Ein Vollstreckungsbeamter, der selbst den Rundfunkbetrag verweigert und im Rahmen seiner Tätigkeit Nichtzahlern hilft? Klingt wie im Film, aber Bestsellerautor Heiko Schrang (Die GEZ-Lüge) bekam Post von genau solch einem Menschen: Hier erzählt er, wie er „im Hintergrund wirkend“ GEZ-Verweigerer unterstützt.

von Heiko Schrang

Die Zivilcourage ist in eine neue Phase eingetreten: Zunehmend empfinden auch Staatsbedienstete einen Gewissenskonflikt dabei, Rundfunkverweigerer zu vollstrecken. Hier eine Mail von dem Vollstreckungsbeamten Bernhard F., die uns heute erreichte:

„Ich bin in einer niedersächsischen Kommune angestellt und zwar als „Vollstreckungsbeamter“. Dadurch erhalte ich auch regelmäßig Vollstreckungsaufträge von der „GEZ“, deren Forderungen ich zwangsweise einzuziehen habe. Es ist mir ein besonderes Bedürfnis, Zahlungsverweigerer zu unterstützen und Rückendeckung zu geben. Da ich sowohl im Innendienst (Einspeisen der Fälle ins Kassenprogramm und Anschreiben der Schuldner), als auch im Außendienst (Aufsuchen der Schuldner zwecks Pfändung) tätig bin, habe ich einen gewissen Spielraum, den ich auch gerne nutze.

Sobald ich merke, dass mir jemand seinen Unmut bzgl. „GEZ“ kund tut, gebe ich mit Freuden einen Hinweis auf das Buch „Die GEZ-Lüge“ und die gleichnamige DVD mit Olaf Kretschmann.“

Ferner schrieb er:

„Ich habe über 50 Fälle wegen fehlendem Nachweis der Vollstreckungsvoraussetzungen kehrtwendend zurückgesandt, bezugnehmend auf das Urteil des Tübinger Landgerichts. Das fand die „GEZ“ nicht so witzig und hat sich teils in einem drei Seiten langem Schreiben pro Fall aufgepustet und einen entsprechenden Nachweis verweigert. Es wurden jedoch nicht alle Fälle gleichermaßen bearbeitet. Manche waren ausführlich in der Begründung, andere hatte ich für etliche Monate nicht mehr auf dem Tisch. Hintergrund dazu: Ich hatte als Nachweis der Rechtmäßigkeit des Vollstreckens den Festsetzungsbescheid in Kopie verlangt, um zu sehen, ob der Gläubiger auch darin explizit erkennbar ist, was in Niedersachsen ja der NDR wäre, und nicht etwa der Beitragsservice („GEZ“). Doch genau dies wollte mir die „GEZ“ nicht zeigen.“

„Ich habe auch schon vorgefertigte Boykott-Schreiben dem „GEZ-Schuldner“ persönlich ausgehändigt, welches dieser mir bei Übereinstimmung mit dessen Inhalt unterschrieben zurückgab und ich dieses Schreiben zum Anlass nahm, den Vollstreckungsfall zu beenden und an die „GEZ“ zurückzuschicken. Wer mich verpfeift, stellt sich doch selbst ein Bein: wenn ich den Job nicht mehr ausführen dürfte, käme höchst wahrscheinlich jemand ans Ruder, der es mit dem nötigen Behördeneifer so richtig krachen lassen würde.“

Außerdem schrieb er:

„Die GEZ lädt übrigens die Mitarbeiter der Vollstreckungsbehörden regelmäßig zu kostenlosen Seminaren inkl. Mittagsessen ein, um die Behörden in eigener Sache bzgl. Vollstreckung zu unterstützen. Ich selbst habe noch nicht die Überwindung und die Zeit aufgebracht, an einer solch klebrigen Veranstaltung teilzunehmen.“

6 Kommentare

  1. Ich zahle seit einem halben Jahr nicht mehr.
    Vielleicht kommen die irgendwann an ihr Geld, aber ich gebe es sicher nicht freiwillig her.
    Bisher habe ich übrigens, außer einem belanglosen Anschreiben, nichts erhalten.

    Ich habe auch mehrfach dort angerufen und mich an verschiedene Stellen mir verschiedenen nervigen Anliegen durchstellen lassen. Man ist dort anscheinend komplett überlastet mit uns „verweigerern“, und da helfe ich natürlich sehr gerne mit.

    Probiert es aus. Niemand kann Euch was, wenn Ihr unschuldige Fragen stellt und halt ein bisschen unterbelichtet seid. Fragt, was eine Bankleitzahl ist. Besteht darauf, bezahlt zu haben und lasst sie stundenlang nachforschen. Erzählt denen von Euren Sorgen mit dem Hamster des Schwipschwagers. Lasst Euch wiederholt Dokumente zusenden weil die Euch irgendwie nie erreichen. Reicht per Post Neu-Anträge für völlig erfundene Personen ein.

    Wir können uns vielleicht nicht wehren gegen die Zahlungspflicht. Aber wir können Sand ins Getriebe streuen und keiner kann uns was.

  2. Das es solche couragierten Leute gibt, ist ja fast nicht zu glauben aber es nützt nichts es zu wissen. Stellt solche Schreiben ins Netz und es werden mehr Verweigerer werden.

  3. Ich kenne genügend Verweigerer, die weder für Propaganda zahlen, oder diese sehen wollen. Auf den ÖR läuft seit Jahren nichts gehaltvolles oder ehrliches mehr.

    Mich freut es, dass die Leute aufwachen und auch innerhalb solcher Berufskriminellen sich doch noch das Gewissen und der Verstand regt.

    Ein gutes Zeichen ist das.

  4. Ich kenne selbst ein paar dieser GEZ-Verweigerer. Alle haben eins gemeinsam: Bezahlen wollen sie nicht, aber Verzichten auf verschiedene Sendngen auch nicht. Da liegt das eigentliche Problem. Denn wenn die ÖR die Menschen nicht mehr erreichen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Selbstauflösung stattfindet.

    • Mit diesen Zwangsgebühren wird antideutsche Propaganda und jüdischer Propaganda-Terror finanziert.
      Mossad Terroristen wie Richard Gutjahr werden mit diesen Geldern bezahlt.

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