Moskaus Behörden wollen die bislang benutzte US-Computer-Software Microsoft Outlook durch eine heimische Alternative ersetzen. Schon in Kürze sollen deshalb rund 6.000 Beamte mit dem russischen E-Mail-Dienst MyOffice Mail ausgestattet werden.

Vor allem der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, selbst ist es, der das Ansinnen unterstützt, russische Behörden mit heimischen Software-Lösungen auszustatten. Ausländische Software sei inzwischen vor allem aus Sicherheitsgründen bedenklich. Seit sich das russische Verhältnis zum Westen im Zuge der Ukraine-Krise verschlechtert hat, häufen sich Cyber- und Spionage-Angriffe gegen russische Institutionen.

Der Schutz vor digitalen Übergriffen ist aber nur ein Aspekt hinter dem Entschluss: Die Initiative bietet zudem auch russischen Unternehmen eine Chance, auf dem heimischen Software-Markt Anteile zu gewinnen.

Im März dieses Jahr forderte der russische Präsident Staatsunternehmen erstmals öffentlich dazu auf, ab der zweiten Jahreshälfte 2016 auf heimische Software-Programme umzusatteln. Wenn öffentliche Institutionen dennoch auf ausländische Programme zurückgreifen wollen, müssen sie einen speziellen Registrierungsprozess durchlaufen. Dabei wird geprüft, ob es keine gleichwertige russische Alternative gibt. Nichtsdestotrotz wird es Ausnahmelösungen geben, heißt es.

Im Jahr 2017 will Moskau die nunmehr zum Einsatz kommende Software-Alternative, entwickelt vom russischen Unternehmen New Cloud Technologies, auf 600.000 Maschinen ausweiten, sagte Artjom Yermolaew, der Leiter für Informationstechnologie beim russischen Telekombetreiber Rostelecom. Microsoft Windows und Office werden im weiteren Verlauf wohl auf amtlicher Ebene faktisch abgeschafft werden, fügte der Vertreter hinzu.

Laut Kommunikationsminister Nikolaj Nikiforow gibt Russland jährlich rund 300 Millionen US-Dollar für den Erwerb ausländischer Software aus, obwohl einheimische Unternehmen gleiche Dienstleistungen kostengünstiger anbieten.

14 Kommentare

  1. Jeder, der sich US-Scheiße einkauft sollte eigentlich wissen, dass er/sie sich damit gleichzeitig auch die CIA, NSA oder andere verbrecherische US-Organisationen zu Hause einlädt! Das reicht vom Noch-Monopolisten Microsoft über Fernseher des Vasallen aus Südkorea Samsung (ich höre und sehe auch, was Ihr im Wohnzimmer treibt…) bis hin zur Spielzeugpuppe für die Kleinen mit integrierter Sprachfunktion („Hab mich lieb!) inklusive Wanzen…

  2. Kann mich den anderen Linuxusern nur anschließen. Bin bei Linux schon fast von Anfang an dabei und habe diverse Distributionen ausprobiert. Ist wirklich für jeden was dabei. Favorit bleibt Ubuntu und Mint

  3. Ich benutze nur noch ReactOS

    1. weil mir ein Win32 kompatibles OS reicht
    2. weil ich als Freiberufler niemals mit Linux/GPL arbeiten würde und d.h. eine vernünftige Middleware benötige, die ich mit COM/DLL trotzdem weiter nutzen kann
    3. nachhaltig Software nutzen kann, die vor 9/11 aktuell war – der Peak aller Softwareinvestitionen .. und
    Software die v.a. eins nicht tut: nachhause funken

    Illustrator 10, Photoshop 6, VS6, AutoCAD .. nur um mal ein paar wenige Beispiele zu nennen

    Software, die durchschnittlich ca. 1/10 weniger Speicherbedarf hat .. aber genau das kann was sie soll

  4. Betreibe hier Windows 8.
    Nicht 8.1, nicht 10. Kommt beides nicht auf meinen Rechner.
    Updates gibt es keine, da können sie „auf und niederspringen“. Netzwerk Verkehr wird überwacht, dieser Rechner lässt nicht mal einen Furz ohne das ich es mitkriege.

    Aber insgesamt, simmte ich 100% zu.
    Zu Windows 10 habe ich 0 Vertrauen. Für die Anwendung Windows 10 habe ich in unserer Firma ( Chef / Administrator – ist da mein „Job“ ) ein 100% Verbot verhangen. D.h. das Zugreifen auf irgend etwas aus unserer Firma mit dem Betriebssystem Windows 10, ist strickt untersagt.
    8.1 darf nur nach Prüfung und alleinig mit „Lokalem Konto“, ohne aktiviertem „Skydrive / ondrive“ genutzt
    werden. Erwische ich jemanden mit Windows 10 in unserem Firmennetzwerk, hätte das eine Abmahnung zur Folge!

    Das ist mal meine Meinung zu dem Thema.
    Ansonsten sage ich mal eins:
    ich würde auf Russland bauen! Wenn d.h. Alternativen am Markt erkennbar sind zu Windows, was
    den kompletten Umang ( Sound / Grafik / Mutlimedia / Office ) umfasst, könnt Ihr meine Zeit stoppen bis ich umsteige.

    linux ist keinerlei Alternative hier. EXT hat sein Vertrauen bei mir verspielt ( 4 harte Filesystemcrashs in 2 Monaten, Verlust aller Daten damals – zum Glück nur unwichtiger Kram und privat ). Keine Multimedia Unterstützung in vollständiger Form. Keinerlei ordentliche Bandbreite im 3D Bereich, keine erweiterte Unterstützung (privater Bereich) Gaming, schlechter Treiber Support, massiv unzureichende Unterstützung von Peripherie und Sondergeräten. Klares „no go“.

    Für die Firma sowieso uninteressant, da unsre Software auf Linux nicht läuft, und nicht ersetzbar wäre.

    @ Biersauer: schmeiß doch den Update Scheiß raus ?
    Lösche die Windows 10 Update Files, und kappe dem Update den Store + die Netzwerkfunktionen
    dann hast Du diesbezüglich ruhe, auf Deinem „kleinem Rechner“.

  5. Interessant. Der Wirtschaftskrieg gegen Russland wird zum Rohrkrepierer.

    Russland hat durch die Sanktionen das Recht auf Protektionismus erhalten.

  6. Ich habe nach 25 Jahren Windoof dieses Jahr auch endlich auf Linux (Mint) umgestellt, da mir die datenrechtlichen Zumutungen von Windows 10 doch zu bunt wurden. Ich kann das nur jedem empfehlen, das geht sowas von einfach, und z.B. Linux Mint ist sehr ähnlich in der Bedienung, wie Windows 7.

    • Dem kann ich nur zustimmen. Benutze auch Linux Mint und habe als 2.Betriebssystem Windows 7 nur für bestimmte Programme installiert. Windows wurde aber schon lange nicht mehr gestartet.

  7. Wenn Microsoft und andere Softwarehersteller weiterhin keine Rücksicht auf Privatsphäre und Werbefreiheit nimmt, ist mein eigener Schritt, sobald ich beruflich nicht mehr auf MS angewiesen bin, eine (hoffentlich bis dahin käufliche) neue Software einzusetzen.
    Sowohl Betriebssystem, wie auch Anwendungen.

    • UBUNTU-LINUX kann fast alle Windows-Programme in einer SHELL laufen lassen und hat außerdem über 60 000 freie Anwendungen für jeden Bedarf. Daß man aus „beruflichen Gründen“ noch auf Winzichweich Fensterchen angewiesen ist ist eine Faulheits-Schutzbehauptung!
      Du kannst Winzichweich mit seinen Fensterchen vorne auf der Festplatte installiert lasen und hinten UBUNTO oder andere LINUX-OS drüberinstallieren, Dann kann man die Windows-Kindergarten-Progrämmchen unter LINUX laufen lassen!

  8. Mein kleiner Rechner mit Win8.1 wird von MS einfach mit In/Output überrannt und kann stundenweise kein Internet nutzen, weil es mit MS beschäftigt ist! Was diese US-Gangster da treiben weiß ich nicht. Abzustellen ist dieser Datenzirkus auch nicht. Die plakative Aufforderung auf Win 10 umzusteigen kommt permanent, obwohl ich das nicht brauche, ebenso kein Bedarf an Win-Programmen.
    Ebenso permanente Werbe-Spots, welche nicht abstellbar sind, aber etwa 4-fach Kosten verursachen gegenüber früher.

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