Angesichts der folgenden Fakten erscheint es geradezu absurd, mit welcher Vehemenz Politik und Medien versuchen, uns ein freundliches Bild der USA ins Gehirn zu pflanzen. Gegenüber der deutschen Öffentlichkeit charakterisieren Kanzlerin Merkel und Bundesgrüßaugust Gauck die USA grundsätzlich als »ehrlichen« und »aufrichtigen« Partner, dem man sich »freundschaftlich« verbunden fühlt und dessen »Verständnis für Demokratie« der ganzen Welt als Vorbild dienen müsste. Ein unvoreingenommener Blick auf die USA offenbart allerdings ein Bild, dass beim normal denkenden Menschen kein Gefühl der freundschaftlichen Verbundenheit hervorrufen wird, sondern ein angewidertes Kopfschütteln.

Seit der Staatsgründung am 4. Juli 1776, ist nunmehr fast ein Vierteljahrtausend vergangen. In insgesamt 222 der zurückliegenden 239 Jahre, sprich 93 Prozent des gesamten Zeitraumes, führte man Krieg gegen andere Länder. Um dies in Perspektive zu setzen: Alle US-Präsidenten führten während ihrer Amtszeit mindestens einen Krieg. Es verging seit 1776 kein einziges Jahrzehnt, in dem die USA keinen Krieg führten. Der längste friedliche Zeitraum seit der Unabhängigkeitserklärung betrug fünf Jahre, während der Weltwirtschaftskrise von 1935 bis 1940. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten noch nie durch ein anderes Land auf eigenem Territorium angegriffen wurden.

Laut einem halbjährlich erscheinenden Bericht des US-Präsidenten befinden sich die US-Truppen der Vereinigten Staaten derzeit in 14 Ländern im Kampfeinsatz. Die USA führt aktuell Kriege in Afghanistan, Irak, Syrien, Somalia, Jemen, Kuba, Niger, Tschad, Uganda, Ägypten, Jordanien, Kosovo, Zentralafrikanische Republik und Tunesien. Insgesamt werden sich die Militärausgabenfür 2015 voraussichtlich auf rund 585 Milliarden Dollar belaufen. Rechnet man alle Militärausgaben der USA zusammen, kommt man auf eine Summe von etwa 1 Billion Dollar.

Insgesamt entspricht das Militärbudget der USA dem von China, Russland, Großbritannien, Frankreich, Japan, Indien, Saudi-Arabien, Deutschland, Brasilien, Italien, Südkorea, Australien und Kanada zusammengerechnet (lt. Zahlen von 2012).

Das Pentagon betreibt weltweit mehr als 550.000 Anlagen in über 5.000 Militärbasen auf 28 Millionen Hektar, was fast der Fläche Italiens entspricht. Zwischen 700 und 1000 US-Militärbasen befinden sich in eroberten und alliierten Ländern.

85 bis 90% aller Todesfälle in bewaffneten Konflikten sind Zivilisten, laut einer aktuellen Untersuchung des American Journal of Public Health. Für jeden gefallenen feindlichen Kämpfer müssen also durchschnittlich zehn Alte, Frauen oder Kinder ihr Leben lassen.

Weitere interessante Fakten:

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es auf der Welt insgesamt 248 bewaffnete Konflikte in 153 verschiedenen Regionen rund um den Erdball. In 201 davon waren die Vereinigten Staaten militärisch involviert. Allerdings nur bis 2001, danach folgten noch Afghanistan, Irak, Libyen und weitere. Die Bevölkerung der USA beträgt zahlenmäßig nur knapp 5 % der Weltbevölkerung, die Militärausgaben belaufen sich jedoch auf 41 % des weltweiten Budgets.

3 Kommentare

  1. Wenn man mal zurück denkt, so waren die Vereinigten Staaten tatsächlich so gut wie in jedem erdenklichen Kriegsverbrechen direkt oder indirekt involviert. Dass die Deutsche Bevölkerung jedoch immer noch in zu großen Teilen ein positives Bild über dieses Land hat, zeigt nochmal eindeutig welche Rolle die skrupellose Lügenpresse in diesem Land spielt. Aktuell sind sie also in 14 Kriegen involviert und trotzdem hört man noch Lobpreisungen über Obama, wobei die Flüchtlinge natürlich niemals vor deren Militärinterventionen flüchten.
    Unser bankrotter Hegemon konnte in den letzten Jahren aber das Militäretat nur zu Lasten der eigenen Bevölkerung aufrecht erhalten. Seit der Finanzkrise steigt die Schuldenkurve immer stärker. Da bereits fast 50 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten auf Essensmarken angewiesen sind, ist diese Quelle nun aber auch bald versiegt. Sie werden ihre Militäretat drastisch senken müssen. Es sei denn es gibt einen plötzlichen Krieg und dann eine Währungsreform.
    Aber selbst diese Option scheint im Moment nicht möglich. Eine offene Konfrontation mit China und Russland können sie sich aufgrund deren Waffenarsenale gar nicht erlauben. Mehr als Säbelrasseln und ein paar Stellvertreterkämpfe sind gar nicht mehr drin. Wenn die Renten- und Arbeitslosenkassen mal leer sind, werden sie zugrunde gehen und im Bürgerkrieg und Rassenkämpfen versinken.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein