Vor wenigen Tagen wurde von Corinna B’s. Tod berichtet. Sie war eine Freundin von Beate Zschäpe und hätte als NSU-Zeugin aussagen sollen. Nun wurde bekannt, dass eine weitere wichtige NSU-Zeugin verstorben ist. Lieselotte W. hätte bereits 2015 vor dem NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart auftreten sollen, erkrankte jedoch kurz davor schwer. Im Juni 2016 ist sie verstorben.

Sieben NSU-Zeugen sind tot. Diese Menschen sind alle entweder durch Selbstmord oder in Folge von schweren Krankheiten verstorben – so die offizielle Version. Vor wenigen Tagen wurde das Ableben von NSU-Zeugin Corinna B. bekannt. Die Todesursache ist ungeklärt. Die Leiche bereits eingeäschert. Corinna B. war eine Freundin von NSU-Mitglied Beate Zschäpe und hätte als Zeugin aussagen sollen.

Seitens der Behörden hieß es, dass „nichts für einen unnatürlichen Todesfall“ spreche. Dies habe wohl auch ein forensisch erfahrener Mediziner bestätigt, der an der Leichenschau mitgewirkt habe, so Wolfgang Drexler, Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses. Die Todesursache wurde aber nicht veröffentlicht.

Auch in welcher Stadt Corinna B. gestorben ist, ist unklar. Dies wurde der Webseite „Heise“ auf Anfragen nicht mitgeteilt. Demnach habe sie in dem Ort Tamm, nördlich von Ludwigsburg, gelebt. Doch dort sei sie nicht gestorben, so die Stadtverwaltung zur Zeitung. Auch vom Untersuchungsausschuss des Landtages, der die amtliche Sterbeurkunde der betreffenden Kommune erhielt und damit wissen müsste, wo Frau B. starb, habe „Heise“ keine Auskunft bekommen. Ein Sprecher des Justizministeriums von BaWü habe lediglich erklärt: „Es scheint alles sehr wenig spektakulär zu sein. Es war kein unnatürlicher Todesfall.“

Drexler: Beamte „werden alles mit Gründlichkeit, Sorgfalt und Umsicht“ prüfen

Der NSU-Ausschuss will den Sachverhalt in seiner nächsten Sitzung am 24. Februar 2017 ansprechen und erwarte die Beantwortung seiner Anfrage an das Justizministerium über den Fortgang der Aufklärung: „Jetzt sind die Behörden vor Ort und die zuständigen Ministerien in der Verantwortung“, sagt NSU-Untersuchungsausschuss Vorsitzender Drexler. Er sei sicher, dass die weiteren Abklärungen ebenso wie die Information des Ausschusses und der Öffentlichkeit mit der gebotenen vollständigen „Gründlichkeit, Sorgfalt und Umsicht“ durch die zuständigen Behörden betrieben werden.

Der Ausschuss werde im Rahmen seines Auftrags die Ermittlungen der zuständigen Behörden unterstützen und, wie immer, „überaus aufmerksam, kritisch und unabhängig begleiten“, betonte Drexler.

Corinna B. gehörte in den 1990er Jahren mutmaßlich zu einer Gruppierung von Rechtsextremisten im Raum Ludwigsburg, welche im persönlichen Austausch mit der Neonazi-Szene in Jena und Chemnitz standen. 1996 soll sie in diesem Rahmen eine Szenegaststätte in Ludwigsburg gemeinsam mit Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos besucht haben. Später war sie liiert mit einem aus Thüringen stammenden und in Baden-Württemberg wohnhaften zentralen Mitveranstalter diverser als „Geburtstagsfeiern“ deklarierter Konzerte rechtsextremer Skinheadbands und szenetypischen Besuchern aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter auch der Band „Noie Werte“.

Weitere wichtige Zeugin tot

Nun wurde ein weiterer Todesfall bekannt, der schon einige Monate zurückliegt: Eine Zeugin, die nach dem Polizistenmord von Heilbronn einen blutverschmierten Mann in ein Auto einsteigen sah, ist gestorben.

Bei der Toten handelt es sich nach Angaben von „Heise“ um Lieselotte Walz. Die 80-Jährige war eine der wichtigsten Augenzeugen nach dem Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter und dem Mordversuch an ihrem Kollegen Martin Arnold am 25. April 2007. Sie verstarb demnach im Juni 2016.

Unmittelbar nach der Tat sah Frau Walz am Tatort Theresienwiese in Heilbronn einen „stark blutverschmierten“ Mann in ein Auto steigen. Der Aussage nach, stammte der Mann aus Osteuropa.

Ausschnitte der Aussage von Lieselotte Walz:

„Blutverschmierter“ Mann weder Böhnhardt noch Mundlos

Die Polizei erstellte ihren Angaben nach zwei Phantombilder von dem Mann. Diese Bilder wurden erstmals 2013 von verschiedenen Zeitungen veröffentlicht. Zur Fahndung wurden die Bilder in 2007 nicht herausgegeben.

Die Phantombilder nach den Angaben der bereits verstorbenen Zeugin.

Die Phantombilder zeigen aber weder den von den Behörden verdächtigten mutmaßlichen Täter Uwe Böhnhardt noch Uwe Mundlos. Frau Walz sollte bereits in 2015 vor dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart aussagen. Damals erkrankte sie jedoch schwer und ihr Auftritt im Landtag wurde abgesagt. Laut „Heise“ wurde bei der Zeugin im Frühjahr 2015 ein sogenanntes „Myelodysplastisches Syndrom“ festgestellt, eine Knochenmarkerkrankung. Im Verlauf der Erkrankung wird im Körper kein Blut mehr produziert. Sie starb am 11. Juni 2016.

Lieselotte Walz ist eine von mindestens sieben toten NSU-Zeugen die offiziellen Angaben zufolge, entweder krankheitsbedingt oder an Selbstmord verstorben sind.

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass der Ermittlungsgutachter zum Kiesewetter-Mord auch nicht mehr am Leben ist. Er verstarb am 29. Juli 2016 „nach schwerer Krankheit“, wie „Heise“ berichtet. Wehner hatte unter anderem die Kopfschüsse auf die beiden Beamten Kiesewetter und Arnold rekonstruiert und die Leichen obduziert. Er kam zu dem Ergebnis, dass zwei Rechtshänder den Anschlag auf die Polizisten verübt haben müssen. Einer der offiziell Verdächtigten war Uwe Böhnhardt ein Linkshänder.

Zudem sagte Wehner vor dem Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg 2015 aus, dass das Polizeiauto, in dem die beiden Opfer niedergeschossen wurden, für seine Untersuchungen nicht mehr existierte. Dies war seine letzte Aussage vor dem Untersuchungsausschuss vor seinem Tod.

11 Kommentare

  1. Ich habe diesen bericht, “ 7 NSU-ZEUGEN SIND TOD“ gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass bei dem Bericht vom 9/11 eine sehr grosse Aehnlichkeit besteht, wo ca. 12 Personen die vor Gricht aussagen wollten, so ohne weiteres verstarben?.Wir haben nicht nur die „DEMOKRATIE“ von den Amis gelernt, wie dieser Hohlkopf Steinmeier so schoen sagte, sondern auch die amerikanische Gerechtigkeit.

  2. Das letzte potentielle Leck

    Dass Geheimdienste „flächendeckend“ arbeiten, das ist mittlerweile allgemein bekannt. Ob nun alle, die einer Pseudowahrheit gefährlich werden könnenden Zeugen beseitigt wurden, oder nicht, das wird nachträglich schwer zu klären sein. Fakt ist jedoch, dass sich Frau Zschäpe im Zentrum von alledem befindet. Wenn jemand Insiderwissen besitzt, dann ist sie es. Wenn es im Umfeld der Aufklärung tatsächlich Liquidierungen mit dem Ziel der Verschleierung gegeben hat, dann ist ihr Leben, als die wichtigste Mitwisserin, keinen Pfifferling mehr wert.

    • Zschäpe weiß auf jeden Fall nichts über den NSU, weil es diesen nie gegeben hat.

      Was sie wissen könnte ist, wer die Mörder der Uwes sind. Vor denen ist man selbst im Knast, ihr letzter Zufluchtsort, nicht sicher.

  3. NSU-Leaks deckt nun schon seit Jahren die Widersprüche auf, und dennoch geht das Lügen in den Systemmedien weiter.

    Wir brauchen nur einen einzigen ganz doll beliebten Prominenten, der den Mund aufmacht. Einen, den man nicht gleich wegsperren oder selbstmorden lassen kann. So etwas in der Art wie mit Naidoos Aussage zum Deutschen Reich oder so. Das hat richtig Wellen geschlagen.

    Nur wir bräuchten einen echten wirklich beliebten Promi, mit viel Rückgrad, so wie Kirsten Heisig, die leider kein Promi war, sonst wäre der Mord nie möglich gewesen.

  4. Zschäpe wird auf jeden Fall verurteilt, so ist es gewollt und beschlossen. Schon wie sich die Uwes umgebracht haben sollen und all die Erkenntnisse drumherum lassen einen ungläubig staunen. Und jeder der was wußte und dies zumindest andeutete, den raffte es bisher dahin. Und Zschäbe hält in der Sache weiter dicht. Warum wohl ? Sie hat die Botschaft wohl verstanden..
    Zum Glück hab ich nichts gesehen!

  5. Scheiss auf die ewiggestrigen Naturgesetze!
    Die Demokrazis kalkulieren, dass man einem Volk, dem man „sechs Millionen vergaste Juden“ aufs Auge druecken kann, ALLES schluckt!

    Sie haben sich nicht verkalkuliert.

  6. .. wie lange soll das noch so weiter gehen, dass alles was nicht ins System passt, einfach entsorgt wird.

    die Stasi und die regierenden Auftraggeber müssten doch, bei so viel Blut, mit Hände waschen nicht mehr nach kommen.

    Politiker decken das alles und schauen zu, jeder ist ein Mittäter und Israel reibt sich die Hände, incl. Soros.

  7. Auf einmal hat es gleich 7 Zeugen dahingerafft und man äscherte diese auch gleich ein, um jegliche Untersuchung über die zweifelhafte Todesursache zu verhindern. Könnte aus einem schlechten Hollywood-Streifen kommen, aber leider ist es traurige Realität.

    Ich bin auf die Aufklärung und Erklärung unserer Berufsverbrecher und Amtsanmaßer in dieser Sache gespannt.

    • Wieso Aufklärung?
      Dem Bürger wird immer wieder das Märchen vom bösen NSU eingehämmert. Schliesslich kann und darf es nicht sein, das eventuell ganz
      andere Ursachen(Türkenmafia,Graue Wölfe) dahinterstecken. Dann müsste man ernsthaft ermitteln und mit denen legt sich niemand an.
      Also schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe:
      Die bösen Nazi Uwes killen alles, was ihnen vor die Flinte kommt.
      Sie knacken mehr Banken als Bonnie und Clyde.
      Machen auch vor dem Gesetz nicht Halt (Kiesewetter).
      Für die Uberlebende! des Trios gibt es einen Endlosprozess (bei dem nichts, aber auch gar nichts zusammenpasst).
      Falls es doch Zeugen geben sollte, sterben die eines „natürlichen“ Todes.
      Und mysteriöse Beweisstücke tauchen aus völlig abgebrannten Wohnungen in super Erhaltungszustand auf.
      Und das alles vor den Augen unseres „Rechtsstaats“.
      Wer jetzt immer noch den Schwachsinn vom „NSU“ glaubt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein