Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem reaktionären Bericht des Club of Rome und der Bertelsmann-Studie über die Kinderarmut. Beide berichten von einem erschreckenden Realitätsverlust des regierenden Establishments, beide sind Zeugnisse der Hoffnungsangst, die seit langem in Europa grassiert. Schon Thomas Mann sprach von dem „instinktunsicheren Kontinent“ und Kardinal Ratzinger konstatierte in Europa eine „seltsame Müdigkeit“, die zu einem Verlust von Hoffnung und Zuversicht und damit auch zu weniger Familie und Kindern führte.

Die Mitglieder des vor allem im grünen und linken Milieu einflußreichen Club of Rome sind offenbar schon zu müde zum Nachdenken und bleiben in ihrer steinzeitideologischen Umwelthöhle sitzen. Sonst hätten sie die Zusammenhänge zwischen Demographie, Wirtschaft und Wohlstand nicht so plakativ verdrängt. Und die „Bertelsmänner“ sind wohl auch zu müde, um alte Ladenhüter wenigstens neu zu verpacken.

Trend ist uralt

Die Kinderarmut ist seit mehr als zwanzig Jahren bekannt, der Trend uralt, die Zahlen sind vielfach veröffentlicht und immer wieder aktualisiert worden in Berichten von Gewerkschaften, Banken, Kirchen, Verbänden, Ministerien und Statistikämtern und in Büchern wie „Sozialstaatsdämmerung“ von Jürgen Borchert (2013). Sie alle haben festgehalten, daß Alleinstehende mit Kindern und kinderreiche Familien in den Armutsrankings seit Jahrzehnten ganz oben stehen.

Die Politik hat sich stets wohlfeil empört und daraus das Mantra geschmiedet: Mehr Krippenplätze, damit auch die Mutter arbeiten könne – als ob sie zu Hause nicht arbeiten würde. Nie ging es um das Kindeswohl, das in der emotionalen Beziehung der Kinder zu ihren Eltern liegt, immer ging es darum, der Familie den Effizienzkult der Wirtschaft überzustülpen.

Liebe erzeugt die Eigenschaften

Liebe läßt sich aber nur schlecht zeitlich organisieren und eingrenzen, sie braucht eigentlich permanent Zeit für Zuwendung und Zärtlichkeit. Das wußte auch schon Pestalozzi, der seine pädagogischen Erkenntnisse eben in drei Z zusammenfaßte: Zeit, Zuwendung, Zärtlichkeit. Das wichtigste ist dabei die Zeit. Ohne sie keine Zuwendung. Zeit ist kein emotionaler Luxus. Es ist Investition in die Zukunft.

Denn die Liebe erzeugt die Eigenschaften, die Wirtschaft und Gesellschaft brauchen, jene berühmten Voraussetzungen, von denen der Staat lebt und die er selber nicht schaffen kann und die nur in der Familie geschaffen werden können. Es ist bezeichnend, daß – folgt man der wissenschaftlichen Literatur – „die Erzeugung solidarischen Verhaltens“ als ein Grund für den verfassungsrechtlichen Schutz der Familie genannt wird. Es sei eine Leistung, schrieb der Nestor der Familienpolitik, Heinz Lampert, die in der Familie „in einer auf andere Weise nicht erreichbaren Effektivität und Qualität“ erbracht werde.

Sie messen nicht emotionale Verarmung

Daran denken die Autoren der jüngsten Berichte natürlich nicht. Sie messen nicht die emotionale Verarmung in diesem Land, ihnen geht es um Wohlstand in Form von Konsumoptionen. Aber selbst in dieser Hinsicht heißt es Fehlanzeige. Die erhöhte Zahl der Krippenplätze hat die materielle Kinderarmut nicht aufgehalten. Das liest man freilich im Bertelsmann-Bericht nicht und wird es auch in keinem Bertelsmann- Dokument je lesen, weil diese Stiftung sich als Zusatzaggregat der Politik begreift und stets entsprechende Studien veröffentlicht.

Eines darf man den Bertelsmännern allerdings bescheinigen: Anders als die Alt-68er des Club of Rome propagiert die Stiftung nicht die Kinderarmut als umweltpolitisches Ideal, sondern unternimmt den Versuch, die Gründe für dieses alte Phänomen zu suchen. Ihre Kritik an der mangelhaften Forschung über Kinderarmut und ihre Folgen ist berechtigt. Dafür aber braucht es Langzeitstudien, und die sind rar, teuer und verlangen viel Ausdauer.

Erkenntnisse werden verdrängt

Eigentlich kennt die internationale Fachwelt nur ein halbes Dutzend, immerhin muß man die gleichen Personen in der Regel über mehr als ein Jahrzehnt hinweg beobachten, befragen und wechselnde Umstände in Betracht ziehen. Anders sind empirisch gestützte, belastbare Thesen und Erkenntnisse über emotionale, psychologische und kognitive Entwicklungen der Persönlichkeit nicht zu gewinnen.

Solche Studien widersprechen den Wünschen und Ideologien des Establishments. Vor allem die Ergebnisse der Hirn- und Bindungsforschung legen nahe, daß das Kind unter drei Jahren für die emotionale und kognitive Entwicklung die drei Z braucht. Sie beeinflussen den späteren Leistungswillen, die soziale Kompetenz oder die Toleranzfähigkeit stärker, als die Verfechter der staatlichen Betreuung ahnen. Solche Erkenntnisse werden verdrängt. Viel leichter ist es, sich materiellen Aspekten der Kinderarmut zu widmen, selbst wenn sie altbekannt sind.

An der Wirklichkeit vorbei

Aber auch da geht es an der Wirklichkeit vorbei. Verbände und Experten weisen mit exakten Berechnungen seit Jahren darauf hin, daß eine Familie mit zwei Kindern bei einem Durchschnittsverdienst trotz Kindergeld unter dem steuerrechtlichen Existenzminimum liegt und bei drei Kindern an die Hartz-IV-Schwelle rückt. Hartz IV indes, so der Verband Familienarbeit, „ist kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung der Kinderarmut.

Nur eine finanzielle Anerkennung der im Dienste der Allgemeinheit erfolgten Erziehungsleistung kann Gleichberechtigung für Eltern herstellen.“ Denn „im Rahmen unseres Sozialsystems wird der Gewinn aus der Kindererziehung vergesellschaftet, während die Kosten ganz überwiegend weiter den Eltern überlassen blieben“. Diese Enteignung der Eltern sei der „Hauptgrund für die zunehmende Kinder- und Familienarmut“.

Kein Herz für Familie

Das ist jungen Paaren nicht immer bewußt. Aber von den Paaren, die ein Kind wollten und es dennoch nicht bekamen, entscheiden sich 90 Prozent aus finanziellen Gründen dagegen. Verständlich, niemand wird gern freiwillig arm. Das ewige Gerede von der Kinderarmut ist insofern ein Angstverstärker und „Kinderwunschkiller“. Das wiederum ist weder den Steinzeitideologen des Club of Rome noch der Bertelsmann-Stiftung ein Anliegen.

Sie haben kein Herz für Familie. Kinderarmut ist kein Thema der Paare. Es ist ein Thema der Politik. Das zeigt nicht nur die Erhöhung des Kindergeldes um zwei Euro. Geld ist genug da, wie die Banken- und die Flüchtlingskrise sehr deutlich und anschaulich belegen. Was fehlt, ist der politische Wille, Kinderarmut wirklich beseitigen zu wollen. Es gäbe da ein probates Mittel: die Familien-Urteile des Bundesverfassungsgerichts umsetzen. Die Wirkung dieser Gerechtigkeit schaffenden Umsetzung – das wäre mal einen Bericht wert.

12 Kommentare

  1. 29. Dezember 2015 | Eine Streifenpolizistin schlägt Alarm
    Tania Kambouri: „Wenn wir diese Schwierigkeiten weiterhin unter den Teppich kehren, wird sich unsere Gesellschaft spalten, und zwar in Deutsche und integrierte Migranten und in jene Migranten, die in einer Parallelgesellschaft leben und ganz bewusst die hiesigen Werte, Normen und Gesetze missachten. So lässt sich kein friedliches Miteinander gestalten.“

    http://www.dzig.de/Zuwanderer

    Ich bezweifle, dass ein derart hohes Berufsethos wie von Tania Kambouri gelebt, in Griechenland funktioniert. In der Bundesrepublik Deutschland funktioniert es nur mit den Menschen, die die staatliche Ordnung achten und die respektieren, die sie vertreten.

    So sind die „rechtsfreien Räume“ entstanden. Dort ist kein Platz für rechtschaffene Menschen, auch nicht für deutsche Polizisten. Hier in Deutschland haben sich Menschen zusammengerottet, die systematisch und regelmäßig unsere gewachsene Gesellschaftsordnung aushebeln, bis sie zusammenbricht. Die Ballungsräume, in denen Europäer eine Minderheit bilden, werden immer größer. Der Prozess ist bereits unumkehrbar aufgrund unserer zu niedrigen Fertilitätsrate. Wir sterben aus.

    Ich verstehe überhaupt nicht die ganze Aufregung in allen politischen und religiösen „Lagern“. Die Fertilitätsrate von unter 2,11 verdanken wir dem Feminismus. Nicht nur das: Lesben und Schwule bleiben ohne Nachkommen. In anderen Worten: Die westliche Welt schafft sich erfolgreich selbst ab. Die Ballungsräume, in denen Europäer eine Minderheit bilden, werden immer größer. Der Prozess ist bereits unumkehrbar. Schon in den siebziger Jahren galten Familien mit mehr als zwei Kindern als ASOZIAL! Familien mit sechs Kindern kenne ich nur aus meiner eigenen Kindheit in den fünfziger und sechziger Jahren.

    Bereits damals waren Arbeiter und Angestellte zu arm, um mehr als zwei Kinder zu finanzieren, weil das Geld in Konsum, Urlaube und Autos floss. Viele verschuldeten sich zwecks Hausbau. Tatsächlich: Deutschland hat sich bereits abgeschafft! Ich konnte zwei Kinder nur finanzieren mit Nebenjobs und Billigwohnung ohne Auto, ohne Urlaube und ohne Haus. 1978 und 1980 wurden unsere Kinder geboren. Unsere Kinder litten unter dem Umstand, kein teures Spielzeug und keine teuren Klamotten zu haben.

  2. merkt ihr den alle nicht,das alles nur Provokation ist.es sind alles nur scheinkämpfe für das Volk.
    von denen wird nie jemand etwas für euch tun.nehmt einfach nicht mehr teil an diesem Theater
    und entzieht ihnen dadurch die Energie.ihr habt eure eigene macht durch die Wahl abgetreten.
    (Merkel hat die hosen an,also runter damit) denkt an des kaisers neue kleider.nur ihr allein könnt
    alles ändern.also auf was warten wir noch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • „Kerzen und Gebete“ – die Waffen sehen auf den Straßen scheisse aus.

      Aber die Kerze muss auch leuchten, dass ist ihr „Job“.

      Schau Rechtschaffenheit liebt der Gute, und Gerechtigkeit ist immer mit Ordnung verbunden.

      Und ärger und Unrecht auch.

      • Ich meine Kerzen und Gebete nicht, nur mit im Zimmer sitzen, die Gerechtigkeit hat eine gute Ordnung, polizeilich, richterliche, bei Ärzten, Dichter und Denkern und das in Allem. Das ist was das Land braucht.

        „Keine Marschmellow“

    • aktiven Guten Widerstand – nicht Gewalt und „die Einleitung / Einladung in den Bürgerkrieg“

      Die warten nur darauf und dann rufen die den Zustand aus gegen den die vorgehen. damit die Penner wieder gewinnen.

      Ich weiß nicht, ob das das Vernünftigste ist.

  3. Einmal mehr zeigt sich das Judentum im Demokratentum:
    Es reicht ihnen nicht aus, zu gewinnen.
    Alle Anderen muessen verlieren!

    Sie haben erkannt, dass die Familie die kleinste aber wichtigste Zelle im Volke darstellt.
    Um ihre Auserwaehltheit zu „schaffen“, muessen sie alle Kulturvoelker vernichten – die besten und reinsten zuerst.
    Nur unsere Unterentwicklung kann dieser „gottgewollten“ Entwicklung den Weg ebnen.
    Diese Prophezeiung MUSS sich erfuellen (auch wenn seit 2000 Jahren immer mal wieder „nachgeholfen“ werden muss).

    Organisiertes Judentum ist Organisiertes Verbrechertum!

    • Richtig gut geschrieben. 🙂

      Die haben heute mit dem sogenannten „Modernen“ alles gespalten – so scheint es.

      Wobei ein wahrer Jude für mich Jemand ist, der Glauben hat, so wie ein Rabbiner in dem sehr viel Erbarmen wohnt, gegen den Zionistische Regierung ist und kein Nichtjude. ein sogenannter „Antisemit“ sein kann. und das passt den Bösen gar nicht ..

      Auch der Messias ist Jude.

      • Sobald der Messias kommt, sind alle [Nichtjuden] Sklaven der Jisraéliten. (Erubin 43b)

        Hoffen wir mal, dass der sich in der Wueste verlaufen hat. /;=)

  4. Bei allen Stunden Internet: Das ist das Beste was ich finden konnte.

    „Was die nwo am meisten Fürchtet – YouTube“

  5. Das ist Glut und Zorn und ich bin mir sicher, dass der Lohn nicht ausbleiben darf.

    Die Migranten verdienen hier viel Geld, ein gewöhnlicher Facharbeiter steht beschissen da.

    Das Ziel ist immer das Schlechte in den erdenklichen Richtungen, die zum Schaden sind.

    DAS WISSEN DIE, DRUM TUN DIE DAS, ->WIRKLICHKEIT.

    Eine verständige Familie ist ein guter Widerstand gegen schlechte Regierungen.

    Dieses multimediale neugierige Konsum und Kauforientierte, ja der gesamte „Materialismus“ trennen, die Menschen, sei es in der Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit und dem Guten.

    Das was die mit der Gesellschaft machen ist schlechte Zucht,

    so kann man sehen das die alten Fernseheinrichtungen Charakter aufzeigen,

    UND DIE WISSEN DAS AUCH!

    Heute hat es die Politik natürlich nicht und mit dem kommunistischen Kasten, braucht man gar nicht erst streiten,

    denn zum Schluss, steht eine Tante auf sagt etwas und wieder ist ein Thema durch für den Fernsehzuschauer ohne Erzielung vom Gerechten und Fähigen.

    So wie man Uns jahrelang schlecht bezahlt und für die Zahlen an Flüchtlinge von den Unaufgeklärten noch den Vogel gezeigt bekommt, so sehr glauben die, an die DDR.

    Wir haben eine kranke Gesellschaft, aber das Denken ist fähig, woran man das sieht ?(also die kranke Gesellschaft) :

    Eine Bundeskanzler(in) sagt“So, ein Krieg könne ganz schnell kommen“ und den Menschen ists „scheissegal“ während doch jeder sieht, wie von oben, dass die Erde klein ist, und wo Wir mitdrin sind.

    Jeder müsste im Fernsehen davon berichten, wie schnell man da wo man ist augenblicklich einen Krieg haben wird. [zeitlich]

    (die spielen ihr globalistisches Spiel mit Unser Aller Leben. „300 Menschen besitzen über die Hälfte auf Erden, die Entscheide, werden transportiert, und die gekauften Hunde setzen, sie um, die reden für Geld immer von der Marschmellow eine monotone Sicht Perspektive. „Wir sind angehalten zu denken es sei, noch „gut“ und so spalten sie Unser Bewusstsein und zersetzen Unsere Wahre Willenskraft.

    Die Hechschrecken sagen den Ameisen gern und sie reden es Ihnen ein auch, wenn es gar nicht stimmt, arm und schwach zu sein..)

    Die, die „Wir“ haben sind Mitverursacher und führen Uns dahin.

    Es sind die, die mir persönlich Angst machen.

    Und wie traurig heute Armut von Schweineköpfen gut geheißen wird, erzeugt Wut,

    wenn man es doch nicht so hart zu meistern hätte und der Fokus, sich selbst da hineinsetzen, was die haben wollen besteht.

    Da ist Mitgefühl und Nächstenliebe gefragt, nicht nur einem weißen Marschmellow und Denkrichtung vorgebenden TV.

    „Die haben das absichtlich gemacht, in der Wiklichkeit, in der Du lebst“

    UND DARÜBER WOLLEN DIE NATÜRLICH NICHT BERICHTEN.

    SCHWEINE.

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