Erinnert sich noch jemand an Klaus Wowereit? Falls nicht (was verzeihlich wäre): Das ist der Mann, der dreizehn und ein halbes Jahr, von 2001 bis 2014, Regierender Bürgermeister von „Arm, aber sexy“-Berlin war. In diesem Amt hat er zwei bedeutende Entscheidungen getroffen: Wowereit hat einige Jahre seinen SPD-Parteifreund und späteren Parteischreck Thilo Sarrazin zum Finanzsenator gemacht, was ihm sicherlich noch immer ab und zu Unwohlsein bereiten dürfte. Und er hat sich als erster deutscher Spitzenpolitiker mit dem Spruch: „Ich bin schwul, und das ist auch gut so“ geoutet. Das wird ihm garantiert einen besonderen Ehrenplatz in der jüngsten Geschichte der mittlerweile kunterbuntesten Republik der Welt sichern.

Was bislang noch nicht so bekannt war, wie es eigentlich sein sollte, war Wowereits verheerende Rolle bei der größten Baupleite, die sich je in dem Land der Denker und Erfinder ereignet hat und noch immer vollzieht. Die Rede ist natürlich vonm berühmten Flughafen Berlin-Brandenburg, kurz BER, von dem noch nie ein Flugzeug abgeflogen ist und auf dem vielleicht auch nie eines landen wird. Seit elf Jahren wird an diesem Projekt dilettiert, gepfuscht und eine Milliarde Euro nach der anderen in den märkischen Sand gesetzt. Das beispiellose BER-Desaster ist inzwischen eine Lachnummer, die nur deshalb nicht den Ruf der Exportnation und Heimat vieler kleiner und großer Weltmarktführer ruiniert hat, weil es noch immer kaum jemand außerhalb der offenen deutschen Grenzen glauben mag, dass der ewige europäische Musterknabe tatsächlich einen solch gigantischen Murks angerichtet haben könnte.

Es ist ausgerechnet dem noch stärker nach links gerutschtem Magazin „Spiegel“ zu verdanken, dass kein Zweifel mehr daran bestehen kann, wer der politisch Hauptverantwortliche für diese Milliarden-Blamage ist: Niemand anderes als Klaus „ist auch gut so“-Wowereit. Denn in einem extrem langen, nach umfangreichen Recherchen erarbeiteten Artikel mit dem spöttischen Titel „Made in Germany“ der Ausgabe 34/17 wird überdeutlich, welch katastrophale Rolle in der Angelegenheit jener Politiker gespielt hat, den nicht zuletzt der gleiche „Spiegel“ noch vor wenigen Jahren gezielt als ernsthaften Anwärter auf die Kanzlerkandidatur und den SPD-Vorsitz ins Gespräch brachte. Doch das hat die für den Artikel zuständigen Redakteure nicht davon abgehalten, Wowereits Anteil an dem Desaster schonungslos auszuleuchten.

Nachdem der Jurist mit Hilfe der SED-Nachfolgepartei PDS Regierender Bürgermeister der deutschen Hauptstadt geworden war, hatte er offenbar nur ein Ziel, nämlich „das Projekt Privatisierung zu sprengen“. Bereits 1999 hatte ein Konsortium verschiedener Investoren wie Hochtief und andere die Zusage bekommen, den neuen Flughafen auf eigene Kosten zu bauen und danach auch betreiben zu können. Doch das passte weder in das politische Kalkül Wowereits noch seiner rot-dunkelroten Linkskoalition. Der „Spiegel“ schreibt: „Wowereit tritt auf als ebenso herrischer wie selbstherrlischer Zerstörer. Zeitzeugen beschreiben ihn als nassforsch, herablassend, hochfahrend, eitel, rotzig“. Ein Zeuge von Flughafen-Tagungen mit Wowereit erinnert sich: „Er kam herein gleich beim ersten Mal, wie wir ihn später x-mal erlebt haben: frech, unmöglich, ohne Rücksicht auf irgendjemanden oder irgendetwas, das bereits besprochen war“.

Anfang Februar 2003 hatte er sein Ziel erreicht, die geplante Privatisierung war vom Tisch: „Der Flughafen ist von nun an das Projekt von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, der Airport soll sein Denkmal werden – das schicke Einfallstor ins arme, aber sexy Berlin.“ Ein Denkmal der ganz besonderen Art ist BER ja immerhin auch geworden. Natürlich haben außer dem Hauptverantwortlichen Wowereit in der Folgezeit bis zum heutigen Zeitpunkt noch eine Reihe anderer Personen daran mitgewirkt, den Flughafen zu einem ungeheuer leistungsfähigen Steuervernichtungsstandort umzufunktionieren. Wer will, kann das in dem Magazin ausführlich nachlesen, ständiges Kopfschütteln garantiert.

Die Lektüre deckt – leider zu spät – geradezu unfassbare Inkompetenz und Größenwahn, aber auch Feigheit und Duckmäusertum in den Spitzen von Politik und Verwaltung von Berlin auf. Das sind aber Phänomene, die nicht auf die Hauptstadt beschränkt sind. Was Klaus “ist auch gut so“ Wowereit betrifft, kann er noch von Glück sagen, dank Angela Merkels Grenzöffnung und deren unabsehbar kostspieligen Folgen nur der zweitteuerste politische Versager der Nation nach der Kanzlerin zu sein. Doch ein Mann mit seinem Charakter wird sich den hochdotierten Ruhestand selbst von der Rufzerstörung eines politisch nahestehenden Magazins nicht verderben lassen. Und Gesetze gegen Politiker, die in großem Stil das Volk geschädigt haben, wird es zu Wowereits Lebzeiten gewiss nicht geben.

8 Kommentare

  1. BER ist eine Sache, die mir überhaupt nicht in den Kopf will.

    Normalerweise wird vor Baubeginn ein Bauantrag gestellt, der automatisch durch alle Institutionen wie Bauamt, Feuerwehr, Umweltschutzamt und, und, und geht.
    Wenn alle Genehmigungen vorliegen, muss innerhalb eines halben Jahres mit dem Bau begonnen werden.

    Und in Berlin wurde einfach drauflos gebaut? Ohne Baugenehmigung?
    Erst kurz vor Fertigstellung hatten Bauamt und Feuerwehr die Bauabnahme abgelehnt wegen gravierender Brandschutzmängel.
    Also, entweder hatten sie den Brandschutz vorher genehmigt, was allerdings sehr unwahrscheinlich ist, oder, was weitaus wahrscheinlicher ist, sie sind gar nicht gefragt worden.

    Um ein Bild zu geben: Die Frischluftansaugung liegt direkt neben dem Rauchabzug.
    Gut, oder? So wird der austretene Rauch sofort wieder angesaugt und ins Gebäude geleitet.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das vorher vom Bauamt und der Feuerwehr genehmigt wurde!

  2. Ja, man darf ja nicht vergleichen. Würden in 6 Friedensjahren von 1933 bis 1939 fast 4 000 km Autobahn gebaut, baut man an der 80 km langen Strecke von Kassel nach Eisenach schon seit 25 Jahren. Der Flughafen Berlin-Tempelhof wurde auf den vorhergesagten Tag nach 2 Jahren Bauzeit 1937 dem Flugverkehr übergeben. Das war mal ein anderes Deutschland. Aber wir wollen ja keine Nazis sein..

  3. Ich halte die Verantwortlichen so wenig fuer „inkompetent“, wie ich „BER Herbert Frahm“ fuer eine gigantische Geldwaschmaschine halte.
    In der Zwischenzeit wurden ganz andere Regierungsprojekte der „weniger vorzeigbaren Art“ erfolgreich beendet.

  4. Die „sexuelle Befreiung der Frauen“ hat unglaublich viele Männer in die Homosexualität und Bisexualität mit notgedrungenerm sexuellen Schwerpunkt Männer getrieben. Diese Outen sich nicht.
    So hat es ein Heer von Mänern die wie in Berlin ihre Geschäfte in Homosexuellen Clubs machen.
    Bestechung, Erpressung und das Ergebnis ist auch der Flughafen Berlin.
    Das ist auch die Folge von Genderwahn, den sehr viele Politiker haben keinen Sex mit der Ehefrau und müssen sich im Bordell und Gayclubs durchschlagen. So kommt es durch diese Bizarre Politik in Deutschland. Tübingen Politiker gehn in Reutlinger Puffs und nach Stuttgart.
    So werden Sie erpressbar und machen vieles gegen ihre Wähler mit. Viele dieser Politiker kaufen auch teils in der Mittagspause Cannabis und Kokain in der Tübinger Drogenszene von Asylanten.

  5. Alles was sich in Deutschland und auch weltweit abspielt „ist ein Schauspiel“
    Und so bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass die Milliarden tatsächlich in den märkischen Sand im Untergrund versenkt wurden. Die privaten mussten ausgeschaltet werden, damit das, was sich unter diesem BER befindet nicht öffentlich wird, die Fluchtwege.

    • da kannst du recht haben.
      meine wut ist mitlerweile so gross, dass ich nur noch auf den crash warte. dann beginne ich mit meinen Hausbesuchen!

    • hervorragende Auslegung Fabian! BER ist ein Fließband für Zion,s Kriegskasse.
      Der Steuerzahler bekommt nach vierfacher Bauzeit ( oder länger ) ein Drittel
      für den fünffachen Preis. Arbeitsplätze für Deutsche? Fast Fehlanzeige. 80%
      der Werker von der Leihe, davon 90% aus Schniedeldiomsk.
      Eines von vielen Finanz Troyaner. Des Deutschen Geld ist ja nicht weg.
      es haben jetzt nur andere. Wer dieses System machen läßt, wird erleben
      wie es, nur durch eine Formalität, an Zion,s Gaarden überschrieben wird.
      Der Schuldenberg 2014 von 2,2 Billionen, die dieses System produziert,
      kann keiner mehr schultern. dazu fehlen Arbeitsplätze die eine Real-
      wirtschaft darstellen!

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein