Weil er Angst hat, selbst Stimmen zu verlieren, warnt FDP-Chef Christian Lindner vor einem zu harten AfD-Bashing. Da Lindner Wähler von der AfD ins eigene Lager locken will, ist es ihm gar nicht Recht, dass seine Politikerkollegen auch diese Menschen beschimpfen und herabwürdigen. Eine Light-Version der Hetze gegen die AfD und ihre Wähler erscheint Lindner daher eine angemessene Strategie zu sein.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat davor gewarnt, Wähler der AfD herabzuwürdigen. Es sei besorgniserregend, daß auf die AfD nur mit der Denunziation ihrer Wähler reagiert werde, sagte er der Welt am Sonntag. Unter den Wählern gebe es jedoch viele erreichbare Menschen, die noch nicht radikalisiert seien. Ein Wettbewerb in der Demokratie dürfe keine Feindschaft mit Vernichtungswillen werden.

„Wenn Martin Schulz die AfD auf den Misthaufen der Geschichte wünscht, wenn AfD-Abgeordnete häßlich genannt werden, wenn Cem Özdemir die AfD aus demselben Holz wie Erdogan geschnitzt sieht, dann mag das gut gemeint sein, aber man begibt sich auf deren Niveau herunter“, führte Lindner aus. „Irgendwann wird so schrill von allen gebrüllt, daß man nichts mehr hört.“ Dann gehe „die Mitte verloren“. Lindner wünscht sich daher etwas mehr Niveau bei der Hetzte gegen die größte Oppositionspartei.

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Skeptisch sieht Lindner den Plan von Kanzlerin Angela Merkel, sich vom Parteitag als CDU-Chefin bestätigen zu lassen. „Das wird nichts mehr“, teilte der FDP-Politiker mit. Die Wähler hätten sich schon bei der Bundestagswahl 2017 für einen Politikwechsel ausgesprochen. Dieser sei aber mit den handelnden Akteuren nicht möglich.

AfD überholt SPD in Emnid-Umfrage

Derweil hat die AfD in der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Bild-Zeitung die SPD überholt und ist nun zweitstärkste Kraft. 17 Prozent der Deutschen würden demnach die AfD wählen, wenn heute Bundestagswahl wäre. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche.

Die SPD verliert ein Prozentpunkt und käme nur noch auf 16 Prozent. CDU und CSU würden nur noch 27 Prozent der Befragten wählen. Das ist der bisher tiefste Wert im sogenannten Sonntagstrend. Die Grünen erreichen 15 Prozent, die Linken elf und die FDP zehn Prozent.

Auch der Rückhalt für Kanzlerin Angela Merkel in der Bevölkerung ist seit der Bundestagswahl 2017 deutlich gesunken. Derzeit finden nur noch 48 Prozent der Bürger, daß Merkel die Richtige im Kanzleramt ist. Im Oktober 2017 hielten noch 55 Prozent Merkel für die richtige Kanzlerin. 41 Prozent der Befragten wünschen sich eine Neuwahl.

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3 Kommentare

  1. Der kleine Lindner erkennt mittlerweile die Situation und versucht vergeblich die AfD nicht so zudrangsalieren.
    Er selbst stellt sich als Wendehals da und will also beschwichtigen, dabei ist die FDP-Arschkriecherpartei der letzte Unfug !
    Für mich ist die FDP eine Wendehals-Partei, daß haben die immer schon bewiesen.
    Ich selbst bin kein AfD-Freak, aber es ist die einzigste Partei die gegen diesen Wahnsinn angeht.
    Allerdings werde ich die auch nicht wählen, denn wenn man wählen geht unterstützt man das unrechte Wahlgesetz und die unrechtmäßigen Politdarsteller und macht sich somit selber Strafbar !
    Solange das Wahlgesetz nicht geändert wird, solange sind Wahlen UNRECHTMÄßIG und haben keine Gültigkeit !!!
    Und warum geht die hochheilige AfD denn nicht gegen das unrechtmäßige Wahlgesetz vor ?
    Die wissen ganz genau das ALLE Wahlen seit 1956 UNGÜLTIG sind anhand des ungültigen Wahlgesetzes !
    Für mich sind das auch nur Bücklinge die an den Trog der Steuerzahler wollen, denn ALLE Menschen sind Steuerzahler hier in der BRiD und die kann man ja weiter verarschen !!!

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