Ein Journalist demonstriert Ende September bei der Pressekonferenz von Kanzlerin Merkel und dem türkischen Präsidenten Erdogan für Pressefreiheit. Der Mann wird abgeführt. Nun hat Deutschland seine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert.

Deutschland weist zu Ende Januar den türkischen Regierungskritiker und Journalisten Adil Yigit aus. Am Freitag habe er den Bescheid bekommen, sagte Yigit (60) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

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Er führt die Entscheidung auf seine prominente Protestaktion während einer Pressekonferenz des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt Ende September zurück. Damals trug der in Hamburg lebende Journalist ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift „Gazetecilere Özgürlük – Freiheit für Journalisten in der Türkei“. Als es zu Unruhe kam, griffen deutsche Sicherheitskräfte ein und brachten Yigit aus dem Saal. Erdogan lächelte.

„Das hängt zusammen, anders kann es gar nicht sein“, sagte Yigit, der nach eigenen Angaben seit 36 Jahren in Deutschland lebt. Schon im vergangenen Jahr lag bereits einmal ein entsprechender Bescheid vor. Aber der Chef der Hamburger Ausländerbehörde habe ihm versprochen, man werde schon eine Lösung finden. Nun werde nur einen Monat nach seiner Protestaktion im Kanzleramt die Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt, sagte Yigit. Er müsse jetzt bis 22. Januar 2019 das Land verlassen haben oder er werde abgeschoben.

Zuerst hatte die „taz“ über die Ausweisung berichtet. Yigit schreibt für sie als Kolumnist. In dem Artikel heißt es, als Gründe für die Ausweisung gebe die Behörde an, dass er nicht erwerbstätig sei und nicht bei seinen Kindern lebe.

Yigit gibt in Deutschland die regierungskritische Onlinezeitung „Avrupa Postasi“ heraus. „Natürlich fürchte ich mich, wenn ich abgeschoben werde“, sagte er. „In der Türkei werden Journalisten zum Schweigen gebracht.“ Nach dem Putschversuch von 2016 hat die türkische Regierung Zehntausende angebliche Staatsfeinde, darunter Journalisten, Akademiker und Menschenrechtler, festnehmen lassen und viele Medienhäuser geschlossen oder auf Regierungslinie gebracht.

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3 Kommentare

  1. Diesen Bosporus-Erdnussknacker (Erdowahn) sollte man kastrieren, mit der bevormundenen hässlichen Dreckstasche der BRD (Bund Rechtloser Deutscher) zwangsverheiraten und und mit ganz vielen syrischen Muschkoten auf eine einsame kleine Insel, ohne brauchbares Trinkwasser schaffen und der Rest wäre erledigt.
    Natürlich soll auch dieser Ablauf gefilmt werden!!!!! damit die Welt auch etwas Freude haben kann…

  2. Der hat ganz klar Repressalien in der Türkei zu erwarten, komisch daß man da in diesem Fall einfach drüber hinweg sehen kann…

  3. Adil, nun siehst du mal was mit dem ‚Journalismus‘ passiert, wenn es ans Eingemachte geht. Ist das anders als in der Türkei? Nein, natürlich nicht! Wer das Maul zu weit aufreißt, der wird stillgelegt. Also Ball flach halten. Hier ist es nicht anders als bei dir, wo du herkommst.

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