Die Münchner Polizei hat in der Nacht zum Mittwoch mehrere Tatverdächtige gefasst, die in Germering einen Geldautomaten sprengen wollten. Es handelt sich ersten Erkenntnissen zufolge um eine professionelle Bande aus dem Ausland. Einer der Täter wurde von der Polizei angeschossen.

von Günther Strauß

Es waren filmreife Szenen, die sich in der Nacht zu Mittwoch in Germering abspielten. Eine Bande von Kriminellen hatte versucht, bei der Spardabank an der Otto-Wagner-Straße einen Geldautomaten zu sprengen. Doch die Polizei kam ihnen zuvor und konnte die Tat verhindern.

Grenzenlos kriminell
Buchtipp zum Thema: „Grenzenlos kriminell“

„Kurz vor der Tatausführung“ sei es zum Zugriff durch die Einsatzkräfte der Münchner Polizei gekommen, sagte Polizeisprecher Dennnis Bora am Mittwochmorgen der Münchener Abendzeitung. Danach folgten Szenen wie aus einem Actionfilm. Einer der Täter floh zu Fuß, während der andere einen Audi RS 5 mit ca. 450 PS bestieg und in dem Sportwagen zu flüchten versuchte. Die Einsatzkräfte machten von der Schusswaffe Gebrauch und konnten den Täter stoppen. Er musste mit Schussverletzungen in Krankenhaus eingeliefert werden.

Sein Komplize, der zu Fuß geflohen war, sei noch nicht gefunden, nach ihm werde noch gefahndet, wie die Beamten mitteilten. Am Mittwochmorgen meldete die Polizei den Einsatz auch auf Twitter, bei dem „eine Vielzahl von Polizeikräften“ und ein Hubschrauber im Einsatz seien. Es bestehe allerdings keine Gefahr für die Bevölkerung.

Nach weiteren Angaben der Polizei handelt es sich um Täter, die aus dem Ausland nach München und ins Umland kommen, um solche Taten zu begehen. Ob die Täter bewaffnet waren, ist unklar. Jedenfalls steht fest, dass die Bande gut organisiert vorgeht. Mehrere derartige Delikte sollen bereits auf das Konto der Ausländerbande gehen.

Insgesamt konnte die Polizei 4 Tatverdächtige festnehmen, einen davon direkt am Tatort. Drei weitere Komplizen wurden in einer Wohnung in Gilching gefasst worden. Die Wohnung hatten die Ermittler schon länger im Visier. Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins bestätigte gegenüber der TZ, dass man es hier mit einer hochprofessionellen Tätergruppierung zu tun habe.

Der Tatort ist derzeit abgesperrt, ein Sichtschutz ist aufgestellt. Experten des Landeskriminalamts sichern Spuren. Nach ersten Informationen wurden am Tatort Gasflaschen sichergestellt. Ein durchaus bekannte Methode, bei der Gas in die Automaten geleitet und im Anschluss mit Hilfe einer Lunte gezündet wird.

Keinen Beitrag mehr verpassen: Jetzt AnonymousNews auf VKontakte abonnieren!

2 Kommentare

  1. Ich lerne bei der Bundeswehr – Bewachung Triebwerklager Pershing – bei Gefahr immer auf die Beine zielen bevorzugt Nasenbein und Brustbein. Man muss wohl die Taktik ändern.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein