Die US-Luftwaffe hat erfolgreich eine neue Atombombe getestet. Ein „nicht nuklearer Test-Satz“ einer B61-12 Thermonuklearbombe wurde von einem F-16 Jet über der Wüste von Nevada abgeworfen, wie die US National Nuclear Security Administration am Freitag bekanntgab. Der Test wurde bereits am 14. März durchgeführt, wurde jedoch erst jetzt bekanntgegeben. Der Test soll wichtige Aufschlüsse über das Verhalten der Bombe geben. Die Produktion der ersten Serie soll 2020 fertiggestellt sein. Dann werden 20 Bomben nach Büchel in Deutschland gebracht und dort stationiert. Weitere 20 Bomben gehen nach Belgien, 70 nach Italien, 20 in die Niederlande und 50 in die Türkei.

Die Bombe ist eine modernisierte Fassung der B61, die schon seit fast 50 Jahren im Arsenal der US-Air Force und der Nato. Der Test zeigt, dass die US-Regierung entschlossen ist, ihre Waffensysteme zu erneuern und auch einzusetzen. US-Präsident Donald Trump setzt in dieser Hinsicht nahtlos die Politik seiner Vorgängers Barack Obama fort.

Erstmals hatte das US-Militär zuvor seine größte nichtatomare Bombe im Kampf eingesetzt und tötete nach afghanischen Angaben 36 mutmaßliche IS-Kämpfer in der Provinz Nangarhar. Zivilisten seien nicht verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kabul am Freitag mit. Der US-Militärkommandeur in Afghanistan, General John Nicholson, rechtfertigte den Abwurf: „Es war der richtige Zeitpunkt, sie taktisch einzusetzen – gegen das richtige Ziel auf dem Schlachtfeld“, sagte er in Kabul. US-Präsident Donald Trump sprach von einem „sehr erfolgreichen Einsatz“.

Ziel des Bombenabwurfs am Donnerstagabend war nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums ein Tunnelsystem in der im Osten Afghanistans gelegenen Provinz. Das Tunnelsystem war laut Edward Snowden noch zu Zeiten der Sowjetunion von der CIA gebaut worden, um islamistische Kämpfer gegen die Russen in Stellung zu bringen:

Die Entwicklung der Bombe hat 314 Millionen Dollar gekostet:

Nicholson sagte, er sei stets in Kontakt mit der Regierung in Washington gewesen. Seine Entscheidung, den etwa zehn Tonnen schweren Sprengsatz vom Typ GBU-43 einzusetzen, beruhe auf seiner Einschätzung der militärischen Notwendigkeit vor Ort und nicht auf weitergehenden politischen Überlegungen. Afghanische und US-Soldaten hätten vor Ort den Einsatz beobachtet und berichtet, „dass die Waffe ihr Ziel voll und ganz erreicht hat“.

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sagte der Welt, er halte den Einsatz der Riesenbombe grundsätzlich für gerechtfertigt. „Die Zerstörung der Tunnelsysteme der Terroristen ist ein wichtiges und legitimes militärisches Ziel“, sagte er. „Wenn dabei die Regeln des Humanitären Völkerrechts eingehalten werden, kann ein Angriff auch mit einer sehr schweren Bombe erfolgen.“ Vorrang müsse aber der Schutz der Zivilisten haben.

Dagegen forderte der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele in der Neuen Osnabrücker Zeitung ein weltweites Verbot von sogenannten Superbomben. „Solche Bomben dürfen nicht mehr gebaut werden. Sie müssen weltweit geächtet werden.“ Er warnte vor einer dramatischen Eskalation des Krieges, der Weg zur Atombombe sei dann nicht mehr weit. Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, mäßigend auf die US-Regierung einzuwirken.

5 Kommentare

  1. Hey, ich habe eben einen Kommentar auf Facebook gesendet. Ist denn unsere Regierung total Irre geworden, wie kann sie dazu überhaupt die Einwilligung geben, es dürfte doch jeden denkenden Bürger klar sein, dass es für Europa den Untergang bedeutet.
    Denn der Russe wird nicht noch einmal 28 Millionen seiner Bürger für die Kriegstreiber hergeben mit 100% Sicherheit nicht. Wenn der ( Peter / Zarenbombe ) über Europa kracht, bleibt von Europa nichts mehr übrig.Der Ami kann ja die bei sich in Texas aufstellen oder bei Herrn Trump – Bush. Unsere Regierende haben sich in ihrer Wohlgefälligkeit eingegraben. Im September habt ihr die Möglichkeit alle vom Acker zu jagen, welches schon längst überfällig ist. Oder Ihr seid dem Untergang geweiht. MfG

    ..

  2. Hanna du hast vollkommen recht. Um das stationieren von weiteren Bomben in unserem Land zu verhindern müssen wir alle eine neue Verfassung mit voller Souveränität ausrufen, dann hat sich alles erledigt. Sonst bekommen wir die Bomben und die Amis nicht aus dem Lande. Daß die Amis sich nicht schämen uns weiterhin als Kriegsopfer zu sehen.Es ist sowieso ein Schande für das Völkerrecht nach 70 Jahren noch ein Land zu besetzen und aus zu beuten. Die Amis hatten ja noch nie einen Krieg in ihrem Land,sie tun nur andere Länder bombardieren und besetzen. Da kann man leicht die Weltpolizei spielen.
    Wir haben die Schnauze voll vom Krieg,wollen Frieden sonst gar nichts.

    • Es heisst nich, „die Amis“, sondern heisst es die Verbrecher die Amiland führen. Auch, schon immer. Amis haben keine Zusage genau wie wir hier keine Zusage haben.

  3. Intelligenz-Spezialisten berichteten, dass eine „Nuke“ angewendet wurde, nicht die Bombe, die „offiziell“ beschrieben wurde.

  4. Maßlos von Trump enttäuscht; hatte geglaubt, er würde sich wirklich mehr auf sein Land konzentrieren und das Ausland in Ruhe lassen. Ich denke, die Mehrheit der Deutschen braucht und will diese US-Superbomben nicht hier auf unserem Territorium. Sollte es zu einem bewaffneten Konflikt kommen, würden diese Stützpunkte als erstes ausgelöscht und erfahrungsgemäß gibt es immer sg. Kollateralschäden. Wollen wir so was? Ich denke, nein. Wenn USA Bomben und Raketen testen, ist das in Ordnung; wenn Norkorea es tut, ist es ungeheuerlich? Wäre Nordkorea unaufgerüstet, hätte man es längst überrannt. Wer droht und provoziert denn immer mehr? Nordkorea sagte lediglich, wenn sie angegriffen werden, werden sie entsprechend antworten. Wer hat denn bereits A- u. Superbomben eingesetzt? Das waren nicht Nordkorea, nicht Iran, auch nicht Russland.
    May, Stoltenberg & Co. sowie andere Kräfte in den USA haben Trump anscheinend erst mal auf Linie gebracht. Was er gestern versprach und toll fand, ist heute nichts mehr wert oder genau das Gegenteil.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein