Experten sind der Ansicht, Satellitenbilder der nordkoreanischen Punggye-ri Anlage würden beweisen, dass Nordkorea einen Nuklearwaffentest vorbereitet. Nordkorea hatte angekündigt, dass es heute zu einem „sehr großen Ereignis“ kommen wird.

Es gibt anhaltende Gerüchte darüber, dass sich Ausländer, die sich in Nordkorea aufhalten, auf Evakuierungen vorbereiten sollen. Gerüchte, dass es bereits Evakuierungen gegeben haben soll, ließen sich nicht bestätigen. Die USA haben den Krieg gegen Nordkorea in zahlreichen Manövern mit ihren Verbündeten in Südkorea und Japan erprobt. China mahnte alle Parteien zur Vorsicht und warnt vor einer Eskalation. Das südkoreanische Volk fühlt sich derweil hintergangen, denn alle Entscheidungen über ihre Zukunft würden von Washington aus geführt.

China hatte in Reaktion auf nordkoreanische Raketentests Kohle aus Nordkorea sanktioniert. Washington reicht dieser Schritt nicht. Die Trump-Regierung will China dazu bewegen, härtere ökonomische Sanktionen einzuleiten. Diese sollen Ölembargos, ein Verbot der nordkoreanischen Fluggesellschaft und die Unterbindung des Schiffsgüterverkehrs beinhalten. Chinesische Banken, die Geschäfte mit Pjöngjang unternehmen, sollen bestraft werden. Trump warnte:

Wir werden eine Flotte schicken, eine sehr schlagkräftige.

Von Jason Ditz – Vertreter des Pentagon sagen, dass sie als Reaktion auf „Provokationen” von Seiten Nordkoreas den Flugzeugträger-Kampfverband USS Carl Vinson zur koreanischen Halbinsel abkommandiert haben. Dieser Einsatz soll „eine Präsenz in der Region demonstrieren.“

Der nationale Sicherheitsberater H.R. McMaster betonte, dass dieser Schritt „umsichtig“ sei, weil Präsident Trump „ein volles Spektrum von Optionen“ für den Einsatz gegen Nordkorea haben will, um die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu erzwingen.

Obwohl Regierungsvertreter von nordkoreanischen „Provokationen” sprechen, hängt dieser Einsatz in erster Linie damit zusammen, dass die Trump-Administration öffentlich Optionen gegen Nordkorea erwogen hat, und dass diese Optionen die Stationierung von Atomwaffen in Südkorea, gemeinsam mit der möglichen Ermordung der Führung der Demokratischen Volksrepublik Korea beinhalten.

In Wirklichkeit sind in den letzten paar Wochen so gut wie alle „Provokationen” abgesehen von einem gescheiterten Raketentest von den Vereinigten Staaten von Amerika ausgegangen, wobei diese in erster Linie als Versuche gesehen werden, China vor dem Besuch von Präsident Xi Jinping in der vergangenen Woche unter Druck zu setzen. Während der chinesische Präsident generell die atomare Abrüstung befürwortet, wird er nahezu sicher nicht eine militärische Aggression der Vereinigten Staaten von Amerika als den Weg befürworten, der dorthin führt.

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