Es gehört nicht viel dazu, um zu erkennen, dass das Streben nach permanentem Wachstum nicht endlos weitergehen kann. Nichtsdestotrotz ist es für eine Sache immer hilfreich, wenn mit Titeln und akademischen Graden ausgestattete Personen sich für sie aussprechen, so wie der Biologe Paul Ehrlich, welcher den zügellosen Konsum der Menschheit für das seiner Meinung nach bevorstehende 6. Massensterben auf der Erde verantwortlich macht.

Die Tyrannei des Wachstums
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Der Stanfordprofessor warnte bereits vor 50 Jahren vor einer Katastrophe durch das rapide Bevölkerungswachstum hin, und obwohl seine Befürchtungen aufgrund der Fortschritte in der Agrartechnik entkräftet wurden, warnt er davor, dass man das Problem nur verschoben, aber nicht gelöst hätte. Ehrlich zufolge hätte man durch den Einsatz von Chemikalien und synthetischem Dünger das Problem der Nahrungsmittelproduktion auf Kosten der Umwelt gelöst, die nun unter den Folgen der Intensivlandwirtschaft leiden würde. Die Gefahr, die von diesen Giften ausgehe, sei laut Ehrlich größer als die der Erderwärmung. Ihm zufolge gibt es sogar Anzeichen dafür, dass diese Gifte die Intelligenz des Menschen negativ beeinflussen. Trotz dessen stellt das Bevölkerungswachstum laut Ehrlich nach wie vor eine Gefahr dar, da wir schon längst die optimale Bevölkerungszahl von 2 Milliarden überschritten hätten. Bei rund 20 Milliarden wären die Kapazitäten der Erde ausgereizt.

Als weitere Probleme nannte er den übermäßigen Konsum, den damit verbunden Ressourcenverbrauch in den wohlhabenden Ländern, das Massensterben von Tier- und Pflanzenarten ohne die das Ökosystem des Planeten nicht auskommt, sowie extreme Wetterbedingungen. All diese Gefahren werden zufolge Ehrlich früher oder später zu einem Kollaps führen, der nur abzuwenden ist, wenn Politik und Wirtschaft von ihren Forderungen nach immer mehr Wachstum abweichen. Ehrlich sagte in einem Interview mit dem „Guardian“: „Andauerndes Wachstum ist aber das Merkmal von Krebszellen“. Ein Vergleich, denn man rechts des Mainstreams schon seit vielen Jahren bringt, um die Gefahren und den Widersinn des Glaubens an endloses Wachstum zum Ausdruck zu bringen.

Um den drohenden Kollaps abzuwenden, sei Ehrlich zufolge eine bessere Verteilung des Reichtums und eine humane Kontrolle der Geburtenrate nötig, wobei diese Kontrolle so weit gehen soll, dass die menschliche Bevölkerung auf ein nachhaltiges Niveau gesenkt wird. Dies solle durch die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen sowie die allgemeine Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln und Abtreibungen geschehen. Ehrlich zielt mit dieser Methode zweifelsfrei auf die Länder Asiens und Afrikas ab, da Verhütung und Abtreibung in diesen Ländern am wenigsten verbreitet sind und dort auch die Geburtenrate am höchsten ist.

Mehr geht nicht!
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Ehrlichs Idee zur Kontrolle des Bevölkerungswachstums ist in der Hinsicht interessant, dass er eine konfliktfreie Lösung des Problems sucht, die sogar ohne Gesetze auskommt, wie sie in China eingesetzt wurden. Eine ähnliche Idee, die von Zeit zu Zeit aufkommt, ist das Schaffen stabiler Sozialsysteme in den betroffenen Ländern, da in diesen Kinder nach wie vor die beste und einzige Altersvorsorge sind. Würde der Staat die Altersvorsorge übernehmen würde man diese Notwendigkeit eliminieren. Ob man es in Afrika und Teilen Asiens jedoch jemals schaffen wird sichere Sozialsysteme aufzubauen, die nicht im Sumpf der allgegenwärtigen Korruption versinken, ist zu bezweifeln. Böse Zungen mögen noch den Feminismus als Mittel Senkung der Geburtenrate nennen, auch wenn diesen als human zu bezeichnen den Begriff sehr weit dehnen würde.

Ehrlich ist indes nicht der Einzige, der Kritik am Dogma des Wachstums äußert. In einem offenen Brief an die EU forderten 200 Wissenschaftler und Ökonomen, dass wohlhabende Gesellschaften ihre Abhängigkeit von Wirtschaftswachstum zu überwinden. Stattdessen sprachen die sie sich für „eine gerechtere Verteilung des Reichtums, eine Begrenzung des Ressourcenverbrauchs und mehr Lebensqualität mit weniger, aber sinnvoller Arbeit “ aus. Die Unterzeichner des Briefs sind Teil einer wachsenden Postwachstumbewegung, die unter verschiedenen Namen in etlichen Ländern zu finden ist, und die vom 18. bis zum 19. September in Zusammenarbeit mit NGOs, Gewerkschaften und Abgeordneten des EU-Parlaments eine Konferenz in Brüssel durchführte.

Wie viel Einfluss die Postwachstumbewegung in der EU am Ende wirklich ausüben kann, ist schwer zu sagen, denn obwohl sie sicherlich durch die verschiedenen Organisationen, die ihr angehören, über einiges an Reichweite verfügt, ist der Einfluss kapitalistisch orientierter Lobbygruppen nicht zu unterschätzen. Dies zeigt sich unter anderen daran, dass die Organisatoren der letzten Konferenz im Großen und Ganzen einen definitiv linken Einschlag hatten und keinerlei Organisationen rechts der moderaten Linken unter ihnen zu finden waren. Nicht dass etwas anderes zu erwarten gewesen wäre. Die große Mitte der Parteienlandschaft und damit die Entscheidungsträger haben oder wollen nun mal die Notwendigkeit einer anderen Wirtschaftsform noch nicht erkennen.

Das sechste Sterben
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Nichtsdestotrotz betreibt die Europäischen Kommission zwei Projekte, die sich mit Fragen von Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum auseinandersetzen. Bei der Ersten handelt es sich um „Beyond GDP“ (Jenseits des Bruttoinlandsprodukts (BIP)) welche das Ziel verfolgt „Indikatoren zu entwickeln, die so klar und ansprechend wie das BIP sind, jedoch soziale und ökologische Aspekte des Fortschritts mehr berücksichtigen“. Ein ähnlicher Ansatz wird vom zweiten Projekt mit dem Namen „GDP and Beyond“ (BIP und Mehr) verfolgt. Anstatt einen neuen Index zu formulieren, sollen Lebensqualität und ökologische Nachhaltigkeit hier in das BIP mit einfließen. Beide Projekte stellen sicherlich keine klare Abkehr vom Dogma des Wachstums dar und trotzdem stellen sie einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar, in dem in ihnen die Einsicht zum Ausdruck kommt, dass eine Steigerung des Warenumsatzes an sich noch keine Verbesserung der Lebensqualität darstellt.

Ob auf diese Einsicht am Ende auch Taten folgen ist jedoch eine ganz andere Frage, denn dies würde bedeuten nicht nur gegen die Interessen internationaler Großunternehmen zu arbeiten, sondern auch gegen die der Finanzwelt und es ist hinreichend bekannt, dass beide exzessive Lobbyarbeit in Brüssel betreiben. Daher sind in dieser Hinsicht keine großen Fortschritte jenseits großer Reden zu erwarten, solange Europa indirekt über die EU-Diktatur in den Fängen des Raubtierkapitalismus steckt. Erst wenn Europa sich aus der Fremdherrschaft befreit hat und als Bund souveräner Nationalstaaten wieder in der Lage ist eigenständige Entscheidungen zu treffen, wird es möglich sein, die nicht zu unterschätzenden Reformen in Angriff zu nehmen, die nötig sind, um die Wirtschaft von einer Wirtschaft des Geldes zu einer Wirtschaft des Volkes zu transformieren.

