Der russische Präsident Wladimir Putin hat den arroganten und selbstgefälligen Westen erneut am Nasenring durch die Manege geführt. Die umfassenden Sanktionen sollten Russlands Wirtschaft eigentlich in die Knie zwingen. Statt sich aber ökonomisch erpressen zu lassen, haben die Russen aus der Not eine Tugend gemacht und pfeifen auf ausländische Wirtschaftsgüter. Stattdessen setzt man auf qualitativ hochwertige Eigenproduktionen. Das Unternehmen Irkut stellt die russische Innovationsfreude gerade mit einem neuen Passagierflugzeug unter Beweis.

Am vergangenen Sonntag absolvierte das neue russische Mittelstreckenflugzeug MS-21 erfolgreich seinen Jungfernflug. Der Flug hat 30 Minuten gedauert und ist wie geplant verlaufen, teilten der Hersteller Irkut und die Muttergesellschaft UAC mit. Präsident Wladimir Putin gratulierte dem Unternehmen und dessen Mitarbeitern; sein Amt sprach von einem bedeutenden Ereignis. Mit einer Reichweite von bis zu 6000 Kilometern konkurriert die MS-21 mit der Boeing 737 und dem Airbus A320, die den weltweiten Markt in diesem Segment dominieren.

Die Produktion der MS-21 soll in den kommenden zwei Jahren aufgenommen werden. Sie soll in zwei Varianten mit 160 bis 211 Sitzplätzen und 130 bis 165 Sitzplätzen auf dem Markt kommen. Bislang gebe es feste Bestellungen für 175 Flugzeuge, teilte Irkut mit.

Der Flieger wird aber nicht nur Flugzeugen wie Airbus 320 und Boeing 737 Konkurrenz machen, sondern auch veraltete Modelle wie die Tu-154 ablösen. Ende 2018 bzw. Anfang 2019 soll die russische Fluggesellschaft Aeroflot als Erste den neuen Passagierjet bekommen. Die Herstellung von MS-21-Jets soll russischen Fluggesellschaften erlauben, die Zahl ihrer Flugzeuge zu erhöhen, ohne dabei ausländische Maschinen kaufen zu müssen.

Der russische Luftfahrtexperte Roman Gussarow hatte früher der Agentur RIA Novosti gesagt: „Die MS-21 ist eine Konzentration modernster Technologien des gegenwärtigen Flugzeugbaus. Unter anderem geht es um Technologien, die bei der Herstellung von Schmalrumpf-Mittelstreckenflugzeugen noch von niemandem verwendet wurden – weder von Boeing noch von Airbus. Nun kommt es darauf an, ob diese Technologien ihre Vorteile bestätigen werden.“ Angesichts von Wirtschaftssanktionen des Westens bemüht sich Russland um eine Verjüngung der heimischen Industrie. Damit soll das Land unabhängiger von ausländischen Firmen werden.

Mittelstreckenflugzeug MS-21 während einer Präsentation in Russland
MS-21 startet zum Jungfernflug
Blick in den Kabinenraum
Blick ins Cockpit

5 Kommentare

  1. Mir gefällt der Flieger ausnehmend gut! Der Zahlenvergleich sieht auch gut aus – jetzt muß man nur noch warten, wie sich das Vögelchen bewährt. Die Russen haben aus der Not eine Tugend gemacht und sich ihren Eigenbau ermöglicht. Wir dürfen gespannt sein, wie sich Airbus und Boing verhalten, wenn es eine echte Konkurenz wird.
    Tja, die Russen waren schon immer erfindungsreich! Es sieht so aus, als ob die Sanktionsländer sich ins eigene Knie geschossen haben! Davon abgesehen, daß es wirtschaalftlich sowieso ein fettes Eigentor war. Aber was will man von einer kriminellen EU-Clique schon erwarten, die im Grunde genommen nichts anderes als ein Ami-NATO-Ableger ist?!
    Wir werden es in der Zukunft sehen.

  2. Macht nen guten Eindruck, auch die Performance Datas sind Ok. Nur eines, mal einen Blick auf die Triebwerke werfen, dort findet man das Logo von Pratt & Whitney.

  3. Das ist gut so, habe ich mir gleich gedacht, als die untergebendeb der USA die Sanktionen ueber Russland verhaengt haben, Der laesst sich vom Westen nicht die Hosen runter ziehen. Der Westen wird sich noch umgucken, keine vertraege mehr von Russland. Leider sollte man das verruchte System mit samt den Deutschlandhasser + die Deppen von Gutmenschen auf den Mond schiessen mit Flugkarte einmal Einfach. Das ist wie die Pest wo sich verbreitet.

  4. unabhängig vom $, lokale Währung die für eigene Arbeitsplätze benutzt wird…geht gar nicht…totaler Fackellauf. Man sollte Putin das Lesen von ‚Mein Kampf‘ verbieten. 😉

Kommentieren