Schon wieder eine Bluttat: In Wien hat ein vorbestrafter Iraker eine 50-jährige Frau mit mehreren Messerstichen brutal ermordet. Pikantes Detail: Der Messermörder hätte zum Tatzeitpunkt eine Haftstrafe von neun Monaten anzutreten bzw. abzusitzen gehabt.

von Ernst Fleischmann

Eine 50-Jährige wurde am Samstag in ihrer Wohnung im 2. Wiener Bezirk Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Frau wurde geradezu brutalst hingerichtet. Körper des Opfers war mit mehreren Messerstichen übersät, wie die Polizei bestätigte. Zudem wies die Leiche einen Einstich am Hals auf. Es besteht keinerlei Zweifel daran, dass der Messerstecher die Frau gezielt umbringen wollte.

Laut Polizei hatten Nachbarn zuvor einen lautstarken Streit aus der Wohnung gehört. Als sie in das Stiegenhaus kamen, sahen sie gerade einen Mann flüchten. Die Beamten leiteten daraufhin umgehend eine Fahndung ein und erhielten von den Augenzeugen entscheidende Hinweise.

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Beim Täter handelt es sich erwartungsgemäß nicht um einen ethnischen Österreicher, sondern um einen Iraker. Der kriminelle Asylforderer verfügte bereits über ein Vorstrafenregister in der Stärke eines Telefonbuches. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Messermörder zum Tatzeitpunkt eigentlich hinter Gitter hätte sitzen müssen. Hätte die österreichische Justiz den Mann hinter Schloss und Riegel gebracht, würde die 50-jähriger Wienerin heute noch leben.

Bereits 2010 wurde der gebürtige Iraker wegen schwerer Erpressung und Raubes zu zwei Jahren Haft verurteilt, davon acht Monate unbedingt. Zu diesem Verfahren befand sich der Mann, der zunächst in Italien um Asyl angesucht hatte, auch in Wien in U-Haft. Nach seiner Verurteilung wurde er nach Italien abgeschoben, wo er zunächst erneut um Asyl angesucht hatte. Er kehrte allerdings nach Österreich zurück und kassierte in weiterer Folge wegen Schlepperei ein Jahr Haft, davon vier Monate unbedingt.

2017 suchte er laut „Kronen Zeitung“ in Österreich um Asyl an. Am 16. August 2017 erfolgte eine weitere Verurteilung, diesmal wegen schwerer Körperverletzung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Sachbeschädigung. Das Urteil lautete auf neun Monate unbedingt.

Nachdem das Wiener Oberlandesgericht (OLG) dieses Urteil bestätigt hatte, wurde dem Mann am 26. Jänner 2018 die Aufforderung zum Strafantritt zugestellt. Der 40-Jährige ersuchte um einen Haftaufschub wegen behaupteter Vollzugsuntauglichkeit, wobei sich das Vorbringen auf ein Gutachten eines bekannten Facharztes für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie stützte, der sich für einen Haftaufschub von zumindest einem halben Jahr wegen einer „floriden psychiatrischen Erkrankung“ aussprach.

Die von der Justiz beigezogene psychiatrische Sachverständige Sigrun Rossmanith kam allerdings zum Schluss, dass die von ihrem Kollegen gestellten Diagnosen – eine mittel- bis schwergradige depressive Episode, eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine Angst- und Panikstörung -„aktuell nicht festzustellen“ seien, wie es in ihrer Expertise hieß. Aus psychiatrischer Sicht lägen die medizinischen Voraussetzungen der Strafvollzugstauglichkeit vor, wobei sich Rossmanith aber dafür aussprach, den Mann in einer Vollzugsanstalt mit einer angeschlossenen Krankenanstalt unterzubringen, um diesem im Falle einer psychischen Krise rasche ärztliche Hilfe und eine bedarfsgerechte Medikation zukommen lassen zu können.

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Das Landesgericht für Strafsachen wies aufgrund von Rossmaniths Ausführungen am 11. Mai den Antrag auf Strafaufschub ab. Dagegen legte der Iraker Beschwerde ein. Diese schmetterte das OLG am 24. Juli ab. Rossmaniths Gutachten sei „schlüssig und nachvollziehbar begründet“, eine Vollzugsuntauglichkeit liege demnach nicht vor, heißt es in dem sechsseitigen OLG-Beschluss, der der APA vorliegt. Am 31. Juli wurden dem Wahlverteidiger des Mannes sowie der Justizanstalt Wien-Simmering, wo der Iraker „einrücken“ hätte sollen, der OLG-Beschluss zugestellt. Für Philipp Wolm, den Rechtsvertreter des 40-Jährigen, war sein Mandant aber nicht mehr greifbar. „Er war weder an seiner Adresse noch telefonisch zu erreichen“, schilderte Wolm im Gespräch mit der APA. Der 40-Jährige zog es offenbar vor, unterzutauchen.

Daneben waren gegen den 40-Jährigen seit 2007 auf bezirksgerichtlicher Ebene vier weitere Strafverfahren anhängig. Eines wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung endete mit einem Freispruch, ein Suchtmittelverfahren wegen Eigenkonsums und ein Betrugsverfahren wurden eingestellt. Am Bezirksgericht Favoriten anhängig und noch nicht erledigt ist ein Verfahren wegen Körperverletzung.

Unterdessen wurde der Mordverdächtige am späten Montagnachmittag in die Justizanstalt (JA) Josefstadt überstellt. „Die U-Haft-Anträge wurden gestellt“, teilte Gerichtssprecher Spreitzer mit. Entschieden soll darüber voraussichtlich am Dienstag werden. Der gebürtige Iraker hatte in den Polizeiverhören geschwiegen bzw. keine Angaben zur Tat gemacht.

Brisant ist auch das Verhalten des Irakers nach dem Mord. Er spazierte seelenruhig aus dem Haus und kehrte in ein nahegelegenes Restaurant ein, um sich nach getaner Arbeit erst einmal zu stärken. In jedem Lokal wurde der Mörder wenig später von den Ermittlern festgenommen, die ob der Lockerheit des Täters sichtlich beeindruckt waren. Es gehört scheinbar zur irakischen Kultur, nach dem Mord an einem Menschen direkt den Leichenschmaus anzuschließen.

Feindliche Übernahme

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3 Kommentare

  1. Nein, die hat doch ganz klar Selbstmord begangen und will die Tat dem armen Ausländer in die Schuhe schieben! Dies wird die Obduktion einwandfrei bestätigen.

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