Die Überschrift hat zwei Bedeutungen. Einmal täuscht sich der Bürger selbst, wenn er glaubt, dass die Integration der Massen an Zugewanderten aus kulturfremden Ländern, von Einzelfällen abgesehen, funktioniere oder auch nur funktionieren könne. Zum anderen wird er vom politisch-medialen Komplex bewusst darüber getäuscht, dass eine wirkliche Integration in die Kultur Deutschlands überhaupt nicht beabsichtigt ist.

von H. W. Ludwig

Integration ist Ziel und Ergebnis von Einwanderung, von Immigration. Kriegsflüchtlinge sind keine Einwanderer, sondern Schutzsuchende, die wieder zurück müssen, wenn kein Schutzbedürfnis mehr besteht. Müssen oder wollen sie bleiben, sind sie wie Einwanderungswillige zu behandeln. Zentrale Voraussetzung für gelingende Integration ist einerseits, dass das Ziel-Land unter selbst gesetzten Bedingungen bestimmen kann, wen es als Einwanderer aufnehmen will, so dass auch die Bevölkerung bereit ist, diese Menschen in die eigenen Reihen zu integrieren. Andererseits muss der Zuwanderer selbst den festen Willen haben, sich in das Land zu integrieren und die dazu gestellten Bedingungen zu erfüllen.

Voraussetzung für erfolgreiche Integration ist natürlich auch, dass Einwanderung nur in dem Maße zugelassen wird, in dem sie nach den vorhandenen Möglichkeiten geordnet durchgeführt werden kann, damit Integration gelingt. Diese muss kontrolliert und diejenigen müssen abgeschoben werden, die sich nicht ausreichend integrieren.

Die zumeist ohne Papiere gegen Gesetz und Verfassung unter Missbrauch des Asylrechts ins Land gelassenen kulturfremden Menschenmassen sind von den Repräsentanten des Volkes nicht als geeignete Einwanderer ausgesucht, werden der Bevölkerung ohne Rücksicht auf deren Bereitschaft und Zustimmung vor die Nase gesetzt und sind schon rein quantitativ unmöglich in der notwendigen Weise integrierbar. Dies allein zeigt schon, dass von der herrschenden Klasse auf Integration in Wahrheit kein Wert gelegt wird, sondern dass sie andere Motive haben.

Es ist nicht nur die Bereitschaft der aufnehmenden Bevölkerung nur zum Teil vorhanden, auch die Zuwanderer haben im allgemeinen nicht den Willen, sich in das Land zu integrieren. Sie kommen primär entweder als Schutz suchende Flüchtlinge oder – angelockt durch Werbevideos, weltweit verkündete offene Grenzen und ein komfortables Sozialsystem – um ein angenehmeres, besseres Leben zu finden.

Der ägyptisch-stämmige Politologe Hamed Abdel-Samad, der sich selbst aus eigenem Bemühen voll integriert hat, weist darauf hin, dass in den Sozialwissenschaften Integration nicht nur aus Sprache, Bildung und Arbeit bestehe, sondern auf vier Ebenen gemessen werde:

1. auf der strukturellen Ebene, die aus Bildungs- Arbeitsmarktdaten und weiteren strukturellen Daten etwa zur Gesundheit besteht

2. auf der kulturellen Ebene, die sogenannte Signifikanten umfasst wie Fragen zum Kopftuch, zur Teilnahme am Sport- und Schwimmunterricht oder zur Sprachkompetenz

3. auf der sozialen Ebene, wo sich Integration z.B. durch die Anzahl der Freundschaften, Vereinsmitgliedschaften und weitere Außenkontakte wie das Verhältnis zu Nachbarn bemessen lässt

4. und schließlich auf der identifikativen Ebene, mit der die emotionale Verbundenheit mit bzw. die Zugehörigkeitsgefühle zu einem Land bewertet werden.

„Wer nur die Erfolge auf dem ersten Feld preist, und von gelungener Integration spricht, erzählt den Menschen in diesem Land ein Märchen. Nur wenn Erfolge auf allen vier Gebieten verzeichnet werden können, ist eine Integration wirklich gelungen.“ „Eine fundierte (Aus-)Bildung, Sprachkompetenz, ein Studienplatz oder ein guter Job sind wichtige Voraussetzungen, aber keine ausreichenden Belege für eine gelungene Integration. Denn sie sagen nichts darüber aus, ob jemand die westlichen Werte ablehnt oder gar verachtet.“

In den aus vorderasiatischen und afrikanischen Kulturkreisen stammenden Immigranten bestehen auch durch ihre kulturelle und religiöse Prägung große Hindernisse, sich in ein westliches Land wie Deutschland voll integrieren zu wollen oder überhaupt zu können. Zum einen sind sie im Gegensatz zur europäischen Menschheit seelisch noch sehr stark in Abstammungsgemeinschaften verankert. Die Familie, die Sippe sind als Kollektive die bestimmenden sozialen Kräfte, denen der Einzelne weitgehend untergeordnet ist. Er empfindet sich auch in der Regel nicht als eine davon unabhängige Persönlichkeit mit eigenen Lebensvorstellungen, sondern als ein Glied der Gemeinschaft, ohne die er nicht leben könnte, deren Zusammenhalt und Lebensregeln ihn mitumfassen und seine Lebenswege stark bestimmen.

Bei den überwiegend dem Islam angehörigen Immigranten verbindet sich die Stellung des in der Blutsgemeinschaft gebundenen, der Autorität des Sippen- oder Stammesältesten unterworfenen unselbständigen Menschen mit der Stellung des Allah völlig Ergebenen, Unterworfenen, der seinen Worten und Gesetzen unbedingten Gehorsam schuldig ist. Der Wille Allahs aber ist total und umfasst alle Lebensbereiche, auch den politisch-rechtlichen. Das ganze Leben muss Abbild des religiösen Lebens des Islam sein.

Das bedeutet einen prinzipiellen Konflikt mit den europäischen Lebensverhältnissen und Gesetzen, die auf der „freien Entfaltung der Persönlichkeit“ beruhen. Sie ist ein Natur- und Grundrecht des deutschen Grundgesetzes, das dem Staat vorhergeht und von ihm nicht verändert werden kann. Die daraus entstehenden individualistischen Freiheitsrechte und demokratischen Lebensformen sind mit den Prinzipien der Blutsgemeinschaft und dem totalitär-theokratisch ausgerichteten Islam unvereinbar. Islam und Blutsgemeinschaft sind prinzipiell Antipoden der freien Individualität. Sie haben die Emanzipation des Menschen aus dem Gruppenhaften zur Individuation, wie sie das Abendland vollzog, nicht mitgemacht.

Daher ist eine Integration von Menschen, die am Islam und der Bestimmung durch die Blutsgemeinschaft festhalten, in die europäischen Gesellschaften, die in der Tradition der Entwicklung zur freien Individualität stehen, prinzipiell nicht möglich. Integration erforderte eine innere Emanzipation aus den islamischen und blutsmäßigen Banden. Hamed Abdel-Samad, Sohn eines islamischen Imam, formuliert aus seinen Erfahrungen eindeutig: „Integration kann aus meiner Sicht nur gelingen, wenn das Individuum sich vom Würgegriff des Kollektivs befreit und seinen eigenen Weg in die freie Gesellschaft beschreitet. Sie kann nur gelingen, wenn der Einzelne alle moralischen und gesellschaftlichen Mauern zwischen sich und der Gastgesellschaft eliminiert und sich ohne Wenn und Aber mit seiner neuen Heimat und deren Werten identifiziert. Geschieht dies nicht, findet keine Integration statt, selbst wenn uns das manche Studie glauben machen will.“

Abdel-Samad hat selbst realisiert, was er hier an radikalen Integrationsschritten fordert. Er schreibt über seinen eigenen Weg: „Ich habe gelernt, mich von allen Bindungen zu lösen, die mein Weltbild oder meine Meinung hätten beeinflussen können. … Heute lebe ich unter ständigem Polizeischutz. … Ich war noch nie unfreier in meiner Bewegung als heute, aber ich war noch nie freier im Geiste als jetzt. Ich hasse niemanden und beabsichtige nicht, irgendjemanden zu kränken, doch ich stehe zu meiner Meinung, egal zu welchem Preis. Ich repräsentiere bestenfalls nur mich selbst. … Ich selbst definiere meine Identität in erster Linie über die simple Tatsache, dass ich ein Mensch bin. Ein Mensch, der mit der Mehrheit der Erdbewohner die gleichen universellen Werte teilt. … Ich brauche keine Gruppe oder Gemeinschaft, die mir bestätigt, dass ich recht habe. Ich brauche nur Luft zum Atmen, etwas zum Essen und Meinungsfreiheit. All das hat mir Deutschland als freies Land zugestanden. …Ein Schriftsteller, der sich kritisch zum Islam äußert, braucht rund um die Uhr Polizeischutz. Dass der Staat mir diesen Schutz uneingeschränkt zur Verfügung stellt, zeigt, dass die Meinungsfreiheit immer noch ein hohes Gut ist. Es zeigt aber auch, dass es Bedrohungen von innen und außen gibt, die danach trachten, das, was dieses Land ausmacht, zu zerstören.“

Eine solche innere Emanzipation geschieht nur bei relativ wenigen. Die allermeisten bleiben mehr oder weniger den alten antifreiheitlichen Bindungen verhaftet und bilden Parallelgesellschaften, die wachsendes gesellschaftliches Konfliktpotential in sich tragen.

Nach Einschätzung des syrisch-stämmigen Politologen Bassam Tibi, emeritierter Professor der Uni Göttingen, leben 90 % der Muslime in Deutschland praktisch in Parallelgesellschaften. Die Migrantenviertel der Großstädte, die teilweise unzugängliche „No-go-Areas“ bilden, sind nur besondere Konzentrationen der Parallelgesellschaften. Dies ist in allen europäischen Metropolen der Fall. Hamed Abdel-Samad schildert aus seinen Studien in Paris, Marseille, Brüssel, Amsterdam, Aarhus, Kopenhagen, Malmö, Bonn und Berlin: „Überall in diesen Zonen trifft man auf die gleichen Phänomene: abgeschottete Communitys, die ihre Mitglieder, besonders die Frauen, streng überwachen und mit Skepsis und Verbitterung auf die Mehrheitsgesellschaft blicken. Überall hört man von den gleichen Problemen: soziales Elend, Zunahme von Kriminalität, Gewalt und Schießereien, Drogenkonsum und Arbeitslosigkeit. Überall sieht man verschleierte Frauen, die Angst haben, fotografiert zu werden, und große Gruppen junger Männer, die herumhängen.“

„No-go-Areas … funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Das Kollektiv bestimmt, wie sich die Individuen zu verhalten haben. … Überall dort, wo das Kollektiv das Sagen hat, gibt es keine Freiheit. Und da, wo die Freiheit fehlt, gibt es keine Integration.“

„Eine unselige Allianz von konservativem Islam, türkischem Nationalismus und kriminellen arabischen (Familien-) Clans bestimmt die Geschehnisse in vielen Migrantenvierteln. Allein in Berlin herrschen zwanzig Clans mit 9.000 Mitgliedern über fünf Stadtviertel. Früher machten sie Geld durch Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Zuhälterei, jetzt betreiben sie Geldwäsche durch Immobiliengeschäfte. … Über Drittmänner kauften sie etwa in Berlin Immobilien, die sie dann der Stadt für teures Geld als Unterkünfte für Flüchtlinge anboten. Auch in Sicherheitsfirmen haben sie schon lange ihre Finger drin. … Altbekannt … ist die Tatsache, dass diese Clans häufig die sogenannten Friedensrichter stellen, die vermeintlich nur innermuslimische Streitereien schlichten und nach Scharia-Regeln lösen. Tatsächlich vereiteln diese selbst ernannten Richter polizeiliche Ermittlungen und decken die kriminellen Machenschaften der Clans. Sie haben eine Paralleljustiz etabliert, wachen über Sitten und Moral im Viertel und kontrollieren das Verhalten junger Frauen. Gleichzeitig erleben wir seit Jahren ein Erstarken des politischen Islam in Deutschland. Die Moscheen sind das wichtigste Einfallstor. Die meisten dieser Moscheen werden vom Ausland finanziert und gelenkt, namentlich von der Türkei oder den Golfstaaten. Nicht nur das Geld kommt aus dem Ausland, sondern auch die Theologie, die in den Moscheen gepredigt wird. Diese Theologie hat mit der Lebenswirklichkeit der Muslime in Europa nichts zu tun, sie verschärft nur den Identitätskonflikt, mit dem vor allem junge Muslime ringen.“

Wie sollen sich junge Frauen aus einem solchen Milieu emanzipieren und ihren Weg in Deutschland machen? Es gibt unzählige tragische Fälle solcher Versuche. Sie bezahlen einen hohen Preis. Sie müssen nicht nur die Familie verlassen, sondern das ganze Milieu meiden. Und wo sie sich auch aufhalten, müssen sie immer damit rechnen, dass die Familie ihnen auf die Spur kommt. Möglichkeiten der Kontrolle sind in den Zeiten der Digitalisierung und Vernetzung sehr groß. „Ein solcher Ausbruch erfordert eine enorme soziale und emotionale Anstrengung, der die meisten nicht gewachsen sind, weshalb sie sich – notgedrungen – fügen.“

Manche sehen sich auch gar nicht als Opfer der unterdrückenden Gruppenstrukturen und verdrängen sie. Andere handeln Deals mit der Familie aus, dass sie z.B. studieren dürfen, dafür aber bis zur Heirat zu Hause bleiben. Dann werden sie dem Ehemann übergeben, von dem sie hoffen, dass er ihnen ein wenig mehr Freiheit lässt. „Zu keinem Zeitpunkt ist die junge Frau imstande, selbst zu entscheiden, wie sie leben möchte. Sie muss sich der Familie, der Community und später dem Mann fügen, bis sie irgendwann selbst glaubt, all das geschehe zu ihrem Schutz und zu ihrem Wohl. Und so etabliert sich die schlimmste Sorte von Zwängen, nämlich die Unterwerfung, die als vermeintliche Freiheit verkauft wird. … Die Kontrolle der muslimischen Frau in der Community wird durch die Kontrolle ihrer Sexualität definiert. Es ist völlig egal, ob ein Migrant aus der Türkei, dem Libanon, aus Albanien oder Afghanistan eingewandert ist, sein Horrorszenario ist, dass seine Tochter ihre Sexualität jenseits der Ehe ausleben könnte. … Dass eine junge Frau mit dem Schlimmsten zu rechnen hat, wenn sie ausbrechen und anders leben möchte, zeigte die Ermordung von Hatun Sürücü im Jahr 2005. Die Tat erschütterte nicht nur Berlin. Als der Richter den mutmaßlichen Täter, einen Bruder von Hatun Sürücü, nach dem Motiv fragte, antwortete er: ´Sie wollte wie eine Deutsche leben`“.

Der westliche freiheitliche Lebensstil, mit dem sie gegen Regeln und „Ehre“ der Familie verstieß, war der Anlass für eine offene Hinrichtung auf offener Straße, mitten in Berlin.

Zwangsverheiratungen verschärfen die Situation vieler Mädchen. Nach einer Studie der Berliner Charité nehmen sich junge Frauen mit vorwiegend türkischem Migrationshintergrund doppelt so häufig das Leben wie gleichaltrige deutsche Mädchen. Nur denjenigen jungen Frauen gelingt es in der Regel, sich den Kontrollen zu entziehen und sich zur Selbstbestimmung zu emanzipieren, die in säkularen und areligiösen Familien außerhalb des Migrantenmilieus aufwachsen.

Hamed Abdel-Samads Erkenntnisse basieren weniger auf Statistiken, die nach seinen Beobachtungen durch die Auswahl der Befragten und die Art der Fragstellungen vielfach nur gewünschte Ergebnisse bringen, sondern hauptsächlich auf zahlreichen Interviews mit Migranten und mit Flüchtlingen aus dem Irak und aus Syrien, deren Vertrauen er erst langsam und in wiederholten Gesprächen gewann, in denen sich ihre Antworten auch veränderten. „Einer, der im ersten Interview sagte, er sei einzig wegen der Demokratie nach Deutschland gekommen, sagte einige Wochen später im Gruppengespräch: ´Ehrlich gesagt, wenn es für mich in Deutschland keine Sozialhilfe gibt, werde ich morgen schon nach Aleppo zurückkehren.`“

Abdel-Samad besuchte Schulen und sprach mit muslimischen Schülern über die Probleme der Integration. Der Abiturient Tugay, gläubiger moderater Muslim, der sich nicht nur als integriert, sondern als Deutscher bezeichnet, sieht, dass entscheidende Weichen schon in der Schule falsch gestellt würden. Bei den meisten muslimischen Schülern bestehe kaum Bereitschaft, sich anzupassen. Wirkliche Integrationsarbeit finde auch durch die Lehrer kaum statt. „Es wird Wissen vermittelt, aber nicht die deutschen Werte.“ Seine Kritik richtet sich aber auch gegen die muslimischen Familien und Moscheen, die die Arbeit der Schule verhindern und zunichte machen würden. Die meisten Schüler seien türkisch-nationalistisch oder islamistisch gesinnt. Viele seien Antisemiten und sympathisierten mit dem IS. „Tugay bestätigt, was ich selbst an einigen Schulen beobachten konnte“, fügt H. Abdel-Samad an. „Für Tugay sollten Schulen und Kindergärten die Orte sein, an denen jungen Menschen mehr vermittelt wird als nur Wissen. Wo sie auch lernen, dass sich Kulturen gegenseitig befruchten, nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Doch da werde viel Potenzial verschenkt. Und so entstehe ein Vakuum, das andere nur zu gerne füllen.“

Der Islam-Unterricht in den Schulen ist ein „Trojanisches Pferd“. In der Theorie erhofft man sich von einem wissenschaftlich fundierten Unterricht eine bessere Integration der jungen Muslime und einen effektiveren Kampf gegen die Radikalisierung. Doch die Mehrheit der Lehrstühle an den Universitäten, an denen die Religionslehrer ausgebildet werden sollen, „strebt eher eine Fortführung der klassischen islamischen Theologie an. Ihre Vertreter fühlen sich in erster Linie dem konservativen Islam verbunden, sie verfolgen ganz andere Ziele als das, den Islam für Vernunft und kritisches Denken zu öffnen.“ Und „die Tatsache, dass konservative Islamverbände die Hauptpartner des Staates in Sachen Islamunterricht sind, lässt die Befürchtung aufkommen, dass der konservative, organisierte Islam mehr Einfluss auf die Schulen gewinnen wird.“

Ahmad Mansour, arabischer Israeli, selbst ehemaliger radikaler Islamist, arbeitet heute in Berlin seit Jahren als Islamismus-Experte und Psychologe in Projekten gegen Extremismus. Er hat Hunderte von Schulen aufgesucht und Fortbildungen mit Lehrern durchgeführt. An all diesen Schulen nahmen mindestens 50 % der muslimischen Schülerinnen nicht am Schwimmunterricht teil. Viele muslimische Schüler, so bestätigten alle Lehrer, verträten antisemitische Ansichten, Verschwörungstheorien und die Unterordnung der Frau unter die Herrschaft des Mannes. „Ich habe mit vielen Schülern geredet, sie sagten: Ich bringe meine Schwester um, wenn sie Sex vor der Ehe hat. Deshalb kann man nicht von Einzelfällen reden, sondern von einem gefährlichen Phänomen.“

Ahmad Mansour spricht daher von einer ganzen Generation junger Muslime als der „Generation Allah“, die dem Islamismus verfallen sei. Anders als die meisten anderen Islamismus-Experten redet er nicht von Zehntausenden, sondern von Hunderttausenden Islamisten bzw. Sympathisanten der islamistischen Ideologie. Nicht Armut und Diskriminierung seien die Hauptursache für die Radikalisierung, sondern die Ideologie selbst. „Es ist eine ganze Generation von jungen Menschen, die unter uns leben und die die Zukunft des Landes prägen werden. Sie sind nicht nur abgehängte Jungs, die sich radikalisieren, weil sie keine Teilhabemöglichkeiten haben, sondern darunter sind junge Ärzte und Rechtsanwälte, Rapper und Sportler, die als superintelligent gelten, dennoch ein radikales Welt- und Gesellschaftsbild haben und dies auch verbreiten. Selbst in politischen Parteien wie der SPD oder der CDU sind sie aktiv und versuchen, dort ihre Agenda unterzubringen und die Debatte über den Islam zu manipulieren. … Nach den Kriterien der Politik und der Medien sind sie wunderbar integriert. Sie sind gebildet, sie sprechen perfekt Deutsch, sie haben gute Jobs, verdienen gut und sind auch noch politisch aktiv. Aber es ändert nichts daran, dass sie Vorkämpfer des Islamismus sind.“ Natürlich sei nicht jeder Muslim in Deutschland Teil der „Generation Allah“. Die aufgeklärten und säkularen Muslime seien hier nicht gemeint. Sie seien eben sehr leise.

Hamed Abdel-Samad, der viele Gespräche mit Ahmad Mansour geführt hat, schreibt, dieser bezeichne alle, die mit Angstpädagogik arbeiten, als Islamisten, auch wenn sie (offiziell) keiner islamistischen Organisation angehören. Sie würden immer mit zwei grundlegenden Argumenten arbeiten: mit Strafe und der Wertlosigkeit des irdischen Lebens. Mansour: „Gott hat gewisse Sachen erlaubt und andere verboten. Wenn man das Verbotene tut, landet man in der Hölle. Das Leben im Diesseits ist nur eine Prüfung, man soll es nicht genießen, sondern es als Tunnel betrachten, um ins Paradies zu kommen. Das ist die Grundlage für die Idee des Martyriums. … Deshalb beginnt der Dschihad nicht erst beim IS, sondern bei den Eltern und den Imamen, die mit Angstpädagogik arbeiten. Und dann ist der Weg in die Radikalisierungsfalle vorprogrammiert.“

Islamismus wird von den deutschen Verharmlosern als eine politische Ideologie betrachtet, die den Islam für sich instrumentalisiere. Der Kenner Hamed Abdel-Samad kennzeichnet Islam und Islamismus klar als verschiedene Schichten ein und derselben Ideologie. Das Verhältnis von Islam zu Islamismus sei wie das von Orangen zu Orangensaft. Das eine sei ohne das andere nicht möglich. „Oder um ein neues Bild zu etablieren: Kann man sich das alles vorstellen wie verschiedene Schichten einer Zwiebel? Ganz außen die Schicht des militanten Dschihadismus und die tausenden Kämpfer, die mitmachen. Darunter die Ideologie, die die Welt in Gläubige und Ungläubige unterteilt und den Märtyrertod als die höchste Stufe des Glaubens sieht und sich dabei direkt auf den Islam beruft. Darunter die Millionen konservativen Muslime, die zwar keine militanten Islamisten sind, dennoch diese Ideologie gutheißen und sich weder vom Dschihad noch vom Traum des Kalifats lösen. Darunter schließlich die Schicht der „normalen“ Gläubigen, die zwar den Dschihad und den Terror ablehnen, jedoch mit Angstpädagogik ihre Kinder erziehen und das irdische Leben als wertlos erachten. Wenn alle Schichten einander stützen und die Zwiebel als Ganzes erst möglich machen, wie kann man dann trotzdem behaupten, dass nur die äußere Schicht das Problem ist? Für mich persönlich lassen sich die Schichten nicht voneinander trennen, eine liegt auf der anderen, jede führt zur nächsten. Deshalb ist es für mich auch entscheidend, nicht nur die äußere Schicht zu analysieren.“

Selbst der neue Kalif von Istanbul pochte darauf, dass es keinen radikalen Islam, sondern nur einen Islam gebe. Natürlich sind viele Muslime friedlich und fühlen sich nicht als Vorkämpfer des Islam in Europa. „Doch ein Rest Skepsis und Angst bleibt immer im Hinterkopf, dass man seine islamische Identität zugunsten der westlichen verlieren könnte.“ Hamed Abdel-Samad weist darauf hin, dass der Sieg des Islam über alle anderen Religionen und über die Ungläubigen nicht nur ein Traum sei, sondern ein politischer Auftrag, den Gott höchstpersönlich allen Gläubigen erteilt. Nicht jeder Muslim, der nach Europa auswandert, nehme diesen Auftrag ernst und nicht jeder wolle Europa islamisieren, doch für viele Islamisten und Vertreter des konservativen Islam sei dieser Traum eine Orientierung für die Zukunft.

„Manche arbeiten daran, dass diese Prophezeiung bald Realität wird, andere behalten sie zumindest im Herzen. Alle aber wissen, dass der Islam nicht gekommen ist, um sich in irgendetwas zu integrieren, sondern um alles von oben zu bestimmen und den Willen Gottes auf Erden durchzusetzen. Das Prinzip ´Andere Länder, andere Sitten` und ´Jeder soll nach seiner Fasson selig werden` ist für den gläubigen Muslim nicht bindend. Denn es gibt im Islam keine Gleichwertigkeit von Werten und Sitten. Nur die islamische Moral ist wirklich eine Moral. Und Moral ist gleich auch Gesetz. Von einem Muslim wird erwartet, dass er und der Islam eine Einheit bilden und dass er sich nicht nur von den unislamischen Werten distanziert, sondern diese auch aktiv bekämpft, während er die islamischen Werte nicht nur unter Muslimen, sondern überall, wo er lebt, verbreiten soll.“

Hamed Abdel Samad hält trotzdem noch eine allmähliche Integration für möglich, wenn energisch wesentliche Maßnahmen ergriffen werden. Er schlägt eine Art Marshallplan für Deutschland vor und appelliert vor allem an den Staat, dringend vier große Aufgaben anzupacken. Er müsse

1. das Gewaltmonopol zurückholen, d.h. zuerst die Kontrolle in den No-go-Areas zurückgewinnen und alle radikalen Netzwerke zerschlagen, die die innere Sicherheit und den gesellschaftlichen Frieden gefährden

2. den Einfluss des politischen Islam auf die Bildung und die sozialen Medien zurückdrängen

3. neben den Islamverbänden neue Verbündete suchen: muslimische Wissenschaftler, Intellektuelle, Künstler, Menschen- und Frauenrechtler, die für das Gemeinwesen arbeiten und nicht nur die Interessen einer bestimmten Gruppe vertreten

4. ein Einwanderungsgesetz verabschieden, das zwischen Migranten und Flüchtlingen unterscheidet und das die Migration entsprechend dem Bedarf reguliert.

