die proklamierte „russische Aggression“ nicht auf realen Tatsachen beruht.

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) fordert in ihrer Studie „Die NATO in Warschau. Ein Wegweiser durch die Agenda des Gipfels“ den Ausbau der westlichen Kernwaffen, denn die „glaubwürdige Abschreckung“ Russlands mit einer „nuklearen Komponente“ sei dringend geboten. Parallel dazu trommelt auch die zentrale militärpolitische Denkfabrik der Bundesregierung, die „Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS)“, in ihrem jüngsten Papier ebenfalls für den Ausbau des US-Atomwaffenarsenals in Europa und die deutsche Teilhabe daran. Unter dem Titel „Die Agenda des NATO-Gipfels von Warschau“ verlangt die BAKS einen „neuen nuklearstrategischen Konsens“ der NATO, um die „anti-westliche Macht“ Russland in Schach zu halten.

Auf diese unverfrorenen Forderungen der total abgehobenen, so genannten „sicherheitspolitischen Eliten“ zu nuklearer Aufrüstung mitten in Europa, insbesondere in Deutschland, die außerdem dem Wunsch und Willen der ganz großen Mehrheit der Bürger nach Frieden und Abrüstung diametral entgegenstehen, hat jetzt die Webseite „german-foreign-policy.com“ verwiesen. Darüber hinaus bekennen sich beide Denkfabriken zum „globalen Krisenmanagement“ unter Anwendung militärischer Gewalt. Der Adenauer-Stiftung zufolge müsse die NATO in der Lage sein, „Bedrohungen“ überall „dort auszuschalten, wo sie entstehen“, ein Freibrief für den deutschen Imperialismus.

Besonders alarmierend ist jedoch das Spiel der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem nuklearen Feuer. Offenbar rechnet die KAS mit einer weiteren Eskalation des Konflikts mit Moskau, die nur durch die demonstrative Bereitschaft zum Atomwaffeneinsatz gestoppt werden könne. Dazu zitiert „german-foreign-policy“ aus der KAS-Studie: „Im Kriegsfall mit Russland wäre dem (NATO-)Bündnis die Verteidigung des Baltikums allein mit konventionellen Mitteln … kaum möglich – die russischen Streitkräfte wären in ihrer Zahl und geographischen Nähe überlegen.“ Notwendig sei daher eine grundsätzliche „Überarbeitung“ der „Nuklearstrategie“ des transatlantischen Militärbündnisses, selbst wenn es sich dabei um ein in Deutschland „höchst unpopuläres Thema“ handele, erklärt die Stiftung.

Derweil werden als Begleitmusik für den NATO-Gipfel in Warschau in allen Mainstream-Medien die Propagandatrommeln über die angebliche „russische Aggression“ gegen die unschuldige und angeblich unterbewaffnete NATO gerührt, die deshalb unbedingt aufrüsten muss. Der Einspruch von Außenminister Steinmeier, der jüngst die NATO aufgefordert hatte, mit dem „Säbelrasseln“ aufzuhören, ist von den Journalisten der Mainstreammedien (MSM) längst im großen Gedächtnisloch entsorgt worden. Und die erstaunlich ehrliche Stellungnahme des Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, des tschechischen Generals Petr Pavel, anläßlich einer Pressekonferenz am 20. Juni dieses Jahres, dass Russland die NATO nicht(!!!) bedroht, wurde von den MSM-Journalisten gar nicht erst wahrgenommen.

Daher soll General Pavel wenigsten hier nochmals zu Wort kommen, so wie die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtete:

„Der Aufbau von wesentlichen militärischen Kräften (in den baltischen Staaten und Polen) wird nicht in Betracht gezogen. Es ist nicht das Ziel der NATO, eine militärische Barriere gegen eine breit angelegte russische Aggression zu schaffen, weil eine solche Aggression nicht auf der Tagesordnung steht und es keine nachrichtendienstlichen Erkenntnisse in dieser Richtung gibt.“

Ganz sicher ist das eine sensationelle Aussage des höchsten Offiziers im NATO-Hauptquartier in Brüssel, also mit hohem Nachrichtenwert. Aber warum haben unsere Mainstream-Medien, öffentliche und private, kein Wort davon erwähnt, wenn sie sonst für jeden Furz Sendezeit finden? Weil die Meldung nicht in die US-hörige Kriegspropaganda passt, die von den gekauften Journalisten verbreitet wird, eine andere Erklärung gibt es nicht.

Die Aussage General Pavels widerspricht vollkommen den angeblich „defensiven“ Aktionen der USA und der NATO bis unmittelbar an die russische Grenzen. Wenn Pavel Recht hat, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dann zielen die militärischen Aktionen der USA und NATO einzig und allein darauf ab, Russland zu einer Reaktion zu provozieren, die dann als Beweis für die unberechenbare Aggressivität des teuflischen Putins der europäischen Öffentlichkeit verkauft werden soll.

4 Kommentare

  1. solange solche typen und institutionen wie die ADS ( war auch am putsch in der ukraine maßgeblich dabei )was zu sagen haben und wie s scheint wird sich das wohl nicht so schnell ändern ( danke liebe wähler )
    wird weiter auf einen krieg gegen rußland hin gearbeitet
    wer die treibenden kräfte dahinter sind hat “ pipi spieler“ hier durchaus treffend beschrieben

    irgendwie werden s es auch schaffen
    ist nur eine frage des wann und nicht des ob s

  2. Ich glaube an die Protokolle der Weisen von Zion und das darin der Schlüssel für die heutigen Ereignisse zu finden ist.
    Es sind nunmal alles Juden an der amerikanischen Ostküste, welche die amerikanische Politik bestimmen.
    Diese wollen die Weltherrschaft.
    Nicht der amerikanische Depp.

  3. Dise Kriegstreiberei ist maßlos menschenverachtend. Die Kriegstreiber würde ich an vorderster Front hinstellen dass sie zuerst krepierenbei einem Krieg. wir wollen keinen Krieg der nur der Rüstungsindustrie Profite einbringt.

  4. Lächerlich zu glauben man könnte Rußland durch atomare Aufrüstung einschüchtern. Europa wäre binnen Stunden eine nukleare Wüste, sollte es zum Konflikt mit Rußland kommen.

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