Unabhängig davon ob man die Interessen der deutschen Bevölkerung vertritt oder wie 2015 geschehen, kollektiv verrät, hat man als Bundestagsabgeordneter Anspruch auf horrende Vergütungen. Insgesamt 709 Abgeordnete werden zukünftig im Bundestag sitzen. Ihr Einkommen ist ein Thema, dass immer wieder kontrovers diskutiert wird. Doch wie viel verdient ein Parlamentarier eigentlich?

Abgeordnetenentschädigung

Parlamentarier haben für ihre Arbeit im Bundestag nach dem Grundgesetz Anspruch auf eine Entschädigung – die sogenannte Diät. Seit dem 1. Juli 2017 beträgt sie monatlich 9541,74 Euro und wird jährlich an die Lohnentwicklung angepasst. Diese Zahlung ist einkommenssteuerpflichtig, es gibt kein gesondertes Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Der Bund zahlt als Arbeitgeber Zuschüsse oder Beihilfen zu Kranken- und Pflegeversicherung.

Aufwandspauschale

Mit derzeit monatlich 4318,38 Euro bestreiten die Parlamentarier alle Ausgaben, die bei der Ausübung des Mandats anfallen: wie Kosten für Mitarbeiter in den Wahlkreisbüros oder für den Zweitwohnsitz in Berlin. Die steuerfreie Pauschale wird jährlich an die Lebenshaltungskosten angepasst. Sie kann gekürzt werden, wenn ein Abgeordneter nachweislich nicht an Sitzungen teilnimmt. Der Bund der Steuerzahler kritisiert: Wer nicht die gesamte Pauschale ausgebe, erhalte die Differenz als steuerfreies Zusatzeinkommen.

Mitarbeiterkosten

Bis zu 20.870 Euro können Abgeordnete derzeit monatlich für ihre Büroleiter, Referenten, Wissenschaftler, Sekretäre, Sachbearbeiter oder Hilfskräfte ausgeben. Das Geld geht direkt von der Bundestagsverwaltung an die Mitarbeiter.

Weitere Kosten

Abgeordnete haben einen Anspruch auf ein komplett eingerichtetes Büro im Bundestag – für Material, Telefone, Laptops und andere Geräte gibt es jährlich noch einmal bis zu 12.000 Euro extra, Neu-Parlamentarier erhalten im ersten Jahr zusätzlich 255,65 Euro. Zudem können die Volksvertreter Dienstfahrzeuge nutzen, haben freie Fahrt bei der Deutschen Bahn und bekommen Inlandsflüge zur Ausübung ihres Mandats bezahlt.

Amtszulagen

Der Bundestagspräsident erhält über seine Bezüge als Parlamentarier hinaus pro Monat eine Zulage in Höhe der Abgeordnetenentschädigung, bei seinen Vertretern ist die Zulage halb so hoch. Ausschussvorsitzende erhalten 15 Prozent der Diätenhöhe obendrauf.

Übergangsgeld

Wenn Abgeordnete den Bundestag verlassen, wird ihnen dies finanziell erleichtert. Für jedes Jahr im Parlament erhalten sie einen Monat lang ein steuerpflichtiges Übergangsgeld in Höhe der Aufwandsentschädigung – höchstens jedoch für 18 Monate. Wer also nach nur einer Wahlperiode von vier Jahren abgewählt wird, kann nach derzeitigem Stand mehr als 38.000 Euro erhalten. Allerdings werden ab dem zweiten Monat nach dem Ausstieg aus dem Bundestag mögliche andere Einkünfte auf das Übergangsgeld angerechnet.

Altersentschädigung

Da Parlamentarier nicht in die Beamtenversorgung oder gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, erhalten sie nach ihrem Renteneintritt neben der herkömmlichen Rente Geld für die Zeit im Bundestag – pro Parlamentsjahr 2,5 Prozent der Diät, maximal 67,5 Prozent (derzeit rund 6440 Euro). Darauf wird Einkommenssteuer gezahlt.

Nebentätigkeiten

Parlamentarier dürfen neben ihrem Mandat auch anderweitig Geld verdienen. Einkünfte von mehr als 1000 Euro monatlich (oder 10.000 Euro pro Jahr) werden unter anderem in den einzelnen Biografien auf der Bundestags-Homepage veröffentlicht.

12 Kommentare

  1. Da wundern die sich auch noch, warum sie so verhasst sind, und Gesetze herausbringen, die sämtliche Kritik im Keim ersticken lassen!

  2. für mein dafürhalten verdienen die gar nichts.
    für mich sind es volksverräter und Parasiten. sie sind deshalb in der Politik, weil sie im normalen arbeits-und Wirtschaftsleben nicht überleben würden!

  3. Es ändern sich gesellschaftliche Verpflichtungen. Von daher, und würden diese
    “Volksvertreter” uns ehrhaft vertreten, ist nichts gegen diese Abfindung zu sagen.
    Aber sie vertreten uns ja nicht. Sie erklimmen Dank der Stimmen einiger Schlafmichel
    über die Wahlhürde das Areal, und schluss ist,s mit Vorwärts und Puchei.
    Petry ist das aktuelle Bravurbeispiel, wie konnte das As nur innerhalb der AfD so
    aufsteigen? Durch Manipulation, ein Privileg der Zionisten!

    Das System BRD Gmbh ist politisch weil kriminell, wasserdicht. Und
    nur mechanisch der alten volkszuträglichen Ordnung der wahrhaften BRD zuzuführen!

  4. .Das wird spätestens bei der AfD geändert! So viel darf ein “Nazi” doch nicht kriegen – ein Deutschlandverräter allerdings schon!

  5. Sagen wir mal Schweigegeld. Mit diesen unvorstellbaren Gehältern lassen sich problemlos “Ja-Sager” und Marionetten in weiß aufziehen.

  6. Bei solchen Einkommen ist es fast verständlich, dass diese Leute an ihren Sesseln “kleben”, Summen, von denen Otto Normalverbraucher nur träumen kann, außer von einigen Größen in der Wirtschaft. Aus moralischen Gründen sollten jedoch Nebenverdienstmöglichkeiten verboten, noch besser aus eigenem Entschluss darauf verzichtet werden.

  7. “Um Machthungrige zu einem Mißbrauche der Macht zu
    veranlassen, haben wir alle Kräfte in Gegnerschaft zueinander
    gebracht, indem wir ihre liberalen Tendenzen in Unabhängigkeit
    auflösten. Zu diesem Zwecke haben wir allerlei Bestrebungen
    angeregt, alle Parteien bewaffnet, die Autorität als Schießscheibe
    für jeden Ehrgeiz aufgestellt. Aus den Staaten haben wir Arenen
    gemacht, wo ein Heer Verwirrter streitend durcheinanderquirlt.
    Noch ein wenig mehr, und Unordnung und Bankrotte sind
    allgemein.
    Unerschöpfliche Schwätzer haben die Sitzungen der Parlamente
    und Verwaltungskörperschaften in Redeschlachten verwandelt.
    Kühne Journalisten und skrupellose Pamphletisten fallen täglich
    über die vollziehenden Gewalten her. Mißbräuche der Gewalt
    werden schließlich alle Einrichtungen für ihren Sturz vorbereiten,
    und alles wird bei dem Wüten des rasenden Pöbels gen Himmel
    fliegen.”
    Auszug aus den Protokolle der Weisen von Zion

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein