Nahezu jeder Krieg/Konflikt/Krisenherd der Gegenwart ist zurückzuführen auf die perfiden Strategien des British Empire. Wir haben heute gesichertes Wissen darüber, mit welchen Lügen, perfiden Strategien und Zielen die Kriege gegen Vietnam, Irak und Afghanistan hergestellt worden sind, um nur drei Beispiele zu nennen. Wer wollte noch so naiv sein und ernsthaft glauben, dass es mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland anders war? Die Geschichtsklitterung hierzulande ist ein perfides Machwerk und schlüssig durchorganisiert. In seinem Buch „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ fasst der Autor Peter Haisenko dieses heiße Eisen nun erstmalig an.

Eine Rezension von Hubert von Brunn

Als ich dieses Buch zum ersten Mal las, musste ich erstaunt und nicht weniger beschämt zur Kenntnis nehmen, dass mein bis dahin abgespeichertes Wissen um die Geschichte des 20. Jahrhunderts markante Lücken aufwies. Wie die meisten der mit der „Gnade der späten Geburt“ gesegneten Kinder der ersten Nachkriegsgeneration habe ich das von meinen Lehrern auf dem Gymnasium und auf der Universität vermittelten Geschichtsbild für wahr und richtig angesehen. Die weiterführende Literatur, die mir damals empfohlen wurde, stellte dieses skizzierte Bild nicht infrage, sondern stützte es und malte es in den vorgegebenen Farben weiter aus. Alle waren sich einig. So musste es gewesen sein.

Nach der Lektüre von Peter Haisenkos Buch war mir klar, dass mir ein recht schiefes, fehlerhaftes Bild vorgegaukelt wurde, ein Bild, bei dem an mehreren Stellen die Perspektive nicht stimmte. Und wenn die Perspektive nicht stimmt, taugt das ganze Bild nichts – mögen die Farben noch so schillernd sein. Die Lehrer, die zur Veröffentlichung zugelassenen Historiker und nicht zuletzt die Medien hatten in den frühen Jahrzehnten nach Kriegsende keine andere Wahl, als die von den alliierten Siegermächten vorgegebene „Wahrheiten“ kritiklos weiterzugeben. Der anständige Deutsche sollte endlich eine klare Vorstellung davon bekommen, wer die Guten und wer die Bösen waren und sind, und keiner der mit dieser „reinen Lehre“ befassten Multiplikatoren wagte es, jenes Schwarz-weiß-Schema zu durchbrechen oder in Frage zu stellen. Zu groß war die Gefahr, seinen Job zu verlieren – und wer wollte das schon. Diesbezüglich gab es keine Unterschiede zwischen der BRD und der DDR – es wurde nur in anderen Farben gemalt.

Buchtipp zum Thema: England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert von Peter Haisenko

Die offiziell propagierte Geschichtsklitterung hat Methode

Das wirklich Erschütternde an dieser Erkenntnis aber ist, dass sich daran bis heute nichts geändert hat. Nach wie vor wird in den Lehrbüchern an den Schulen, in den Werken der renommierten Historiker und – für mich als Journalist besonders verwerflich – in den meinungsbildenden Mainstream-Medien in stiller Übereinkunft eben dieses schräge und unvollständige Geschichtsbild transportiert, das eine wahrhaftige, ehrliche und faire Aufarbeitung der Geschichte des 20. Jahrhunderts verhindert. Das geschieht natürlich nicht zufällig, dahinter steckt Methode und was damit bezweckt werden soll, ist offenkundig: Über Jahrzehnte hat man den Deutschen eingebläut, dass allein ihre Kriegslüsternheit für die beiden großen Kriege im 20. Jahrhundert verantwortlich gewesen ist, dass diese Kollektivschuld dem Volk der Dichter und Denker nicht erspart werden kann und dass dafür noch viele nachfolgende Generationen zu zahlen haben – in welcher Weise auch immer. Dieses mühsam, speziell für das Selbstverständnis der Deutschen zurechtgezimmerte Weltbild will man sich doch nicht kaputt machen lassen, indem man es ausgerechnet den „Verlierern“ gestattet, jetzt die eine oder andere makellos weiß gewaschene Weste mit dunklen Flecken zu besudeln.

Genau das aber leistet Peter Haisenkos Buch „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“. So wie es bei mir Wissenslücken gefüllt und mein mehr oder weniger festgefügtes Denken über die politischen, diplomatischen, finanzstrategischen und gesellschaftlichen Vorgänge im 20. Jahrhundert erschüttert hat, so wird es das auch bei vielen anderen Lesern bewirken – bei Lesern meines Alters und erst recht bei jenen der jüngeren Generation. Aus der Geschichte lernen, damit sich dieses oder jenes schreckliche Ereignis nicht wiederholt, ist ein oft beschworenes Statement, dem ich vorbehaltlos beipflichte. Ergänzend hinzufügen möchte ich allerdings: Wirklich lernen und die richtigen Schlüsse aus der Geschichte ziehen, kann man nur dann, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, wenn die ganze Wahrheit vorbehaltlos ausgesprochen wird. Dann, und nur dann ist eine Geschichtsaufarbeitung möglich, die Hass, Feindschaft, Rachegelüste und andere widerwärtige Ressentiments hinter sich lässt und die Tür weit aufstößt für Vergebung, Verständigung, Frieden und Freiheit.

Den Finger auf verborgene Wunden legen

Peter Haisenko ist kein studierter Historiker, was ihm, wie ein Leser des Buches in seiner Kritik bemerkte, durchaus zum Vorteil gereicht, dahingehend, dass er „keinen Lehrstuhl verlieren“ kann (sic!). Indem er sich sein Wissen autodidaktisch angeeignet hat, musste und muss er keine gültige Lehrmeinung vertreten und konnte sich eine unvoreingenommene und unerschrockene Sicht der Dinge bewahren. Da kann es schon einmal vorkommen, dass der Autor an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas „überzieht“, manche Dinge etwas pointierter ausdrückt, als das ein gelernter Historiker tun würde, und nicht für jedes seiner Statements eine Fülle von Quellenangaben in unzähligen Fußnoten aufführt. Dort wo es ihm wichtig erscheint, seine eigenen Thesen zu untermauern, bezieht er sich selbstverständlich auch auf andere Bücher, Dokumente, Statements oder Interviews und benennt auch deren Quellen. Auf die wissenschaftliche Akribie einer Doktorarbeit aber verzichtet er. Zum einen würde das Buch dann keine 300 Seiten, sondern ein Vielfaches dessen umfassen, zum andern ist das auch nicht sein Anliegen.

Haisenko will bewusst machen, den Finger auf verborgene Wunden legen und verkrustete Denk- und Verhaltensmuster aufbrechen. Das gelingt ihm, indem er auch so mache provokante These in den Raum stellt – nicht um der Provokation willen, sondern um Freiräume zu schaffen für neue, unverkrampfte und vom Mief verlogener Geschichtsklitterung befreiter Denkansätze Raum zu schaffen.

Systematisch analysiert der Autor, wie das im Niedergang begriffene British Empire zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit diplomatischen Winkelzügen, Verrat und imperialer Rücksichtslosigkeit vorgegangen ist, um das wirtschaftlich, politisch und militärisch immer stärker werdende Deutschland klein zu halten. Als anschauliches Beispiel beschreibt er die Vorgänge um den vom Deutschen und dem Osmanischen Reich gemeinsam vorangetriebenen Bau der Bagdadbahn – ein geostrategisches Desaster für die Briten. Er zeigt auf, dass die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen, die ethnischen und religiösen Probleme in Palästina, im Nahen Osten und in weiten Teilen Afrikas letztlich zurückzuführen sind auf die brutalen Grenzziehungen durch die „Herrenmenschen“ in London.

Die zentrale Forderung des Buches: Gerechtigkeit

Wie tief Hass und Neid auf das einfach nicht klein zu kriegende Deutschland auf der Insel ausgeprägt waren, dokumentiert Haisenko u.a. anhand von zwei griffigen Zeitungs-Zitaten. London Times 1919: „Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu betreiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.“ Dieselbe Stoßrichtung auch weit nach dem Zweiten Weltkrieg. Sunday Correspondent 1989: „Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, dass wir die deutsche Vormachtstellung in Europa nicht akzeptieren können.“ Wer solche Freunde hat…

In ebenso brillanter Weise nimmt Haisenko das angloamerikanische Finanzsystem auseinander und identifiziert dieses als den Nährboden des menschenverachtenden Raubtierkapitalismus’, der immer mehr Menschen in Not und Elend stürzt. Er macht klar, dass heutzutage gerade von diesen beiden Ländern anstelle von Kanonenbooten die wesentlich wirksamere Finanzwaffe eingesetzt wird, um ureigene Interessen durchzusetzen. In diesem Kontext bezieht der Autor eine klare Haltung zum amerikanischen „Federal Reserve System“ (FED) und konstatiert: „Das FED ist weder ‚Federal’, noch ‚Reserve’. Im Gegenteil: Es ist der größte Betrug am amerikanischen Volk und dem Rest der Welt.“

Buchtipp zum Thema: England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert von Peter Haisenko

An einigen Stellen liefert das Buch auch Zahlen und Tabellen, z.B. wenn es um Kriegsopfer in den unterschiedlichen Ländern geht, um Flüchtlinge und Vertriebene. Belegt durch unterschiedliche Quellen wirft Haisenko hier eine Reihe von Fragen auf, die jedem unvoreingenommenen Leser zu denken geben. Eine Grundhaltung des Autors zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch: Glaube nicht den von oben verordneten Lehrmeinungen, sondern hinterfrage alles und sei besonders skeptisch, wenn eine Größe im politischen Spiel (z.B. die USA) immer besonders positiv dargestellt, ja glorifiziert wird. Dazu passt der in der 3. Auflage des Buches übernommene Aufsatz von einem gewisser Martin Brech, Universitätsprofessor im Staate New York, der 40 Jahre danach aus erster Hand seine Erfahrungen und Erlebnisse schildert, die er als 18-jähriger GI 1944/45 in Frankreich und als Wachsoldat des US-Gefangenenlagers für Deutsche bei Andernach am Rhein machen musste. Dieses erschütternde Dokument zeugt in schonungsloser Offenheit von unsäglichen Gräueltaten, die amerikanische Soldaten an deutschen Gefangenen (auch Zivilisten) verübt haben. Dagegen erscheinen Haisenkos Ausführungen zu diesem Thema geradezu harmlos.

Ein anderes Thema, das Haisenko immer wieder zur Sprache bringt, ist die Frage der Gerechtigkeit. Der ehemalige Botschafter Israels, Avi Primor, hat in seiner Rede anlässlich des Volkstrauertags 2014 die Deutschen für die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit gelobt. In der Erforschung des eigenen Gewissens, so sagte er, seien sie „weltweit ein Vorbild“. Wenn ein israelischer Diplomat das sagt, kann es ja nicht ganz falsch sein. Diesem Vorbild – und das ist eine der zentralen Forderungen in Haisenkos Buch – sollten endlich einmal auch all die anderen Staaten folgen, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg eine maßgebliche Rolle gespielt haben und in deren Namen auch großes Unrecht gegenüber Deutschland und den Deutschen verübt wurde. Wer dauerhaften Frieden in Europa will, darf sich nicht länger an alte Lügen klammern.

„England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“ ist im Buchhandel verfügbar oder direkt auf der Internetseite des Anderwelt Verlag zu bestellen.

7 Kommentare

  1. Den Angriff Hitlers auf Polen am 1. 9. 1939 als „Überfall“ zu bezeichnen, ist gängiges Vokabular der offiziellen Geschichtsschreibung. Es suggeriert ein böswilliges Vom-Zaun-Brechen des Krieges durch den deutschen Diktator und eine völlige Überraschung des ahnungslosen Polens. Diese Ansicht kann nur solange zweifelsfrei aufrechterhalten werden, solange wesentliche historische Fakten ausgeblendet bleiben.

    Um einem aufsteigenden Vorurteil gleich zu begegnen: Es geht hier nicht um eine Verharmlosung des verbrecherischen Nazi-Regimes und seiner Machtpolitik. Es kann aber auch nicht um deren Verfälschung und erst recht nicht um eine Verharmlosung der britischen Machtpolitik und der kaum thematisierten nationalistischen Politik Polens gehen, deren sich die Briten bedienten. Die herrschende Geschichtsschreibung krankt an einer ungeheuren Einseitigkeit. Doch, wie Hegel oft hervorhob: Nur das Ganze ist die Wahrheit. Und es stellt sich zunächst die Frage, wie die Politik Polens denn geartet war, dass sie und die nationalsozialistische Politik Deutschlands von den Briten gegeneinander ausgespielt und der lange geplante zweite Teil des „Zweiten 30-jährigen Krieges gegen Deutschland“ (Churchill) herbeigeführt werden konnte (s. Von der Wegbereitung, woran hier angeschlossen wird).
    Die Politik Polens

    Im September 2010 sorgte die CDU-Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach im Vorstand der Unionsfraktion mit der Äußerung für einen Eklat, sie könne „es auch leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1939 mobil gemacht hat.“ Die Politiker- und Medienmeute fiel über sie her. Sie wolle mit Geschichtsklitterungen die deutsche Kriegsschuld „relativieren“. Linientreue Historiker wurden interviewt. Jochen Böhler vom Deutschen Historischen Institut in Warschau musste zwar zugeben, Polen habe in der Tat damals eine Teilmobilmachung angeordnet, aber das sei eine Reaktion auf den Einmarsch der Wehrmacht in die Rest-Tschechei vom 15. März gewesen. Polen habe sich verständlicherweise von dem aggressiven Hitler-Deutschland bedroht gefühlt. Wie verhält es sich damit? Eine Klärung scheint dringend notwendig.

    deutschlands_verstümmelungDurch die drei Teilungen Ende des 18. Jahrhunderts seiner Souveränität beraubt, erreichten die Polen infolge des Versailler Vertrages von 1919 wieder einen eigenen Staat. Deutschland musste große Teile Westpreußens, Posens und Ost-Oberschlesien mit überwiegend deutscher Bevölkerung an Polen abgegeben. Ostpreußen war damit vom übrigen Deutschland abgetrennt. Unter Verwaltung des Völkerbundes wurde das deutsche Danzig ein Freistaat, der Polen als Ostseehafen dienen sollte. Bewusst schuf man so einen künftigen Konfliktherd zwischen Polen und Deutschland.

    Interessant ist, dass der britische Premier Lloyd George in einem Memorandum vom 25. März 1919 warnte: „Der Vorschlag der polnischen Kommission, 2.100.000 Deutsche der Aufsicht eines Volkes von anderer Religion zu unterstellen, das noch niemals im Laufe der Geschichte die Fähigkeit zu stabiler Selbstregierung bewiesen hat, muss meiner Beurteilung nach früher oder später zu einem neuen Krieg in Osteuropa führen.“ 1
    Wie das? Sprach er mit gespaltener Zunge? Auf der einen Seite war sein Sekretär Philip Kerr (Lord Lothian), internes Mitglied des imperialistischen Milner-Kreises, hinter den Kulissen an der Ausarbeitung des Versailler Vertrages beteiligt, der die Keime zu einem zweiten Weltkrieg legen sollte – von ihm stammte die Formulierung des Paragraphen 231 von der deutschen Alleinschuld – (s. Die angloamerikanische Lenkung) und auf der anderen Seite warnte sein Premier parallel in vornehmer Besorgtheit, dass eine Bestimmung des Versailler Vertrages wieder zu einem neuen Krieg führen müsse. Sollten so die Spuren des britischen tödlichen Agierens mit der Maske moralisch integrer Gesinnung verdeckt werden?
    „Entdeutschung“

