Da die Grippesaison im vollen Gange ist, gibt es überall Empfehlungen für Präventivmaßnahmen, aber viele sind nicht wissenschaftlich abgesichert. Die Vorbeugung von Grippeerkrankungen hängt davon ab, wie Sie Ihr Immunsystem aufbauen können und gleichzeitig Dinge meiden, die es schwächen. Es gibt viele wirksame Grippestrategien, die wissenschaftlich untermauert und einfach machbar sind – die folgenden fünf sind besonders empfehlenswert.

Viele versuchen es mit einer Gippeschutzimpfung als „präventive“ Methode. Diejenigen, die diesen Weg nicht gehen wollen, werden oft beschuldigt, ungebildet oder sogar sozial unverantwortlich zu sein, aber nichts könnte von der Wahrheit weiter entfernt sein. Eine Impfung kann die natürliche Immunität nicht ersetzen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einer Grippe zum Opfer fallen, hängt weitgehend von Ihrer allgemeinen Gesundheit und Ihrer Immunfunktion ab. Alles, was Ihr Immunsystem stärkt, senkt Ihr Risiko für Erkältungen und Grippe. Leider sind Grippeimpfstoffe nicht nebenwirkungsfrei und können zur Belastung werden.

Es gibt immer wieder Erhebungen, die auf eine relative Ineffektivität von Grippeimpfstoffen hinweisen. Entsprechend den Aussagen der US-Gesundheitsbehörde CDC verringerte der eingesetzte Grippeimpfstoff von 2014-2015 die Wahrscheinlichkeit, dass Personen eine medizinische Behandlung für Grippe in Anspruch nehmen würden um bloße 19 Prozent.

Wenn das Tragen von Sicherheitsgurten solch düstere Statistiken hervorbringen würde – man kann davon ausgehen, dass die Autofahrer eine viel bessere Sicherheitssstrategie einfordern würden. Es ist eine Sache, die Sie tun sollten, wenn Sie in diesem Winter gesund bleiben wollen. Die gute Nachricht ist, dass es viel sicherere und effektivere Strategien als Impfstoffe gibt.

Die Vorbeugung von Grippeerkrankungen hängt davon ab, wie Sie Ihr Immunsystem aufbauen können und gleichzeitig die Dinge meiden, die es schwächen. Welche Faktoren sind die zerstörerischsten? Stress, ungenügender Schlaf, Inaktivität, Umweltgifte und Mangelernährung sind nur einige der großen Probleme. Überschüssiger Fabrikzucker, künstliche Süßstoffe und andere chemische Zusätze können Ihr Immunsystem ebenfalls sehr schwächen.

Die Naturheilkunde kennt viele effektive Grippestrategien, die wissenschaftlich untermauert, leicht zugänglich und wirtschaftlich machbar sind – die folgenden fünf sind besonders erwähnenswert.

1. Vitamin D3

Vitamin D3 steht an der Spitze der Liste, da es in der Lage ist, antivirale Peptide (z.B. Cathelicidin) zu produzieren, die direkt die eindringenden Organismen zerstören. Vitamin D verhindert, dass Makrophagen viele entzündliche Zytokine und Chemokine freisetzen. Eine Studie ergab, dass eine Versorgung von Schulkindern mit 1.200 IUs D3 pro Tag, ihr Risiko für Influenza A um 42 Prozent senkte.

Natürlicherweise erhalten wir unser Vitamin D durch eine Bestrahlung mit Sonnenlicht. Tatsächlich ist es aber beschrieben, dass ein wichtiger Grund für die erhöhte Anfälligkeit für Grippe im Winter unsere reduzierte Sonnenexposition ist, was zu einem Rückgang des Vitamin-D-Spiegels führt. Es ist am besten, Vitamin D3 durch eine angemessene Sonnenbestrahlung zu erhalten. Wenn dies nicht gegeben ist, kann eine Ergänzung mit D3 für wenige Cent am Tag verwendet werden.

Die einzige Möglichkeit, Ihren D3-Spiegel genau zu bestimmen, ist eine Blutuntersuchung. In einer Studie hatten Erwachsene mit Vitamin D3-Blutwerten von 38 ng/ml oder mehr, eine zweifache Reduktion von akuten viralen Atemwegsinfektionen. Die Webseite „Vitamin-D-Council“ empfiehlt, Ihre Werte das ganze Jahr über zwischen 40 und 80 ng/ml zu halten.

2. Probiotika

Die Milliarden von Mikroorganismen, die sich in Ihrem Verdauungstrakt befinden, machen beeindruckende 80 bis 90 Prozent Ihres Immunsystems aus. Praktiken, wie der übermäßige Einsatz von Antibiotika, die aktuelle industrielle Standarddiät und die heutige Angst vor Keimen, haben das menschliche Mikrobiom (Darmflora) stark belastet. Daher können Probiotika einen starken Impuls für Ihre Immunfunktion setzen.

Chinesische Forscher fanden heraus, dass Probiotika die Inzidenz und Dauer von Atemwegsinfektionen bei Kleinkindern reduzieren. In einer anderen Studie wurde gezeigt, dass die tägliche probiotische Supplementierung Fieber, Rhinorrhoe, Husten und verpasste Kindergartentage für Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren reduziert. Bei Erwachsenen gibt es ähnliche Vorteile – die Einnahme von Probiotika-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln zeigte insgesamt weniger und minder schwere Erkältungen.

Die häufigsten und aktivsten Probiotika stammen aus einer vollwertigen Küche wie rohes Sauerkraut, Kimchi, Joghurt, Kefir, Quas und anderen traditionell fermentierten Lebensmitteln. Obgleich weniger leistungsfähig, sind probiotische Ergänzungen in medikamentöser Form eine weitere Option.

3. Grüner Tee

Wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Grippeerreger auf Sie zukommt, dann brauen Sie sich eine schöne Tasse grünen Tee. Grüner Tee ist reich an Katechinen und hat gezeigt, dass er die Funktion von T-Zellen verbessert und die Vermehrung des Influenzavirus durch Hemmung der Neuraminidase und des Hämagglutinins behindert. Eine japanische Studie aus dem Jahr 2011 fand heraus, dass Kinder, die eine bis fünf Tassen grünen Tee pro Tag konsumieren, eine geringere Anfälligkeit für Influenza haben. Das EGCG (Epigallocatechin-3-Gallate) im grünen Tee ist ein starkes Antioxidans, das zahlreiche gesundheitliche Vorteile für Ihr Gehirn, Herz, Knochen, Augen und andere Körperteile bietet. Es ist ratsam, Ihren Grüntee aus Japan statt aus China zu beziehen, um den Gehalt an industriellen Schadstoffen, wie z.B. Blei, zu minimieren.

4. Holunderbeere

Die nächste Berühmtheit in der natürlichen Grippeprävention ist die Holunderbeere oder Sambucus nigra. Eine norwegische Studie zeigte Grippekranke, die viermal täglich 15 ml Holunderbeerextrakt fünf Tage lang eingenommen hatten. Sie erholten sich vier Tage früher und benötigten weniger „Medikamente“ als Placebo. Holunderbeerextrakt hat auch gezeigt, dass er mehrere Stämme des Influenzavirus in vitro hemmt. Neben den antiviralen Eigenschaften aktiviert Sambucol das Immunsystem, indem es die Zytokinproduktion (zellregulierende Proteine) erhöht.

5. Sonnenhut

Zu guter letzt, hat Echinacea purpurea eine lange Tradition in der Anwendung bei Atemwegsinfektionen. Die Forschung untermauert seine Fähigkeiten, sowohl die Schwere als auch die Dauer der Grippesymptome zu reduzieren. Die Wurzeln von Echinacea haben zytokinmodulierende Eigenschaften.

Tschechische Forscher verglichen ein Echinacea-Getränk mit dem antiviralen Medikament Tamiflu (Oseltamivir) und fanden, dass die beiden Wirkstoffe gegen Grippe gleichermaßen wirksam sind – obwohl Echinacea weniger Komplikationen und Nebenwirkungen hervorrief. Echinacea hat sich als wirksam gegen die Vogelgrippe (H5N1, H7N7) und gegen die Schweinegrippe H1N1 (S-OIV) erwiesen. Eine Kombination aus Echinacea und Holunderbeeren hat sich als wirksam erwiesen, um das Vogelgrippevirus (H9N2) in einem infizierten Hühnerembryo abzutöten.

4 Kommentare

  1. Ich war 22 Jahre als staatl. gepr. Pharmareferent in einem international tätigen Pharmakonzern tätig und wir hatten unter anderem das Präparat Contramutan ® in unserem Programm, welches gegen grippale und fieberhafte Infekte eingesetzt wurde und noch wird. Der Hauptwirkstoff ist Echinacea angustifolia, also nicht das allgemein übliche E.- purpurea, weil sich Ersteres als sehr viel wirksamer erwiesen hatte. Die meisten Grippemittel bekämpfen zu über 90 % ohnehin nur die Symptomatik grippaler Infekte, nicht aber deren Ursache, also die Viren, so wie z.B. die Antibiotika direkt gegen Bakterien wirken. Auch Echinacin wirkt nicht direkt gegen die Viren, jedoch hatte man in diversen Studien herausgefunden, (z.B. auch durch eine gute deutsche Studie der Apotheker) dass der Wirkstoff Echinacin in der Lage ist einen starken protektiven Reiz auf das Immunsystem zu setzen, so dass sich vermehrt Neutrophile Granulozyten bildeten, welche im Blut nach Gabe von Contramutan ® sehr vermehrt nachweisbar waren. Diese Mikrophagen (Mikro-Fresszellen) welche zum Immunsystem zählen, sind in der Lage je ein Virus zu eliminieren und opfern sich dabei selbst. D.h. man muss das Echinacea Präparat einige Zeit 3 x täglich geben um das Immunsystem wieder so zu stärken, dass die körpereigene Abwehr viel schneller mit dem Infekt fertig wird. Die anderen ebenfalls rein pflanzlichen Substanzen, wirken auf die unangenehmen Symptome und helfen zur schnellen Genesung mit. Ich persönlich nehme seit 1974 in der kalten Jahreszeit immer einige Tropfen Contramutan® prophylaktisch und kenne seither keine Erkältungen oder massiveren grippalen Infekte mehr. Allerdings scheine ich aber auch von Natur aus über eine sehr starke körpereigene Abwehr zu verfügen, was nicht mein Verdienst ist. Ich werde diesen Monat 77 Jahre alt und war noch nie ernsthaft krank bis auf ein Rückenleiden im Lendenwirbelbereich durch die Autofahrerei (Außendienst) von dem ich aber geheilt wurde. Ich wünsche mir, dass dies auch so bleibt. Allerdings bin ich seit 1977 ein sog. Bibeltreuer Christ und Gott hat versprochen, dass wenn wir in seinen Wegen gehen und Jesus vertrauen, ER auch unser Arzt sein wird. 2.Mose 15,26 Bisher bin ich damit offenbar auch sehr gut gefahren.

  2. @ GC:
    – Vitamin D3: Amazon bzw. ebay
    – Probiotika: Fast jeder Lebensmittelladen oder Amazon / ebay
    – jap. grüner Tee: Amazon bzw. ebay
    – Holunderbeeren: Im kommenden Herbst mal selbst ernten gehen und die Beeren portionsweise einfrosten
    – Echinacea purpurea: Sonnenhutsamen kaufen und in die Erde bringen. Vor dem Winter dann die Wurzeln ernten.

  3. Wenn sie z.b. die Dissertation von Melanie Distl lesen oder andere Studien über Nachtschattengewächse , merken sie, dass Nachtschattengewächse (Tomate, Kartoffel, Aubergine, Peperoni u.a) den Körper relativ schnell schädigen und schwächen. Die Vergiftungssymptome der Nachtschattengewächse sind Grippeähnlich und werden vom Arzt, der der meistens keine Ahnung von diesen Zusammenhängen hat, auch falsch gedeutet.
    Früher wurde aus Tomaten Kortison hergestellt. Kortison unterdrückt das Immunsystem und genau das braucht unser Körper, ein starkes Immunsystem und nicht ein durch Nachtschattengewächse geschwächtes Immunsystem.
    Es wäre vor allem wichtig die Ursache an zu gehen und nicht erst wenn man schon Krank ist zu schauen, wie man wieder gesund wird.

    Quelle: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/9083/1/MYDistl_Dissertation_gesamt_03_05_07_neu.pdf

    Alles Gute wünscht
    Bruno Thürig
    http://www.krebs-ursache-heilung.ch

  4. Hört sich interessant an…nun hätte ich gerne noch Quellen an denen ich mir das jeweilige Mittel besorgen kann…wo bekomme ich:
    -Vitamin D3
    – Probiotika
    -geeigneten Grün en Tee
    -Holunderbeeren ( um diese Jahreszeit)
    – Echinacea purpurea

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