Das offizielle europäische Establishment hat dem Christentum den Rücken gekehrt. Das Establishment scheint sich nicht bewusst zu sein, inwieweit der Kontinent und seine Bevölkerung noch immer von der moralischen Führung seiner humanitären Werte abhängig ist, besonders in einer Zeit, in der der radikale Islam den Westen vor eine zivilisatorische Herausforderung gestellt hat.

von Giulio Meotti

Vor wenigen Tagen haben einige der wichtigsten Intellektuellen Europas – darunter der britische Philosoph Roger Scruton, der ehemalige polnische Bildungsminister Ryszard Legutko, der deutsche Gelehrte Robert Spaemann und Professor Rémi Brague von der Sorbonne in Frankreich – die „Pariser Erklärung“ herausgegeben. In ihrer ehrgeizigen Erklärung lehnen sie das „falsche Christentum der universellen Menschenrechte“ und den „utopischen, pseudo-religiösen Kreuzzug für eine grenzenlose Welt“ ab. Stattdessen fordern sie ein Europa auf der Grundlage „christlicher Wurzeln“, das sich von der klassischen Tradition“ inspirieren lässt und Multikulturalismus ablehnt:

„Die Gastgeber des falschen Europas sind vom Aberglauben des unvermeidlichen Fortschritts verzaubert. Sie glauben, dass die Geschichte auf ihrer Seite ist, und dieser Glaube macht sie hochmütig und verächtlich, unfähig, die Mängel in der postnationalen, postkulturellen Welt, die sie konstruieren, anzuerkennen.“ Darüber hinaus sind sie sich der wahren Quellen des menschlichen Anstandes, den sie selbst schätzen – wie wir auch – nicht bewusst. Sie ignorieren die christlichen Wurzeln Europas und lehnen sie gar ab. Gleichzeitig achten sie darauf, Muslime nicht zu beleidigen, von denen sie sich vorstellen, dass sie fröhlich ihre säkulare, multikulturelle Perspektive annehmen werden.“

Papst Benedikt hat 2007 über die kulturelle Krise des Kontinents nachgedacht und gesagt, dass Europa jetzt „an seiner eigenen Identität zweifelt„. 2017 ging Europa einen weiteren Schritt: die Schaffung einer postchristlichen Pro-Islam-Identität. Tatsächlich haben die offiziellen Gebäude und Ausstellungen Europas das Christentum ausgelöscht und den Islam willkommen geheißen.

Eine Art offizielles Museum, das vor kurzem vom Europäischen Parlament eröffnet wurde, das „Haus der europäischen Geschichte„, kostet 56 Millionen Euro. Die Idee war, ein geschichtliches Narrativ der Nachkriegszeit um die Pro-EU-Botschaft der Wiedervereinigung zu kreieren. Das Gebäude ist ein schönes Beispiel für Art Deco in Brüssel. Wie der niederländische Gelehrte Arnold Huijgen jedoch schrieb, ist das Haus kulturell „leer“:

„Die Französische Revolution scheint der Geburtsort Europas zu sein; es gibt wenig Platz für irgend etwas, das ihr vorausgegangen sein könnte. Der Code Napoleon und die Philosophie von Karl Marx nehmen einen prominenten Platz ein, während Sklaverei und Kolonialismus als dunkle Seiten der europäischen Kultur hervorgehoben werden (…) Das Bemerkenswerteste am Haus ist jedoch, dass es in seiner Präsentation so aussieht, als ob gar keine Religion existierte. In der Tat hat sie nie existiert und hat die Geschichte des Kontinents nie beeinflusst (…) Der europäische Säkularismus kämpft nicht mehr gegen die christliche Religion, er ignoriert einfach jeden religiösen Aspekt im Leben insgesamt.“

Die Brüsseler Bürokratie hat sogar die katholischen Wurzeln ihrer offiziellen Flagge gestrichen, die zwölf Sterne symbolisieren das Ideal der Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas. Es wurde vom französischen katholischen Designer Arséne Heitz gezeichnet, der sich offenbar von der christlichen Ikonographie der Jungfrau Maria inspirieren ließ. Aber die offizielle Erklärung der Europäischen Union zur Flagge erwähnt diese christlichen Wurzeln nicht.

Die Europäische Wirtschafts- und Währungsdirektion der Europäischen Kommission ordnete daraufhin an, dass die Slowakei ihre Gedenkmünzen neu gestalten sollte, indem sie die christlichen Heiligen Kyrill und Methonius entferne. In den 75.000 Wörtern des abgelehnten Entwurfs der Europäischen Verfassung wird das Christentum nicht erwähnt.

Die Europäische Kommission hat die Slowakei aufgefordert, ihre Gedenkmünzen neu zu gestalten, indem sie die christlichen Heiligen Kyrill und Methonius beseitige.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière von Angela Merkels regierender Christdemokratischer Partei schlug vor kurzem vor, muslimische Feiertage einzuführen. „Warum können wir uns nicht an Orten, wo es viele Muslime gibt, Gedanken darüber machen, einen muslimischen Feiertag einzuführen?“ sagte er.

„Die Unterwerfung schreitet voran“, antwortete Erika Steinbach, die einflussreiche ehemalige Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen — Deutsche, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg aus verschiedenen osteuropäischen Ländern vertrieben wurden.

Beatrix von Storch, eine führende Politikerin der Alternative für Deutschland (AfD), twitterte bloß: „NEIN! NEIN! NEIN!“. De Maizières Vorschlag zeigt, dass der offizielle „postchristliche“ Säkularismus Europas gegenüber dem Islam einfach schweigt.

Vor einigen Wochen fand eine von der Europäischen Union finanzierte Ausstellung, „Islam, er ist auch unsere Geschichte!„, statt. Gastgeber war Brüssel. Die Ausstellung verfolgt die Auswirkungen des Islam in Europa. Eine offizielle Erklärung behauptet:

„Das historische Zeugnis, das die Ausstellung zeigt – die Realität einer langen muslimischen Präsenz in Europa und das komplexe Zusammenspiel zweier Zivilisationen, die gegeneinander kämpften, sich aber auch gegenseitig durchdrangen – untermauert ein pädagogisches und politisches Unterfangen: den europäischen Muslimen und Nicht-Muslimen zu helfen, ihre gemeinsamen kulturellen Wurzeln besser zu erfassen und ihre gemeinsame Staatsbürgerschaft zu pflegen.“

Isabelle Benoit, eine Historikerin, die an der Gestaltung der Ausstellung mitgewirkt hat, sagte zu AP: „Wir wollen den Europäern deutlich machen, dass der Islam Teil der europäischen Zivilisation ist und dass er nicht erst ein frischer Import ist, sondern Wurzeln hat, die 13 Jahrhunderte zurückreichen“.

Das offizielle europäische Establishment hat dem Christentum den Rücken gekehrt. Das Establishment scheint sich nicht bewusst zu sein, inwieweit der Kontinent und seine Bevölkerung noch immer von der moralischen Führung seiner humanitären Werte abhängig ist, besonders in einer Zeit, in der der radikale Islam den Westen vor eine zivilisatorische Herausforderung gestellt hat. „Es ist einfach ein Verpackungsproblem, das eine ‚Leere‘ zu füllen droht“, schrieb Ernesto Galli della Loggia in der italienischen Tageszeitung Il Corriere della Sera.

„Es kannt unmöglich ignoriert werden, dass sich hinter der Verpackung zwei große theologische und politische Traditionen – die der russischen Orthodoxie und des Islam – befinden, während sich hinter der ‚Leere‘ nur das Verschwinden des christlichen Bewusstseins des europäischen Westens verbirgt.“

Deshalb ist es schwierig, die „Logik“ hinter der offiziellen europäischen Feindschaft gegenüber dem Christentum und ihrer Anziehung zu einem grundsätzlich totalitären Islam zu verstehen. Europa könnte leicht säkular sein, ohne militant antichristlich zu sein. Es ist leichter zu verstehen, warum Tausende von Polen vor kurzem an einem Massenprotest entlang der polnischen Grenze teilgenommen haben, um ihre Ablehnung von „Säkularisierung und Einfluss des Islam“ zum Ausdruck zu bringen, was genau dasselbe ist wie das offizielle verrückte EU-Credo.

Während des Zweiten Weltkriegs vermieden die Alliierten Bombenangriffe auf Brüssel, weil dort die europäische Wiedergeburt stattfinden sollte. Wenn die europäische Elite diese kulturelle Ablehnung ihrer jüdisch-christlich-humanistischen Kultur fortsetzt, könnte die Stadt ihr Grab sein.

7 Kommentare

  1. Ich als bibeltreuer Christ widerspreche den meisten hier:
    – Die Juden in Israel HASSEN uns Christen. Unter den Juden gibt es welche die zu Christentum konvertiert sind. Sie heißen „messianische Juden“ und werden in der Gesellschaft nicht akzeptiert!
    – Europa hat kurz nach der nachkriegszeitlichen Generation, als nach euren Opas und Omas, ihren christlichen Glauben vollständig verloren. Was momentan in der Schule über die Evolutionslehre gelehrt wird ist die momentane Religion der Europäer! UND ES IST EINE RELIGION!
    – Muslime sind in ihrem Glauben wirklich unterschiedlich. Aber wenn man den Koran ließt ist es schwierig den Koran „richtig“ zu verstehen. Was auch immer „richtig“ bedeuten mag.
    – Die kath. Kirche ist schon lange keine christliche Kirche mehr. Das sicher schon seit über 1 Jtsnd. und wenn Martin Luther sehen würde wie man mit seinem Vermächtnis umgegangen ist, würde er sich in seiner Kindheit selbst erhängen. Die ev. Landeskirche hat sich mittlerweile jeder ungerechten Sache hingewendet und hat seinen eigentlichen Ursprung vergessen.

  2. Die Kirche vertritt nicht die biblische Lehre des Christentums, sondern ist zur Staatshure verkommen. Dasselbe hatten wir schon mal im dritten Reich.

    Ein Mensch, der den Koran gut kennt
    und ihn daher nicht göttlich nennt,
    sieht dort den Boden vorbereitet,
    dass Mord und Totschlag sich verbreitet.
    Ein Moslem, wenn er gläubig ist,
    ist potentiell ein Terrorist.
    Die Nazis schätzten den Islam,
    der ihrem Denken nahe kam,
    quittierten es mit Hohngelächter,
    dass Mohammed, der Judenschlächter,
    sechshundert Juden, ganz gewiss,
    enthauptet in die Grube schmiss.
    Der Judenhass steckt im Koran,
    er ist zentral von Anfang an.
    Dass dies die Kirche nicht erkennt
    und sich nicht klar vom Bösen trennt,
    ist eine Schande, ein Skandal:
    Ihr Geist versagt zum zweiten Mal.
    Die Pfaffen schrien einst „Sieg Heil“,
    heut finden sie den Mufti geil.
    Der Kuss des Papstes war das Zeichen,
    dass Bibel und Koran sich gleichen,
    und dass er sich in Ehrfurcht neigt
    vor dem Islam und Demut zeigt.
    Irrlehren lehrt der Vatikan
    und gleicht sich Satans Wesen an:
    Der Christengott sei Allah gleich,
    sein Paradies gleich Himmelreich,
    wo ewiglich die Freude lacht,
    für den, der Christen umgebracht.
    So kann der Antichrist nur lehren
    und Jesu Göttlichkeit verkehren.
    Was man einst Christentum genannt,
    ist heute als „Chrislam“ bekannt.
    Gottloser als zu Nazizeiten
    ist das, was Kirchen heut verbreiten.

  3. Die alte „offizelle“ Geschichte stimmt natürlich auch nicht.
    *******************************
    Allgemeine Uebersicht der Geschichte.
    §. 1.
    Urstand, Ursprache, Auflösung des Urstandes.
    Zwar nicht im Anfange, aber doch einmal war, so wie nur ein Menschen-Geschlecht auch nur ein Volk, das vor und nach sich ausbildete, und allmälig unter einem gemeinsamen Obern mit oder gegen Willen Vereinigte. 1)
    So wie nur ein Volk, also war auch, in diesem Urbunde wenigstens, nur eine Sprache. 2)
    Fast alle Sprachen der Erbe haben mehr oder weniger die unverkennbarsten
    Merkmale der jetzt sogenannten deutschen Sprache.
    Jeder Theil der Erde, wo sich Spuren dieser Sprache äussern, war also auch einmal Zugehör des Urbunbes.
    Die Bewohner jenes Theils der Erde, auf welchem diese Sprache fortdauernd die gleichsam angeborne ist, sind also auch das Urvolk und ihre Sprache ist also auch die Ursprache.
    Nach langen Zeiträumen bildete sich der hellere Theil des Urvolks aus dieser Ursprache eine zweite, die jetzt sogenannte lateinische Sprache, für Gottesdienst, und Geschäfte, und zum Umgange unter sich.
    Aber Mißvergnügte rissen sich endlich vom Urbunde los, und aus einem Volk entstanden mehrere, und zur Abzeichnung von dem Urvolke, und unter sich so viel neue, mehr, oder weniger abweichende, Sprachen, als neue Völker.
    Je weiter die Bestandteile dieses Urbundes sich in die Weit hinein erstreckten, desto leichter ward auch die Trennung, besonders der äussern Theile, so wieder Hauptstamm auch schon an sich selbst in ebendemselben Verhältnisse geschwächt wurde, in welchem er sich unter jedem Herrscher durch Nachgeborne immer weiter, und weiter ausdehnte.
    Zwar blieb der Hauptstamm fortdauernd der Alleinherrschende, aber endlich scheinen die Nachgebornen die Welt für zu groß gefunden zu haben, um in ewiger Abhängigkeit von dem durch die Länge der Zeit immer fremder werdenden Hauptstamme zu bleiben, und nicht auch selbst ein bleibendes Erbtheil zu haben.
    Vielleicht behagte es auch dem sogenannten gemeinen Manne nicht länger, von der Theilnahme an Ehre auf immer ausgeschlossen zu seyn.
    Der veränderte Zeitgeist hätte freilich von selbst in der Verfassung, die in ihrer Grundlage meisterhaft, und kraftvoll war, eine Aenderung herbeiführen, und man hätte sich auf halbem Wege sollen entgegen gehen, aber nicht allzeit gelingt es der Stimme der Vernunft, ihre Rechte zu behaupten, sie ward auch diesmal betäubt durch daß Toben der Leidenschaften aller Art, bis endlich die welterschütternde Losung erscholl, unter dem täuschenden Schilde von Freyheit und Gleichheit, worauf nicht selten eine noch größere Knechtschaft folgt, aller Orten die Blutfahne des Aufruhrs zu pflanzen.
    Zwar ward die schon lange glühende Asche zuweilen auf kurze Zeit gedämpft, aber endlich brach sie in allgemein umgreifende Flammen aus, die bis auf den heutigen Tag nicht wieder haben gelöscht werden können.
    1) Tandem omnes Uni Monarchae subditi fuerunt.
    Gerv. Titb. bey Leibnitz Script. rer. brunsv. T. 1. p. 903.
    2) erat autem terra labii unius, et sermonum eorunde m. Gen. 11. 1
    Dixit dominus, ecce unus est populus, untum labium omnibus.
    vox erit omnibus una, pectora quae primo deus inspiravit ab ortu Syb. orac. lib. 1. p. m. 185.
    Wiewohl solche Weissagungsweise von dem neuen Reiche des Lichts scheint verstanden zu werden.
    §.2.
    Anfang dieser Auflösung.
    Der Anfang dieser Trennung fällt in den Zeitpunkt, in welchen die Geschichte den Anfang des Streits zwischen den Gibellinen und Welfen setzt, d. h. den Gelben und Blauen, indem die Anhänger des Hauptstammes fortdauernd die gelbe Farbe behielten, die Aufrührer aber die blaue annahmen. 1)
    Der Sitz und die Hauptschauplätze waren in Europa die griechischen Inseln, Sizilien, Neapel, und zuletzt ganz Italien, Südfrankreich, und besonders die Küsten – und Gebirgsländer, und unter den Städten, Marseille, Arles, Avignon, Vienne, Lion, u. s. w. Hauptanführer waren unter andern Heinrich, der sogenannte Löwe,
    Die Karle von Anjou, oder von Sizilien, 2)
    Die Phillippe und Karle von Burgund, u. s. w.
    So wie überhaupt die Kriege über verschiedene Meinungen in Hinsicht gottesdienstlicher Gebräuche in Vertilgungkriege auszuarten pflegen, so war es auch diesmal das größte Unglück von allen, daß unter dem Schutz und Einfluß der Verschwornen zu Avignon ein zweites Oberpriestertum entstand welches vorher nie gehörte Grundsätze aufstellte, und zuletzt auch durch alle ersinnliche Mittel, welche Gewalt und List nur immer darbieten mochten, weit und breit geltend machte.
    1) Dahin zielt auch die Stelle des Jul. Caes.
    alterius principem factionis, de bello Gall. lib, 5. p. m. 208
    wer aber dieser Julius Cäsar sey, davon an einem a. O.
    2) Unter welchen andern Namen dieselbe in der Geschichte erscheinen, davon an einem a. O.

    §. 3. Folgen dieser Auflösung.
    Ein Feuerberg verheert nur die Gefilde seiner Umgebung, nur wenige Menschen verschlingt die bebende Erde, nur wenige Eiländer das tobende Meer, die wüthendste, Flamme nur wenige Städte, aber diesmal wurden ganze Welttheile in ihren Grundfesten erschüttert, und die Geschichte gesteht selbst, daß unter andern durch Johann 22 so viel Blut geflossen, daß der Bodensee davon ganz würde gefärbt worden seyn, und die Leichname der Erschlagenen nicht würde haben fassen, können, 1) oder wie es anderwärts heißt: der dritte Theil des Meeres war Blut. Alles Elend, was die Menschheit in den nachherigen Jahrhunderten bis auf den heutigen Tag erlitten, war Folge dieser unseligen Umwälzung,
    Vollendet war beinahe das große Werk (Die Verchristung – Anm. Kaleun)
    (…)
    §. 5.
    Fälschung der Geschichte.
    Nicht genug, dem Urstamm den Gehorsam aufgekündigt, das Urvolk auf einen mit Rücksicht auf seine vormalige Riesenmacht unverhältnismäßig geringen Flächenraum eingeengt, von allen Seeküsten abgeschnitten, und dadurch aller und jeder Mittel zur Wiedererhaltung seines alten Glanzes beraubt zu haben, ward nunmehr der noch boshaftere Plan angelegt, das Urhaus und das Urvolk allmälig ganz zu unterjochen, und bis auf Namen und Sprache, bis auf das Andenken zu vernichten.
    Die Eroberer jener Theile des Urreichs, aus welchen das nachher sogenannte Frankreich ausgegangen, als weltliches, und der Besitzer jener Reichstheile, welche das Erbe des hl. Peters genannt werden, als geistliches Bundeshaupt, versammelten in dieser Absicht ganze Schaaren von Verfälschern in verschiedenen Abtheilungen, die, jeder in dem ihm angewiesenen Fache und Zeitpunkte nach einem in ihren Grundlinien wenigstens schon vom Anfänge der Empörung an entworfenen Plane, vor allem eine neu-römische Geschichte ersannen, um auf diese Weise dem römischen Reiche, da solches noch fortwährte, da die Thaten der Römer noch in Aller Ohren wiederhallten, und also auch deren wirkliches Daseyn nicht aus dem Gedächtnisse verwischt werden konnte, wenigstens eine andere Entstehung anzudichten.
    (…)
    Ebenso tönte noch fortdauernd die Benennung Oestreich, und Westreich in Eines jeden Munde, und daher die Fabeln von der Verlegung des Hauptsitzes von Rom nach Byzanz durch Constantin, und der Teilung des Kaisertums durch Theodos.
    Aber jetzt stellte noch die aller Orten hervorblickende deutsche Sprache ein Hinderniß dar, das so leicht nicht zu übersteigen war; die Allgemeinheit derselben bis in alle Theile des neugeschaffenen lateinischen Reichs, und weiter, setzte nothwendig Urverbindung und Einheit voraus, und konnte dereinst Anlaß geben, Lichtfunken aufzufangen.
    Die Einheit der Sprache lag zu klar am Tage, als daß sie konnte verdunkelt werden, die Verfälscher zerrissen also wenigstens die Einheit des Volks, und nun traten Cimbren auf, und Teutonen, Germanen, Sueven, Langobarden, Cherusker, Katten, Sicambrer, Bataver, Franken, Sachsen, Ost- und Westgothen, Allemannen, Burgunder, Angeln, Nordmänner, Alanen, Vandalen u. s. w. denen zuweilen noch die Ehre wiederfuhr, unter dem gemeinsamen Namen von Barbaren wieder vereinigt zu werden.
    Jedes dieser neugeschaffenen Völker erhielt nun auch seine eigene Geschichte, wenn schon ohne Zusammenhang und Ordnung, widerspruchsvoll, und absichtlich wild durcheinander geworfen, um auf keiner Seite Ausweg finden zu können.
    (…)
    §. 7.
    Werkstätte zu Urkunden, Münzen, Anschriften, und Geschichten, u. s. w.
    In ebenderselben Absicht wurden für das sogenannte Mittelalter Werkstätte zu Urkunden , 1) und Münzen, 2) und Inschriften 3) angelegt, und diese mit den neuen Geschichten, Annalen, Commentaren, Chroniken, Kapitularen, den Sammlungen der boischen, salischen, ripuarischen, ost- und westgotischen, allemannischen, burgundischen, langobardischen 4) Gesetze u. s. w.
    (…)
    Ich wage, diesem zufolge, auch alle sogenannten klassischen Schriftsteller in griechischer, und lateinischer Sprache, alle Geschichtschreiber, wie Herodot, Tbucydides, Xenophon, Diodorus, Ciculus, Dionysus von Halicarnaß, Polibius, Strabo, Suidas, Pausanias, Flavius, Josephus, Plutarch, Dio Cassius, Zosimus, Procopius, u. s. w.
    Sallustiul, Julius Cäsar, Livius, Bellejus, Paterculus, Tacitus, Suetonius, Plinius, Ammsanus, Aurelius Victor, Paulus Drosius, 6) Florus, Flavius Bopiscus, Cutropius, Onuphrius, Jornandes, u. s. w.
    Gregor von Tours, Aeneas Sylvius (Pius 2. ) Cicero, Baronius, Baluß, u. s. w., für gedungene Erzeugnisse jüngerer Zeit, und ausserdem alle Dichter, Homer, Virgil, Horatz, Martial, Weltweisen, wie Aristoteles, Socrates, Plato, und Seneca. Erdebeschreiber, wie Ptolemäus für nicht in die Zeiten gehörend zu erklären, denen sie bis jetzt sind zugerechnet worden.
    §. 8.
    Kennzeichen der unächten Geschichte.
    Nach diesem entwirft sich das Bild der unächten Geschichte von selbst. Die falsche Geschichte zerreißt nämlich das eine Volk in Völkerschaften ohne Zahl, Sie zerreißt das eine Reich in zahllose Staaten von verschiedenen Namen und Formen. Verschenkt, verkauft, vererbt, erobert, vertheilt Länder, die fortdauernd ungetheilt sind besessen worden. Gründet Ansprüche auf Verhältnisse, die nie bestanden, Giebt, was sie dem einen genommen, und nimmt bald, wieder weg, was sie gegeben, um zu jeder andern Zeit wieder genommen zu werden. Sie verleumdet den Urstamm durch häusliche Morde und Schandtaten jeder Art, und schont oft ihrer eigenen Günstlinge nicht. Sie lügt das Urreich zum Wahlreich,
    Stellt Feinde als Freunde, Freunde als Feinde dar, Blutsverwandte als Fremde, trennt den Sohn vom Vater, die Gattin vom Gatten, von den Schwestern die Brüder, zur Verheimlichung der wahren Ereignisse, und deren Veranlassungen. Sie brandmarkt das Andenken derer, die hatten vergöttert, und vergöttert wieder andere, deren Andenken hätte gebrandmarkt werden sollen. Sie tauscht das Wahre mit dem Falschen um, oder vermischt das eine mit dem andern. Und versetzt Ereignisse aus spätern Jahrhunderten in frühere, und umgekehrt, oder vertheilt eben dieselben Ereignisse in spätere und frühere Jahrhunderte zugleich, unter andern Namen und Umständen; Sie kriecht, um zu zertreten, und zertritt mit Tiegerwuth; brütet, und übt Ränke aus im tiefsten Frieden, und heuchelt Frieden und Freundschaft im grausamsten Vernichtungkriege.
    Sie widerlegt und verteidigt sich zugleich mit Bitterkeit, um andere Unterstellungen nur desto glaubwürdiger zu machen.
    (…)

    Peter Franz Joseph Müller – Meine Ansicht der Geschichte (1814)

  4. Wer unsere christliche Leitkultur verhindert und und nicht veröffentlicht, ist ein Volksmörder der europ. Menschen…
    Zu Islam kann ich eine Mitteilung von Prof. Kuntz empfehlen, sehr sachlich auch für die Grünen objektiv und gleichzeitig ein Wahnsinns-Signal für uns alle, natürlich für die, die sich noch Europäer nennen….

  5. Wie bitte? JÜDISCH-christliche Kultur???
    Die EU (Europas Untergang) ist zionistisch-jüdisch.
    Lest die Bibel und vor allem die jüdischen „Religion“sbücher (Gehirnwäsche)! Dann werdet ihr sehen, daß der jüdische Gott nicht der christliche Gott ist und daß die Juden alles andere als unsere Brüder sind (bzw. sein sollen/dürfen).

  6. Etwas schwammiger, unklarer Artikel. Die „Europäische Elite“ war schon immer vom Judaismus zersetzt, indem z.B. die Judenheit sich mit dem europäischen Adel oder in den Wirtschaftsfamilien einheiratete. Aus dem germanisch-heidnisch beeinflußten Christentum (man hätte sonst die germanischen Gebiete nicht christianisieren können) wurde immer mehr ein Judeo-Christentum, bis es zum 2. Vatikanischen Konzil 1962 vollkommen zum Israelischen Geheimvatikan mutieren konnte. Danach gab es praktisch kein richtiges Christentum mehr. Jetzt möchten die jüdischen Eliten einfach den Islam einführen, weil dieser dem viel näher steht, z.b. stehen die jüdischen Wahabisten dem Koran viel näher, als der Torah.
    Und nun kann auch das Armageddon ausgerufen werden, worauf der Islam und die Judenheit seit langem warten. (natürlich darauf in die Hölle zu gelangen)

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