Der gescheiterte Großflughafen BER ist nur ein Beispiel, wie die Steuerzahler bis auf das Hemd ausgeräubert und für das Versagen politisch Verantwortlicher in finanzielle Haftung genommen werden. Und auch über die jüngste Meldung aus dem BER-Milliardengrab, könnte man einfach nur noch lachen, wäre es nicht ein weiter Beleg für staatliche Stümperei und sich selbst überschätzende, haftungsfreie Politiker.

von Christian Jung

»Bitte nicht lachen: Im Flughafen BER sind die Wasserrohre zu dünn!«. Mit dieser Überschrift titelt die Internetseite Ingenieure.de und stellt im Eingang des Artikels klar: »Jeder macht Fehler«. Jedoch habe die nicht enden wollende Fehlerkette beim Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg BER inzwischen mehr mit einer Slapstick-Komödie gemein statt mit einem ernsthaften Bauwerk, so die mehr als traurige Feststellung.

Keiner hat nachgerechnet

Neueste Meldung: Zwei Kilometer Wasserleitungen müssen ausgetauscht werden, weil vergangenes Jahr 29.000 Sprinkelköpfe ausgetauscht wurden. Diese Sprinkelköpfe sind jedoch größer als die vorherig eingebauten und lassen im Brandfall mehr Wasser durch. Deshalb können die alten Wasserleitungen nicht genug Wasser herbeischaffen und müssen raus. Die Frage, warum kein einziger der, im angeblich kostenfreien staatlichen Schulsystem ausgebildeter Ingenieur in der Lage war, die korrekte Wassermenge zu berechnen wird ebenso ein Geheimnis bleiben, wie die Ursache für die Panne zwei Wochen zuvor. Da stellte sich heraus, dass die rund 1.200 Automatiktüren im Flughafen immer noch nicht richtig funktionieren. Sie schließen nicht .

Wenn wir uns noch kurz erinnern: Der »BBI kommt mit Riesenschritten voran«, tönte Wolfgang Tiefensee (SPD), ehemaliger Bundesverkehrsminister, am 29. Juni 2009 und hakte sich hierbei freudestrahlend bei den Genossen Matthias Platzeck (SPD), dem ehemaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs, sowie Klaus Wowereit (SPD), dem einstigen »Und-das-ist-gut-so« Party-Bürgermeister Berlins, unter um munter einem Steuergelder-Milliardengrab entgegen zu schunkeln.

Wenn Sozialisten das Geld der anderen in die Finger bekommen

Sieben Jahre und zugezählte Pannen später – wer Lust hat, sich noch mehr Belege für die staatliche Stümperei anzutun: Metropolico hat diese zusammengetragen – ist das staatliche Projekt des hochgejubelten Flughafens Berlin Brandenburg »Willy Brandt« schon längst zum nationalen und internationalen Gespött geworden. Der von den beteiligten und auch verantwortlichen Herren damals geteilte Optimismus resultierte aus der Berufspolitikern immanenten Selbstüberschätzung und der zuvor beschlossenen und dann erweiterten Finanzierung des geplanten Flughafens Berlin-Brandenburg, der Anfang November 2011 seinen Betrieb aufnehmen sollte. 2011 wohlgemerkt!

Nur eine Momentaufnahme – irrsinnige Kostensteigerung (Bild: Screenshot Flughafen-Berlin-Kosten.de)

Mit einer Finanzierung von 2,4 Milliarden steuernfinanziertem Geld wurde ein Konsortium aus acht Banken durch Wowereit, Platzeck und Tiefensee beauftragt, das damals größte Bauprojekt Europas zu stemmen. Bürge für diese nun im Desaster geendete staatlich gelenkte Großprojekt ist – wie könnte es auch anders sein – zu 100 Prozent der Bürger – da durch das repressionsfreie Tun der politisch Verantwortlichen diese Bürgschaft durch den Bund mit 26 Prozent und den Länder Berlin und Brandenburg jeweils zu 37 Prozent gedeckt wurde.

Irrsinnskosten und keiner ist verantwortlich

Inzwischen startet noch immer kein Flugzeug vom Flughafen und so wie es aussieht, könnte dies auch für immer so bleiben. Die Kosten dagegen sind schon längst in unvorstellbare Höhen abgehoben. Auf der Seite Flughafen Berlin (BER) Kosten, eine privat betriebenen Seite von Robert Hartl, einem interessierten Bürger und Steuerzahler, kann sich der zum Zahlen verdammte Bürger ein sekündlich upgedatetes Bild von den irrsinnigen Kosten machen, die Politiker durch pure Unfähigkeit uns Selbstüberschätzung auf den Schultern der Steuerzahler abladen, ohne jemals dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

12 Kommentare

  1. Sorry, aber die Grundplanung hat tatsächlich ein technischer Azubi gemacht…das ist kein Scherz! Die Kosten des Bauprojekts waren der herrschenden Klasse und den Politikstatisten sehr wohl im groben Umfang von Anfang an bekannt. Der Steuerzahler hätte dieses zum damaligen Entscheidungszeitpunkt im vollen Bewusstsein nicht akzeptiert, so wurden den Berliner Bürgern einfach eine bürgernahe akzeptable Bausumme vermittelt, die weit unter den auch schon damals internen „echten“ Baukosten lag. Der Bankensektor welcher für die Refinanzierung zuständig war sowohl der Unternehmer-Bauklüngel (die großen Bauunternehmen ,welche stark mit dem Bankensektor als Anteilseigner beteiligt sind haben das Geschäft des Jahrhunderts gemacht. Unter dem Deckmantel des Brandschutz (was so ziemlich alles am Bau betrifft) werden nun dem Staats-Bürger (Bürger kommt von Bürgen, und das tun wir für den Staat…und den Banken :)) Warum wurden wohl keine Konsequenzen bei den Planungsbüros der Kostenkalkulationen durchgeführt? Kurzum die BRD ist ein von Banken und Unternehmer über Politikstatisten gesteuerter Wirtschaftsraum. Die Medien sind auch Unternehmen und willige herrschende Klassen-Vertreter. Wie sagt Paul Weber :…. wie sagen wir es dem Volk.
    Gruß der Toddi aus der bunten Republik

  2. Immer drann denken, der soll nicht fertig werden. Er wird warscheinlich nur dazu dienen, im letzten Moment unse Politmarionetten ausßer Landes zu bringen. Man hat das Gefühl, daß das schon von langer Hand geplant war.

  3. Ach das sind doch nur gigantische ABM, also Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, damit die Arbeitslosenzahl nicht allzu hoch steigt. Wenn die Projekte alle in vorgesehener Zeit und im finanziellen Rahmen fertig gewesen wären, hätte man keine Aufträge mehr gehabt und Leute entlassen müssen. Das hätte gar nicht gut ausgesehe in der Statistik. Lieber läßt man die an Großprojekten herumwerkeln. Wie war noch der alte Spruch: Wir bauen auf und reißen nieder – Arbeit haben wir immer wieder… Trifft doch haargenau auf denn Flughafen zu… Die Beseitigung der Arbeitslosigkeit wäre sogar noch leichter als damals, nur der politische Wille fehlt.

    Andererseits kann man das auch als ein Zeichen für die zunehmende und beabsichtigte Verdumnung der Deutschen werten. Großprojekte schafft man nur noch mit größter Mühe und das trotz Hilfsmittel wie Computer & Co., die man früher nicht gehabt hatte und trotzdem große und komplizierte Bauwerke schaffen konnte.

  4. Ich kann mir einfach nicht vorstellen daß die deutschen Ingeneure und Architekten so Dämlich sein können, denn International bekommen die alles gut in Griff. Nur in Berlin (BER), Hamburg (Elbphilharmonie ist ja nun fertiggestellt) und Stuttgart (S21) bekommen die nichts auf Reihe und erhöhen damit die Kosten ?
    Warum wehren die sich nicht ? Etwa weil die sich selber die Taschen füllen mit den Steuergeldern ? Raffgier kennt nunmal keine Moral und Anstand !

  5. „Vorsaetzliches Versagen“ bzw. ein Selbstbedienungsladen in Flughafenformat des korporativ-korrupten Scheinstaates BRD.
    Eine Ironie ihrer „Wertegemeinschaft“, dass der Flughafen auch noch den Namen des Kriegsverraeters Herbert Frahm traegt! /X=D

  6. Shapeshifter täuschen gerne zumindest nach außen-die Pläne umzusetzen wie z.B Hooten,Kaufmann,Morgenthau,Nizer ,Zions Plan usw sind ja nun anscheind wichtiger ,-Bunker sind eben teuer .

  7. Nur mal so in den Raum gesprochen: Könnte es nicht sein, dass der auch gar nicht voll funktionsfähig je den Betrieb aufnehmen soll, sondern es schon ausreicht, einfach ein paar feuerfeste, geteerte Start-und Landebahenen für den bevorsthenden Krieg parat halten soll?
    (Weil normal ist das nicht mehr; aber das kann sich in unserem Land ja mittlerweile ganz hinten anstellen….)

    • Es gibt ja das Gerücht, das der Flughafen nur eine Funktion hat.
      Am Tage des Finanzcrash alle Bundestagsabgeordneten ausser Landes zu schaffen.

    • Meine Vermutung ist eine andere. Wie bemerkte “Joschka“ Fischer (rein zufällig Jude seines Zeichens): ……..das Geld kann auch sinnlos verschwendet werden , Hauptsache die Deutschen haben es nicht und die Welt ist wieder in Ordnung.
      Na ja wenn sich die Baustelle zu einer Sankt Nimmerleinstagbaustelle entwickelt, dann kann das Geld, das die Deutschen nicht haben sollen, auch da rein gesteckt werden ….. Hauptsache die Deutschen haben es nicht.

  8. Das eigentliche Problem bei BER ist, dass die Bodensockel im Sand für die Gebäude 15 m tief sein müssten aber nur 9 m tief sind. Dadurch sind die ganzen Gebäude auf Dauer instabil. Brandschutz? Alles nur Verschleierungstaktik.

  9. Herrschaften, wo das Geld hingeflossen ist, wird in diesem Video vorgestellt:
    https://www.youtube.com/watch?v=udUR8QsgSG4
    Mir ist jede Sensationsmache zuwider. Wenn diese YouTube-Darstellung aber überwiegend wahr sein sollte (was sich immerhin mit manchen Gerüchten und Teilinformationen aus der Serie Mythen Metzger/You Tube deckt), dann kann einem wirklich, wirklich das Herz stehen bleiben.

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