Wer stets mit dem Finger auf andere zeigt und sich als Moralapostel hervortut, der hat oftmals selbst einiges an Dreck am Stecken. So ist es nicht verwunderlich, dass nun ein Politiker der CSU in einen handfesten Drogenskandal verwickelt ist. Am Ansbacher Bahnhof wurde er überführt, als er Kokain bei einem verdeckten Ermittler kaufen wollte.

von Ernst Fleischmann

Ein CSU-Lokalpolitiker wurde am Ansbacher Bahnhof erwischt, wie er bei einem verdeckten Ermittler Koks bestellt hat. Der Familienvater ist dritter Bürgermeister einer Gemeinde im Ansbacher Landkreis. Scheinbar ist sein Beruf derart fordernd, dass er das tägliche Arbeitspensum nur noch mit leistungssteigernden Substanzen bewältigen kann. Oder die Familie hält in zu Hause derart auf Trab, dass Kaffee und RedBull nicht mehr ausreichen, um Höchstleistungen zu erbringen.

Der engagierte Politiker, er ist auch Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes und Trainer in einem Sportverein, habe laut der Abendzeitung sowie der Bild einen Gramm Kokain kaufen wollen. Scheinbar verlangen ihm seine vielfältigen Aktivitäten derart viel Konzentration und Leistung ab, dass er seine Engagements nur noch unter Einfluss leistungssteigernder Substanzen wahrnehmen kann. Dazu begab er sich mal wieder zum Ansbacher Bahnhof, um Nachschub zu besorgen. Dabei tappte der Polizist in die Falle seiner Kollegen. Der Dealer war in Wirklichkeit ein verdeckter Fahnder.

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Sie haben richtig gelesen, er tappte in die Falle seiner Kollegen. Denn der Mann ist pikanter Weise selbst hauptamtlicher Polizeibeamter. Der CSU-Politiker versuchte sich nunmehr, durch besonders abenteuerliche Märchen herauszureden. Er behauptete, dass er „krankheitsbedingt“ Kokain kaufen wollte. Die Krankheit, die man mittels Kokainkonsums heilen kann, muss in Wahrheit aber wahrscheinlich erst erfunden werden.

Doch die abenteuerliche Erklärung lieferte der Drogenkäufer direkt nach: Die Belastungen bei der Kriminalpolizei, mit Delikten wie „Mord, Totschlag, Leichensachbearbeitung und Sexualdelikten“, hätten ihn krank gemacht. Auf Grund dieser Erkrankung trete er auch aus dem Gemeinderat zurück. Seltsam ist jedoch die Tatsache, dass er dies scheinbar erst bemerkte, als er des Drogenkaufes überführt wurde. Vorher schien noch alles in bester Ordnung gewesen zu sein.

Um seine Unschuld zu beweisen, legte der CSU-Politiker auch ein ärztliches Attest vor. Brisant ist allerdings die Tatsache, dass jenes Attest nach Informationen der AZ erst einige Tage nach seiner Festnahme ausgestellt wurde. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Mit Attesten für Politiker kennen wir uns ja mittlerweile aus. Man erinnere sich nur einmal an den CDU-Politiker, der auf Rezept einen 7er BMW bekam – aber das ist eine andere Geschichte.

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3 Kommentare


  1. Und andere rasen mit Koks und Amphetamin zugedröhnt
    mit 240 km/h über die A94 und bauen schwere Unfälle mit
    Totalschaden. Kein Risiko! Die Polizei testet ja nur auf
    Alkohol!

  2. Ihr versteht nichts.
    Christlich Soziale Union und Polizei-„Beamter“…,
    dass bedeutet jedem in christlicher Nächstenliebe sozial unter die Arme zu greifen!
    Drogendealer sind auch nur „Menschen“ und müssen von etwas leben.
    Und als Polizeibeamter – den Drogendreck aus dem Verkehr ziehen, am besten in sich selbst rein.
    Fazit: Es handelt sich um eine Tat mit christlich – sozialem Hintergrund!
    Aber so typisch für eine bestimmte Sorte von „Berufs – Christen“: Wasser predigen und Wein saufen.

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