So sieht also die vom Merkel-Regime propagierte „Fluchtursachen-Bekämpfung“ aus. Im Jemen sind 7 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Völkermord im ganz großen Stil. Verursacher: Saudi-Arabien! Jenem Land, dass Angela Merkel vergangene Woche besuchte und weitere militärische Unterstützung aus Deutschland versprach. Frage: Wohin werden diese Menschen wohl fliehen, wenn sie Gelegenheit dazu erhalten?

Die humanitäre Notlage im Jemen spitzt sich weiter zu. Hilfsorganisationen warnen vor einer Katastrophe „biblischen Ausmaßes“. Diese drohe spätestens, sollte Saudi-Arabien seine Pläne verwirklichen, mithilfe der USA die Hafenstadt Hudaida zu erobern.

Aufgrund des von Saudi-Arabien geführten Krieges sind nach UN-Angaben mittlerweile über 60 Prozent der 27 Millionen Jemeniten auf humanitäre Hilfslieferungen angewiesen. Nach seiner Rückkehr aus dem arabischen Land zeichnet der Vorsitzende des Norwegischen Flüchtlingsrates ein verheerendes Bild der Lage. Nirgendwo auf der Welt sind so viele Menschenleben in Gefahr“, sagte Jan Egeland laut einer am Mittwoch veröffentlichen Mitteilung.

Jemen war bereits vor dem Krieg ein Armenhaus

Die Einfuhr von Lebensmitteln sei auf den niedrigsten jemals gemessenen Stand gefallen. Schon vor Kriegsbeginn war das Land, das als das Armenhaus Arabiens gilt, zwingend auf Lebensmittelimporte angewiesen.

„Die Welt lässt sieben Millionen Männer, Frauen und Kinder langsam, aber sicher in einer beispiellosen Hungersnot versinken.“

Es drohe eine Hungersnot „biblischen Ausmaßes“, warnt Egeland. So konnten im April nur drei jener sieben Millionen Einwohner mit Lebensmitteln versorgt werden, die in besonders drastischem Ausmaß Hunger leiden.

Spezielle Sorge bereitet dem Norweger, dass der Bevölkerung nun auch die letzte humanitäre Lebensader abgeschnitten werden könnte. Denn über den Hafen von Hudaida am Roten Meer gelangen 90 Prozent der importierten Nahrungsmittel ins Land. Die vom Westen unterstützte, saudisch geführte Koalition hat damit gedroht, den Hafen zu zerstören“, sagte Egeland, der sich von der Situation im Jemen „bis auf die Knochen geschockt“ zeigte.

Buchtipp zum Thema: Illegale Kriege von Daniele Ganser

Die saudische Luftwaffe hat in den vergangenen Tagen Flugblätter über der Hafenstadt abgeworfen, in der die Einwohner vor einer anstehenden Offensive gewarnt werden. Die Drohung zeigt bereits erste Auswirkungen: Angesichts der wachsenden Besorgnis über eine neue Offensive habe das Unternehmen, mit dem die Hilfsorganisation zusammenarbeite, seine Lieferungen über den Hafen einfach eingestellt, erklärte Trevor Keck, Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

Teile des Hafens sind bereits zerstört

Aufgrund der unsicheren Lage sei die Versorgung über den Hafen bereits seit Februar erheblich eingeschränkt. Ungeachtet aller Forderungen von Hilfsorganisationen hat die vom saudischen Königshaus geführte Kriegskoalition den Hafen bereits mehrmals bombardiert und dabei wichtige Infrastruktur zerstört. Abgeordnete des US-Kongresses forderten indes US-Verteidigungsminister Jim Mattis bereits dazu auf, seine Unterstützung für eine auf die Eroberung des Hafens abzielende Offensive zu überdenken, wie die Washington Post am Dienstag berichtete. Ein Mitarbeiter des Pentagon hatte zuvor erklärt, die Operation könne „sauber“ verlaufen und nur „vier bis sechs Wochen“ andauern.

Saudis beteuern „hohe Priorität“ des Schutzes von Zivilisten

Ähnlich zynisch äußerte sich der saudische Jemen-Botschafter Mohammed bin Saeed Al Jaber nach einem Treffen mit Vertretern einer US-Denkfabrik in Washington. Ziel des saudischen Königshauses sei es, „den Jemeniten und der Region Sicherheit und Stabilität“ zu verschaffen, zitierte die saudische Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag den Botschafter.

Der Krieg im Jemen sei „keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, um die angebliche iranische Intervention im Jemen zu beenden. Der Schutz von Zivilisten habe dabei „hohe Priorität“, so Jaber. Menschenrechtorganisationen werfen der saudischen Kriegskoalition hingegen vor, gezielt zivile Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Moscheen zu bombardieren.

Zu Gast bei Schurken: Merkel lässt saudische Kriegsverbrecher jetzt von Bundeswehr ausbilden

Hemmungslose Propaganda: Wie sich Merkel und ihre Hofmedien Saudi-Arabien schönschreiben

4 Kommentare

  1. Das Ganze widert einen noch mehr an, wenn man sich mit den politisch-religiösen Hintergründen befaßt. Das saudische Königshaus steht für den wahabitisch-sunnitischen Islam — im Gegensatz zum doch wenigstens ETWAS freieren schiitischen, den die Regierung im Jemen verkörpert. DAS vor allem ist den Saudis ein Dorn im Auge. Die Wirtschaftshilfe Deutschlands wird übrigens „gut“ verwendet. Damit fördert Saudi-Arabien weltweit, aber natürlich auch vor allem in DEUTSCHLAND, den Bau von Moscheen. Welcher Ausrichtung diese sind und was da gepredigt wird, muss wohl kaum näher erläutert werden. Von islamischer Seite nennt man das ganze wohl TAQIYYA. Man täuscht über seine wahren Absichten hinweg und benutzt die „Kuffar“, d. h. uns „ungläubige“ Idioten, solange sie einem nützlich sind zur Erreichung der eigenen Ziele. Die NAIVITÄT unserer ReGIERung und der gesamten ihnen angeschlossenen „Gutmenschen“-Clique ist echt beeindruckend bodenlos. Übrigens… sollte der Islam hier jemals die Obermacht gewinnen, hat es sich auch ausgeBUNTet. Oder kennt jemand ein ISLAMISCHES Land, das „bunt“ und „tolerant“ ist? Dann bitte melden…

    • Die wo fuer die ganzen kriege veranwortlich sind, gehoeren vor das Kriegsgericht. da kann nur ein Urteil lauten Todesstrafe. Machen aber fleissig weiter und kassieren noch ab. Eine verkehrte Welt

  2. Diese Not im Jemen hat sich schon seit langem angebahnt, denn der Krieg dort fand lange kaum Beachtung in den westl. Ländern. Und diese armen Menschen dort werden nicht das Geld haben, Schlepper zu bezahlen; sie sind zum Leiden in der Heimat verdammt. Ob Frau Merkel diese Bilder gesehen hat? Warum sichert sie SaudiArabien Unterstützung zu? Die Antwort ist leicht, weil es sich lohnt (sie war ja mit Wirtschaftsfachleuten dort) im Gegensatz zum Jemen. Traurig.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein