Der französische Verband der Imker wirft dem Leverkusener Konzern Bayer den Vertrieb schädlicher Substanzen vor. Vor wenigen Wochen stimmten sowohl die USA als auch die EU der Fusion von Bayer und Monsanto zu.

von Norbert Zerr

Glyphosat wird nach der umstrittenen Fusion jetzt von Bayer hergestellt. Die französischen Imker konnten in Honig Glyphosat-Rückstände nachweisen und haben Anzeige gegen den Chemiekonzern Bayer erstattet. Glyphosat ist Hauptbestandteil des Pflanzengifts „Roundup“, das jetzt zu Bayer gehört. Der Verband vertritt rund 200 Imker und wirft Bayer den Vertrieb schädlicher Substanzen vor. Ein Imker des Verbands konnte seinen Honig nicht an einen Großhändler verkaufen, da dieser bei Laboruntersuchungen Rückstände von Glyphosat festgestellt habe. Die Imker vermuten, dass der Honig durch den Einsatz von Roundup auf benachbarten Rapsfeldern verunreinigt wurde. Der Verband hofft jetzt, dass die Behörden denn Fall untersuchen.

Im Herbst 2017 hatte Frankreichs Präsident Macron angekündigt, Glyphosat verbieten zu lassen. Die EU hatte den Einsatz von Glyphosat für weitere fünf verlängert. Die Abstimmung über das geplante Verbot Macrons scheiterte jedoch Ende Mai in der französischen Nationalversammlung. Glyphosathaltige Unkrautvernichter werden noch immer tonnenweise eingesetzt. Nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch von Gärtnern und Hobbygärtnern. Die schädlichen Auswirkungen auf Natur und Mensch werden verharmlost oder geleugnet. Wer Glyphosat eine Schädlichkeit nachweisen konnte, wurde von Monsantos Anwälten zum Schweigen gebracht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte sich in die Diskussion um die Schädlichkeit von Glyphosat eingeschaltet und hat nachgewiesen, dass Glyphosat hoch gesundheitsschädlich ist und Krebs auslösen kann.

Glyphosathaltige Unkrautvernichter (z. B. Roundup) sind sogenannte Breitbandherbizide, die für fast alle Pflanzenarten giftig sind. Hersteller ist der Agrochemie- und Gentechnikkonzern Monsanto, der jetzt von Bayer gekauft wurde. Der Konzern macht heute allein mit Roundup einen Jahresumsatz von 2 Milliarden US-Dollar. Dahinter steht eine mächtige Lobby. Nachvollziehbar, dass sich die Lobby-gelenkten Politiker in Brüssel nicht gegen den US-Konzern gestellt und für den weiteren Einsatz von Glyphosat gestimmt haben.

3 Kommentare

  1. Ich möchte hiern ichts unwahres behaupten nur gehen mir seit langem Einige fragen durch den Kopf! Warum haben die Amis ihre Giftküche an den Deutschen Bayerkunzern verkauft??? Könnte das mit der bevorstehenden Weltweiten Klagewelle zutunhaben! oder gar mit der Vernichtung eines weiteren deutschen Industriezweigs nach der Atom indistrie/ Kraftwerksbau, Eisenbahnbau(transrabit ) der in Cina ein renner ist, und den Autokonzernen,(die ganze welt Baut schlechtere aber sehr,sehr viele Diesel!) nun auch die Cemiche Industrie! Warum wurde nich schon vor Jahrzehnten begen die Amis und ihte Giftküche geklagt!??? watum haben die Deutschen gekauft mit wessen Geld! ???? kommt mir doch alles etwas merkwürdig vor! 😉

  2. Die Bayer-Werke haben Monsanto uebernommen. Wenn jetzt in Amerika Anklage gegen Monsanto eingereicht wird und die Gerichtsverfahren kommen ins Rollen, muessen sich die Bayerwerke warm anziehen, denn die Amerikaner haben eine andere Vorstellung von Entschaedigungen ($).

  3. Hat man doch geschickt eingefädelt! Die Fusion macht’s möglich. Bekommt der Franzose recht, zahlt Bayer und Deutschland und weitere werden folgen.
    Ach ja, erinnert irgendwie an VW und so weiter und so fort. Die Ausrottung findet auf allen Ebenen statt

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