Daß viele Linken-Politiker überall rechte Schreckgespenster wittern, ist kein Geheimnis. Für die antifaschistischen Geisterjäger gilt bereits als rechts, wer morgens regelmäßig zur Arbeit geht und sich an die Straßenverkehrsordnung hält. Als Helmut Schmidt einst die Werte „Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit“ lobte, ätzte Oskar Lafontaine, damals noch SPD-Mitglied, heute prominentes Aushängeschild der Linkspartei, mit solchen Sekundärtugenden könne man auch ein KZ betreiben.

Neu ist allerdings, daß einigen Linken sogar ihre Vorgängerpartei SED, aus deren Reihen sich die Kämpfer für Sozialismus und Wohlstand für alle personell und finanziell speisten, als „rechts“ gilt. Die Linken-Bundestagsabgeordnete und frühere stellvertretende Parteivorsitzende Halina Wawzyniak erklärte am Wochenende auf Twitter: Im Kern sei die Sozialistische Einheitspartei eine rechte Partei gewesen. Denn die Genossen seien autoritär und nationenbezogen gewesen und hätten alles ausgegrenzt, was sie nicht für „normal“ erachtet hätten.

Anlaß war ein Tweet des Junge-Union-Vorsitzenden Paul Ziemiak, der geschrieben hatte: „Jedes Jahr erinnert die Junge Union an den Tag des Mauerbaus! Mahnung an alle in der SPD, die behaupten es gäbe keine ‘linke Gewalt’.“ Das wiederum forderte die frühere PDS-Abgeordnete und heutige SPD-Mitarbeiterin Angela Marquardt heraus, die Ziemiack empört antwortete: „Was für ein widerlicher und ahistorischer Tweet. Unglaublich.“

Unterschied zwischen Nazis und Rechten

Der Publizist Hugo Müller-Vogg, der mit Marquardt befreundet ist, fragte daraufhin: „Waren die SED-Genossen, die die Mauer gebaut haben, etwa Rechte?“, was dann Wawzyniak zu ihrer Uminterpretation der SED veranlaßte.

Nachdem die Berliner Abgeordnete reichlich Spott für ihre Äußerung erntete und unter anderem gefragt wurde, ob Erich Honecker nun auch ein Nazi gewesen sei, konkretisierte sie ihre Deutung. Sie habe von „rechter Partei“ gesprochen, nicht von Nazis. Da gebe es einen Unterschied, betonte sie entgegen des sonst in ihrer Partei üblichen Argumentationsmusters, alles, was irgendwie konservativ oder rechts ist, als „Nazi“ zu etikettieren.

Die Linkspartei sei heute jedenfalls das Gegenteil von dem, wofür die SED gestanden habe, versicherte Wawzyniak. Die Liebesbekundungen für das Regime in Venezuela und Trauertränen anläßlich des Todes von Fidel Castro hatte Wawzyniak da vermutlich gerade ebenso vergessen wie die Grußworte ihrer Fraktionsgenossin Ulla Jelpke an ehemalige Stasi-Agenten. Das ist aber keine Schande, denn bei so viel Sozialismus, ob Einheitsparteiischer oder Nationaler, kann man bei rinks und lechts ja auch leicht durcheinanderkommen.

13 Kommentare

  1. Gute Politikerin. Nichts imKopf und von nichts eine Ahnung. Da kommt Freude auf.
    Wieviele Vollidioten verträgt dieses Land noch?
    Kann die denn keiner einsperren.
    Es ist langsam an der Zeit solchen Amseln das Maul zu stopfen.

  2. Sie habe von rechten Parteien geredet, nicht von Nazis, wenigstens da hatte sie recht, den der Nationalsozialismus war eben nicht das rechte Besitzbürgertum, sonder der revolutionäre Mob auf der Straße!

  3. Links und rechts im eigentlichen Sinn haben doch heute überhaupt keine Bedeutung mehr, jeder der ist für das eigene Volk einsetzt ist in den Augen der Frankfurter Schule und ihrer Presse rechts.
    Mein Volk das ich liebe und dem ich angehöre ist das deutsche Volk. Ernst Thälmann wäre für die Neomarxisten und Multikulti-Fetischisten auch rechtsaußen

  4. Warum soll sie es denn nicht versuchen? In diesem System wird VIELES umgedeutet, aufoktroyiertes „Neusprech“ ist an der Tagesordnung! Wenn es den Machthabern beim Machterhalt bzw. der Bekämpfung Andersdenkender nützt wird auch die Erde wieder zur Scheibe; und wer dies dann anzweifelt wird als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert…

  5. Diese Verräter sägen den Ast ab auf dem sie sitzen. Diese Affen weden benutzt, um Terror auf eine Partei auszuüben, welche wegen ihrer Opferrolle Sympathie durch die Bevölkerung erreichen wird, diese wird sich durchsetzen und die Bevölkerung im Namen der BRD weiter um ihre Rechte bringen bzw. unsere Freiheit einschränken. Dabei werden die Linken vernichtet, das ist Ok aber trotzdem eine Schande von einer Partei der BRD angeleitet bzw. befehligt zu werden.

  6. Das ist do alles det selbe Blödsinn, sieht man am Wort Sozialismus. Überall wo dieses Wort vorkommt ist die Schande nicht weit. Deshab nur National ohne Sozilismus.

  7. JA, Die DDR war ein Sehr Viel besser Staat als Der Lügen-Staat den Martin Schulz und Seine spd, grünen und Linken Hier Errichten werden und Veranstatten werden nach Bundestagswahl, die Sie durch Wahlfälschung Gewonnen und haben werden !!!!

    JA, Die DDR war ein Sehr Viel besser Staat als Der Lügen-Staat den Martin Schulz und Seine spd, grünen und Linken Uns Auf-Knasten Werden !!!!

    Nach der Wahlfälschung im Septmber müssen Wir, Allen Sofort Aus Deutschland weg Fliehen nach Polen und Da in Warschau Demonieren !!!!

  8. Im Sinne ihrer korporativen Steuerung ist der gesamte Konsensblock eher „rechts-reaktionaer“, denn „links“.

    Die NSDAP war dagegen eine „linke Partei“. /;=)

    Aber wen interessiert wirklich, was eine Polakin „im falschen Koerper?“ und im falschen Land so auswirft?

  9. Die Parteien und NGO-Politiker befinden sich in einem modernden Sumpf, der sich anschickt in einem „schwarzen Loch“ zu versinken und die Rotation am Ereignishorizont dreht sich natürlich schneller als weiter draußen. Interessant wäre, wie weit diese Parasiten vom Ereignishorizont noch entfernt sind. Hoffentlich sind sie schon ganz nah dran. Es liegt in unserer Hand: — „Nicht wählen gehen“

  10. In reiner Betrachtung der SED-Taten ist der Vergleich zu den Taten der National-Sozialisten oder anderer heuriger rechten, gar nicht so weit weg. Auch wenn`s nicht gefällt, aber die NSDAP war im Wesen nun mal sozialistisch.

  11. So sind sie die „Sozialisten“ (eigentlich Marxisten). Sie münzen gerne um und benutzen die Schlagwortfalle.
    Da werden aus Demokraten Faschisten, aus Nationalsozialisten Hitler-Faschisten, aus Antifaschisten Linksfaschisten, aus der SED eine Rechtspartei, aus Honecker ein „Nazi“ usw….

    Eine Schlagwortfalle (oder ein Sackgassen-Schlagwort) entsteht, wenn die Schwungkraft eines verbreiteten Schlagworts genutzt wird, um Varianten dessen oder Bedeutungsumkehrungen populär zu machen – und die Absicht mißlingt. Die Schlagwortfalle erwächst aus einem häufig bereits ebenfalls schlagwortartig, vor allem aber stark propagandistisch geprägten und hierdurch totschlagargumentativ gebrauchten Begriff oder Ausdruck, der nun in einem anderen Sinnzusammenhang verwendet und gedeutet werden soll; insbesondere in der Absicht, das dem Schlagwort innewohnende „Totschlagargument“ entweder ins Leere laufen zu lassen oder sogar gegen den Gegner zu richten.

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