Bei größeren Demonstrationen ist es nicht immer zu vermeiden, dass einzelne Teilnehmer mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Die gleichgeschaltete Presse nutzt eine aktuelle Statistik über Ermittlungsverfahren gegen PEGIDA-Teilnehmer, um diese zu kriminalisieren. Dabei werden auf jedem Volksfest mehr Straftaten begangen als bei den montags stattfindenden Spaziergängen in Dresden.

von Günther Strauß

„Fast 200 Ermittlungsverfahren gegen PEGIDA-Teilnehmer“ titelt reißerisch die links-grüne Leipziger Volkszeitung und stimmt den Leser schon einmal darauf ein, was dann kommt: Ein Versuch, die Demonstranten zu diskreditieren und als Straftäter darzustellen. Man ist es ja von der Lückenpresse nicht anders gewohnt.

Gekaufte Journalisten
Buchtipp zum Thema: „Gekaufte Journalisten“

„Schon seit dem 20. Oktober 2014 ruft die fremden- und islamfeindliche Initiative PEGIDA in Dresden regelmäßig zu Demonstrationen auf“, weiß die Zeitung zu berichten und verweist auf eine Liste über vermeintlich begangene Straftaten, die pünktlich zum vierten Jahrestag der Aufmärsche auf Nachfrage des Dresdner Landtagsabgeordneten André Schollbach (Linke) entstanden ist. Demnach seien 193 Strafverfahren gegen PEGIDA-Demonstranten eingeleitet worden.

Das klingt erst einmal ganz schön viel – und das soll es auch. Immerhin soll dem Leser vor Augen geführt werden, wie unfassbar kriminell die Demonstranten in Dresden sind. Wenn man sich allerdings einmal vor Augen führt, dass in den 4 Jahren an jedem Montag, mitunter an einem anderen Wochentag, demonstriert wurde, dann waren das bei 52 Wochen pro Jahr 208 Veranstaltungen. Gehen wir großzügiger Weise von 50 Veranstaltungen pro Jahr aus. Dann kommen wir auf 200 Veranstaltungen in 4 Jahren mit 193 Strafverfahren. Also nicht einmal 1 Strafverfahren pro Demonstration.

Auf jedem Volksfest liegt die Rate an Verstößen gegen das Gesetz deutlich höher, doch da gibt es keine reißerischen Berichte der Presse. Aber bei PEGIDA, wo angeblich so viele böse Rechte marschieren, da muss man ein paar Gesetzesverstöße natürlich direkt zur staatsgefährdenden Affäre aufputschen.

Interessant ist auch die Verteilung der eingeleiteten Verfahren zu den vermeintlichen Straftaten:

  • 46 Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz
  • 26 Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung
  • 25 Verfahren wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
  • 16 Verfahren wegen Körperverletzung
  • 19 Verfahren wegen Beleidigung
  • 12 Verfahren wegen Volksverhetzung

Während Delikte wie Volksverhetzung oder Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ohnehin an Lächerlichkeit nicht zu überbieten sind und in keinem souveränen Rechtsstaat überhaupt existieren würden, muss man wohl auch die Fälle der Beleidigung nicht als ernsthafte Straftaten betrachten. Und wer öfter auf Veranstaltungen unterwegs ist, weiß auch, dass man durch Behördenwillkür schneller gegen das Versammlungsgesetz verstoßen hat, als einem lieb ist. Bleiben also unter dem Strich 42 Verfahren wegen (gefährlicher) Körperverletzung bei 200 Demonstrationen.

Doch halt! Das sind nur die Verfahren. Jetzt wird es nämlich erst richtig interessant. Schauen wir uns einmal die tatsächlichen Verurteilungen an:

  • 10 Verurteilungen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz
  • 9 Verurteilungen wegen gefährlicher Körperverletzung
  • 11 Verurteilungen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
  • 3 Verurteilungen wegen Körperverletzung
  • 5 Verurteilungen wegen Beleidigung
  • 3 Verurteilungen wegen Volksverhetzung
Lügenpresse
Buchtipp zum Thema: „Lügenpresse“

Das macht unter dem Strich 41 Verurteilungen bei 193 Strafverfahren. Das heißt, der Großteil der Strafverfahren, nämlich fast 79 Prozent, wurde eingestellt. Wenn man die lächerlichen und willkürlichen Straftatbestände (siehe oben) abzieht, bleiben noch ganze 12 Verurteilungen wegen (gefährlicher) Körperverletzung übrig. Bei 200 Veranstaltungen. Wow, da gefriert einem ja das Blut in den Adern.

Doch bleiben wir bei den 41 richterlichen Verurteilungen. Das heißt, dass bei der PEGIDA im Schnitt 4 von 5 Veranstaltungen ohne eine verurteilte Straftat stattgefunden haben. Und die Presse will uns dies als Beweis für die Kriminalität der PEGIDA-Demonstranten verkaufen. Der Vorwurf der Lügen- und Lückenpresse scheint angesichts dieser Tatsachenverdrehung nicht so weit hergeholt.

Doch man muss noch genauer hinsehen, um den Wahnsinn zu begreifen, den uns die Linksmedien – hier in Gestalt der Leipziger Volkszeitung – auftischen wollen. Bei PEGIDA in Dresden demonstrierten zeitweise bis zu 25.000 Menschen. Doch wir wollen mal konservativ rechnen und veranschlagen 3.000 Demonstranten pro Veranstaltung. Damit kommt man bei 200 Veranstaltungen in den letzten 4 Jahren auf 600.000 Teilnehmer.

Von diesen 600.000 Teilnehmern haben ganze 41 eine Straftat verübt, die verurteilt wurde. Das sind 0.00683 Prozent! Und? Sind Sie angesichts dieser schockierend hohen Zahl vom Stuhl gekippt? Glauben Sie auch, dass die Teilnehmer der PEGIDA in Dresden mehrheitlich kriminelle Straftäter sind? Oder haben Sie bereits begonnen, Ihr Kündigungsschreiben für Ihr Abo der Leipziger Volkszeitung zu verfassen? Wer könnte es Ihnen angesichts dieser gezielten Irreführung der Zeitung verdenken?

Keinen Beitrag mehr verpassen: Jetzt AnonymousNews auf VKontakte abonnieren!

5 Kommentare

  1. 193 registrierte Bagatelldelikte! Wer hat je die Angriffe und Straftaten gegen die friedlichen Demonstranten gezählt ? Aus eigener Beobachtung waren immer Schwerverletzte dabei, bis hin zum Auge ausgeschlagen und Invalidität durch Antifaterroristen. Nebenbei kamen immer Steine, Teerbeutel oder Pferdemist geflogen. Immer wieder wurden auch Rentner überfallen, die erst gar nicht zur Demo gelangten und keine Anzeige erstatten konnten. Ich selbst hatte eine Ladung Pfefferspree an einer unbeobachteten Ecke abbekommen (wißt Ihr, wie abartig das brennt? Verfahren wurde eingestellt wegen Nichtigkeit).
    Nicht zu vergessen, daß ganze Bahnstrecken von Antifaterroristen lahmgelegt wurden und manchmal wochenlang dadurch keine Züge oder mit Verspätungen fuhren.
    Aber Vater Staat bezahlte ja noch für Antifa und Bedienstete die Demogebühr oder für Busse.
    Welch ein ungleicher Kampf !

  2. Die Lügenpresse macht jeden Luftgewehrbesitzer zum Terroristen . Jeden
    messernden und vergewaltigenden „Gast“ zum
    traumatisierten Opfer . Kulturschande , eines Kulturvolkes unwürdig und erbärmlich diese gekauften Schreiberlinge . Das geht böse aus.

  3. 41 Straftaten in vier Jahren!

    Das können die Fachkräfte wesentlich besser. Die schaffen das mindestens an einem Tag!

  4. Die oben gebotene Inventur ist genauso deplatziert, wenn man bedenkt, dass
    die meisten „gefährlichen“ Köperverletzungen, durch Provokationen, z. B.
    der Teilnehmer, nicht angemeldeter der linksfaschistischer Gegendemos, zu
    Stande kamen. Da mutiert eine wohlverdiente Maulschelle, für den Spruch
    Nazi Sau, ruck zuck zur gefährlichen Körperverletzung. Dann kennen wir
    alle den Galgenträger aus dem Erzgebirge, der für den bildlichen Ausdruck,
    unser aller Meinung, für uns, das deutsche Volk, zunächst von der BILD
    Redaktion Dresden, ausgespäht, denunziert, anschließend von deren Junta-
    Justiz, zu ca, 1 1/2 Jahren Haft, wegen Volksverhetzung weggesperrt
    wurde. Ich werbe für die mechanische Beseitigung, dieser zionistischen
    Drecks-Orgie, weil es keine Alternative zur Befreiung gibt.
    Wenn es einem marodierenden Geldwertsystem gefällt, jene die es
    zuvor finanziert haben, in einer Genozidorgie vorzuführen, so ist es
    legitim, deren Milizverbände bei Anreisen zu Volksaufständen, vorher
    auf den Anfahrtsrouten abzufangen, und in einen Kampfunfähigen
    Zustand zu versetzen. Dass ist moralisch legitimes Völkerrecht,
    aufgrund der seit 15 bis 20 Jahren gemachten Beobachtungen derer
    Handlungsweisen.
    Das sieht in der Praxis so aus, das die Drohnen der von der Leyen,
    durch Konterdrohnen aufgespürt, abgelenkt keinen Schutz für
    anrückende Milizen bieten können, und der Volksbefreiungs-
    Vollzug sein Amt aufnimmt. Und wenn diese meine Thesen, hier eine
    Volksverhetzung darstellen, dann ist das Volk nach freier medialer
    Hintergrund Aufklärung, auch direkt zu fragen, ob es sich durch
    meine Inventur verhetzt fühlt. Im Handumdrehen, mutiert die
    Reflex Behauptung, zu einer Illusion, gleich diesem angeblichem
    Rechtsstaat.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein