Einem Bericht des UNHCR zufolge erhielten weniger als drei Prozent der Bootsmigranten, die im letzten Jahr in Italien ankamen, einen sogenannten Flüchtlingsstatus. Die meisten bleiben einfach als illegale Einwanderer im Land.

von Eva Herman

Eine aktuelle Meldung macht seit etwa einer Woche in vorwiegend ausländischen Medien oder wenigen deutschen Blogs die Runde, auf die wir jedoch in unseren deutschen »Qualitätsmedien« bislang so gut wie verzichten mussten. Dabei dürfte sie von immenser Wichtigkeit sein, denn jetzt haben wir es offiziell: Nur 2,65 Prozent der Boots-Migranten, die im Jahr 2016 in Italien ankamen, erhielten als echte Flüchtlinge Asyl.

Das berichtet zum Beispiel die britische Daily Mail, die sich auf einen Bericht der Vereinten Nationen beruft. Die meisten der Migranten blieben als illegale Einwanderer (nach dem UN-Bericht achtzig Prozent männlich) im Land bzw. zogen sie weiter. Wohin? Laut UN-Bericht zieht es zwei Drittel der Migranten nach Deutschland.

Deutsche Politiker und »Qualitätsmedien« sprechen immer noch von »Flüchtlingen«

Flüchtlinge, Flüchtlinge, Flüchtlinge: Unsere Politiker, allen voran Kanzlerin Merkel, bezeichnen Millionen Migranten, die in den letzten Jahren unser Land fluteten, nahezu ausschließlich als Flüchtlinge. Genau so tun es die merkwürdigerweise immer noch etablierten Massenmedien, die Andersdenkende regelmäßig mit lautem Gejohle zur Strecke bringen. Wollen sie deswegen diese aktuelle Nachricht nicht veröffentlichen?

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Laut der Flüchtlingsbehörde der Vereinten Nationen (UNHCR) haben im Jahr 2016 insgesamt 181.436 Migranten das Mittelmeer überquert, ein absoluter Rekordwert in unserer Geschichte. Spätestens jetzt, wo unheilvolles Empfinden und böse Ahnungen zahlreicher Kritiker der Merkelschen Einwanderungspolitik durch diesen aktuellen UN-Bericht leider mehr als bestätigt werden, beginnt man langsam zu verstehen, was in Europa und Deutschland derzeit vonstatten geht.

Hälfte der Einwanderer beantragte gar kein Asyl

Es ist eine humanitäre und höchst folgenreiche Katastrophe biblischen Ausmaßes – und sie betrifft alle Seiten gleichermaßen hart, sowohl die europäischen Völker als auch die tatsächlichen Flüchtlinge. Unsere sogenannten Qualitätsmedien wie auch unsere sogenannten Top-Politiker bezeichnen also die Einwanderer bis heute als »Flüchtlinge«.

Tatsächlich wurden aber nur 4.808 Migranten – also 2,65 Prozent – als Flüchtlinge anerkannt. Die Hälfte der registrierten Einwanderer (90.334) beantragte gar kein Asyl, heißt es. Stattdessen blieben sie als illegale Einwanderer (in Deutschland werden sie »ausreisepflichtige Asylbewerber« genannt) im Land. Warum sie kein Asyl beantragten, scheint keine Untersuchung wert zu sein.

Sechzig Prozent aller Asylanträge wurden abgelehnt.

Die anderen 91.902 Migranten beantragten Asyl, wobei der Antrag bei 60 Prozent von ihnen (54.252) abgelehnt wurde. Weitere 21 Prozent (18.979) erhielten einen »humanitären Schutz«, über den sie jährlich eine Aufenthaltserlaubnis für das Land erhalten können und 14 Prozent (12.873) wurde ein »grundlegender Schutz« erteilt.

Wohlgemerkt, hier ist nur die Rede von registrierten Migranten. Wie viele nicht erfasst wurden, wie viele es also es unbemerkt in das Land schafften, kann man natürlich nicht sagen. Hier geht es nur um jene, die entweder von den italienischen Behörden oder einer NGO offiziell registriert wurden.

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Italienischer Politiker will Regierung verklagen

Wie es weiter heißt, will der Parteivorsitzende der italienischen Lega Nord, Mateo Salvini, nun die italienische Regierung verklagen, weil sie illegale Einwanderung aus der Dritten Welt nach Italien fördere. Wörtlich sagte Salvini: »Jetzt ist klar, dass die illegale Einwanderung organisiert und finanziert wird. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, die gesamte Regierung sowie die Befehlshaber der Marine und der Küstenwache vor ein Gericht zu bringen.«

Und wie sieht es jetzt, in diesem Jahr, aus? Gewiss, 2016 war ein Rekordjahr, was die Einwanderung arabischer und afrikanischer Migranten nach Europa, vornehmlich nach Deutschland, angeht. Doch es geht noch mehr: So erhöhte sich (Vergleich zu letztem Jahr) im ersten Quartal 2017 die Zahl der registrierten Migranten um über dreißig Prozent. Am Oster-Wochenende waren es alleine 8.500 meist muslimische Migranten, die nach Italien kamen.

UN-Bericht: Zwei von drei Einwanderern gehen nach Deutschland

Aufgrund der offenen Grenzen Europas dürfte ein Großteil der Migranten längst weiter nach Norden gereist sein. Laut dem UN-Bericht zieht es grundsätzlich mindestens zwei von drei Einwanderern nach Deutschland, und das nun schon im dritten Jahr.

Einer gestern veröffentlichten Meldung zufolge hat sich in Österreich die Zahl der festgenommenen illegalen Migranten von 2015 auf 2016 vervierfacht. Wohlgemerkt, es handelt sich hierbei ausschließlich um jene Einwanderer, die erwischt werden. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Ach, ja, wie es am Ende des Jahres 2017 aussehen wird, werden wir dann später wohl in jenen Schriften nachlesen können, die man Geschichtsbücher nennt.

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3 Kommentare

  1. Erst wenn sich die ach so „freien“ Gerichte nicht mehr mit, Pfandbon-Unterschlager, mit Reste-Brötchen-Esser beschäftigen, sondern die Amtseidbrecher, die Gesetzesbrecher in der Politik und die bandenmäßige Schleuser aus dem Spektrum der Politik und deren Unterstützer verfolgen, wird sich das ändern.
    Meine „Rote Karte“ ist für die nächsten Wahlen in Anwendung.

    • Die da zusammen hucken mit den Schlepperbanden, gehoeren mit ausgewiesen . Erst garnicht an’s Ufer beingen.

  2. Und nun? Das weiß doch jeder klar denkende Mensch schon sehr lange – aber ändern tut sich NICHTS

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