Das sind vernünftige und unbedingt notwendige Maßnahmen. Dass bisher nichts dergleichen geschehen ist, führt Hamed Abdel-Samad auf mangelhafte Wahrnehmungen der Wirklichkeit, auf Denkfehler oder Versäumnisse in der Fülle der Ereignisse zurück. Und fast beschwörend hält er am Schluss seines ausgezeichnet recherchierten Buches der Politik die unabweisbaren Konsequenzen vor. Er malt als Utopie aus, welche positiven Verhältnisse noch eintreten können, wenn man die Dinge sofort energisch angeht. Und er zeichnet das düster Bild einer Dystopie (Anti-Utopie), wenn es nur bei kosmetischen Korrekturen bleibt: Es ist das Bild der wachsenden Abschottung, der Radikalisierung, der wachsenden Ghettos und Konfrontationen, die zu bürgerkriegsartigen Zuständen führen müssen, wie wir es in einem vorangehenden Artikel beschrieben haben.

Aber der gutgläubige Abdel-Samad übersieht, dass die herrschende Politikerkaste das natürlich alles genau selber weiß. Bei aller Gutgläubigkeit, die er ja mit der großen Masse teilt – für so naiv und unfähig darf man die politischen Strategen nicht halten. Doch „Verschwörungstheorien“ weist er weit von sich. Der gezielt negativ aufgeladene Begriff blockiert ihn, das „Undenkbare“ zu denken und ins Auge zu fassen. Sicher, es gibt auch ideologisch Verblendete, Empfindungsreiche und Gedankenarme, die glauben, dass alles so gutgehen werde; aber die maßgebenden Leute in den Denkfabriken, den Parteispitzen und in der Regierung lenken die Dinge bewusst so, wie es geschieht. Davon, dass dies durchschaut wird, hängt die Rettung ab – wenn es denn noch eine geben sollte.

Ich weiß nicht, ob sie vom Gesichtspunkt der Psychopathologie oder des Menschheitsverbrechens zu beurteilen sind. Wahrscheinlich beides. Sie gehören in die Reihe der globalen Psychopathen in UNO und EU, die diese Massenmigration seit Jahrzehnten planen, auslösen und verborgen lenken, um, wie sie z.T. selbst formulieren, die kultragenden homogenen Völker Europas zu zerstören. Das schließt ja gerade eine Integration aus. In Völker, die verschwinden sollen, kann nicht integriert werden. Alles Gerede von Integration und alle oberflächlichen Maßnahmen dienen letztlich nur der Täuschung der Menschen. Neu in der Geschichte der Menschheit ist, dass Regierungen daran gehen, bewusst den Niedergang des eigenen Volkes herbeizuführen und dafür von diesem sogar traumwandlerisch gewählt werden.

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6 Kommentare

  1. Es ist wohl unbestritten das Merkel alles daran setzt, Deutschland umzuvolken und zu zerstören.
    Aber ich kann nicht glauben dass Merkel im afghanischen Fernsehen solche Zusagen gemacht hat.

  2. für diese fachkräfte und kulturbereicherer aufzukommen ist allein sache der gutmenschen,
    der antifa,der grünen,linken u.s.w. die können leicht 80% ihrer illegalen einkommen spenden.

  3. Wie oft haben wir nicht schon alle folgende Meinung zur Integration gehört?
    „Jene Ausländer, die sich den deutschen Gepflogenheiten anpassen und friedfertig nach unserer demokratischen Grundordnung leben, gelten als integriert und sollten hierbehalten werden, während jene, die sich nicht als Teil unserer Gesellschaft, nicht als deutsch fühlen, sondern ihrem Volk und ihrer Kultur immer noch anhängen, unser Land zügigst wieder verlassen sollten!“ – so der liberal-patriotische Tenor.

    Integration bedeutet für uns nie etwas positives, sondern bringt für das Volk und System, in welches sich jemand integriert als auch für den Integrierenden selber, ausschließlich Negativitäten mit sich. Für den Integrierenden deshalb, weil er – mindestens – einen Teil seiner Kultur und Eigenheiten aufgeben muss, um durch sein Denken und Handeln nicht mit dem Volk in welches er sich zu integrieren versucht, kollidiert. Ein Stück Einzigartigkeit, ein Stück Kultur, geht somit in ihm und seiner Familie verloren, welches nur sehr schwierig wiederzuerlangen ist.

    Für das System ist die Integration ebenfalls ein Spaltungs- und Zersetzungsgarant für das Volk desselben und damit auch eine Gewähr für den Verfall des Systems an sich. Ab dem Moment, wo ein Volk einen ihm fremden Volkskörper als integrierten Bestandteil als gleichwertigen Teil unter den Eigenen ansieht, geht auch die eindeutige Identität dieses Volkes verloren. Ab dem Punkt, wo ein integrierter Ausländer als deutsch betrachtet wird, negiert das deutsche Volk seine genuine Identität, da es jene nicht am Blute, sondern ausschließlich an Verhalten und Papieren misst.

    Integration ist keine Bereicherung für irgendjemanden, sondern stets destruktiv; nachteilig sowohl für das Individuum, als auch für den dieses Individuum aufnehmende System und dessen Volk. Vielmehr sollte das Ziel also sein, der Integration vorzubeugen, indem man die materialistischen Gründe für die Emigration so weit als möglich ausschaltet. Kaum jemand emigriert aus idealistischen Gründen, beispielsweise weil ihm ein Land samt seiner Kultur außerordentlich gut gefällt, sondern aus rein materialistischen Gründen, weil die Lebensbedingungen hierzulande besser sind, als in seinem Heimatland, aus welchem er aus diesem Grunde emigriert. Die Entwicklung eines Sozialstaates mit offenen Grenzen kann nur negativ sein; langfristig ist außerdem niemanden geholfen, wenn sich die Lebensbedingungen eines Staates aufgrund unkontrollierter Zuwanderung in denselben stetig verschlechtern, während sich die Zustände in den Ländern, aus welchen diese Menschen emigrieren, nicht einen Deut besser werden und immerfort Kinder geboren werden, von welchen die Eltern von vorneherein wissen, dass sie diese nicht ernähren können. Unsere Politik muss sich in diesem Punkt radikal ändern – und falls man unbedingt helfen möchte, muss man die Probleme an der Wurzel packen. Mit Symptombekämpfung ist niemandem geholfen!

  4. Wenn man verstehen will, wie Moslems denken muss man den Koran gelesen haben und dann geht klar hervor, diese Menschen suchen keinen Frieden, sie sind nicht geflüchtet, sondern es sind Krieger die Europa okkupiert haben.
    Allein Erdogans Aussagen „vermehrt euch, damit wir die Mehrheit haben“ klingt wie eine Kriegserklärung an Europa.
    Flüchtlinge aus Kriegsgebieten fliehen aus Angst vor der Einberufung in den Krieg und können nie mehr in ihre Heimat abgeschoben werden, da Wehrdienstverweigerung mit der Todesstrafe geahndet wird.
    Wenn es so weitergeht werden in dreissig Jahren keine Ureuropäer mehr leben, oder wurden von Europa verbannt. Doch man sollte schneller sein, als die Moslems. Alle Moslems raus – mit einer vernünftigen Ausnahme – keine neue Moslems mehr ins Land lassen.
    Die EU verteufelt Polen wegen der Weigerung Moslems in Land zu lassen, doch Polen ist das am stärksten im christlichen Glauben lebende Volk.
    Orban wird von der EU ebenso verteufelt. Orban hat die Aufgaben eines EU-Grenzlandes befolgt und hat die Aussengrenzen der EU geschützt. 700 km Zaun – bewacht – Respekt.
    Deutschland ist ein von Amerika besetztes Land. Seit Kriegsende beobachten 60.000 amerikanische Soldaten die Deutschen. Der amerikanische Präsident ist eigentlich der deutsche Bundeskanzler.
    Die Amis haben in den afrikanischen Länder Werbung für Deutschland gemacht. Jedem Flüchtling wurde ein Haus und ein Auto versprochen. Doch die Kulturbereicher haben zu wenig Gehirn um zu erkennen, dass diese Werbezettel nicht der Wahrheit entsprechen.
    Übrigens haben die Islamisten angekündigt das im Jahr 2020 Frankreich als erstes Land in Europa islamisch sein wird. Der Bürgermeister von London ist ein Moslem – der Hauptgrund warum England aus der EU ausscheidet ist, dass Merkel und Co noch weitere 22 Millionen Afrikaner nach Europa bringen wird. Im vorauseilenden Gehorsam werden moslemische Vergewaltiger im Zweifel freigesprochen.
    Gemeindebau – 16 Wohnungen – 15 österreichische Mieter, keine Therme – 16. Mieter – Moslem bekommt neue Therme.
    Mir ist es unerklärlich, wie Menschen geistig so fehlgeleitet werden können?????

    • ausgezeichneter Artikel !
      Aber Merkel wirbt auch im Afghanischen Fernsehen „Flüchtlinge“ an
      und verspricht Ihnen Haus+Garten + Arbeit + Wohlstand !
      ( –> Michael Mannheimer Blog )
      wenn sie dann stattdessen in einer Massenunterkunft landen
      … entlädt sich ihre WUT !

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