Jeder kennt grausame Bilder aus Konzentrationslagern sowie dazugehörige Berichte und Filme. Doch es gibt Realitäten fernab von Schulbüchern und Guido-Knopp-Dokumentationen. Wussten Sie beispielsweise, dass es in Buchenwald Lagergeld gab, mit dem sich die Häftlinge Bordellbesuche finanzieren konnten?

von Günther Strauß

„Weder in Dachau noch in Bergen-Belsen noch in Buchenwald sind Juden oder andere Häftlinge vergast worden. Die Gaskammer in Dachau wurde nie ganz fertiggestellt und „in Betrieb“ genommen. Hunderttausende von Häftlingen, die in Dachau oder anderen Konzentrationslagern im Altreichsgebiet umkamen, waren Opfer vor allem der katastrophalen hygienischen und Versorgungszustände: Allein in den zwölf Monaten von Juli 1942 bis Juni 1943 starben laut offizieller Statistik der SS in allen Konzentrationslagern des Reiches 110.812 Personen an Krankheiten und Hunger.“ Man mag es kaum glauben, doch diese Zeilen entstammen der Ausgabe 34/1960 der ZEIT.

Was vor fast 60 Jahren noch offen abgedruckt wurde, würde sich heute kaum jemand wagen, auszusprechen. Schließlich gibt es in der BRD eine eindeutige Rechtslage, die dem Bürger vorschreibt, was er zu dieser Thematik zu denken hat. Der Gummiparagraph 130 des Strafgesetzbuches bedroht alle, die glauben, der Paragraph 5 des Grundgesetzes (freie Meinungsäußerung) hätte vollumfänglich Bestand, mit empfindlichen Geld- und Haftstrafen. Somit ist es kaum verwunderlich, dass diverse Themen heute allenfalls noch hinter vorgehaltener Hand am Stammtisch oder im stillen Kämmerlein diskutiert werden.

Nicht nur die ZEIT ließ sich noch vor wenigen Jahrzehnten zum Druck von Aussagen, die heute definitiv strafrechtlich relevant wären, hinreißen. Auch die Kollegen des SPIEGEL beschäftigten sich mit der Thematik des Holocaust und zitierten in der Ausgabe 6/1979 Professor Martin Broszat, Leiter des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, mit den Worten, es habe „in den Konzentrationslagern im Reichsgebiet, wo bei Erschießungen und Menschenversuchen, an Entkräftung oder Seuchen weitere Millionen Juden wie Nicht-Juden sterben mussten, im allgemeinen zwar Krematorien (zur Verbrennung der im Krieg zum Teil massenhaft gestorbenen oder der getöteten Häftlinge), aber keine Vergasungsanlagen“ gegeben.

Das heute am häufigsten benannte und thematisierte Konzentrationslager ist Auschwitz. Um das polnische Lager ranken sich zahlreiche Mythen. Jedoch existieren auch viele nachgewiesene Fakten, von denen wir in der Folge einige zur Diskussion stellen wollen. In Auschwitz gab es beispielsweise eine eigene Fußball-Liga in der zahlreiche Mannschaften verschiedener Nationen miteinander konkurierten. Die britische Dailymail berichtete in einem Artikel unlängst über den Inhaftierte Ron Jones, welcher als begabter Torhüter für das walisische Team spielte. Wie Jones berichtete, mussten die Häftlinge sonntags nicht arbeiten, sodass sie ihre Freizeit nutzen, um Fußball zu spielen. Auf einem Fußballfeld außerhalb des Lagers. Ron Jones bezeichnete es als „großes Vergnügen“, jeden Sonntag Fußball spielen zu können. Haben Sie davon im Schulunterricht auch schon gehört oder dies in einem Geschichtsbuch gelesen?

Häftling Ron Jones (Mitte, hintere Reihe) – Torhüter des walisischen Teams in Auschwitz. Quelle: Daily Mail

Wussten Sie, dass die Arbeiter in Konzentrationslagern für ihre Leistungen mit Scheinen bezahlt wurden, die eigens zur Verwendung in Läden, Kantinen und sogar Freudenhäusern gedruckt wurden? Das Häftlingsgeldsystem war in Ghettos wie jenem von Lodz entwickelt worden, wurde dann in Lagern wie Auschwitz und Dachau eingeführt und bestand noch in den von den Alliierten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geführten „Displaced Person Camps“ (Lager für Entwurzelte). Ausführlich behandelt dieses Thema das Vierteljahresheft für freie Geschichtsforschung aus dem April 2002. Über Buchenwald liest man dort beispielsweise: „Jeder Gefangene erhielt bis zu 10 Mark pro Woche für den Kauf von Zigaretten in der Lagerkantine, andere Einkäufe, Bordellbesuche oder Sparguthaben. Die Vorschriften besagten, dass ein Bordellbesuch 2 Mark kostete, von denen 1,5 Mark von der SS einbehalten und 0,5 Mark für „Unkosten“ verwendet wurden.“ Bordellbesuche in Konzentrationslagern? Es klingt nahezu unglaublich, oder?

Konzentrationslager Oranienburg, 1 Mark Lagergeld, Quelle: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Nicht nur in Buchenwald gab es Bordelle für Häftlinge. Das erste von insgesamt zehn KZ-Bordellen wurde am 10.06.1942 in Mauthausen eröffnet. Bald folgten Gusen (Oktober 1942) und eine Kette weiterer Bordelle in Buchenwald (11.07.1943), Flossenbürg (Juli 1943), Auschwitz-Stammlager (Oktober 1943) und Auschwitz-Monowitz (15.11.1943), in Neuengamme (Frühjahr 1944), Dachau (11.05.1944) und Sachsenhausen (08.08.1944). Das letzte KZ-Bordell von allen wurde Anfang 1945 in Mittelbau-Dora ins Leben gerufen. Ein „wildes Bordell“ soll sich nach Aussage des Ex-Häftlings Samuel Ptsar in Auschwitz-Birkenau gebildet haben. Das alles ist gut belegt, doch die Quellen sind nicht jedem Bundesbürger ohne Weiteres zugänglich. Doch hätten Sie gedacht, dass so etwas in den Konzentrationslagern überhaupt möglich gewesen ist?

Blick aus dem Bordellraum auf den Appellplatz im KZ Mauthausen. Quelle: Süddeutsche Zeitung

Weitere Fragen, die sich im Hinblick auf die „Vernichtungslager“ stellen, sind: Warum gab es dort Sozialversicherungsnummern, und Krankenstationen? Und warum gab es Entlassungsscheine? Sie haben richtig gelesen, es gab tatsächlich Entlassungsscheine, es gab also eine Reihe Häftlinge, die lebendig die Lager verlassen konnten. Deckt sich dies mit den Informationen, die Ihnen Ihr Geschichtslehrer vermittelt hat?

Entlassungsschein des KZ Sachsenhausen für den Juden Heinrich Wohlauer, Quelle: Jüdisches Museum Berlin

Wussten Sie weiterhin, dass es in Auschwitz Swimming-Pools gab? Sie haben richtig gelesen. Auschwitz hatte zwei Swimming-Pools, einen für die SS-Männer und einen für die Häftlinge. Irgendwie passt diese Tatsache auch nicht recht zu den Informationen, die üblicherweise über das bekannte KZ in Umlauf sind. Was hatte es damit auf sich? Wozu brauchten die Häftlinge einen Swimming-Pool? Können Sie sich diese Frage beantworten?

Swimming-Pool für Lagerinsassen in Auschwitz-Birkenau, Quelle: Imgur

Warum haben Sie bisher noch keine dieser Tatsachen zu hören oder zu lesen bekommen? Kann es sein, dass Ihnen diese Fakte bewusst vorenthalten werden? Hat sich Ihr Bild von den Konzentrationslagern durch das Lesen unseres Artikels in irgendeiner Art und Weise geändert? Könnte es sein, dass es Kräfte gibt, die genau das nicht wollen? Wir sind der festen Überzeugung, dass Sie Ihren Verstand zielführend benutzen werden, um viele Fragen aus diesem Artikel für sich selbst zu beantworten. Halten wir es mit Immanuel Kant: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

22 Kommentare

    • Das „Z“ – ähnlich bei „Zorro“ – hat einen sprachlich psychologischen Effekt: Es ZISCHT so herrlich brutal! Natürlich hießen diese Lager in der Abkürzung damals „KL“, genau so, wie es auch in den Pässen gestempelt war!
      Aus genau diesem Grunde versuchte man die NATIonalen (ohne „Z“!) als „naZis“ zu STIGMATISIEREN! Auch durch das „Z“ sollte sprachlich psychologisch wohl der „Zionistischen Bewegung“ mehr Geltung/Achtung verliehen werden! Die Sprache verrät uns sehr viel! Da das „Z“ also „historisch“ negativ belegt war, wurde auch das Internationale Kongreß-Zentrum in Berlin mit der Abkürzung ICC versehen! Man anglisierte es, bzw. sie! Kein Architekt käme heute auf die Idee, doch recht sinnvoll in seinen Plänen ein Kinderzimmer mit „KZ“ abzukürzen! Statt dessen heißen die Bezeichnungen „Kind 1“, „Kind 2“ usw.!

    • Lies Dir den Bericht durch.Die KL waren Arbeitslager.

      Keine Vernichtungslager. Juden haben Nicht-Juden in der Sowjetunion vergast.Durch Gaswagen.Alles ganz einfach.

  1. Wenn der Deutsche das Märchen, frei erfunden von den Alliierten, nicht glauben will, dann bekommt er eine Strafe dafür.

    Herrgott nochmal, wann werden diese Welteroberer (USA und das Judentum) endlich begreifen, dass ihre Lügen den Boden unter den Füßen verlieren?

    Hitler hat den Vormarsch der Weltbank in den 30ern gestoppt weil dieses jüdische Bankentum eine uneingeschränkte Macht besaß die ganze Welt zu regieren.

    Mit dem WIllen Deutschland zu zerstören, sollte der 2. Wk Erfüllungsgehilfe dafür werden. Allein diese Tatsache kostete zig Millionen Menschen das Leben und läßt uns weiter in den extra für Deutsche geschaffenen Sumpf versinken.

    Ich rufe nicht mehr, ich warne nicht mehr und ich kämpfe auch nicht mehr, nein, ich warte auf den Tag welcher den Sturm auslösen wird, der die Kampfkraft des Deutschen gegen seinen Untergang offenbaren wird, der aber auch tödlicher Ernst sein wird und die dafür Verantwortlichen ihrem Schicksal zuführt.

    Der Sieg wird unser sein!

    • So dachte man früher auch und das Ergebnis war der Untergang. Ihre Analyse mag ja vielleicht zutreffen, jedoch bedarf es eines andereren Weges, die Finanzwelt zu ändern. Selbstverständlich sind die Kriege, Rohstoffkriege und Zentralbankkriege. Das liegt in der exponentiellen Funktion des Zinseszsins im Geldsystem begründet. Es ist ein mathematisches Problem, da der Zinseszins ohne Arbeits zu leisten und Werte zu schaffen, Einnahmen aus dem Nichts bringt, die umgekehrt wieder nur auf Schuld beruhen können. Nehmen Sie ein Beispiel: Zehn Menschen leichen sich 100 € von der Bank und müssen dafür 10 € mehr bei der Rückgabe bezahlen, also 110. Zur Überschaulichkeit nehmen wir an. Es gibt weltweit nur 10 Menschen. 100*10=1000 € werden herausgegeben, 100*10+10*10=1100€ müssen zurückgezahlt werden. So sollen die herkommen? Sie bleiben als Schuld. Jetzt werden Sie sage, ja das kann man doch mit dem komplexen riesigen Währungssystem nicht vergleichen. Doch nur weil es unüberschaubar ist (oder gerade deswegen) muß es nicht heißen, daß die Grundprinzipien dann nicht mehr gelten. Damit das System überlebt, müssen immer größere wirtschaftliche Erfolge erzielt werden, die die Zinsschuld tragen, sonst ist das Geld plötzlich nichts mehr wert. Das Geld hat denn Sinn als Tauschmittel längst verlassen und wird als Kriegsmittel eingesetzt, durchaus sehr elegant, wenn man so will.

      Erst dann, wenn die Menschen dieses System nicht mehr wollen, wird es das Momentum sich entwickeln, eine Änderung herbeizuführen und zu einem fairen Tauschsystem zu wechseln. Bis dahin ist das System mübermächtig und nach Sieg zu rufen wird der erneute Untergang sein, weil Geld viel zu mächtig ist.

  2. Meine Gratulation zu diesem mutigen Artikel, da wird sich die Maasi aber schwarzärgern.
    Ja das sit alles bekannt, nur nicht in der orthodoxen Holocaustforschung.
    Sämtliche Forscher vom Apotheker und Hobbyhistoriker Jean Claude Pressac, der von unseren Historikern als der rennomierteste Holocaustfachmann beschrieben wird bis zur Apothenose Guido Knoop müssen zugeben, dass es kein schriftlichen ,mündlichen Befehl für dieses singüläre Verbrechen gegeben hatte.
    In seiner Aporie erklärte der Holocaustforscher Raul Hilberg , dass die Nazis keine schriftliche, mündliche Befehle brauchten, da sie telepathisch miteinander kommunizierten. (kein Witz)
    Es gibt keine Dokumente nur Zeitzeugenaussagen, die in abenteuerliche Geschichten, wie Feuersäulen aus den Krematorien, (Krematorien können keine Flammen schlagen) die Meterhoch waren etc. münden.
    Im Gegensatz dazu haben aber revisionistische Forscher wie der ehem Präsident der Bauingeneurskammer Wien Walther Lüftl diese Offenkundigkeit als technisch unmöglich bezeichnet und diesen Mythos wissenschaftlich durch Bautechnuntersuchungen, chem Analysen siehe das Rudolf-Gutachten. widerlegt.

  3. Egal was darüber geschrieben und gesagt wird, der sogenannte Holocaust ist so gewesen wie es
    die Sieger gesehen haben und dient noch heute dazu den Deutschen ein zu reden, egal ob sie nach 1945 geboren sind, eine Erbschuld zu haben und sie der Sippenhaft zu unterwerfen.
    Sippenhaft bedeutet, für die sog. Wiedergutmachung Beträge jenseits der Billionen zu erarbeiten und
    an ein Mittelmeer Anrainer Land zu transferieren.

    • Die wenigsten verstehen, wie dieser Transfer wirklich funktioniert: Da mit der Euro-Einführung keine einheitliche zentrale Finanzpolitik in der EU geführt wird, sondern jedes Land seine Wirtschaftslage selbst reguliert, entstehen in jedem Land andere Inflationsraten, natürlich auch aufgrund der jeweiligen Wirtschaftsleistung. Hierin liegt der Trick: Zur Vereinfachung soll mit unrealistisch kleinen Zahlen gerechnet werden:
      1. Land: 1% Inflationsrate, bedeutet 70/1=70 Jahre Verdopplungszeit des Wärhungswertes. Sprich nach 70 Jahren ist alles doppelt so teuer.

      2. Land: 2% Inflationsrage: 70/2=35 Jahre Verdopplungszeit, nach 70 Jahren Vervierfachung

      3. Land 4% Inflationsrage: 70/4= 17.5 Jahre …, nach 70 Jahren 16-fach

      Einkommen jetzt und in 70 Jahren:
      1.Land 1000€ -> 2000€ (x2)
      2.Land 1000€ -> 4000€ (x4)
      3.Land 1000€ -> 16000€ (x16)

      Preise und Löhne steigen und die jeweiligen Faktoren, wohlgemerkt für die gleiche Leistung sowie

      • Waren. Diese Unterschiede werden bei nationalen Währungen durch Kurseveränderungen angeglichen. Bei einer einheitlichen Währung hingegen entfällt dies und das Land mit der höchsten Inflation erhält ohne die Arbeitsleistung eine virtuelle Kaufkraft gegenüber dem Nachbarland. Wer im Euroraum also hohe Inflation auslöst wird in gigantischen Summen reicher, während das Land mit der geringen Inflationsrate am meisten verliert und verarmt, ja zum Billiglohnland führt.

        Auf diesem indirekten Wege werden Reparationszahlungen gleistet, weil so Nachbarländer billig an Deutsche Waren herankommen, die sie sich nicht leisten könnten. Zudem unterstützt das Target2 Saldensystem die Finanzierung, da der Ausgleich ausbleibt. Deutschland gibt den Nachbarländern auch noch Geld, um unsere Waren zu kaufen. Deswegen verarmt Deutschland.

  4. Warum wohl wurden kurz nach den jeweiligen“Befreiungen“ der Lager,die greifbaren Lagerkommandanten möglichst schnell hingerichtet?Warum standen tagelang deutsche(polnische,tschechische usw) Wachleute zusammen mit den Alliierten „Befreiern“ zusammen auf den Wachtürmen?

    • Stimme dir zu.. so hab ich es auch gehört aus einigen Interviews von amerikanischen und englischen Veteranen.Ich weiss nicht ob die Videos noch bei youtube abrufbar sind aber einfach mal Rheinwiesenlager eingeben…wenn man sich da durchwühlt kommt man irgendwann zu diesen Interviews

  5. Abberr… es hett` doch kennen sejn…

    Es haben Vergasungen stattgefunden, und zwar von Laeusen.
    Das kann man nicht leugnen.
    Die iberliebenden Ektoparasiten warten immer noch auf Wiedergitmachung. /X=D

  6. Idiotisches Gewimmer, um ein Gewese von vor 75 Jahren. Wir werden noch
    staunen, wie viele „Nachbarn“ die Islamisten, aus unseren Wohnvierteln
    heraus piken, und schlachten. Weil wir zu behämmert sind das BRiD
    System still zu legen. Die Judenverfolgung war das Ergebnis einiger
    „Stadthalter“ welche sich nach 1918, genau wie 1949 Eigentümer der
    Deutschen unter den Nagel rissen. Ermutigt durch die Mächte im
    Hintergrund derer Seelenverwandtschaft City of London / Wallstreet.
    Es gibt bestimmt auch vernünftige Juden, heute unter uns. Ich habe
    zwar noch keine kennengelernt, aber die Hoffnung ist vorhanden.
    Leider ist das bornierte Regime Berlin / Jerusalem, die schlechteste
    Referenz, für gutes Miteinander zwischen normalen Menschen und
    Juden. Dazu müsste deren Arroganz, über uns zu verfügen, einer
    Intelligenz weichen. Diese sucht man heute nach soviel
    Geschichtsereignissen leider vergebens, bei den Zion,s

  7. Deutschland 1966: Aktion Sühnezeichen baut die Gaskammern in Auschwitz auf

    Vor gut 46 Jahren, 1966 , reisen 100 junge Deutsche im Rahmen der Aktion Sühnezeichen nach Polen und arbeiten im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz. Dort errichten sie u.a. Gaskammern. Der Leiter der Gruppe – sein Name wird in dem unten dokumentierten Zeitartikel nicht genannt – begründet die Bauarbeiten damit, dass die früheren Gaskammern deutscherseits gesprengt worden seien, um die Spuren zu verwischen. Er und seine Leute errichteten nun Gaskammern, damit die Besucher sie sehen und das Funktionieren dieser Todesfabrik kennnenlernen könnten.

    „Die „Aktion Sühnezeichen“ baut die Auschwitzer Gaskammern wieder auf
    Rund 100 junge Deutsche sind in diesem Jahr in der „Aktion Sühnezeichen“ nach Polen gereist und haben dort drei Wochen lang in den ehemaligen Konzentrationslagern Auschwitz, Chelmno, Majdanek, Stutthof und Rogoznica gearbeitet. Ein Redakteur der in Krakau erscheinenden katholischen Zeitung „Tygodnik Powszechny“ besuchte die Arbeitsgruppe in Auschwitz.

    Der polnische Journalist schildert den Tageslauf der Gruppe. „Sie wohnten im Block 22 und arbeiteten in den Ruinen der Gaskammern und des Krematoriums in Birkenau. Sie beteten in der Trauerkapelle im Hause der Salesianer-Pater – dem ehemaligen SS-Vorratslager.Nach dem Morgengebet und dem Frühstück begannen sie um 7 Uhr mit der Arbeit. Auf meine Frage über den Sinn dieser Tätigkeit erklärte der Gruppenleiter geradeheraus: In dieser Gaskammer mordeten die Deutschen unschuldige Menschen und bemühten sich, ihren Opfern noch zu Lebzeiten die Menschenwürde zu nehmen… Danach sprengten sie die Gaskammern und das Krematorium, um die Spuren zu verwischen. Die Ruinen verschlammten, teilweise wuchs Gras darüber. Wir säuberten sie und lassen sie neu erstehen, damit die Besucher sie sehen und das Funktionieren dieser Todesfabrik kennenlernen können. Auf diese Weise enthüllen wir das Verbrechen und büßen zugleich dafür.““

    Man mag es kaum glauben, doch diese Zeilen entstammen der ZEIT.
    http://www.zeit.de/1966/39/keine-deutschen-sondern-freunde

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein