Ob sie zuvor in einem Coffeeshop war oder einfach mal das rauslassen musste, was ihr auf der Seele brannte, sei dahin gestellt, aber die lose Zunge einer freien Journalistin des WDR schlägt nun hohe Wellen, denn die hatte im niederländischen Rundfunk eingestanden, was jeder Zuhörer und Zuschauer der Öffentlich-Rechtlichen bemerkt, wenn er die Staatssender nur regelmäßig und aufmerksam beobachtet.

Ihr freimütiges Eingeständnis korrespondiert mit dem, was schon vor Monaten im Kontext des Ukraine-Konflikts aus dem WDR durchgesickert war, dass die US-Boys Tom Buhrow und Jörg Schönenborn die Parole ausgegeben haben, “westliche Positionen zu vertreten.” oder was man als Grund für Ulrich Tilgners Abschied vom ZDF kennt. Nach außen immer auf Linie mit NATO und USA, nach innen auf Linie und zum Wohle der Bundesregierung – exakt so beschreibt es das Propagandamodell Noam Chomskys und genau das haben wir hier auch in hunderten Beispielen dokumentiert.

Das Interview im Web und als Download

Selbstverständlich darf man sich die internen Vorgaben nicht so dermaßen plump vorstellen, wie es auf den ersten Blick aus Zimmermanns Worten klingt. Die verantwortlichen Chefredakteure und Intendanten wissen sehr wohl, wie man eine solche Botschaft vermittelt ohne einen falschen Eindruck zu hinterlassen. “Passen Sie auf, dass keine Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht wird!” oder “Wir dürfen den Rechten nicht in die Hände spielen!” heißt es dann in internen Gesprächen und die lohnabhängigen Journalisten über denen ständig das Damoklesschwert der Rationalisierung baumelt, wissen spätestens dann, was sie zu liefern haben.

In den niederländischen Medien schlägt das Interview riesige Wellen. Auch der öffentlich-rechtliche NOS berichtet auf seiner Webseite. In Deutschland hat der Tagesspiegel heute Morgen berichtet und übersetzt:

tagesspiegel_logo„Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten“, sagte die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann in einer Diskussionsrunde des niederländischen Radioprogramms „De Stemming“ (Die Stimmung) auf L1.

WDR Dementi
WDR Dementi zu den Aussagen von Claudia Zimmermann

In dem Radiotalk wurde über die Vorgänge in Köln an Silvester und die Stimmung in Deutschland diskutiert. Claudia Zimmermann vom WDR-Studio in Aachen sagte auf die Frage des Moderators, ob sie im WDR positiv über Flüchtlinge berichten musste: „Wir sind öffentlich-rechtlicher Rundfunk und darum angehalten, das Problem in einer mehr positiven Art anzugehen. Das beginnt mit der Willkommenskultur von Merkel bis zu dem Augenblick, als die Stimmung kippte und es mehr kritische Stimmen im Rundfunk und auch von der Politik gab.“

Beim Staatssender WDR muss das natürlich eingeschlagen sein wie eine Bombe. Die Verantwortlichen dementieren und haben Zimmermann mittlerweile genötigt zurückzurudern. Aber was in der Welt ist, lässt sich nicht mehr weglügen und die „Erklärung“, mit der Zimmermann ihre Äußerungen nun negieren will, fällt dementsprechend unglaubwürdig aus:

„Ich habe an dieser Stelle Unsinn geredet. Unter dem Druck der Live-Situation in der Talkrunde habe ich totalen Quatsch verzapft. Mir ist das ungeheuer peinlich.“

Hätte sie gesagt, sie sei bekifft gewesen, es wäre glaubwürdiger. Dass ihr die eigene Offenheit nicht nur peinlich ist, sondern ernsthafte Sorgen bereitet, ist allerdings verständlich, denn als freie Mitarbeiterin wird man sie zukünftig kaum noch benötigen, wenn es nicht gelingt, diese unbequeme Wahrheit aus der Welt zu schaffen.

3 Kommentare

  1. Lol irgendwas.ru Das sind die Medien der freien Welt mit ihrer international bekannten Unabhängigkeit & Objektivität! LOL

  2. Die LÜGENPRESSE ist einfach nur gleichgeschaltet. Warum schläft die Bevölkerung denn immer noch und lässt sich so einlullen? Sogar die Bilder vom Massaker werden in der deutschen Lügenpresse nur zensiert gezeigt. Hab das Original-Bild in der englischen Zeitung gesehen und dann das Bearbeitete in unserer Lügenpresse. Jetzt war es auf einmal ein Amoklauf und die Bevölkerung glaubt das noch. Weil sie alle der Lügenpresse glauben. Ein Anschlag nach dem anderen und die CDU legt sogar noch zu.

    Es gehört schon eine Portion Anstand dazu, sich gegen eine Gleichschaltung des öffentlichen Rundfunks auch dann zu wehren, wenn die unterdrückte Wahrheit einem ins politische Weltbild passt. Aber das gibt es bei den Linken nicht. Sie sind deshalb keine Demokraten, sondern Radikale. Radikale wiederum können nur durch Gewalt bekämpft werden und nicht durch Diskussionen.

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