Nachdem Wladimir Putin vor Kurzem erst die völlig durchgeknallte US-Sekte Scientology aus dem Land warf, sind russische Gerichte nun dazu übergangen gegen die Datenkrake Google vorzugehen. Jetzt gab es ein erstes wegweisendes Urteil. Es sieht ganz danach aus als sind die Verbrecher des Google-Konzern die Nächsten, die Russland auf dem Schleudersitz verlassen.

Wie jetzt bekannt wurde hat das Moskauer Stadtgericht entschieden, dass der Intertnet-Konzern 688 US-Dollar an einen russischen Staatsangehörigen zahlen muss. Der klagte, weil der Suchmaschinen-Spezialist seine privaten E-Mails gelesen hatte.

Das Stadtgericht Moskau hat Googles Beschwerde zurückgewiesen, mit der gegen die Entscheidung vorgegangen werden sollte, eine Strafe wegen Verletzung der Privatsphäre zu zahlen. Das Verfahren ging zurück auf die Klage eines Bewohners der russischen Stadt Jekaterinburg. Er hatte behauptet, dass der Suchmaschinen-Konzern seine private E-Mails lesen würde. Ein Gericht sah diese Vorwürfe im September als bestätigt an und verurteilte Google zu einer Zahlung von 50.000 Rubel. Dies entsprach zu diesem Zeitpunkt etwa 688 US-Dollar.

Gegenüber der Agentur Tass wollte der Google-Pressedienst nicht ausschließen, dass Google gegen die Entscheidung des Gerichts bis zum russischen Obersten Gerichtshof geht. Das Unternehmen gehört im Jahr 2015 zusammen mit Apple und Microsoft zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt. Momentan kommt Google auf einen Börsenwert von knapp 540 Milliarden Dollar.

Im September hatte das Moskauer Stadtgericht entschieden, dass Google die 50.000 Rubel an Anton Burkov zahlen muss. Das Unternehmen argumentierte, dass Mails nur automatisch gescannt werden, um die Versendung von Spam zu verhindern. Das zweifelte Burkov an. Der Kläger argumentierte, dass „Google automatische Programme, so genannte Robots programmiert, um Informationen über die Nutzer zu sammeln und kontextbezogen Werbung zuzustellen“.

Anton Burkov verwies vor Gericht darauf, dass Russlands Verfassung das Recht auf Wahrung des Postgeheimnisses garantiert und sich der Google-Nutzungsvertrag entrechend gegen das Grundgesetz richtet. Dieser Argumentation folgte das Gericht nach einer technischen Überprüfung.

7 Kommentare

  1. Yandex nutze ich schon. Ich warte nur noch auf ein russisches Betriebssystem, damit ich die Microsoftseuche vom Rechner bekomme.

  2. Es gibt andere Suchmaschinen die private Daten nicht ausspionieren. Das Internet gab es schon vor Google und würde auch ohne diese Datenkraken wie Facebook und Co weiter existieren.
    Das Putin Scientology aus Russland verbannt hat wusste ich bis grade gar nicht. Endlich mal ein Mann mit Eiern in der Hose der den Amis Grenzen zeigt !!!

  3. leChiffre, da widerspreche ich dir jetzt. Ohne Google würde das Imternet immer noch das Internet sein. Früher…. Und da fühle ich mich fast wie ein alter Mann…. Ja früher, gab es ein Internet ohne Google. Stellt euch das mal vor !!! Da habe Suchmaschinen wie Yahoo den Markt dominiert. Da wurde noch nicht alles akribisch gespeichtert. Mein Gott, wenn ich mir das so vorstelle, war das damals ja noch der reinste „Wilde Westen“. (Sorry, ich schweife ab )
    Ich will sagen dass damals hat das Internet auch funktioniert hat. Also hebt nicht ein Gigant zum Gott-Status. Denn so ein hohes Niveau an Ansehen muss verdient werden. Und davon ist Google Meilenweit entfernt !

  4. Warum speichern denn nun Google, Microsoft und Co. alle Daten, die sie in die Finger bekommen? Um sie an ihre verfluchten Gründer aus der Central Intelligent Agency weiterzuleiten. Die brauchen die Daten wiederum zur „Terroristenbekämpfung“. Das ist der übliche Kreislauf. Deshalb hilft nur noch ein vollständiger Boykott dieser amerikanischen „Qualitätsprodukte“.

  5. Mag ja sein; das Google eine Datenkrake ist – bestimmt sogar – auf der einen Seite, auf der anderen Seite bin ich froh; daß es Google gibt – ohne Google keine Navigatoren.

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