Geheimdienst-Agenten zum Oktoberfest nach München einzuladen ist offenbar Teil des BND-Jahresprogramms. MdB Christian Ströbele machte nun einen Anlauf zur Klärung der Kosten für diese Einladungen. Aber diese sind, genau wie der Ort des Treffens, Geheimsache.

Das diesjährige Oktoberfest befindet sich in der Halbzeitphase. In diesem Jahr hielt das Synonym „Wies’n“ sogar Einzug in den Online-Duden. Ein weiteres Novum ist eine Anlaufstelle namens „Sichere Wies’n für Frauen und Mädchen“. Bereits 116 Mädchen suchten hier bisher Schutz und Hilfe. Außerdem schlug ein Blitz in ein Zelt ein und 20 Wies’n-Mitarbeiter erlitten Magen-Darm-Probleme. Dieser Vorfall soll nun untersucht werden.

Irgendwo in dem Getümmel aus Promis, Touristen und Einheimischen feiern auch Agenten ausländischer Geheimdienste auf Einladung des Bundesnachrichtendiensts mit. Eine Erklärung des BND zur Geheimhaltung der Oktoberfest-Teilnehmer aus Agentenkreisen:

„Bei einer öffentlichen Bekanntgabe weiterer Einzelheiten bestünde die Gefahr, dass Unbefugte Rückschlüsse auf die Interessen der beteiligten ausländischen Nachrichtendienste ziehen könnten.“

Der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele von den Grünen versuchte 2015, an Informationen zu den Kosten der Bewirtung durch den BND zu gelangen. Auch der Bund der Steuerzahler kritisierte die Ausgaben. Das Kanzleramt gab 2015 an:

„Die Termine werden mit Fachgesprächen verbunden, um den direkten Nutzen für das dienstliche Interesse zu ziehen.“

Die Zeitung „Die Welt“ bezieht sich in ihrem Artikel über die vom BND geladenen Agenten auf einen anonym bleiben wollenden BND-Mitarbeiter, der die Gesamtausgaben für die Oktoberfest-Einladungen auf lediglich 40.000 Euro bezifferte.

5 Kommentare

  1. Daß sich zum Okoberfest Geheimdienste und Agenten tummeln, kann nur logisch sein, denn das Okoberfestattentat 1980 in München wurde von GLADIO ausgeführt. Heute noch wird dafür die vermeintliche (Wehrsportgruppe) Hoffmann verantwortlich gemacht.
    Der Sohn eines Stay Behind-Offiziers sagte vor einem luxemburger Gericht aus (nach dem sein Terrorvater verstorben war), daß sein Vater das Oktoberfestattentat 1980 geplant hatte.
    GLADIO ist für die meisten Terrorakte verantwortlich, auch für den NSU. So werden politische Gegner ausgeschaltet, in dem Fall die politische Rechte und NPD (und somit Platz für Judeo-Rechte macht, wie Pegida, AfD usw.).

  2. War zweimal auf dem Fest. Das erste war auch gleichzeitig das letze mal. Selbiges gilt für das Hofbräuhaus. Fürn Wucherpreis verkauft man Pissbrühe, blasphemisch Bier genannt. Eine Mass „Bier“ besteht zu einem Drittel aus Schaum, und zum Betrinken bedarf es eines halben Vermögens.
    Die Bayern können weder Bier brauen noch sind die trinkfest. Keine Ahnung ob diesem Hype. Diese 007-Pfosten sind zu bedauern. „Agenten“-Kreisen- GRÖÖÖHHL!

    • Dieser „007Brauch“ zur Einladung existiert über lange Jahre hinweg. Wenn man bedenkt wieviel Gelder für unsere Neubürger mit mehreren Frauen und deren Kindern in einem Monat verschwendet werden, könnten die Geheimdienstler jahrelang dieser „Wieseneinladung“ folgen. Und noch eines Kaleun. Bleib‘ einfach wo du bist, es zwingt dich keiner an dem alljährlichen Besäufnis teil zu nehmen. Ein K.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein