Die Feinde der sogenannten Demokratie bei der Arbeit: Um legitime Proteste von unbescholtenen Bürgern nieder zu schlagen und zu verhindern, karren SPD und der Deutsche Gewerkschaftsbund auf Kosten der Steuerzahler ganze Busladungen mit Linksradikalen und gewaltbereiten Krawallmachern ins rheinland-pfälzische Kandel.

von Dirk Maxeiner

Kandel ist ein eher beschauliches deutsches Städtchen mit nicht einmal 10.000 Einwohnern. Bei airbnb werden immerhin 20 Unterkünfte in der „schönen Südpfalz“ offeriert, tripadvisor führt schöne Gaststätten auf, 14 davon in der Kategorie „deutsch“, jeweils acht „europäisch“ und „mediteran“, einmal „griechisch“ gibt’s auch noch. Zu einer Touristenattraktion hat sich der 2006 eröffnete Hochseilgarten „Fun Forest“ entwickelt. Die Kandeler selbst zieht es eher hinaus in die weite Welt, das örtliche Busunternehmen offeriert Fahrten nach Lourdes, zum Open Air-Konzert in Berlin, zu „Donau in Flammen“ in Linz und in das „Wein- und Ferienland Mosel“.

Kandel schlief friedlich vor sich hin, bis es, wie es Wikipedia euphemistisch umschreibt, durch einen „Kriminalfall in Kandel 2017“, bei dem ein „als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling eingereister, nach Sachverständigengutachten ca. 20 Jahre alter Afghane seine 15-jährige Ex-Freundin erstach“. Seitdem ist in Kandel Medienalarm. Sobald sich jemand zeigt, der ein Journalist sein könnte, holen die Bürger die Wäsche von der Leine und die Kinder von der Straße. In und um Kandel herum ist ein Stellvertreterkrieg um die Lufthoheit in der Debatte um die Zuwanderung ausgebrochen. Und darum, wer nun die Bürger von Kandel repräsentiert – und wer nicht.

Es begann mit einer Demonstration des Frauenbündnisses „Kandel ist überall“, das forderte, „endlich Konsequenzen aus den schrecklichen Verbrechen zu ziehen, die inzwischen überall im Land passieren“. Es wurde medial sogleich in die rechtsradikale Ecke bugsiert und – Gottseibeiuns – eine Nähe zur AfD festgestellt. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht mit der Ursache der Proteste auseinandersetzen muss, nämlich mit der Tatsache, dass sich Frauen in Deutschland vielerorts nicht mehr sicher fühlen – und zwar nicht nur solche, die in der Nähe der AfD gesichtet wurden.

Weil nun politischer Geländegewinn der AfD drohte, entstand unter Schirmherrschaft der Obrigkeit die Gegenaktion „Wir sind Kandel“, Unterstützer sind beispielsweise Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, ihr Vorgänger Kurt Beck und eine endlose weitere Reihe von Honoratioren des Landes, die alle für sich in Anspruch nehmen, Kandel zu sein. Das kleine Städtchen kann sich vor staatstragenden Neubürgern gar nicht retten. Nun ist für den kommenden Samstag wieder eine Demonstration von „Kandel ist überall“ angesagt, was naturgemäß eine Reaktion von „Wir sind Kandel“ erfordert.

Die Bösen von „Kandel ist überall“ werden immer mehr

„Die rechtspopulistischen Parteien und Gruppierungen schüren Ängste und Verunsicherungen bei den Menschen. Es werden Feindbilder beschworen und Institutionen unserer Demokratie in Frage gestellt“, gibt „Wir sind Kandel“ zu Protokoll, und wendet sich „gegen Hetze, Rassismus und Hass. Wir stehen für Demokratie, Respekt und Vielfalt“. Es sei denn, es handelt sich um „Kandel ist Überall“ oder – Gottseibeiuns – die AfD. Wobei mir eines nicht ganz klar ist. Man kann doch „endlich Konsequenzen aus den schrecklichen Verbrechen zu ziehen, die inzwischen überall im Land passieren“ (Kandel ist überall“), und für „Demokratie, Respekt und Vielfalt“ einstehen („Wir sind Kandel“). Irgendwie kann ich zwischen beiden Aussagen keinen rechten Widerspruch erkennen, eher im Gegenteil. Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht ums große Ganze, es geht ums Prinzip, es geht um den Endkampf Gut gegen Böse. „Wir sind Kandel“ (gut) gegen „Kandel ist überall“ (böse).

Nun haben die Guten von „Wir sind Kandel“ offenbar ein wenig Sorge, zahlenmäßig ins Hintertreffen zu geraten, weil die Bösen von „Kandel ist überall“ immer mehr werden, schließlich sind die überall. Um dieser Geisterarmee des Faschismus auf Augenhöhe entgegen treten zu können, wurde jetzt ein Joint-Venture von SPD und Deutschem Gewerkschaftsbund aufgelegt, das mit einer Busflotte tapfere Widerstandskämpfer aus Nah und Fern nach Kandel karrt, die dort einheimische Bürger simulieren sollen. Von Koblenz bis Trier und von Saarbrücken bis Worms stehen Busse bereit, um die Kombatanten kostenlos nach Kandel zu transportieren. Das erinnert ein bisschen an die Marne-Taxis, die der Legende nach im September 1914 französische Soldaten an die Front nördlich von Paris chauffierten, was zu einem glorreicher Sieg über den Erbfeind führte.

Aktuell kann es allerdings zu der aparten Verwicklung führen, dass ein Gewerkschaftsmitglied, das sich den Bösen von „Kandel ist überall“ angeschlossen hat, von den ebenfalls angereisten Tages-Kandelern ausgepfiffen wird, die sich zu „Wir sind Kandel“ hingezogen fühlen. Wobei Kandidat 1 (böse) mit seinen Mitgliedsbeiträgen, die Anreise von Kandidat 2 (gut) finanziert, allerdings ohne gefragt worden zu sein, ob er mit dieser Verwendung seiner Gewerkschaftsbeiträge einverstanden ist.

Busreise mit angeschlossener Propaganda-Veranstaltung

Weder die stellvertretende Landesvorsitzende der SPD, Julia Troubal, die zur kostenlosen Busreise mit Teilnahme an einer angeschlossener Propaganda-Veranstaltung eingeladen hat, noch der DGB Rheinland-Pfalz, der die Busse kostenlos zur Verfügung stellt, mochten sich bis gestern nachmittag auf eine Anfrage zur Sache äußern.

Die Kollegen von der Antifa reisen übrigens in der Regel individuell an. Wer dafür aufkommt, ist mir nicht bekannt. Ich kann hier lediglich darüber Auskunft geben wie dies in Thüringen gehandhabt wurde, als im fernen Dresden Demonstranten gegen Pegida gebraucht wurden.

„Zuschüsse aus dem Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit für Fahrten zu Gegendemonstrationen bei rechtsextremistischen Aufmärschen“ heißt ein Schriftstück (Drucksache 6/946 vom 21. August 2015), das die Thüringer Landesregierung 2015 zähneknirschend auf eine kleine Anfrage im Landtag hin veröffentlichen musste. Demnach flossen zwischen 2012 und 2015 genau 41.263,20 Euro als staatliche Transport-Zuschüsse an entsprechende Gruppierungen. Der Begriff „gelenkte Demokratie“ bekommt angesichts der Busverschickungen jedenfalls eine ganz neue Bedeutung.

Staatsaufmärsche für „Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ waren im politischen Arsenal der Bundesrepublik sehr lange Zeit nicht üblich. Angefangen hat damit Gerhard Schröder, der die Massen mit seinem „Aufstand der Anständigen“ in Marsch setzte. Auch sein lupenrein demokratischer Freund Putin lässt ganz gerne Claqueure aufmarschieren. Es wird für die Regierenden hierzulande allmählich schwierig, sich über dessen Methoden zu beschweren.

18 Kommentare

  1. Hier soll das Prinzip „teile und herrsche“ wirken.
    Wie in vielen Büchern, z. B. von Thomas Barnett „Der Weg in die Welt Diktatur“, „Drehbuch für den dritten Weltkrieg“, beschrieben, wird. Scheint ja zu klappen.
    Die Gesellschaft wurde geteilt ,bekämpft sich gegenseitig und die Verursacher dieser Misere, ,die Bundesregierung, geht in Vergessenheit.
    So läuft das.

  2. Im Keim ersticken…..und das noch bezahlt. Ich denke hier will man durch Abschreckung (im Sinne von Gegendemos der Antifa) einfach die Bewegung klein halten.

  3. Das ist nur konzequent von dieser Schmarotzerbande. Die Antifa-SA macht heutzutage ihren Auftragsterror nicht mehr unsonst, sie will daran verdienen bevor sie in den Öffentlichen Dienst eingestellt werden. So ist das in der totalen Marktwirtschaft des Turbo-Kapitalismus´.

  4. Kommentar in der tagesschau sinngemäß: Diesmal wagten es auch Kandeler Bürger an der Demo gegen Rechte teilzunehmen, die sich vorher wegen möglicher Übergriffe Rechtsradikaler nicht getraut hatten.

    Wieder ein Paradebeispiel falscher , tendenziöser Berichterstattung. Von welcher seite flogen danach Flaschen und andere Gegenstände? Klar, aus immer der selben Richtung.

  5. ANTIFA – sind Merkels Kampfgruppe und die werden durch ihr Abnicken gefördert und sehr gut bezahlt.
    Merkel braucht diese Roten Faschisten um ihr Zerstörungswerk weiter führen zu können.
    Alle die sich daran beteiligen werden bald vor einem ordentlichen Gericht stehen und sich verantworten müssen wenn das Volk endlich wach wird.

  6. Die jüd. Kommunisten waren und sind des Teufels.Sie hassen sich selber, weil sie das Bessere nicht vertragen. Ihre Minderwertigkeitskomplexe lassen sie in geistigen der Gosse landen

    Faschismus gab es nur in Italien, der Rest ist mentaler Müll.

  7. Kommt, Freunde der Nacht…erinnert euch endlich mal wieder daran, warum ihr im Duden Männer genannt werdet…zieht den Finger aus dem Arsch und kämpft endlich für euer Land und beschützt die Frauen vor dem SAntifa Mob…! Wo sind denn all die harten Jungs in Deutschland hin…Biker, Hools, etc.? Sitzt ihr nur noch auf dem Sofa mit dem Blähstäschn-Pad in der Hand oder in der Hose bei der Pornoflatrate und lasst die, die dieses Land aufgebaut haben und dafür auf die Straßen gehen, ins offene Messer der degenerierten SAntifa-Ärsche laufen…?

    „Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein begangenes Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert.“ Edward Snowden, US-Whistleblower!

    • In Deutschland ist derjenige der Schuft, der ein Verbrechen aufdeckt und bekanntmacht, aber nicht der Verbrecher. Das war schon lange vor Snowden bekannt und bestätigt sich immer wieder.

      Sagt einer, der seit Ende der 50er Jahre mitgeholfen hat am Wiederaufbau. Und zwar zehn gut Jahre, bevor die ersten fleißigen türkischen Gatarbeiter bei uns eintrafen. Da war schon weitestgehend aufgebaut, Siggi. Hätten wir alten West- und Ostberliner gewusst, was unserem nunmehr (nach dem Kabarett „Die Insulaner“) schönem Festland wird, es hätte sich keiner vorstellen können. Bevölkerungsaustausch kann nämlich auch innerhalb eines Staates passieren.

  8. Die Aufregung in diesem Artikel versteh ich nicht.
    Sind doch alles „unsre Kinder und Enkel“.
    Wer hat denn da bei der Erziehung „unserer Kinder und Enkel“ versagt?
    Doch anscheinend wir, die „Eltern und Großeltern“.
    Und nun kriegen wir zu recht eins „in die Fresse“ und werden hoffentlich alle aus dem Haus gejagt, was wir uns krampfhaft auf Kosten der „Kindererziehung“ zusammengekrampft haben.
    Und das diese einspazierten Nigger sich die alten Weiber zum ficken nehmen ist doch absolut unverständlich, wo wir doch so viele hübsche und fette Mädels als „Enkel“ haben, die doch bloß drauf warten, mal „richtig hergenommen“ zu werden, was die schwulen Weicheier eh nicht bringen.

    • Tja, Schuld sind immer die Eltern. Von meinen 3 Jungs sind 2 links und für bunte Vielfalt. Der älteste und ich stehen eher der AFD nahe.
      Woran kann das liegen? Als arbeitender Vater sieht man seine Kinder vielleicht 12 Stunden in der Woche. Viel mehr Einfluss haben linke Lehrer

    • Das fing mit der sogenannten antiautoritären Erziehung an. Mann muss kein Freund des Rohrstocks sein, um auch hier ganz normale Mittelwege zu erkennen. Den Rest hat dann eine überwiegend linke Lehrerschaft besorgt. So wie an der Börse die hausse die hausse nährt, so nährt eine linke Beeinflussung an Schulen und Unis weiteren Linkeextremismus.

  9. Jaja, die neue SA muss aufmarschieren! Im Gewand des Anti-Faschismus!

    Wieder einmal werden im Dienste des „Staates“ friedliche Bürger drangsaliert und terrorisiert!

    • Die SA ist einst aufmarschiert GEGEN die jüdisch-kommunistischen Antifaschisten,
      um die echte Opposition und die friedlichen Bürger vor dem roten Mob im Dienste des „Staates“ zu schützen.

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