    Polen hatte sich in Versailles mit Vertrag vom 28. 6. 1919 verpflichtet, allen Minderheiten die gleichen bürgerlichen und politischen Rechte, Freiheit des Glaubens, der Kultur und Sprache und das Recht auf eigenen Schulen zu gewähren. Doch schon am 20. 11. 1920 sah sich die Weimarer Regierung zu einer Beschwerde bei der polnischen Regierung genötigt: über verbreitete willkürliche Verhaftungen und Verschleppungen Deutscher, sowie über vielfache ungesühnte Ermordungen und Erschießungen durch polnische Grenzsoldaten auf deutschem Boden. Der Deutsche gelte in Polen fast überall geradezu als vogelfrei. Der volksdeutsche Abgeordnete Spickermann beklagte am 23. 1. 1923 im polnischen Parlament, durch das Gift des polnischen Chauvinismus stehe der gesamte Apparat der inneren Verwaltung unter der Parole, kein Mittel, auch nicht das brutalste, unversucht zu lassen, die Deutschen aus dem Lande zu treiben und das Land zu entdeutschen.2
    westpreussen_und_danzigerbucht

    Die preußische Provinz Westpreußen wurde im Versailler Diktat Polen zugesprochen – Im Rahmen der Volkszählung von 1910 gaben 65 % der Bewohner Westpreußens Deutsch, 28 % Polnisch und 7 % Kaschubisch als Muttersprache an.

    Der Historiker Stefan Scheil, dem von den Vertretern der offiziellen Geschichtsschreibung „rechter Geschichtsrevisionismus“ und „Relativierung“ der deutschen Kriegsschuld (zu diesen Begriffen s. Geschichtserkenntnis) vorgeworfen, aber immerhin gute Quellenkenntnisse bescheinigt werden, bringt viele Quellenbelege für die deutschfeindliche Politik Polens vor dem Zweiten Weltkrieg. „Premier Wladyslaw Sikorski forderte 1923 in einer vielbeachteten Äußerung ausdrücklich, die Beschleunigung des Entgermanisierungsprozesses mit allen Mitteln voranzutreiben. Probate Mittel schienen hier die Enteignung deutschen Besitzes und die Entlassung deutscher Arbeiter und Angestellter zu sein, die den Deutschen ihre wirtschaftlichen Existenzmöglichkeiten nehmen würden. Zusammen mit der Schließung der deutschen Schulen und dem allgemeinen Kulturkampf sollte dies zum gewünschten Ergebnis führen.“ 3

    Mitte 1923 hatte die Vertreibung der Deutschen bereits einen großen Umfang angenommen, der nach der Veröffentlichung eines Warschauer Forschungsinstitutes im September 1931 mindestens eine Millionen erreicht hatte. Am 2. 3. 1933 berichtete das Deutsche Generalkonsulat in Posen an das Auswärtige Amt, dass den Deutschen in großem Maße durch die Enteignung von Grund und Boden, Entlassungen aus dem Arbeitsverhältnis, Boykott von Betrieben, Verlust ärztlicher Zulassungen usw. die Existenzbasis entzogen werde. Von ursprünglich mehreren tausend deutschen Schulen waren 1932 nur noch 222 Schulen übrig. „Unter diesem wirtschaftlichen und seelischen Druck, der nun schon 14 Jahre anhält, hat ein großer Teil der deutschen Bevölkerung, der mit 70% sicher nicht zu hoch geschätzt ist, die alte Heimat verlassen.“ 4 Das waren von ursprünglich 2,1 Millionen also rund 1,5 Millionen.
    Weder die Alliierten, der besorgte britische Premier Lloyd George, noch der Völkerbund, der sowohl von deutscher als auch von ukrainischer Seite immer wieder um Schutz gegen die ständige Verletzung des Versailler Vertrages durch Polen angerufen wurde, kamen ihrer Pflicht nach.
    Nationalismus und Imperialismus

    Die Politik Polens zwischen 1919 und 1939 war von einem starken Nationalismus geprägt, der sich einerseits auf die Selbstbehauptung und Sicherung des neu gegründeten Staates richtete, andererseits aber auch imperiale Herrschaftsansprüche über andere Ethnien im Osten (z. B. die Ukraine und Weißrussland) und noch weitere umfassende Revisionsforderungen der deutsch-polnischen Grenze enthielt. Unter dem Einfluss des Panslawismus strebten einflussreiche Kreise danach, alle Gebiete, die einmal in irgendeiner Form slawisch-polnisch gewesen waren oder gewesen sein sollten, in den polnischen Staat zu integrieren. Darunter fielen auch Pommern, Mecklenburg, Brandenburg und weite Teile Sachsens.

    Zahlreiche Äußerungen der polnischen Politik und Publizistik erhoben deutlich Gebietsansprüche an das Deutsche Reich. „In einer Denkschrift des polnischen Außenministeriums war beispielsweise 1931 die Oder-Neiße-Grenze als Ziel der polnischen Expansion genannt worden. Solche Gedanken genossen in der polnischen Öffentlichkeit und dem Generalstab durchaus Popularität.“ Der Generalstabsoffizier Henryk Baginski hatte 1927 in einem Buch radikal formuliert: „Es wird niemals Frieden in Europa geben, bis Preußen ausradiert ist und die deutsche Hauptstadt von Berlin nach Frankfurt am Main verlegt wurde, da Berlin auf slawischem Land steht.“
    Scheil wertet es, logisch nachvollziehbar, als ein deutliches Signal, einen Offizier mit derartigen aggressiven Ansichten, „nachdem er öffentlich die Eroberung Ostpreußens und die Verlegung der deutschen Hauptstadt gefordert hatte“, in den Generalstab zu berufen, dem er bis 1939 angehörte. Baginski hatte seine Forderungen auf Basis der Theorie des „Intermarium“ erhoben, „die unter der Leitung von Außenminister Beck in den dreißiger Jahren das Leitmotiv der polnischen Außenpolitik werden sollte“, womit ein durchgehender staatlicher Zusammenhang von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer gemeint war. „Damit waren die polnischen Gebietsansprüche deutlich bezeichnet, auch deswegen, weil die Mündung der Oder üblicherweise als westliches Ende dieser Verbindungslinie galt.“ In einer späteren englischen Ausgabe nannte er gar noch die Elbe einen „großen slawischen Fluss“ und ließ auf einer Karte Polens „historische Grenzen“ kurz vor Braunschweig enden.5
    Polens Kriegsbereitschaft

    Die führenden Kreise Polens waren sich natürlich bewusst, dass ihre Gebietsansprüche gegen Deutschland nur mit einem Krieg realisiert werden konnten. Sie wussten auch, dass keine Regierung der Weimarer Republik die im Versailler Diktat festgelegten neuen deutsch-polnischen Grenzen anerkannte. Außenminister Stresemann hatte 1925 erklärt, „dass Deutschland deswegen zwar keinen Krieg beginnen werde, doch auf Gelegenheit zu einer Neuregelung in den Grenzregionen warte.“ 6

    jozef-klemens-pilsudskiDie Kreise um den diktatorisch herrschenden polnischen Präsidenten Marschall Pilsudski sahen daher Chancen für ihre großpolnischen Pläne nur in der Nachkriegsphase, in der Deutschlands militärische Schwäche durch den Versailler Vertrag festgeschrieben war. Dazu mussten sie den Rücken zur Sowjetunion frei haben und der Unterstützung der beiden Westmächte Frankreich und England sicher sein. Bereits Anfang der zwanziger Jahre hatte Pilsudski in Zusammenarbeit mit dem französischen Generalstab Aufmarschpläne entworfen. Auf deren Basis war zu Beginn der dreißiger Jahre „eine begrenzte Offensive gegen Deutschland ausgearbeitet worden, damals eine sogenannte ´Angriffshandlung mit Präventivcharakter` gegen die Weimarer Republik.“ 7

    Immer wieder ließ Pilsudski in London und Paris seine Bereitschaft wissen, militärisch gegen Deutschland vorzugehen – „zweimal im Jahr“, wie der Amtschef des britischen Foreign Office Robert Vansittart später etwas spöttisch schrieb.8 Im Oktober 1932, kurz vor der Ratifizierung des Nichtangriffsvertrages mit der UdSSR, forderte der Oberst und bis dahin stellvertretende polnische Außenminister Beck in einem Brief an Marschall Pilsudski den sofortigen Angriff auf Deutschland. Die Lage für einen Krieg sei so günstig wie nie, einen „Krieg um die Befreiung der polnischen Territorien vom deutschen Joch“ anzugehen. Die Armee sei bereit. Die deutsche Schwäche müsse jetzt oder nie genutzt werden. „Wenn das nicht erkannt wird, werden nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Kinder nicht Groß-Polen erleben.“ Zugleich ging Beck auf Konfrontationskurs mit Deutschland. „Der Polnisch-Danziger Konflikt muss eine scharfe Form erhalten“ 9

    Doch die Westmächte hielten sich zurück. Selbst Wikipedia hält fest, dass „die Westmächte 1933 zweimal einen von Piłsudski vorgeschlagenen Präventivkrieg gegen das sich gerade etablierende NS-Regime in Deutschland abgelehnt hatten.“ 10 Polen sah sich Ende 1933 ausmanövriert und musste sich auf einen deutsch-polnischen Nichtangriffspakt einlassen, den Hitler anbot und der im Januar 1934 abgeschlossen wurde. Doch die polnischen aggressiven Träume eines Großpolens waren damit nicht aufgegeben.

    Der Völkerbundkommissar für Danzig, der Schweizer Carl Jacob Burckhardt, schilderte im Sommer 1938 aus seinen Begegnungen mit dem polnischen Außenminister Beck die Konsequenzen der polnischen Politik: Beck spiele weiterhin „sein doppeltes Spiel. (…) Es ist ein Spiel, bei welchem man für Polen auf den höchsten Gewinn hofft, einen Gewinn, der sich ergeben soll aus einer schließlichen und unvermeidlichen deutschen Katastrophe. (…) Jetzt hofft man im stillen in Warschau nicht nur auf die bedingungslose Integration Danzigs in den polnischen Staatsbereich, sondern auf viel mehr, auf ganz Ostpreußen, auf Schlesien, ja auf Pommern. (…) Beck macht (…) eine nur scheinbar polnisch-deutsche Entspannungspolitik (…). Aber man bemüht sich, die Deutschen ganz methodisch in ihren Fehlern zu bestärken.“ 11 England wusste das als Konfliktpotential mit Deutschland auszunutzen.

    Die herrschende Geschichtsschreibung sieht den „Überfall“ Hitlers auf Polen als den nach der Besetzung der Tschechoslowakei weiteren Schritt zur lange geplanten Eroberung deutschen Lebensraumes im Osten. Von solchen Gedanken hat Hitler in der Tat schon in „Mein Kampf“ geschwärmt. Konkrete militärische Pläne dazu gab es aber zu diesem Zeitpunkt nicht. Es kommt historisch darauf an, was jeweils tatsächlich und aus welchen Gründen genau geschehen ist. Hitler wollte offensichtlich in dieser Zeit mit Polen keinen Krieg, sondern einerseits die schwierige Lage der Deutschen in Danzig und Ostpreußen, sowie die Benachteiligungen und Verfolgungen der deutschen Minderheit in Polen auf dem Verhandlungswege lösen und andererseits Polen für einen Bündnisvertrag gegen die Sowjetunion gewinnen.

    Nachdem Polen am 1.10.1938 das zur Tschechoslowakei gehörende Industriegebiet von Teschen mit vorheriger Zustimmung Hitlers besetzt und annektiert hatte, erwartete dieser umgekehrt ein polnisches Entgegenkommen in der Danzig- und Korridor-Frage. Er bot Polen am 24. 10. 1938 den Verzicht auf die ehemals deutschen Gebiete Oberschlesiens, Westpreußens und Posens und die endgültige Anerkennung der polnischen Westgrenze an, wenn Polen der Angliederung Danzigs an das Reich und einem exterritorialen Zugangsweg in das abgetrennte Ostpreußen zustimme. Mit der Anerkennung der Westgrenze wäre erfüllt worden, was Marschall Pilsudski von 1920 bis zu seinem Tode 1935 mehrfach vergeblich angestrebt, die 16 Reichsregierungen vor Hitler aber stets strikt abgelehnt hatten. Und mit Danzig hätte Polen auf etwas verzichtet, was völkerrechtlich sowieso nicht polnisch war. Polen lehnt ab. Auch nach fünf weiteren Verhandlungsversuchen bis zum Sommer 1939 bei im wesentlichen gleichbleibendem Angebot blieb Polen bei seiner Ablehnung.12
    Westlicher Kriegskurs

    Polen fühlte sich für seine starre Haltung gegenüber Deutschland durch den Beistandsvertrag mit Frankreich von 1921 und den seit Sommer 1938 sich anbahnenden Beistandspakt mit England13 abgesichert. Frankreich bestärkte Polen im Januar 1939 ausdrücklich, das Angebot Hitlers abzulehnen. Es ging „den Franzosen erkennbar darum, die Reste von Versailles zu erhalten und eine endgültige Aussöhnung der Deutschen und der Polen zu verhindern.“ 14 Hinzu kam, dass Warschau nach Berichten seines Botschafters Potocky in Washington von einer Feindschaft der USA gegen das deutsche Regime und einer wachsenden Kriegsentschlossenheit ausgehen konnte. Berichte aus London und Paris bestätigten ebenfalls, dass die US-Botschafter auch in diesen Ländern massiv für einen Kriegskurs gegen Deutschland eintraten. „In London wurde dies durch Winston Churchill und seine Mitstreiter sowie die Admiralität unterstützt, ´die den Krieg um jeden Preis befürworteten` wie Deutschlands Ex-Kanzler Brüning im März im Exil vor Ort selbst beobachten konnte.“ 15

    Für die kriegswilligen Westmächte liefen die Dinge wie gewünscht. Man durfte ja vor der Welt auf keinen Fall den Krieg selbst beginnen. Hitler annektierte am 16. März 1939 mit der Tschechei erstmals ein nicht deutsches Land und löste damit weltweite Empörung aus. Da die deutsche Bevölkerung im Memelland, das in Versailles vom Norden Ostpreußens abgetrennt, von Frankreich verwaltet, aber dann von Litauen annektiert worden war, in einem Volksaufstand wieder den Anschluss an das Deutsche Reich verlangte, ließ Hitler fünf Tage später die drei in Ostpreußen stationierten Wehrmachtsdivisionen nach Norden an die Grenze zum Memelland verlegen.

    Darauf ordnete Polen mit der Begründung, die Deutschen wollten das im Südwesten von Ostpreußen gelegene Danzig annektieren, eine Teilmobilmachung an, erhöhte die Truppenstärke der Armee um 330.000 Soldaten und ließ Truppen vor Danzig aufmarschieren. Berlin hatte dagegen am 21. März 1939 einen weiteren, inzwischen vierten Versuch gemacht, das Danzig- und Zugangs-Problem nach Ostpreußen auf dem Verhandlungsweg zu lösen. Der polnische Botschafter Lipski überbrachte am 26. März die erneute Ablehnung und erklärte dem enttäuschten Außenminister von Ribbentrop, dass er die unangenehme Pflicht habe, darauf hinzuweisen, dass jegliche weitere Verfolgung dieser deutschen Pläne (…) den Krieg mit Polen bedeute.“ Dies war die erste Drohung mit Krieg zwischen Polen und Deutschland, und sie wurde von einem Polen ausgesprochen. Sie war eine direkte Verletzung des gemeinsamen Vertrages und wurde von Außenminister Beck am 28. März wiederholt. Ribbentrop reagierte entsprechend: Eine Verletzung des Danziger Hoheitsgebietes durch Polen werde in der gleichen Weise wie eine Verletzung der Reichsgrenzen betrachtet.16 In Polen häuften sich wieder antideutsche Ausschreitungen und, von der Presse angeheizt, wurde eine allgemeine Kriegsstimmung entfacht und auch „durch eine säbelrasselnde offiziöse Propaganda gefördert“, wie der deutsche Botschafter aus Warschau berichtete. Das polnische Militär fühle sich der deutschen Armee überlegen. „Wir sind bereit“, heiße es in einem vielfach verbreiteten Militärblatt-Artikel.17
    Das britische Schachspiel zum Krieg

    Nun fand es die britische Regierung an der Zeit, die Dinge zu forcieren. Sie gab am 31. März 1939 eine Garantieerklärung ab, Polen jegliche Hilfe zu geben, wenn es seine Unabhängigkeit durch irgendeine Aktion Deutschlands bedroht sehe, „die die polnische Regierung daher für so lebenswichtig ansieht, dass sie ihr mit ihren nationalen Streitkräften Widerstand leistet.“ ´Irgendeine Aktion` wurde schriftlich noch in ´direkte oder indirekte` präzisiert. Danach trat der Bündnisfall auch dann ein, wenn Polen sich bedroht sah und militärisch angriff.18 Das war ein Freibrief, kompromisslos gegenüber Deutschland aufzutreten und dessen Verlangen auf Wiedereingliederung Danzigs in das Reich zur „indirekten Bedrohung“ zu erklären und zum Kriegsgrund zu machen. Diese Garantie zerstörte die letzten Chancen, den deutsch-polnischen Streit auf dem Verhandlungswege beizulegen. Und das sollte sie offensichtlich auch. Es kam aus Englands Sicht nur darauf an, beide Staaten so gegeneinander auszuspielen, dass nicht Polen, sondern Deutschland den Krieg begann.

    Hitler gab am 3. April an die Wehrmacht die Weisung, einen Angriff gegen Polen so vorzubereiten, dass er ab 1. September 1939 erfolgen konnte und kündigte am 27. April den von Polen mit der Mobilmachung gebrochenen Freundschafts- und Nichtangriffsvertrag von 1934. Doch erkannte er ausdrücklich noch einmal die polnischen Westgrenzen und Polens Zugang zur Ostsee an und blieb bei seinem Verhandlungsangebot. Der englische Botschafter Henderson in Berlin äußerte am 4. Mai in einem Schreiben an Minister Halifax Zweifel an der starren Haltung Polens: „Wieder einmal ist die deutsche Sache weit davon entfernt, ungerechtfertigt oder unmoralisch zu sein. … Meine These war immer, dass Deutschland nicht zur Normalität zurückkehren kann, … solange nicht seine legitimen Forderungen erfüllt worden sind. Die Danzig-Korridorfrage war zusammen mit dem Memelproblem eine von diesen. … Nach Aussage meines belgischen Kollegen betrachten fast alle diplomatischen Vertreter hier das deutsche Angebot als ein überraschend günstiges. Auch der holländische Gesandte, der amerikanische Geschäftsträger und mein südafrikanischer Kollege haben zu mir in diesem Sinne gesprochen.“ 19

    Dass die deutschen Forderungen legitim waren, wusste man natürlich auch in der Londoner Zentrale. Aber dadurch waren sie ja gerade der geeignete emotionale Konfliktstoff gegenüber dem blinden Chauvinismus der Polen. Hitler bezog nun in seiner Rede vor den Generalen am 23. Mai Polen in seine bis dahin nur vagen Vorstellungen vom „Lebensraum im Osten“ ein, in denen es vom möglichen Teilhaber zum Opfer wurde. „Was nun folgt, ist wie der Rutsch auf einer schiefen Ebene. Im Juni und Juli 1939 nehmen die Drangsalierungen der Minderheiten in Polen, die Grenzzwischenfälle und der Druck auf Danzig derart zu, dass ein spannungsfreies Verhandeln … nicht mehr möglich ist.“ „Bis Mitte August sind über 76.000 Menschen ins Reich geflohen und 18.000 ins Danziger Gebiet.“ 20

    Hitler zieht nachweislich ein Verhandlungsergebnis vor. Doch die Polen lassen sich auf keine Verhandlungen mehr ein. Rydz-Smigly, der Generalinspekteur der polnischen Armee sagte im Sommer 1939 in einem öffentlichen Vortrag vor polnischen Offizieren: „Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.“ 21 Hitler versucht es über die britische Regierung. Diese vermittelt ihm den Eindruck, an einem deutsch-britischen Bündnis weiter interessiert zu sein und die polnische Regierung zu Verhandlungen zu bewegen. Außenminister Halifax lässt aber seinen Botschafter Kennard in Warschau übermitteln, man verlange von Polen Gespräche, aber kein Entgegenkommen. England redet zum Schein für Frieden, will aber den Krieg.22

    Am 30. August 1939 macht Hitler ein letztes, etwas variiertes Angebot und erwartet bis 24 Uhr einen polnischen Unterhändler. Polen weigert sich, den Vorschlag entgegenzunehmen und ordnet die Generalmobilmachung an, was einer Kriegserklärung gleichkommt. Die Ehefrau des britischen Marineministers Cooper findet den Vorschlag „so vernünftig“, dass ihr Mann fürchtet, die britische Öffentlichkeit könnte ähnlich reagieren. Er ruft die wichtigsten Zeitungen an, den deutschen Vorschlag in einem möglichst ungünstigen Licht darzustellen. Der französische Historiker Rassinier schreibt nach dem Kriege dazu: „Hätten das französische und britische Volk von diesen Vorschlägen Kenntnis gehabt, so hätten Paris und London kaum den Krieg an Deutschland erklären können, ohne einen Sturm der Entrüstung hervorzurufen, der den Frieden durchgesetzt hätte.“ 23

    Die Briten wissen, dass Hitler vor der Wahl zwischen Verhandlungslösung, Verzicht oder Krieg steht. Sie wissen aber auch, dass er angesichts seiner Verantwortung für die abgetrennten Deutschen, die immer prekärer werdenden Lage der drangsalierten deutschen Minderheiten in Polen und bei seiner von Stolz und Ehrsucht angefüllten Psyche – Machtpsychopathen kennen einander – nicht verzichten kann. „So verstellen sie den Verhandlungsweg, den sie noch bei den Polen hätten öffnen können. Dabei spielen sie um fünf vor zwölf so lange auf Zeit, bis Hitler den Krieg eröffnet. England hat – zusammen mit Frankreich – das deutsch-polnische Problem geschaffen und 1939 verhindert, dass es ohne Krieg bereinigt wird.“ 24

    Am 3. September 1939 erklärten Frankreich und England als Antwort auf den deutschen Angriff auf Polen Deutschland den Krieg, und der britische Außenminister Lord Halifax sagte in London: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so dass er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann“25 – wozu diese „Stücke“ aber offenbar hineingesetzt worden waren.

  2. Tja da frag ich mich doch: Wenn mir ein Mitbewerber auf dem Markt einen Fuß abhackt damit er den Markt alleine für sich hat und ich dann nach Jahren wieder eine Methode gefunden habe, mit der Prothese gut zu leben und zu arbeiten und er dann wieder mit der Axt daherkommt um mir den zweiten Fuß auch abzuhacken, ist es dann verwerflich, wenn ich ihn in meiner Panik erschlage?
    Vielleicht ist es eine Überschreitung der Notwehr, die aber nicht strafbar wäre.
    Wenn ich jetzt das in diesen Kontext übersetze in Ursache und Wirkung, wieviel Entschädigung müssten wir dann von den sog. Alleierten bekommen? Was haben sie alles zerstört, uns das Land, Patente und Gold geraubt, Millionen umgebracht und verlangen noch heute Entschädigungen von uns.
    … Das Opfer muss zahlen.
    Genau so kommt es jetzt auch noch in der deutschen Justiz, wenn sich Deutsche gegen Invasoren wehren, müssen die Angegriffenen vor Gericht verantworten.
    Wo bleibt das eigenständige Denken der Deutschen?
    Selbst wenn die Geschichte so gewesen wäre, wie sie erlogen verbreitet wird, bin ich nicht willens, mich vor anderen zu erniedrigen und für Taten meines Urgroßvaters zu zahlen. Denn dann müssten die Italiener jetzt auch noch für die Kreuzigung Christi zahlen.

  3. “Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.”
    – Winston Churchill – am 3.9.1939, dem Tag der britischen Kriegserklärung –

    “Wir haben sechs oder sieben Millionen Deutsche umgebracht. Möglicherweise werden wir eine weitere Million oder so töten, bevor der Krieg zu Ende ist.”
    – Winston Churchill, Kriegsverbrecher und Freimaurer am 7.2.1945 auf der Konferenz von Jalta –

    “Wir hätten, wenn wir gewollt hätten, ohne einen Schuß zu tun, verhindern können, daß der Krieg ausbrach, aber wir wollten nicht.”
    – Winston Churchill 1945 –

    “Der Krieg ging nicht allein um die Beseitigung des Faschismus in Deutschland, sondern um die Erringung der deutschen Absatzmärkte.”
    – Winston Churchill – in seiner Rede in Fulton im März 1946 –

    “Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mitverdienen konnte.”
    – Winston Churchill, Memoiren –

    http://brd-schwindel.org/video/mp43/Other-Losses_de.mp4

  4. Tja, und wem gehören fast all die englischen Autofirmen heute?
    Ach ja, deswegen der Angriff auf die deutsche Automobilindustrie…….. die Zusammenhänge sind dann ja klar…….

  5. Wir wurden und werden alle belogen und getäuscht was die Geschichtsschreibung angeht. Z.B. Israel, das wurde schon vor ersten Weltkrieg abgehandelt zwischen den Zionisten und dem verlogenen Empire ! Daher wurde ja Deutschland zweimal hinterhältig und verlogen in Weltkriege verwickelt, denn es mußte ja ein Bösewicht für die satanischen Zionisten rangeschafft werden.
    Geht man noch weiter in der vorgegauckelten Geschichte zurück, stellt man noch mehr Ungereimtheiten fest, fast alles ist Lug und Trug !

  6. Hey, Freunde! Hab gerade mein angeknaberten Apfel gefragt:
    –Kann es sein das wir hier vergiftet, verdummt, manipuliert & zu willenlosen, konsumgierigen arbeitsdronen programiert werden sollen?—- 🙂

    Wisst ihr was es dann sagt?
    ICH HABE SIE NICHT VERSTANDEN! 🙂

    Steigert euch nicht so rein in die Show!!!
    lg

    • Die Show kostet Deutschland täglich 50 Millionen Euro die nach Israel überwiesen werden.
      Schon das ist ein wichtiger Grund die Wirklichkeit zu verzerren.
      Zitat Josef Fischer ehemaliger jüdischer Außenminister:
      Die Deutschen sind fleißiger und zielstrebiger als die meisten Völker,
      Deshalb muss man das Geld abschöpfen auch wenn es verbrannt wird!
      Deshalb haben Fischer und Schröder mit Bomben auf Serbien, auch die längste Friedensperiode Deutschlands beendet!

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