Ein italienischer Staatsanwalt verfügt nach eigenen Angaben über „Beweise“, wonach mehrere Hilfsorganisationen bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mit libyschen Schleppern zusammenarbeiten. Besonders deutsche Gruppierungen stehen dabei im Visier der Ermittler. Der Staatsanwalt von Catania auf Sizilien, Carmelo Zuccaro, sagte der italienischen Tageszeitung La Stampa, es gebe „direkte Kontakte zwischen einigen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Menschenhändlern in Libyen“.

Noch wisse er nicht, ob und wie er die „Beweise“ vor Gericht verwenden könne, sagte Zuccaro laut AFP. Er sei sich seiner Sache aber „ziemlich sicher“. So gebe es Telefonanrufe aus Libyen bei bestimmten NGOs, Flüchtlinge würden mittels Lichtsignalen in Richtung der NGO-Schiffe dirigiert, und plötzlich würden Transponder zur Lokalisierung der Schiffe ausgeschaltet.

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Zuccaro ist Chef eines Teams von fünf Staatsanwälten, die mit kriminellen Aspekten der Flüchtlingsfrage befasst sind. Der Stampa zufolge sind unter anderem Ermittlungen darüber im Gang, ob neue im Mittelmeer tätige NGOs möglicherweise sogar von Schleppern finanziert werden.

Außer alteingesessenen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Save the Children sind bei der Flüchtlingsrettung auch kleinere Gruppen aktiv wie Moas aus Malta oder Sea Watch, Sea-Eye und Jugend Rettet e.V. aus Deutschland.

Deutsche Organisation weist Vorwürfe zurück

Die Vorwürfe betreffen nicht die größeren, sondern richten sich gegen kleinere, meist deutsche Organisationen, bestätigte Zuccaro. Eine der in den Fokus geratenen Organisationen, Jugend Rettet e.V., hat diese auf Facebook als „blanken Zynismus“ zurückgewiesen und auf das Transparenzsiegel verwiesen, das sie als Verein erhalten hätten.

„Unsere Crew hat in unermüdlichem Einsatz versucht, die Notsituation vor Ort zu entschärfen – eine Situation, die der europäischen Abschottungspolitik geschuldet ist.“ Bereits im vergangenen Jahr hatte die Europäische Grenzschutzagentur Frontex ähnliche Anschuldigungen erhoben. Unter anderem, daß freiwillige Helfer einen „Taxidienst“ zwischen Libyen und Italien eingerichtet hätten. Frontex-Chef Fabrice Leggeri verwies im Februar darauf, dass zwei Fünftel der Hilfseinsätze im Mittelmeer von Privatinitiativen stammten. Die Hilfsorganisationen weisen die Vorwürfe kategorisch zurück und sprechen von einer Kampagne gegen sie.

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5 Kommentare

  1. Wann ist endlich schluss mit dieser Erpressung durch „Menschenrechte“? Dass diese Leute sich in Lebensgefahr begeben, ist deren Problem! Nicht unseres!

    sonst könnte ich mich als Obdachloser und armer Schlucker ja auch in die nächste Bankfiliale begeben, mir eine Pistole an den Kopf setzen und sagen: Wenn ihr mir jetzt keine Million euro gebt, erschieße ich mich, und dann seid ihr Schuld!

    Wer sich umbringen will, der soll das tun – sein gutes recht! Verantwortlich sind wir dafür nicht!

  2. Die Oberschlepperin machts möglich !!!!
    In wessen Auftrag handelt sie?
    Und nachher kann man dann wieder behaupten, die Deutschen, die Deutschen, die Deutschen sind schuld !! Und die genaue Millionenopferzahl steht dann sicher auch schon fest.
    Es sind nicht „die“ Deutschen. Nicht mal die vernebelten Gutmenschen. Sie braucht man einfach nur, um den Dreck der „Geschleusten“ wegzufegen.
    Wer ist die Oberschlepperin ??

  3. Das wundert doch wohl niemanden, da werden sich gehörig die Hände drin gewaschen. Von der Politik wird das wohl nicht gestoppt, im Gegenteil. Ein Schelm ist wer Böses dabei denkt

  4. Es gibt keine „deutschen“ Organisationen, sondern nur Geschäftsbetriebe der BRD Treuhand.
    Selbstverständlich helfen diverse Geschäftsbetriebe mit, die neuen Siedler anzulocken und umzuverteilen.
    Aus Profitgier und aus selbstzerstörerischer Dummheit.
    Und die Oberdummen sind die mit der Bezeichnung PERSONAL „DEUTSCH“ ( Firmenkennkarte der BRD Treuhand / PERSONALausweis ).

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