Schweden steht nach dem Attentat unter Schock. Der Haupttäter wurde festgenommen und ist geständig und hatte vor allem Kinder im Visier. Nun findet die Aufbereitung und Fehlersuche in Politik und Gesellschaft statt. Premierminister Löfven rief ein Ende der Masseneinwanderung herbei.

Der Terror hat den Norden Europas erreicht. Am Freitag raste ein Mann mit einem Lkw in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus in der beliebten Stockholmer Einkaufsstraße „Drottningsgatan“ (Königinnenstrasse). Es war nicht irgendein Kaufhaus, sondern „Åhléns“, eine schwedische Kaufhauskette.

Ein Kaufhaus, dass sich rühmt für „Alle“ zu sein, unabhängig von Glaube und Herkunft. Der Anschlag war auch wieder ein Angriff auf eine offene, moderne Gesellschaft, in der niemand wegen seines Aussehens, oder seiner Religion ausgeschlossen wird. Die Tat erinnerte an die Londons und Berlins.

Am Sonntag, als die Barrikaden der Drottningsgatan bereits abgebaut wurden, versammelten sich rund 30.000 Menschen in Stockholm, um sich für Toleranz und eine offene, schwedische Gesellschaft auszusprechen. Facebook-Profilbilder wurden mit Herzchen in schwedischen Nationalfarben versehen. Die Polizisten erhielten Rosen und auf sie entfiel das meiste Lob.

Unter Tränen legte die schwedische Kronprinzessin Victoria mit ihrem Mann Blumen nieder. Der schwedische Premierminister Stefan Löfven rief für Montag 12 Uhr eine Schweigeminute aus. Aber auf die Beleidsbekundung und dem Ruf nach Zusammenhalt in der Gesellschaft machte Löfven die Abkehr von der Masseneinwanderung öffentlich:

„Schweden wird nie mehr zurück zur Masseneinwanderung kehren, wie wir sie im Herbst 2015 hatten.“

Mit der Aufklärung beginnt die Fehlersuche in Politik und Gesellschaft. Der geständige Haupttäter, der vier Menschenleben nahm, ist ein 39-Jähriger Usbeke namens Rakhmat Akilov, dessen Asylantrag abgelehnt wurde und der dem schwedischen Geheimdienst Säpo bereits bekannt war. Die Verdächtigungen, die diese Tat hätten verhindern können, waren unzureichend. In einem Gespräch gab er bekannt, dass er es vornehmlich auf Kinder abgesehen hätte.

Ausgerechnet in Schweden, dass sich als Land der glücklichen Kinder sieht. Die Opfer wurden bereits identifiziert. Unter ihnen ein Brite, ein Belgier und zwei Schweden. Eines der schwedischen Opfer war ein elfjähriges Mädchen, welches auf dem Heimweg von der Schule war.

Zehntausende abgelehnte Asylbewerber verschwinden aus der Öffentlichkeit – in die Kriminalität

Akilov war einer von 12.000 Personen, denen die schwedische Einwanderungsbehörde „Migrationsverket“ eine Absage seines Asylgesuchs erteilte und die danach, statt das Land zu verlassen, vom Radar der Behörden verschwanden. Die schwedischen Behörden fürchten, dass diese Zahl der Untergetauchten in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird. Innenminister Anders Ygeman:

„Wir müssen mehr handeln. Es ist selbsterklärend, dass diejenigen, kein Recht auf Asyl oder Schutz haben zurückgehen müssen.“

Im vergangenen Dezember erhielt Akilov sein Ablehnungsbescheid. Innerhalb von vier Wochen sollte er Schweden verlassen, tauchte jedoch bald darauf unter. Bis 2021 könnte die Zahl von 12.000 untergetauchten, abgelehnten Asylbewerbern auf 50.000 ansteigen.

Akilov ist kein Einzelfall. Mit seiner Tat findet er sich in bekannter Gesellschaft. Abraham Ukbagabir, der für den Doppelmord im schwedischen Ikea in Västerås verantwortlich war, machte öffentlich, dass das Ablehnungsbescheid ihn zu der Tat verleitet habe. Ein Massenproblem für Schweden, für welches es keine Lösung gibt. Die schwedischen Behörden seien aber nicht in der Lage Zehntausende in Gewahrsam zu nehmen und deren Abschiebung zu begleiten.

Die Polizei plant mehr Kontrollen am Arbeitsplatz, um die Illegalen ausfindig zu machen. Aber gleichzeitig gehen die Behörden davon aus, dass die untergetauchten Einwanderer mehrheitlich im kriminellen Milieu landen. Anna Krinberg Batra von den Moderaten Parteien teilte der schwedischen Zeitung Aftonbladet mit, dass die Polizei mehr Handlungsmacht erlangen müsse:

„Die Polizei muss in der Lage sein Entscheidungen (Anmerkung Redaktion: Ausweisungen) durchsetzen zu können.“

Die Grenzpolizei hat ihre Razzien bereits verstärkt. Stefan Löfven:

„Jeder, dem eine (Aufenthalts-) Genehmigung verweigert wird, sollte nach Hause kehren. Dies frustriert mich enorm. Wenn man kein Visum erhält, sollte man das Land verlassen.“

Während die Polizeiarbeit im Fall des Attentäters gelobt wurde und sie mit Blumen und Umarmungen in Stockholms Zentrum empfangen wurden, zeichnete sich in den Problembezirken der Hauptstadt ein anderes Bild ab. Am Wochenende versuchten Polizisten in „Tensta“, an der Adresse des Verdächtigen, eine Frau und ihren 17-Jährigen Sohn festzunehmen. Tensta ist unweit des berüchtigten Ortsteils Rinkeby, welches in der internationalen Presse durch Gewaltausbrüche bekannt wurde. Sie wurden daraufhin mit Steinen beworfen.

Gerade erst hatte Schweden eine neue Regierungsabteilung ins Leben gerufen, die sich gegen die Bildung von den sogenannten „No-Go-Zonen“ richtet, die die schwedische Regierung als besonders empfindliche Gegenden bezeichnet. Zuvor wurde die Existenz solcher Gebiete in der Öffentlichkeit verneint. Aber zunehmende Gewaltausbrüche und Bandenkriege rückten das Thema immer wieder in die Gesellschaft. Stefan Löfven äußert zum Ziel der Agentur:

„Es muss ein Ende der Schießereien, der Autobrände und des Drogenhandels geben.“

Der Täter vom Freitag sagte, dass er die Ungläubigen getötet habe. Akilov scheute nicht davor, seine Sympathien gegenüber dem IS in den sozialen Medien öffentlich zu machen. Er unterhielt Verbindungen zur islamischen Gruppierung „Hizb ut-Tahrir“, träumte aber auch von einem Leben in Luxus. Die Organisation „Hizb ut-Tahrir“ will ein länderübergreifendes Kalifat errichten, in der die Scharia gilt. Die Organisation wurde 1953 in Jerusalem von einem Palästinenser gegründet. In Deutschland und Russland verboten, ist die Gruppe in Schweden präsent. Die schwedische Zeitung „Expressen“ machte bekannt, dass Akilov durch seine Tätigkeiten Erfahrungen mit Sprengstoffen gesammelt habe.

Die Terrorwarnstufe wird in Schweden nach wie vor erhöht auf Stufe drei bleiben. Ingesamt gibt es fünf Stufen. Auf einer Pressekonferenz am Samstag wurde bekannt gegeben, dass die Terrorwarnstufe nur dann erhöht werde, wenn es weitere konkrete Verdachtsfälle auf Anschläge gibt.

Vor der Tat soll Akilov mit IS-Anhängern gechattet haben. Hierbei rühmte er sich damit, dass er über zehn Personen überfahren könne. Die Zahl der Illegalen in Stockholm wird auf 3.000 geschätzt. Laut dem Schwedischen Nachrichtendienst Säpo haben knapp 300 Schweden seit dem Jahr 2012 ihr Land verlassen, um sich einer terroristischen Vereinigung anzuschließen. Ungefähr die Hälfte von ihnen ist wieder nach Schweden zurückgekehrt.

6 Kommentare

  1. Schweden kennt seine Probleme und liebt die Muslime und die ganze Welt – aber nicht das Bargeld – trotzdem. Das zeigt doch die anschließende „Demo für mehr Toleranz“ – genauso wie es in Deutschland nach jedem neuen muslimischen Anschlag passiert. Ja, wir sollten die Muslime nicht nur unter Generalverdacht, sondern auch unter Kontrolle stellen. Die Bekloppten im Volk sind die Hauptschuldigen, da sie in einer Demokratie wenigstens die Möglichkeit des Versuches hätten, per Wahlen etwas zu verändern und danach auch zu radikaleren Mitteln greifen dürften, wenn sie wieder mal von ihren Volksvertretern beschissen werden. Aber sie wollen es nicht; Arschlöcher, die ihren eigenen Untergang und den ihrer Kultur genießen wie ein Glas schlechter Selbstgebrannter; wer denkt schon an die Kopfschmerzen am Morgen danach?? Es wird unter den derzeitigen Regierungen immer so weitergehen: „Betroffenheit heucheln, dann warten, bis die Aufregung vorbei ist und Anderes, wie Fußball oder DSDS wieder primär sind, dann ganz vorsichtig um die Ecke schauen, und dann mit großer Fresse weiter so wie bisher. 80 % der Menschen bekommen echt nichts mit und wir restlichen 20 % baden den ganzen Dreck mit aus. Man könnte die Hoffnung verlieren…

  2. Abwarten. Was sie wollen und was sie später durchsetzen sind auch in Schweden zweierlei Paar Schuhe.
    Möglicherweise ist das alles nur eine Nebelkerze fürs Volk und die schwedische Regierung hat ihre ISIS-Armee längst im Land aufstellen können. Nun wird eben vollmundig behauptet, es reicht und es gäbe keine Masseneinwanderung mehr…

  3. Naivität und Humanität im Übermaß und Gutgläubikeit führen zu solchen Auswüchsen. Nicht jeder Mensch ist ein guter Mensch, nicht jeder Flüchtling ist ein Flüchtling der dankbar ist aufgenommen worden zu sein, oder ist überhaupt einer, nicht jede Nationalität passt zu den Europäern.
    Anscheinend müssen solche Dinge passieren damit die gutmütigen Europäer aufwachen.
    Die Ungarn sind den restlichen Europäern darin um Meilen voraus und schützen sich. Eben weit vorausschauend und clever und wissen um die Gefahr die von solchen Glaubensbrüdern ,Völkern ausgehen.
    Das braucht man nicht.
    Es gibt genug Nachbarstaaten dieser Flüchtlinge die ihren Moralvorstellungen und Glaubensvorstellung entsprechen. Warum flüchten die nicht dahin? (Sollte hier der Hootan Plan greifen?)

  4. Die Schweden bekommen die Lieferung wie bestellt! Am widerlichsten sind die Politmaden, die auf Betroffenheit machen und ihre Standart-Sprechblasen absondern. Diese Parlamentswanzen sind die Hauptschuldigen und die wissen das. Der Zorn muß sich nicht alleine gegen die Invasoren richten, sondern in erster Linie an die Parasiten in den Parlamenten. Die müßen durch die Straßen geschleift werden und den Laternenorden für besondere Verdienste umgehängt bekommen.
    Selbst wenn solche Nachrichten täglich erscheinen wachen die Demokrattenwähler nicht auf. Wir lassen uns ja nicht spalten und sonstiges Bla Bla.

  5. Als wäre das so schwer dieses Pack aufzustöbern. – Wenn man wollte.
    Man kämmt leere Fabriken, Wohnungen, U-Bahn-Stationen, Teestuben, sonstige Gebäude, Parkanlagen durch und sammelt alles ein, was nicht blond ist. Punkt. Wenn man wollte. Wie einfach wäre dies auch bei uns, wenn es a) Männer und b) klare Entscheidungen für’s eigene Volk wie im 3. Reich gäbe und c) ja, wenn die BRD Deutschland wäre!
    Übrigens: falls die Geisteskranken an der Spitze der europäischen Ochlokratien sich künftig darauf verlegen, uns mit Einwanderungsstopp zu besänftigen, das Aussterben der europäischen Völker geht weiter: die 3. Welt-Gebärmaschinen haben 3, 4 und 8 Kinder. D.h. die fremdrassige Bevölkerungsexplosion haben wir längst in Europa. Kein Zufall, versteht sich.

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