Wladimir Putin hat gestern überraschend die französische Politikerin Marine Le Pen empfangen. Die Präsidentschaftskandidatin der Partei Front National gab während ihres Besuches in Moskau mehrere Stellungnahmen zu strittigen Themen der internationalen Politik ab. Den USA wirft Le Pen vor, einen Krieg in Europa zu planen.

Der russische Präsident hat während seines Treffen mit der französischen Präsidentschaftskandidatin die Beziehungen zwischen Paris und Moskau ausgewertet, berichtetet „RT“ am Abend. So sagte Putin:

„Wir wollen auf keinen Fall das Geschehene beeinflussen, behalten uns aber das Recht vor, uns mit allen Vertretern aller politischen Kräfte des Landes zu unterhalten, genauso wie es unsere Partner in Europa oder in den USA tun“.

Die Beziehungen zu Frankreich haben für Russland eine große Bedeutung. So sagte der russische Präsident:

„Dabei bemühen wir uns, gute Beziehungen sowohl zu der amtierenden Regierung, als auch zu den Vertretern der Opposition aufrechtzuerhalten“.

Marine Le Pen: Die USA verfolgt das Ziel, in Europa einen Krieg zu provozieren

Während ihres Besuches in Moskau nahm Marine Le Pen zu Themen der internationalen Politik Stellung. So kritisierte sie die französische Regierung in Bezug auf ihre Russland- und Ukrainepolitik. Sie sagte:

„Heute in der Ukraine sind wir gezwungen, mit einer Regierung zu arbeiten, die auf illegitimem Wege zur Macht gekommen ist im Zuge eines Umsturzes auf dem Maidan. Sie überzieht die Bevölkerung im Donbass mit Bombardierungen. Und das ist ein Kriegsverbrechen, das unter allen Schützern der Menschenrechte eine Empörung hervorrufen muss. Von diesen hören wir in französischen Medien aber ganz andere Appelle.“

Ihrer Ansicht nach verflogen die USA das Ziel, einen echten Krieg in Europa zu provozieren, indem sie die Ukraine bewaffnen:

„Die USA verfolgen das Ziel, einen echten Krieg in Europa zu provozieren, indem sie die Ukraine bewaffnen. Sie wollen die Zone der NATO bis an die russischen Grenzen ziehen. Sie versuchen schon seit Jahren, ihren Einfluss im Osteuropa zu stärken“.

Le Pen glaubt nicht an eine Diplomatie der Drohungen und tritt gegen die Sanktionen auf. Sie würden zu Zwecken der Erpressung genutzt. Sie sieht keinen Grund für einen Kalten Krieg. Die französische Politikerin traf sich ebenfalls mit russischen Parlamentariern, der Besuch erfolgte auf Einladung der russischen Staatsduma. Es war das erste persönliche Treffen beider Politiker.

9 Kommentare

  1. Ich werte den Besuch Le Pens in Moskau auch als Kontraproduktiv. Welcher normale Mensch läßt sich mit Kommunisten ein? Das ist totaler Schwachsinn zu behaupten, daß die USA einen Krieg in Europa beginnen wollen. Der Präsident hat daran kein Interesse, nur die Linken, also der Pöbel weltweit, hat ein Interesse Kriege zu beginnen, sonst würden sie den ganzen Abschaum aus der dritten Welt nicht zu uns bringen. Es sind die Linken, die auch immer schon Hetze gegen die USA betrieben. Waren es vielleicht die USA, die ein „Vereintes Europa“ forderten oder waren es nicht vielmehr die beiden Geisteskranken Charles der Gaul und Kohlkopf? Also erst nachdenken und Hirn einschalten!

  2. Le Pen´s Besuch in Moskau ist eine logische Folgerung von auch sonstigen guten Beziehungen zueinander! Le Pen ist zwar von der Ideologie her mit AfD vergleichbar, aber vielfach stärker in der französischen Politik verankert, als die AfD in Deutschland. Die Bemühungen in vielen der übrigbleibenden 27 Ländern der EU sind unübersehbar, als eben die Unzufriedenheit mit den „Brüsseler Spitzen“. Nationalstaaten, die zueinander finden um gemeinsame Wirtschafts- Interessen zu verfolgen sind bessere Partner, als die von der Brüsseler Zentrale vorgezeichnete derzeitige EU. Europa muß neu aufgestellt werden, denn die EU unter deutscher Vorgaben wird nicht mehr akzeptiert!

    • „Die Bemühungen in vielen der übrigbleibenden 27 Ländern der EU sind unübersehbar, als eben die Unzufriedenheit mit den „Brüsseler Spitzen“.
      WAS soll das denn heißen – meine Güte, die Deutschen können kein Deutsch mehr!

  3. Ich weiß nach wie vor nicht, was ich von den Beiden halten soll.

    Ist Le Pen nur eine französische AfD? also kontrollierte Opposition, eine Beruhigungspille fürs Volk die absolut keine Chance auf eine entscheidungsfähige Mehrheit hat? damit die Leute glauben, dass es vielleicht beim nächsten Mal klappt?

    Die Europäische Achse ist Berlin – Moskau, Frankreich spielt in so fern nur eine Rolle als einer der Siegermächte aus dem WKII mit Vetorecht, und es gilt die Franzosen auf die Eine oder andere Seite zu ziehen.

    Ein Besuch in Moskau halte ich für Le Pen als kontraproduktiv. Meine Meinung.

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