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5 Kommentare

  1. Ich bin schon lange der Meinung dass wir uns am Rand eines Bürgerkrieges befinden. Es braucht nur noch jemand zu kommen der das Ganze anführt. Das Fass ist schon am überlaufen Wie lange läßt sich unser Volk das noch gefallen. Es fehlen nur noch die Löwen und Elefanten dann haben wir ganz Afrika hier. Na ja, die Afen sind schon da, sind gerade vom Baum runter. Nicht immer wird es den Deutschen so gut gehen wie gerade,sollte sich das Blatt aber wenden, dann liebe Neger zieht euch warm an. Es sind ja nicht nur die Neger, auch dieses ganze Syrer Pack treibt hier ihr Unwesen, geschweige von den anderen Völkern wie Araber usw. die hier schon ihre Clans haben und uns terrorisieren und vor dem die Regierung den Schwanz einzieht weil sie denen nicht mehr Herr wird. Deutschland in dem ich gerne lebte ist schon Vergangenheit. Auf der Strasse in der Stadt gibt es ein Gemisch vom Türken, Araber, Negern usw.usw. Da bin ich manchmal froh aus der Menge noch ein Deutsches Wort zu hören. Als ich letztens in der Klinik lag gab es kaum noch einen Deutschen Pfleger. Die sogenannten Fachkräfte waren noch nicht mal in der Lage mir eine Binde anzulegen, da mußte eine Deutsche Schwester gerufen werden. Sowas ist man dann ausgeliefert.
    Ich sage nur, raus mit dem Schmarotzern,Tagediebe die nur am Bahnhof und in den Parks rumhängen und Mädchen und Frauen überfallen und zu vergewaltigen. Weg mit dem Dreck die die uns hier aussaugen und wenn nichts mehr zu holen ist weiterziehen. Wer Grün wählt unterstützt diesen ganzen Wahnsinn.

  2. Wer kümmert sich um die ganze Brut bei 2-3 Frauen und 9 Kindern, die noch nicht mal genug zum Essen haben um zu überleben, aber Hauptsache Ficki-Ficki und dann kann amn sich ja auf den Weg übers Mittelmeer machen. Wo gehts hin? wo ist das gelobte Land wo es für nichts auch noch bezahlt wird? Na klar, nach Deutschland da gibt es ein dummes Volk, die nehmen jeden und wer denn mal drin ist den bekommt man nicht mehr raus. Jawoll, kommt alle her die ihr mühseelig und beladen seit, das deutsche Volk wird euch mit Geld und Wohnungen erquicken. Kommt alle her, wir haben noch einen Stehplatz.

  3. ‘… Bei rund 20 Milliarden wären die Kapazitäten der Erde ausgereizt. …’
    Völlige Utopie von allen Ideologen der Liberalkapitalisten bis Kommunisten, Humanisten und sämtlicher Religionen. Bereits weit vorher brechen alle Naturkreisläufe zusammen.
    Wir sind bereits jetzt schon mit 8 Mrd. Erdbevölkerung sehr weit über den “Point of no Return”, über den Punkt, in dem es kein zurück mehr gibt, wo noch eine Gleichgewichts-Wirtschaft möglich wäre. (Herbert Gruhl)
    Man weiß das schon seit 1972, als der Bericht von Dennis Meadows erschien “Die Grenzen des Wachstums”. Aber niemand unternimmt etwas dagegen. Im Gegenteil, man züchtet in der 3. Welt eine Überbevölkerung heran, um damit die Kulturnationen zu überfluten.
    https://heimattreu-naturkonservativ.hpage.com/ueberbevoelkerungkontranaturzerstoerung.html

  4. Jedes exponentielle Wachstum, dessen Wachstumskurve also keine Gerade sondern eine aufsteigende Parabel ist, wird in Kürze entweder die Welt auffressen oder kollabieren, das ist mathematische Gewissheit. Und selbst prozentuelles Wachstum, wären es nur 0,5 %, wäre exponentiell. So wie aber ein ständiger Bleifuss zwar anfangs eine massiven Geschwindigkeitsgewinn bringt ist nach spätestens einer Minute keine weitere Beschleunigung mehr drin. Das Maximaltempo ist erreicht. Die Naturgesetze lassen sich eben nicht überlisten und Geld und Wirtschaft sind nunmal real und kein Rechenmodell.
    So wie man ein Blatt Papier nur 42 mal falten müsste bis seine Dicke bis zum Mond reichte, so entspräche auch das Konto von Jesus, mit einem Pfennig Guthaben gestartet, bei einem Zinssatz von 5%, heute dem Wert von mehreren Sonnenmassen in Gold. Es scheitert natürlich alles an der Praxis, man kann Papier nicht zigmal falten und Gold nicht aus dem nichts schöpfen.
    Unsere Politiker kalkulieren bei ihren Wachstumsprognosen das Ende der Welt mit ein, wenn sie so unseren Wohlstand sichern wollten.
    So geht’s auf dauer nicht, alles dem Kapital unterzuordnen. Das ist die Zange, die sich immer schneller schließt, mit der der Jude nach der Welt greift.
    Wie Hitler sagt: “Das Kapital ist für die Wirtschaft und die Wirtschaft ist für den Menschen.”
    Und nicht umgekehrt, der Mensch als Sklave des Kapitals und die Wirtschaft als Kette. Hitler hatte die geniale Eigenschaft komplizierte Dinge leicht verständlich auf den Punkt zu bringen.
    Darum war er für das Kapital so gefährlich.
    Alle Systemparteien und die radikale Linke wollen wenn überhaupt doch nur an den Symptomen herumdoktorn. Dabei muss die Krankheit ausgerottet werden.
    Euro, EU und Merkel weg und nationales Kapital und Sachwerte für Spekulationen sperren. Zurück zur umlagefinanzierten Rente und Zinsen, die der Effizienzsteigerung der Wirtschaft durch technischen Fortschritt entsprechen.
    Als ob dieser Lösungsweg nicht bekannt wäre, aber dem jüdischen Vielfrass ordnen sich alle Duckmäuser unter. Nach dem Motto, was kann ich schon tun und nach mir die Sintflut. So lange noch ein paar Brotkrumen aus dem schmatzenden Maul des Juden abfallen, machen alle mit. Auch die AfD. Alice Weidel kommt von Goldmann-Sachs, einer Rothschild-Filiale der privaten Dollar – Notenpresse und als Lesbe hinterlässt sie der Welt eh nichts.
    Der Nathan Rothschild (seine Erben) aus England hat das sinkende Schiff EU bereits verlassen. Da ging es nicht um Flüchtlinge. Selber hatten sie den Euro nie genommen und haben heute schon einen willigen Migranten als Bürgermeister der Finanzmetropole London. Selber treten die Juden ja nie in Erscheinung. Darum bleibt es ja eine “krude Verschwörungstheorie”.
    Vielen Dank für’s Lesen.

    • Komitee der 300, ist keine „krude Verschwörungstheorie“???
      Die überwiegende Mehrheit der Menschen hält das für unmöglich.
      Wenn Sie auch dieser Meinung sind, dann gehören Sie zur Mehrheit.
      Die Vorstellung, dass eine geheime Elitegruppe alle Aspekte unseres Leben kontrolliert, geht über deren Verständnis hinaus.
      Niemand sagt Ihnen klar und deutlich, dass die sich gegenseitig deckenden und bestechenden Politdarsteller, Journalisten und Wirtschaftsbosse in Wahrheit nichts anderes sind als fremdgesteuerte Ausführungsgehilfen ganz anderer Interessensgruppen.

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