Wenn sich die Bundesregierung mit etwas besonders gut auskennt, dann ist es die Veruntreuung und Verschwendung von Steuergeld. Was die Bürger hart erarbeitet haben, gibt der Staat mit vollen Händen aus und verschwendet dabei nicht selten Milliardenbeträge für unsinnige Projekte. Wir stellen die absurdesten Beispiele aus der Veröffentlichung des Bundes der Steuerzahler vor.

von Günther Strauß

  1. Ungenutzte U-Boote ohne Kommandanten

Ganze 3 Milliarden Euro hat es sich die Bundeswehr kosten lassen, um 6 U-Boote mit Brennstoffzellenantrieb anzuschaffen. Pikant: Kein einziges U-Boot ist einsatzbereit, in den letzten 13 Jahren gab es gerade einmal eine einzige große Fahrt mit einem der U-Boote.

  1. Ungenutzter Krankenwagen für Wölfe

Sie haben richtig gelesen. In der Region Hannover wurde für schmale 11.000 Euro Steuergeld ein Spezialanhänger für den sicheren Transport eines bei einem Verkehrsunfall verletzten Wolfes in die nächste Tierklinik angeschafft. Warum dieser Anhänger überhaupt angeschafft wurde, ist fraglich. In den letzten beiden Jahren gab es lediglich zwei Unfälle mit Wölfen, wobei die Tiere stets auf der Stelle tot waren. Der Anhänger kam damit nicht ein einziges Mal zum Einsatz.

  1. Knapp 900.000 Euro für ungenutzte Rasenheizung

Der FC Rot-Weiß Erfurt bekam bereits vor 8 Jahren für knapp 900.000 Euro eine Rasenheizung auf Kosten des Steuerzahlers finanziert. Im Stadtrat einigte man sich seinerzeit auf eine Nutzungsgebühr in Höhe von 3.000 Euro je Einsatz, um die Rasenheizung zu refinanzieren. Einen Vertrag gab es jedoch nie, also zahlte der Verein auch nie. Und nutzte die Rasenheizung auch nie, sondern ließ bei Frost lieber die Spiele ausfallen. Verrückt, oder?

  1. 44 Verkehrsschilder auf 700 Metern in Berlin

In der Platanenstraße in Berlin wurden alle Parkbuchten neu gepflastert. An jeder steht nun am Anfang und am Ende ein Schild, dass Autofahrer darauf aufmerksam macht „Vorgeschriebene Vorbeifahrt links“. Das macht insgesamt 44 Verkehrsschilder auf 700 Metern Straße. Kostenpunkt: 5.000 Euro

  1. Wasserfontäne für 415.000 Euro

Monheim am Rhein will in einem vielbefahrenen Kreisverkehr einen künstlichen Geysir installieren. Nach der Idee eines Schweizer Künstlers soll in bestimmten Abständen eine Wasserfontäne in die Luft schießen, um Besucher zu begrüßen. Damit der Geysir keine Unfälle auslöst, will die Stadt zusätzlich eine Ampel errichten: Sie soll verhindern, dass Autofahrer in den Kreisverkehr einfahren, während die Fontäne sprudelt. Kostenpunkt 415.000 Euro.

  1. Verkauf der HSH Nordbank kostet 11 Milliarden Euro

Als größten Verschwendungsfall in der Geschichte Norddeutschlands hat der Bund der Steuerzahler die HSH-Nordbank angeprangert. Zwar hätten Hamburg und Schleswig-Holstein durch den Verkauf des Kreditinstituts an US-Finanzinvestoren für eine Milliarde Euro eine noch viel teurere Abwicklung verhindern können, heißt es im „Schwarzbuch“. Doch auch so habe der gescheiterte Ausflug in die globale Finanzwelt mindestens elf Milliarden Euro Steuergeld gekostet.

  1. Segelschiffsanierung für 135 Millionen Euro

Die „Gorch Fock“, das Segelschulschiff der deutschen Marine, ist alljährlich von Steuergeldverschwendungen betroffen. Die 2016 mit zehn Millionen Euro in Auftrag gegebene Sanierung kostet jetzt mindestens 135 Millionen Euro. Der Bund der Steurzahler spricht sogar von 150 Millionen Euro. Ein Neubau wäre vermutlich deutlich günstiger gewesen.

  1. Gebäudesanierung kostet mehr als Neubau

Die ehemalige Oberfinanzdirektion in Kiel sollte zwischen 2005 und 2008 für rund 8,7 Millionen Euro grundsätzlich instand gesetzt werden, doch bis heute ist die Maßnahme nicht abgeschlossen. Inzwischen sind dafür fast 39 Millionen Euro ausgegeben worden. Das sanierte Gebäude kostet jetzt mehr als doppelt so viel wie ein Neubau.

  1. Toilettenanlage an Drogentreffpunkt entpuppt sich als Flop

Mit einer Toilettenanlage für 76.000 Euro sollten die Verhältnisse rund um den Drogentreff am Lübecker Krähenteich hygienischer werden, doch das Gegenteil war der Fall. Immer mehr Süchtige versammelten sich um die Toilette, aus der heraus sogar Drogen verkauft wurden. Jetzt kam der Schlussstrich: Für 10.000 Euro wurde sie wieder abgebaut.

  1. Umgehungsstraße wurde nie genutzt

Die 4,2 Millionen Euro teure Umgehungsstraße um den Husumer Stadtteil Rödemis musste schon nach 18 Monaten wieder gesperrt werden. Durch Senkungen im morastigen Grund wurde sie zur Buckelpiste. Der Kreis Nordfriesland als Bauherr und die Baufirmen haben sich auf ein Sanierungskonzept geeinigt, einen Großteil übernehmen Versicherungen. Am Steuerzahler bleiben jedoch nicht nur Kosten von 200.000 Euro hängen, sondern auch eine nagelneue Straße, die vier Jahre überhaupt nicht genutzt werden konnte.

Krieg, Terror, Weltherrschaft

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2 Kommentare

  1. Das sind ja alles nette Beispiele, aber dies ist nur die kleinste Spitze des Eisbergs!

    Unsere netten Fachkräfte verschlingen am meisten! Die spucken schon jetzt in die Hände und suchen Arbeit, damit sie das schnellstmöglich zurückzahlen können!

    • Das glaube ich Dir nicht.
      Das noch zu verdienende Geld benötigen unsere neudeutschen Fachkräfte, um sich einen Rückflug in die geliebte Heimat zu finanzieren.

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