Der französische Präsident Emmanuel Macron bringt die EU mit seinen Änderungen auf einen gefährlichen Weg, meint der Münchner Starökonom Hans Werner Sinn und warnt dabei eindeutig vor einer deutschen Haftung für südeuropäische Problemkredite.

Macron bringe die EU mit seinen Änderungen auf einen gefährlichen Weg. Dieser Meinung ist der Münchner Starökonom Hans Werner Sinn. Gemeint hat er damit den Plan von Frankreichs Premier Emmanuel Macron, der eine Vergemeinschaftung der Schulden in der Eurozone vorantreiben möchte. Sinn warnt eindeutig vor einer deutschen Haftung für südeuropäische Problemkredite.

Der Ansatz, dem auch die Euro-Einführung und das Schengen-Abkommen zu Grunde lagen, habe Europa zutiefst gespalten, ist in einer umfassenden Euro-Analyse von Hans Werner Sinn auf „Focus“ zu lesen. Dabei befürchtet der ehemalige Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, dass nach Großbritannien nicht nur Polen an den Rand gedrängt wird, sondern in letzter Konsequenz auch Dänemark, Schweden, Tschechien und Ungarn.

Deutschland als „Anhängsel und Zahlmeister einer neuen lateinischen Münzunion“

Das Europa der zwei Geschwindigkeiten, auf das Macron es anlegt, teile den Kontinent quer durch Mitteleuropa und mache Deutschland zum „Anhängsel und Zahlmeister einer neuen lateinischen Münzunion“, so Sinn. Verwunderlich sei das nicht, schließlich sei die Spaltung Mitteleuropas seit Richelieus Zeiten ein zentrales Ziel der Politik des Landes. Die deutschen Interessen würden an diesem Punkt aber anders liegen.

Macron wolle seinem Land Entbehrungen ersparen, wobei er den Schulterschluss mit Deutschland suche, so der Ökonom weiter. Das sei offenbar einfacher, als die darniederliegende Industrie aus eigener Anstrengung wieder fit zu machen.

Macron wolle außerdem für die Zukunft ein eigenes Parlament für die Euro-Zone mit eigenem Budget und mit einer eigenen Steuerhoheit – und der Möglichkeit, in gemeinsamer Verantwortung Schulden zu machen. Hinzu komme eine gemeinsame Einlagenversicherung für die Banken und eine Europäische Arbeitslosenversicherung, um damit „einen direkten Geldfluss vom Norden in den Süden zu organisieren“.

Deutsche Steuerzahler sollen Risiken der Euro-Finanzwelt abdecken

Die sogenannte Fiskalunion ist für Hans-Werner Sinn nichts anderes als eine Transfer- und Schuldenunion. Wirtschaftlich könne sie gar nicht im Interesse Deutschlands sein. Denn eine Bankenunion à la Macron bedeutete eigentlich, dass die nördlichen Länder der Euro-Zone, vor allen anderen Deutschland, in den südlichen Ländern und in Irland einen großen Teil der Sicht- und Spareinlagen absichern müssten. Sinn beziffert das Volumen auf die gigantische Summe von 3,69 Billionen Euro.

Deutsche Banken und Steuerzahler würden somit Risiken ohne Gegenleistung übernehmen, analysiert Sinn, andersherum könnten südeuropäische Institute zu verantwortungslosem oder leichtsinnigen Handeln verleitet werden.

Sinn führt als Warnung vor einer solchen Haftung die amerikanische Savings-and-Loan-Krise vor 30 Jahren an, bei der 1000 Finanzinstitute Insolvenz anmeldeten. Der Gesamtschaden betrug mehr als 150 Milliarden Dollar, 125 Milliarden davon trug der Steuerzahler.

Gemeinsame Arbeitslosenversicherung öffnet Tor zum Betrug

Auch warnt Sinn vor einer von Macron angestrebten gemeinsamen Arbeitslosenversicherung. Hiermit wäre in den südlichen Staaten der Manipulation und des Betrugs Tür und Tor geöffnet. Auch der vom Norden oft kritisierte frühe Rentenbezug in den südlichen Ländern ließe sich damit kostensparend einfach umdrehen, warnt der Ökonom weiter.

Und auch gegen gemeinsame Schulden durch Euro-Bonds hat Hans-Werner Sinn grundsätzlichen Vorbehalte. Helmut Kohl habe 1998 zweifach betont, es gebe „keine Haftung der Gemeinschaft für Verbindlichkeiten der Mitgliedstaaten“. Angela Merkel habe dieses Versprechen mit ihrer Zustimmung zu fiskalischen Rettungsschirmen und zur Politik der Europäischen Zentralbank auf eklatante Weise gebrochen. Das Aufspannen von Rettungsschirmen sei inzwischen nicht nur normal, sondern auch legal geworden.

Frankreich bekommt am Ende was es will

Macrons gewünschte „Vertiefung“ der Euro-Zone samt Budgethoheit und eigener Steuerkompetenz ist nach Sinns Meinung klar verfassungswidrig. Das werde den Präsidenten allerdings nicht daran hindern, am Ende zu bekommen, was er will: „Seit dem Maastrichter Vertrag ist es immer das Gleiche. Frankreich fordert 100, Deutschland wehrt sich, ziert sich, zieht rote Linien, verschiebt sie, und Frankreich kriegt dann am Ende 50“, meint der Ökonom.

14 Kommentare

  1. Richtig so, dass D zahlen muss! Diese Trottel haben nichts anderes verdient, als zahlen zu müssen. Und, umso eher D verreckt, umso eher verreckt auch die EU und der Euro. Dann erst geht der Punk richtig ab. Darauf freue ich mich heute schon, weil dann gehts auch in Südeuropa „richtig rund“. Wenn das kein Grund zum Feiern ist?

  2. Jetzt hat der Oberjude Soros erreicht was er wollte den Judenlehrling Macron vor zu schieben um Deutschland den Genickschlag zu versetzen.Hoffendlich verreckt der Jude Macron bald am Schafott,damit die Franzosen endlich merken wo der Hase hinrennt

  3. mit den schecks sind schon die Verbrecher kohl und Genscher durch die welt getingelt!
    jeder der hier geschrien hat, hat einen scheck bekommen. wer NAZI geschrien hat, bekam einen blanko-scheck!

    • Benutze bitte nicht dieses extremst üble Wort, das über allen Teufelsnamen der lodernden Hölle steht, nämlich „Nazi“!!! Jedesmal wenn ich das höre oder lese lösen sich reaktiv 2/3 meiner Haut vom Körper, als Buße… JEDER Deutsche, der, egal von wem, als „Nazi“ bezeichnet und betitelt wird muss SOFORT bußfertig auf die Knie fallen, die Augen verdrehen, sabbern, sich die Haare vom Kopf und die Kleidung vom Körper reißen! Er muss dabei hysterisch und schrill kreischen: „Ich bin kein Nazi! Nazis sind böse und schlecht! Ich sehe auch überall Nazis, lauter Nazis!!! Aber ICH bin keiner! Glaubt mir bitte, sonst muss ich aus Buße und um das zu beweisen meine Gedärme rausholen und essen!“ Es gab mal Inquisition und Scheiterhaufen, zum Glück ist das vorbei! Aber Nazis müssen verfolgt und gerichtet werden! Denn es gilt: „Nazis! Nazis! Ich sehe ÜBERALL Nazis!!!“

      • Das ist mir doch scheißegal, ob mich einer „Nazi“ nennt! Ich bereue nichts, und ich habe auch keine Schuldgefühle, Also tue ich auch keine Buße!

  4. “Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte.” -Winston Churchill-

    “… In dieser Welt der kapitalistischen Demokratien, da lautet der wichtigste Wirtschaftsgrundsatz: Das Volk ist für die Wirtschaft da, und die Wirtschaft ist für das Kapital da. Und wir haben nun diesen Grundsatz umgedreht, nämlich: Das Kapital ist für die Wirtschaft da, und die Wirtschaft ist für das Volk da. Das heißt mit anderen Worten: Das Primäre ist das Volk, alles andere ist nur ein Mittel zum Zweck. Das ist der Zweck. Wenn eine Wirtschaft es nicht fertigbringt, ein Volk zu ernähren, zu bekleiden usw., dann ist sie schlecht, ganz gleichgültig, ob mir ein paar hundert Leute sagen, „aber für mich ist sie gut, ausgezeichnet, meine Dividenden stehen hervorragend“. Das gebe ich zu. Mich interessieren gar nicht die Dividenden. Ich bezweifle nicht, daß in unserem Staat das nicht möglich ist. Ja, es darf nicht einmal sein. Wir haben hier Gren­zen gezogen. Man sagt sofort: „Ja, sehen Sie, das ist es eben. Sie terrorisieren die Freiheit.“ Jawohl, die terrorisieren wir, wenn die Freiheit auf Kosten der Gemeinschaft geht – dann beseitigen wir sie …” -A.H.-

    • Eine tiefe, allumfassende Wahrheit, die naturgemäß als solche VERBOTEN ist!!! Weshalb wohl diktieren die angeblichen „Sieger“ (die Endabrechnung steht noch aus!) des 2. Weltkrieges bis heute die Diktion, die angebliche „Geschichtsschreibung“ und alle wesentlichen Punkte eines Staatswesens? Weshalb wohl wurde erst „vor kurzem“ ein Gaddhafi ermordet, weil er den „US-Dollar“ durch einen Gold-Dinar ablösen wollte? WESHALB hieß es VOR dem offiziellen Ausbruch des 2. Weltkrieges in einer US-Zeitung: „Judaea declares war to Germany!“ ??? Und WER hat die polnischen marodierenden Banden bewaffnet und ermutigt, seit 1938 fast täglich Angriffe gegen das Reichsgebiet zuführen? Man frage auch heute dazu noch das englische Königshaus… Hitler wusste, dass England den Weltkrieg, vor allem einen Vernichtungskrieg gegen Deutschland haben wollte! Der Flug von Rudolf Heß für eine Vermittlung war ein Versuch, Englands verbrecherisches Treiben zu beenden! Nicht umsonst wurde er kurz vor seiner Entlassung von englischen Wärtern ermordet! Deutschland war den SELBSTERNANNTEN HERRSCHERN über diese Welt (wozu Anglo-Amerika EINDEUTIG gehört!) von Anbeginn ein Dorn im Auge!

  5. Ein „Versailles ohne Krieg“ war nur moeglich, indem man dem Alliierten Kontrollrat den Namen „jeweilige Bundesregierung“ gab.

    Diese „deutschen Politiker“ koennen sich sogar Sachen erlauben, die sich keine offizielle Besatzungsmacht je gewagt haette.

    Darum muss die BRD sterben, wenn Deutschland leben soll!

  6. Wenn ich lese wer den Sinnlosen Spinner interviewt hat (Focus), dann wird mir auch schlagartig bewusst, aus welcher Ecke der Propaganda-Abteilung dieser Bericht kopiert wurde.

    Danke für diesen Spam, Rönsch!

  7. bei den kriminellen im bundestag wundert mich gar nichts mehr.
    sie haben uns schon verkauft, schlimmer geht es kaum noch! nur der dumm-Michel, der die letzten 100 jahre verschlafen hat, glaubt noch an einen
    Rechtsstaat! nein es ist eine der schlimmsten Diktaturen!

  8. Hans-Werner Sinn – dieser “ Star – Ökonom “ sollte mal etwas kleinere Brötchen backen.
    War nicht gerade er es, der die Forderung aufstellte, dass alle Arbeitnehmer bis 70 Jahren arbeiten müssten,
    um die Kosten für diese Wirtschaftsflüchtlinge zu sichern?
    Das sind ja plötzlich ganz andere Töne, die der Herr Sinn hier anschlägt.
    Allem Anschein nach hängt dieser Herr auch sein Fähnchen nach dem Wind –
    ganz nach dem Motto: was interessiert mich mein Geschwätz von gestern….

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