Das US-Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center hat am Dienstag seine neue Untersuchung zur öffentlichen Meinung in Russland präsentiert. Die Umfrage des Instituts widmete sich größtenteils politischen und wirtschaftlichen Fragen. Das Ergebnis: Putin erfreut sich großer Beliebtheit – ganz im Gegensatz zur NATO, die als Gefahr gesehen wird.

Der Studie zufolge betrachten 80 Prozent der Russen die NATO als eine militärische Bedrohung für ihr Land, wobei 45 der Befragten die Allianz als die größte Gefahr für Russland einstufen. Mehr als vier Fünftel seien der Meinung, die Wirtschaftssanktionen, die westliche Länder nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland erhoben hatten, würden die Wirtschaft des Landes beeinflussen.

Die Beliebtheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin bleibe seit der Wiedervereinigung 2014 weiterhin auf einem hohen Niveau: 81 Prozent der Russen würden dem Präsidenten wieder ihr Vertrauen schenken.

71 Prozent der Befragten glauben, die russische Regierung habe nicht versucht, sich in die US-Präsidentschaftswahl einzumischen, nur 15 Prozent würden eine solche Manipulation für wahrscheinlich halten. Gleichzeitig würden 85 Prozent der Russen die Ansicht vertreten, die USA würden ihrerseits versuchen, internationale Beziehungen und Außenpolitik anderer Länder zu beeinflussen. 48 Prozent der Teilnehmer seien auch überzeugt, Deutschland versuche, auf andere Länder von außen einzuwirken.

Ausstieg aus der NATO - oder Finis Germaniae
Buchtipp zum Thema: „Ausstieg aus der NATO“

Die Richtung der russischen Außenpolitik hielten die Befragten überwiegend für richtig und glaubten, Russland spiele eine bedeutendere Rolle in den internationalen Beziehungen, als es vor zehn Jahren der Fall gewesen sei (72 Prozent). Vor einem Jahr hätten diese Ansicht 59 Prozent der Russen geteilt, so das Forschungsinstitut.

Insgesamt sei die Mehrheit der Befragten (57 Prozent) mit der allgemeinen Entwicklung Russlands zufrieden, 40 Prozent seien aber von der Richtung der Entwicklung enttäuscht. Besonders einige wirtschaftliche Probleme würden den Russen Sorgen bereiten, so hätten fast 70 Prozent der Befragten die steigenden Preise als „sehr großes Problem“ bezeichnet.

Laut der Untersuchung ist das allgemeine Sicherheitsgefühl im Lande gestiegen. Hätten 2017 noch 52 Prozent die Kriminalität als ein ernstes Problem betrachtet, seien es 2018 nur noch 39 Prozent. Migrationsfragen seien für die Russen nicht so wichtig: nur ein Viertel (26 Prozent) nehme Migration als Problem wahr. Der Zusammenhang zwischen diesen Themen ist hier einmal wieder deutlich erkennbar. In der Bundesrepublik Deutschland, wo Migration ein Dauerthema ist, ist das Sicherheitsgefühl im Lande nämlich merk(e)lich gesunken.

Keinen Beitrag mehr verpassen: Jetzt AnonymousNews auf VKontakte abonnieren!

8 Kommentare

  1. Finde Putin auch voll schön! Ja, gut, und die eben beschlosse Erhöhung des Renten-Eintrittsalters, die betrifft mich jetzt nicht persönlich! Grüße!

  2. Man muss völlig objektiv feststellen, dass eine US-hegemonierte Organisation wie die „NATO“ selbstverständlich eine Bedrohung für u.a. Russland darstellt. Und es geht ja nun mal bei einer solchen US-Organisation eben NICHT ausschließlich um Verteidigung gegen Angriffe eines bösen Russlands oder Chinas, sondern um Eroberung, um Hegemonie! Dies zeigen deutlichst u.a. die Stellvertreterkriege in Syrien und der Ukraine bzw. einst Afghanistan… an WELCHEM Land liegen diese Gebiete denn benachbart??? An Russland/China oder an den USA??? WAS würden die ach so friedliebenden USA denn davon halten, wenn Russland sich wieder militärisch auf Kuba, in Labrador oder in Mexiko engagieren würde??? Wäre doch genauso legitim, oder?

    • Und das bezieht sich nicht nur auf Linke! Die Staatsmedien der „BRD“ verheimlichen natürlich solche Umfragen. Über jeden Scheißdreck (wie mögen Sie Ihre Pizza?) wird eine Umfrage installiert, aber niemals über bedeutende Sachverhalte! Aus gutem Grund!

  3. Die Umfrage bezüglich des friedlichem Russland, hätte auch unter den echten Deutschen,
    in ehemals Deutschland, kein anderes Ergebnis, hervor bringen können. Nach dem der
    Waldemar Putin, dort in Russland aufgeräumt hatte, musste die Wallstreet erkennen, an
    Boden zu verlieren. Die Ereignisse seit dieser fragwürdigen Globalisierung 1990, rief in
    Russland ausschließlich Egoisten an die Wirtschaftsruder. Putin musste das Defizit der
    70 Jahre Kommunismus, sowie das anschließend negative Einwirken der USraelis, mit
    seinem Amtsantritt bewältigen. Was über 80 Jahre zerstört wurde, baut Er wieder auf.
    Dass passt den tatsächlichen Kriegstreibern nicht, deren Stänkerei hat einen ganz
    anderen, geopolitischen Grund. Parallel zu Putin,s Amtszeit hat sich im Schatten der
    USraelischen Kriegsbemühungen, im Nah- u. Mittleren Osten, der Wirtschaftsbund
    BRICS entwickelt. Und jetzt kann jeder selbst überlegen, von welchem Wirtschaftsblock
    EU / USraelis, oder BRICS, die Kriege seit 1990 geführt werden! Eine seriöse Umfrage
    in Deutschland, käme zu der gleiche Erkenntnis, Russland wird aus Gier und Neid, bedroht!

  4. Ich muss das leider auch so sehen! Die Nato ist kein Verteidigungsbündnis, sondern ein Angriffsbündnis! Das müsste jeder Blinde mittlerweile erkennen!

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein