Norwegen gilt als Wohlfahrtsstaat und verfügt über eine restriktive Migrationspolitik. Bei den Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan ist es um einiges eifriger als Deutschland. Die Bevölkerung unterstützt den Kurs der konservativen Regierung und wird belohnt: Immer weniger Afghanen treten überhaupt erst den Weg nach Norwegen an.

Es kann so einfach sein…

Norwegen ist ein reiches Land. Das Pro-Kopf-Einkommen zählt zu den höchsten weltweit. Wie die „WELT“ schreibt, bekommt ein ungelernter Bauhelfer umgerechnet rund 20 Euro pro Stunde Mindestlohn. Zudem verfügt das Land über ein vergleichsweise gutes und sicheres Sozialnetz. Norwegen ist beliebt bei Leiharbeitern und Migranten aus der ganzen Welt. Bei irregulärer oder illegaler Migration zeigt sich der norwegische Staat allerdings weniger freizügig. Wer kein Recht auf Asyl hat oder straffällig wird, dem droht in jedem Fall die Abschiebung, so auch nach Afghanistan.

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Laut WELT hat das skandinavische Land seit Anfang 2015 die Asylanträge von 3670 Afghanen abgelehnt. 796 Asylbewerber wurden in ihr Heimatland abgeschoben. Die Abschiebequote liegt damit bei 22 Prozent. Stellt man das in Relation zu Deutschland, so wurden in dem Land, dass 15 mal bevölkerungsreicher ist als Norwegen, im selben Zeitraum 86.977 Asylanträge von afghanischen Asylbewerbern gestellt. Bis Ende dieses Jahres wurden aber nur 347 Abschiebungen nach Afghanistan vorgenommen. Die Abschiebequote liegt also weit unter einem Prozent, hat WELT errechnet.

Das würde laut dem Blatt allerdings nicht bedeuten, dass all die anderen noch in Deutschland lebten. Geförderte freiwillige Ausreisen soll es in Höhe von 4757 Afghanen gegeben haben, auch ohne Förderung sollen welche zurückgereist sein. Genau bestimmen könne es aber keiner, denn bricht einer den Behördenkontakt ab, wisse man nicht, ob er ausgereist oder untergetaucht sei.

Wie WELT weiter berichtet, unterstützt die Mehrheit der norwegischen Bevölkerung die Linie der Regierung, Schutzbedürftige aufzunehmen, jedoch die abzuschieben, die zwar aus verständlichen Gründen kämen, aber nicht vor Krieg und Verfolgung fliehen würden. Der scharfe Kurs von Ministerpräsidentin Erna Solberg von der konservativen Partei Hoyre seit dem Jahr 2013 wurde erst im Frühjahr wieder mit einer weiteren Amtszeit belohnt.

2015 war auch die Zuwanderung in Norwegen in die Höhe geschossen, allerdings hat das Land im Norden die Sache schnell wieder in den Griff bekommen. Da es sich schnell herumsprach, dass die Bleibechancen sehr gering sind, sanken die Asylanträge von 31.000 im Jahr 2015 auf nur noch 3500 im Folgejahr. Dieses Jahr waren es bisher nur 1500.

Und nochmal der Vergleich mit Deutschland: Seit 2015 bis jetzt kamen genau 39.681 Asylbewerber nach Norwegen. Auf das bevölkerungsreiche Deutschland umgerechnet, entspräche das einer Zahl von 595.000 Asylsuchenden. Nach Deutschland kamen aber im selben Zeitraum dreimal so viele Migranten, nämlich 1,5 Millionen.

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8 Kommentare

  1. Danke für die Anregung !!! Norwegen könnte also das Land werden, wohin „deutsche Kartoffeln“ flüchten könnten. Wir kommen auch für unseren Lebensunterhalt SELBST auf, und die Sprache lernen wir auch frei- willig !!!
    Wir wollen aus dem bunten „Schland“ nur noch weg !!! (…und zwar ehe wir zwangsausgesiedelt werden, um Platz zu schaffen für die „Goldstücke“)

  2. Nun ja, Anders Brejvik hatte vor paar Jahren den gesamten Nachwuchs der norwegischen Linksparteien auf einer Insel exekutiert. Ich habe es damals auch nicht ganz verstanden. Aber es scheint nur der harte Weg zu funktionieren, so daß keine linken Nachwuchspolitiker herangezüchtet werden können.

    • Nach der ihres Ziehvaters Honecker. Der hat das Mädel mal nach Chile eingeladen und sie instruiert, wie Deutschland kaputtzumachen ist.

    • Sie tanzt nach der Pfeife die sie selbst pfeift! Weil sie keiner darin in „Zwangshaft“ nahm! Sie entscheidet – sich selbst – aus ihrem freien Willen! Sie ist keine Marionette! Sie ist Teil – der Elite!
      Marionetten tanzen…. und besitzen keinen faschistischen Machtanspruch!

    • Okay, das verstehe ich. Ich habe auch 9 Jahre in Norge (Olden) gelebt,es war eine wunderschoene Zeit, dann bin ich aus fam. Gruenden (vor 10 Jahren) nach Daenemark gezogen… Absurdistan ist keine Alternative.

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