Ein Bundesberufungsgericht in San Francisco hat die Klage einer Gruppe ehemaliger Kindersklaven wieder aufgenommen, die die Lebensmittelkonzerne Nestlé und Cargill beschuldigt, Kinder in Sklaverei auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste gehalten zu haben.

In einem Urteil des Bundesberufungsgerichts in San Francisco über die Klage einer Gruppe von Kindern, die entführt und gezwungen wurden, bis zu 14 Stunden am Tag ohne Bezahlung auf Kakaoplantagen zu arbeiten, werden die Kläger zwar als Ex-Sklaven bezeichnet. Die Richter erklärten in ihrer einstimmigen Entscheidung aber, dass die Gruppe ihre Ansprüche wegen des vorgebrachten früheren Missbrauchs im Ausland geltend machen könne. Das Gericht schrieb:

Die Anschuldigungen malen ein Bild der Sklavenarbeit in Übersee, das die Angeklagten im Hauptquartier in den Vereinigten Staaten zu verantworten hatten.

Nach Ansicht des Gerichts waren sich die Unternehmen „wohl bewusst“, dass Kindersklavenarbeit in der Elfenbeinküste umfassend betrieben wurde. Sie hätten einen wirtschaftlichen Einfluss, der ihnen die Kontrolle über die Kakaoproduktion in diesem Land ermöglichte. Die Richter erklärten, dass sie die „plausiblen Anschuldigungen“ der ehemaligen Kindersklaven nach einer Analyse des Falles als wahr befunden haben.

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„Die Angeklagten übergaben außerhalb der normalen Geschäftsverträge persönlich weitere Gelder, um die bestehenden Beziehungen zu den Farmen in solcher Form aufrechtzuerhalten, dass diese Angeklagten weiterhin Kakao zu einem Preis erhalten konnten, der ohne Kindersklavenarbeit nicht möglich wäre“, so das US-Gericht.

Nach dem Urteil verkündete die US-Abteilung von Nestlé, dass Kinderzwangsarbeit inakzeptabel sei und keinen Platz in der Lieferkette des Unternehmens habe:

Wir haben gegen solche Praktiken explizite Richtlinien und arbeiten mit anderen Interessengruppen zusammen, um dieses globale soziale Problem zu bekämpfen.

Das Unternehmen Cargill aus Minneapolis jedoch leugnete alle Anschuldigungen und sagte, dass es erwäge, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Die Firmenleitung erklärte:

Wir werden nicht zulassen, dass uns diese Gerichtsverfahren davon ablenken, Tag für Tag aktiv um den Schutz der Menschenrechte zu kämpfen, mit einem unerschütterlichen Engagement, Menschen am Arbeitsplatz und in den Gemeinden, in denen wir tätig sind, mit Würde und Respekt zu behandeln.

Im Jahr 2016 gestand der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé die Möglichkeit von Sklavenarbeit in seiner Kaffeelieferkette ein. Das Unternehmen wies auch darauf hin, dass es Zwangsarbeit in seinen Lieferketten von Fisch aus Thailand entdeckt habe.

Der multinationale Konzern ist eines der am häufigtsten boykottierten Unternehmen der Welt, da Verletzungen des Arbeitsrechts durch das Unternehmen in verschiedenen Ländern gemeldet wurden. Die negative Seite von Nestlé wurde erstmals durch den Babymilchskandal der 1980er Jahre deutlich sichtbar, als die Firma die Produktion von Muttermilchersatz in unterentwickelten Ländern Afrikas und Lateinamerikas förderte.

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2 Kommentare

  1. na-und ?!
    Seit über ca. 10 Jahren kauf ich da nix!
    Achtung Satire: … meinetwegen könnte Nestle alle Neger auf allen seinen Kakau/Kaffee-Plantagen zusammentreiben, gefriertrocknen, pulverisieren und in Tüten abfüllen!
    Will sagen:
    Wenn ich den Namen Nestle auf irgendeinem Nahrungsmittel finde, kauf ich es nicht, Basta!

  2. Typischer Zionisten Verein, denke aber dass dies auch seit paar Jahren bekannt ist, diese Vereine Probiere ich schon lange nicht mehr Finanziell zu unterstützen, Gelingt halt nicht immer sind immerhin eine Kette von Vereinen….

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