Forscher haben hunderte giftiger Chemikalien in industriell verpackten Nahrungsmittel gefunden: Diese werden über das Essen in den Körper aufgenommen. Einige der Stoffe stehen im Verdacht ADHS, Autismus und Krebs auszulösen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Schweizer Umweltforscherin Jane Muncke, die im „Journal of Epidemiology and Community Health“ veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler untersuchten, wie Giftstoffe aus Verpackungsmaterial in die Nahrungskette gelangen. Sie machten dabei 400 verschiedene Substanzen aus, die potenziell Gefahren für den Organismus bergen.Plastik-Getränkeflaschen und Plastik-Geschirr würden beispielsweise giftige Formaldehyde enthalten. In Plastik-Verpackungen sei vor allem das Lösungsmittel Triklorsan und Weichmacher wie Phtalate gesundheitlich sehr bedenklich.

Kurzfristig seien die geringen Dosen für Menschen unbedenklich, langfristige Schäden seien jedoch nicht auszuschließen. Es gäbe bisher keinerlei Studien zu Langzeit-Wirkungen, geschweige denn zu einem lebenslangen Konsum von industriell abgepackten Nahrungsmitteln, warnen die Forscher.

„Solche Bevölkerungsstudien wären jedoch nötig, um potenzielle Zusammenhänge zwischen den Schadstoffen in Nahrungsmittel-Verpackungen und Krebs, Fettleibigkeit, Diabetes, neurologischen Erkrankungen und Entzündungsreaktionen wissenschaftlich nachzuweisen“, sagt Muncke.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnte bereits vor dem Plastikverbundstoff Bisphenol A (BPA), der in einigen Nahrungsmittelverpackungen vorhanden ist. Bei Untersuchungen wurden Spuren des hochgiftigen Stoffs im menschlichen Blut nachgewiesen. BPA steht im Verdacht den menschlichen Hormonhaushalt zu stören und Krebs zu verursachen.

Britische Wissenschaftler wiesen kürzlich im Fachmagazin „The Lancet“ daraufhin, dass Ungeborene schon im Mutterleib von Umweltgiften beeinflusst werden. Demnach können Spuren von Quecksilber, Blei, Arsen, polychlorierte Biphenyle und Lösungsmittel über den Blutkreislauf der Mutter auch das Baby schädigen. Die Wissenschaftler stellen einen Zusammenhang zwischen diesen Umweltgiften und geistigen Defiziten wie Autismus und ADHS her. „Wir wissen allerdings viel zu wenig über die Auswirkungen von Chemikalien, sowohl in der kritischen Phase in der Entwicklung im Mutterleib als auch auf Erwachsene“, so die Umweltforscherin Muncke.

1 Kommentar

  1. CSN informiert über Umweltkrrankheiten, die nichts als chronische Vergiftungen sind. Diese chronischen Vergiftungen werden u.a. hervorgerufen durch verpackte, dh. kontaminierte „Lebensmittel“.
    Eine chronische Vergiftung entsteht, wenn dem Körper über Jahre/Jahrzehnte immer wieder auch kleinste Dosen eines Stoffes zugefügt werden, der sich u.U. im Körper anreichert, mit anderen ähnlichen Stoffen re-agiert, und schließlich irgendwann aufgrund der dauerhaften Belastung des Körpers (auch durch andere potentiell „giftige“ Stoffe) nicht mehr entgiftet werden kann (über Leber, Haut, Nieren). Dann entsteht die Krankheit. Sogenannte Umweltkrankheiten wie Sick Building Syndrom, Polyneuropathie, Fibromyalgie, Multiple Chemikalien-Sensivität und Chronisches Müdigkeitssyndrom seien hier zu nennen. Die Schulmedizin ignoriert diese Krankheiten. Die Schulmedizin ignoriert chronische Vergiftungen, weil das ein Politikum ist.
    Betroffene haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, bis sie endlich wissen, „was los ist“.

    CSN informiert: http://www.csn-deutschland.de/home.htm
    ZITAT:
    CSN bietet Betroffenen und Interessierten ausführliche Informationen rund um die Themen Chemikalien-Sensitivität und Umweltkrankheiten. Parallel hierzu können Sie sich unsere aktuelle Informations-Broschüre downloaden.
    Chemical Sensitivity (MCS – WHO ICD-10, T78.4)
    Ob Sie einfach wissen möchten, was sich hinter der von der WHO im ICD-10 mit dem Code T78.4 gelisteten Erkrankung Chemikalien- Sensitivität (MCS) verbirgt; als Betroffener selber Hilfe suchen, wissen möchten, wie mit den Opfern umgegangen wird, oder Ihren Lebensstil so verändern wollen, dass sie im Normalfall nie chemikaliensensibel werden, hier finden Sie in ständig erweiterter Form Antwort auf Ihre Fragen. Ein Antwortschreiben des DIMDI ICD-10 MCS T78.4 auf eine Anfrage von CSN finden Sie hier, sowie ein weiteres Schreiben, dass MCS als körperliche Erkrankung gelistet ist.

    Chemikalien-Sensitivität kann jeden treffen
    Sollten Sie glauben, das Thema geht mich nichts an, bedenken Sie folgendes einfache Beispiel aus unserem Alltag: Der durchschnittliche Bürger verwendet 9 Kosmetikprodukte (Parfüm nicht eingeschlossen) pro Tag. Damit setzt er sich im Durchschnitt 126 verschiedenen Chemikalien aus. 89% von 10.500 in Kosmetika verwendeten Inhaltsstoffen, wurden nie auf ihre Sicherheit hin untersucht (FDA)….. ZITAT Ende

    Eine Initiative die sich für die Belange chronisch Umweltkranker in Nordrheinwestfalen einsetzt: http://www.mcs-cfs-initiative.de/index.html

    Was kann man tun als Nicht Betroffener?
    Vermeiden von Plastikverpackungen, Plastikflaschen und eingeschweißten „Lebens“mitteln. Vermeiden jedweder chemischen Belastung im Alltag, soweit mögich, dies gilt vor allem für die eigene Wohnung, wo man das noch selbst gestalten kann. Möglichst naturbelassen essen und sich nicht weiter selbst vergiften, zb. über Nikotin.

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