Der Deutsche Jürgen Kantner könnte noch am Leben und wohlbehalten auf dem Weg nach Deutschland sein, wenn die Bundesregierung ein Lösegeld in Höhe von 570.000 Euro gezahlt hätte. Weil das Auswärtige Amt von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) völlig versagte und eine großzügig gesetzte Frist ohne Reaktion verstreichen ließ, machten sich IS-Terroristen schließlich ans Werk und köpften den Siebzigjährigen vor laufender Kamera.

Das Nachrichtenportal RT Online meldete am Montag, dass die an den so genannten IS angegliederte Terrororganisation ein Video verbreitet, das zeigen soll, wie Terroristen eine Geisel enthaupten. Schon am Sonntag hatte Jesus Dureza, ein Berater des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, die Befürchtung geäußert, dass der siebzigjährige Jürgen Kantner getötet worden sein könnte. Auch andere philippinische Beamte erhielten dem Nachrichtenportal Sputnik zufolge ähnliche Berichte.

Die lokalen Behörden können jedoch deren Richtigkeit noch nicht bestätigen. Die Rettungsoperation werde fortgeführt, so die Verantwortlichen. Trotz Bemühungen mehrerer Gruppen und der Sicherheitskräfte um eine Lösung habe ich Berichte über die angebliche Enthauptung einer deutschen Geisel in Sulu am Sonntagnachmittag erhalten“, erklärte Dureza in der Nacht zum Montag.

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Zuvor war eine Frist der Terroristen abgelaufen. Diese hatten von der deutschen Regierung verlangt, bis zum Sonntagmorgen Lösegeld in Höhe von 570.000 Euro für den entführten Deutschen zu zahlen.

Die Terrorgruppe Abu Sayyaf existiert seit Anfang der 1990er Jahre im überwiegend von Muslimen bewohnten Südwesten der Philippinen. Der ehemalige Al-Kaida-Chef Osama bin Laden soll maßgeblich an deren Gründung beteiligt gewesen sein.

Im Südwesten der Philippinen kämpfen bereits seit mehreren Jahrzehnten extremistische Gruppen für mehr Autonomie gegenüber der philippinischen Zentralregierung. Die Abu-Sayyaf-Gruppe unterscheidet sich jedoch von den anderen hinsichtlich ihrer Grausamkeit und ihrer radikal salafistischen Ideologie. Dagegen verfolgen die anderen Bewegungen eher separatistische Ziele. Abu Sayyaf hat in der Vergangenheit bereits mehrfach Ausländer entführt und Lösegeld verlangt. Im Jahr 2014 entführte die Gruppe zwei deutsche Segler und ließ diese nach eigenen Angaben erst gegen eine Lösegeldzahlung von vier Millionen Euro frei. Letztes Jahr enthauptete sie zwei kanadische Touristen, für die kein Lösegeld gezahlt wurde.

Die Terrorgruppe hatte Jürgen Kantner bereits im November des letzten Jahres entführt. Dieser befand sich damals zusammen mit seiner Frau Sabine Merz auf einer Jacht in der Nähe der Südküste der Philippinen. Bei der Gefangennahme töteten die Geiselnehmer Merz.

Es war nicht das erste Mal, dass Kantner in gefährlichen Gewässern entführt wurde. Schon im Jahr 2008 entführten somalische Piraten Kantner und dessen Partnerin. Damals verbrachte das Paar 52 Tage in Gefangenschaft. Spiegel Online berichtete, dass angeblich 455.000 Euro gezahlt wurden, um das Ehepaar zu befreien.

13 Kommentare

  1. Es ist davon auszugehen, dass Kantner tatsächlich executiert wurde. Bei seiner Lebensgefärtin besteht kein vernünfiger Zweifel. Allerdings war das Verhalten der Getöteten mehr als hirnrissig. Wer einmal dieser Hölle entronnen ist, sollte wenigstens nachdenken können. Mein Bedauern hält sich in sehr engen Grenzen

  2. Mit einer oder zwei AK 47 und ein paar Hundert Schuss an Bord waere das nicht passiert.
    Aber die reichen, alten BRD-Fuerze sind eher antiautoritaer-„fortschrittlich“-liberal eingestellt und hassen Waffen.

    Haette diesmal lieber Urlaub in Bad Steben oder auf Sylt gemacht, der Zausel. Aber man bringt einem alten Hund eben keine neuen Tricks mehr bei.
    Stattdessen 570.000 Euro fuer einen „koscheren Porno“: http://www.bestgore.com/beheading/germany-hostage-jurgen-kantner-beheading-abu-sayyaf-philippines/
    Man sieht, was uns „unsere“ Regierung wert ist.
    Staatenlosigkeit, wo ist dein Schrecken?

  3. Hätte auch keinen Cent Lösegeld für diesen „Abenteurer“ bezahlt. Wer zweimal in „Gefangenschaft“ von Terroristen kommt, muss außergewöhnlich dumm sein oder mit den IS Schergen gemeinsame Sache machen. Beides rechtfertigt keine Steuerkohle, da bin ich ausnahmsweise bei Gabriel und dem Außenministerium. Ich gehe mal nicht davon aus, dass der „Segler“ die 455.000 aus der ersten Entführung schon zurückgezahlt hatte oder?

  4. Ja, ist schon traurig,falls er wirklich getötet wurde.Aber hat er denn nicht aus dem ersten Mal gelernt? Dachte er, ach, die zahlen schon das Lösegeld? Und das es gerade ihn wieder erwischt,entführt zu werden.Manche Menschen fordern das Schicksal regelrecht heraus.“Wer sich in Gefahr begibt,kommt darin um“.Das alte Sprichwort hat immer Gültigkeit.Und ja,musste er das erste Lösegeld zurück zahlen,oder hat der Steuerzahler für seine Abenteuerlust geblutet? Und was ist aus den 4Millionen geworden?…ich hoffe doch nicht halbe/halbe?…der ganze Fall ist schon sehr eigenartig und regt leider zum spekulieren an.

  5. Also der Artikel geht wohl zu weit und daneben. Jürgen Kantner und seine Frau wurde in dem Identischen Gebeitee schon einmal von den Einheimischen festgesetzt und es wurde Geld erpresst vor Jahren, Dann nochmal in Somalia als Segler. Der Kerl ist dumm verrrückt, macht wie andere Deutsche gemeinsame Sache mit den Entführern und wer so ein Spiel spielt, ist ein Selbstmörder. Kein Geld für solche Verrrückte

    • Also bitte. Alle Deutschen sind verrückt. Sonst würden sie sich dieses Asylchaos nicht bieten lassen. Und wer als Deutscher so verrückt ist, der darf auch mal in fremden Küstengewässsern segeln. Natürlich sollte ihm dennoch klar sein: Ohne syrischen Paß gibt’s keine Unterstützung vom Deutscheland, ohne Asylantenstatus bist Du ein Null-Komma-Nichts mit Steuernummer.

  6. Es ist wirklich furchtbar, dass dieser Mann nun auf eine solche Art und Weise sterben musste. Andererseits frage ich mich, warum er mit seiner Frau wiederholt in solch gefährliche Gebiete reist, wenn sie solche Situationen bereits erlebt haben. Dass unsere Regierung sich dann weigert, ein weiteres Mal ein Lösegeld zu zahlen, ist nachvollziehbar.

    • schließlich hat der „Deutsche Staat“ auch ein Geschäft gemacht, sie brauchen keine Rente mehr zu zahlen.

  7. Nun ja, es ist natürlich traurig, was dort passiert ist. Aber Ihr habt auch selbst am Ende des Beitrages vermerkt, dass dieses deutsche Paar bereits zum zweiten Mal gekidnappt wurde, das erste Mal vor der somalischen Küste. Anscheinend wurde s.Z. Lösegeld bereitgestellt. Ob das Ehepaar diesen Betrag vor Antritt einer erneuten Reise in gefährliche Gewässer wohl an das Auswärtige Amt zurückgezahlt hatte? Darüber ist nichts bekannt geworden. Ich frage mich, warum mussten sie sich wieder in Gefahr begeben; hatten sie sich vorher nicht über die Gepflogenheiten in dieser Gegend informiert? Hatten sie leichtsinnigerweise gedacht, ihnen würde schon nichts passieren? Irgendwo kann ich es verstehen, dass nicht schon wieder Lösegeld bereitgestellt wurde.

    • Hallo nochmal. Deutsche läßt man verrecken, für Kriminellen aus den Magreb-Staaten und Asylschnorrer aus den Weiten des Universums hat man aber 2016 16 Mrd. € über gehabt. Das ist Perversion in Reinkultur. Wann werden Die, die schon länger hier waren, endgültig versklavt?

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