Tyrannei wird oft als eine plötzliche und unerklärliche Entwicklung in einer Gesellschaft angesehen die das Resultat eines einzelnen Despoten ist, der aufgrund der Angst oder Dummheit eines Volkes an die Macht kommt. Diese Annahme ist ein großer Irrtum.

von Norbert Zerr

Jeder in den vergangenen Jahrhunderten historisch „verachtete Tyrann“ war nur die Marionette einer größeren Kabale, die die Fäden im Hintergrund zog. Der Aufbau eines totalitären Staates wird von Finanzeliten leise und heimlich im Hintergrund vollzogen. Jeder Tyrann wurde von einer organisierten Gruppe von Finanziers und Think Tanks gefördert und aufgebaut.

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Der Aufbau eines totalitären Systems erfordert Zeit

Der Aufbau eines totalitären Systems erfordert viel Zeit, Planung und Inszenierung. Menschen fallen nicht einfach so in die Arme eines tyrannischen Regimes. Die Medien leisten die entsprechende Vorarbeit und plötzlich wird eine charismatische Persönlichkeit präsentiert, die bereit ist, die Macht zu übernehmen und als Gegenleistung eine „bessere Welt“ für die Treue der Bürger verspricht.

Wirtschaftskrisen als Instrument

Sind wirtschaftliche und soziale Krisen eine natürliche Entwicklung oder werden sie bewusst konstruiert, um die Massen für einen „Erlöser“ vorzubereiten? Die Massen müssen zum einen psychologisch auf einen solchen „Messias“ vorbereitet werden und bereit sein, ihre Freiheit gegen die Illusion einer Sicherheit einzutauschen.

Jede von oben „erzwungene“ Tyrannei resultiert zwangsläufig in einer Rebellion des Volkes. Daher muss die Öffentlichkeit dazu gebracht werden, nach der vom Staat angebotenen „Sicherheit“ zu verlangen. Dieser Prozess kann manchmal Generationen dauern, bis das Volk „soweit“ ist. Das Volk muss glauben, dass es seine eigene Idee war, Freiheit gegen Sicherheit einzutauschen. Ansonsten wird das totalitäre System irgendwann bekämpft.

Finanzeliten und machthungrige Strippenzieher im Hintergrund brauchen mehr, als nur militärische Gewalt, um die ideale Sklavengesellschaft zu errichten. Es bedarf einer ausgeklügelten Kriegstaktik. Die Massen müssen dazu gebracht werden, die eigenen Knechtschaft anzunehmen. Dieses Ergebnis kann mittels zweier Instrumente erreicht werden: Das erste ist der kontrolliert herbeigeführte wirtschaftliche Niedergang, das zweite ist die schleichende Integration eines technologischen „Zwangsgefängnisses und Arbeitslagers“, das in alle Aspekte des privaten und öffentlichen Lebens Einzug hält.

Menschen sollen ums Überleben kämpfen

Es ist kein Zufall, dass totalitäre Regierungen im Aufschwung sind, wenn die Weltwirtschaft im Niedergang ist. Denn es ist für Menschen äußerst schwierig darauf zu achten, ob sich eine totalitäre Regierung breitmacht, wenn sie damit beschäftigt sind, um ihr eigenes Überleben zu kämpfen. Deshalb muss das Augenmerk zuerst auf die wirtschaftliche Entwicklung und vom Staat präsentierte Lösungen für Finanzkrisen gelegt werden. Denn alles beginnt und endet mit der Wirtschaft.

Da die meisten Menschen mit ihrem Lebensunterhalt vom bestehenden System abhängig sind, wird die Wirtschaft zu einer sehr nützlichen Waffe für Globalisten. Löhne können niedrig gehalten werden, während höher bezahlte Arbeitsplätze verschwinden. Die Produktion wird zunehmend ins Ausland ausgelagert. Der Erhalt von Klein- und Mittelunternehmen wird schwierig, da die Steuern im Allgemeinen steigen, während sich die finanziellen Bedingungen verschlechtern. Niedrige Löhne und prekärer Arbeitsmarkt werden mit explodierenden Preisen kombiniert. Das macht das Überleben vieler Menschen ohne staatliche Hilfe unmöglich.

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Sinnlose Arbeit lässt verzweifeln

Immer mehr Menschen müssen im Dienstleistungssektor arbeiten, um zu überleben. Bald gibt es ganze Generationen von Menschen, ohne jegliche Produktionsfähigkeiten. Sie werden zu bedeutungslosen Büroarbeitern, die ihre Zeit sinnlos gegen Geld eintauschen. Die Erkenntnis, dass das eigene Schaffen keiner größeren Mission im Leben dienst, schafft eine Atmosphäre der Verzweiflung. Es gibt nichts, was diese Menschen aufbauen und erschaffen können.

In dieser verzweifelten Lage haben immer mehr Bürger den Kampf gegen die Wirtschaft und das Gefühl der Abhängigkeit satt. Sie wissen nicht, wie sie ihre Probleme selbst lösen können und suchen jemanden, der das für sie tun könnte. Sobald Wirtschaft und Finanzstruktur einen kritischen Punkt erreicht haben, können die Globalisten dann den Massen eine Lösung im Austausch gegen die Freiheit präsentieren.

Kontrolle durch digitales Netzwerk

Es gibt kein Land auf der Welt, das kein digitales Kontrollnetz aufgebaut hat. Der Osten gleichermaßen wie der Westen. Am Ende ist das geopolitische Ringen um die Vorherrschaft wie beispielsweise im Syrienkrieg oder bei Wahlen unwichtig. Ob die Fäden einer Regierung durch globalistische, totalitäre Kabale gezogen werden, wird daran erkennbar, wie schnell repressive Systeme implementiert werden, die nur den globalistischen Interessen dienen.

Große Social-Media-Konzerne arbeiten mit den Überwachungsbestrebungen der Globalisten zusammen. Regelmäßig werden personenbezogene Daten an Regierungen auf der ganzen Welt weitergegeben. Facebook verzeichnete allein in 2017 einen Anstieg der staatlichen Datenanfragen um über 33 Prozent. Massenüberwachung ist unabhängig davon, ob jemand Gesetze bricht oder nicht, kriminell und verbrecherisch. Sie gibt Regierungen die Macht, Verhalten zu diktieren und Selbstzensur zu betreiben.

So wird die Tyrannei auf weniger offensichtliche Weise durchgesetzt. Sie ist ein unsichtbares Gefängnis, in dem die Gefangenen ihre Ketten, Gitter und Schlösser selbst und freiwillig aufrechterhalten. Der Einzelne wagt es nicht, außerhalb der kollektiven Normen etwas zu tun, aus Angst, sozial negativ interpretiert und diffamiert zu werden. Die Strafe könnte dann der Verlust des Zugangs zu Wirtschaft und Finanzquellen sein. Wer nur noch überleben kann, weil er von jedem einzelnen Monatsgehalt abhängt, könnte dann bald vor dem existenziellen Aus stehen.

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