Am 9. September wird in Schweden ein neues Parlament gewählt. Die Chancen stehen nicht schlecht, daß der Rechtstrend jetzt auch in Stockholm Einzug hält. Den als rechtspopulistisch bezeichneten „Schwedendemokraten“ (SD) werden in aktuellen Umfragen bis zu 22,4 Prozent prognostiziert – sie wären damit zweitstärkste politische Kraft nach den Sozialdemokraten, die derzeit bei 24,5 Prozent liegen.

von Manuel Ochsenreiter

Schon seit 2010 sind die Schwedendemokraten im Reichstag vertreten. Im Wahlkampf setzen sie auf Themen wie Kriminalität und Migration.

Beobachter verbinden den Erfolgstrend der SD vor allem mit Parteichef Jimmie Åkesson, der seit 2005 an der Spitze der Schwedendemokraten steht. Zusammen mit seiner Frau Louise Erixon, die als Oppositionsführerin im Stadtrat für die Schwedendemokraten in ihrem Wohnort Sölvesborg aktiv ist, könnte Åkesson die Rechten ein gutes Stück nach vorn bringen – eine Regierungsübernahme ist nicht ausgeschlossen.

Auch das Thema Sicherheit wird bei den Schwedendemokraten großgeschrieben. Erixon schreibt dazu auf ihrer Facebookseite: „Wir tolerieren nicht, daß Menschen, die nach Schweden gekommen sind und hierbleiben dürfen, auch weiterhin Angst in unserer Bevölkerung verbreiten dürfen“. Die Partei toleriere außerdem nicht, daß die „Macht der Sozialdemokraten diese Gruppen weiterhin verhätscheln“ dürfe, so Erixon. Stattdessen fordert sie eine „konsequente“ und „echte“ Politik.

Schweizerische Demokratie
Buchtipp zum Thema: „Schweizerische Demokratie“

Mit ihrem aktuellen Werbespot sprechen die Schwedendemokraten offenbar vielen ihrer Mitbürger aus der Seele: mit düsteren Bildern, brennenden Häusern und flackerndem Polizeilicht prangern sie darin Probleme wie Kriminalität und Terror als Folgen der Massenzuwanderung an.

Parteichef Åkesson hatte erst vor ein paar Tagen Premierminister Löfven widersprochen, der betont hatte, daß Migranten nicht für sexuellen Mißbrauch und Terrorismus verantwortlich gemacht werden können. Åkesson hingegen schreibt auf Facebook: „Glaubt Stefan Löfven immer noch nicht, daß die Einwanderer in der Frage der sexuellen Verbrechen zu stark vertreten sind, oder hat er seine Meinung geändert?“

Nun schicken sich Åkesson und seine Frau an, politische Verantwortung zu übernehmen. Als einzige Partei in Schweden streben die Schwedendemokraten den Austritt aus der EU an. Laut dem schwedischen Nachrichtenmagazin „Fokus“ wollen sechs von zehn SD-Wählern die EU verlassen.

Keinen Beitrag mehr verpassen: Jetzt AnonymousNews auf VKontakte abonnieren!

2 Kommentare

  1. Sehr sympatisch die Schweden, da kommt der deutsche Michel niemals ran, ich wünsche ihnen alles Glück für einen klaren Sieg

  2. In anderen europäischen Ländern wird der Umsturz bereits jetzt vorbereitet… Dieses verbliebene BRD-Regime wird sich wie einst der senile Honecker jedoch bis zuletzt gegen seinen Untergang sperren. Motto: es kann doch nicht sein, dass das dumme Volk uns Göttliche nicht mehr will… O-Ton Honecker: Die Mauer wird auch in hundert Jahren noch stehen, dies ist schon erforderlich, um unser gottgleiches System aufrechtzuerhalten…

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein