In politisch turbulenten Zeiten scheint die Beschäftigung mit dem Politikfeld Forstwirtschaft auf den ersten Blick etwas randständig zu sein. Erfreulicherweise ist jedoch auch in der Neuen Rechten inzwischen die Erkenntnis gereift, dass die Themen Ökologie und nachhaltige Entwicklung durchaus elementare Bestandteile eines alternativen Gesamtentwurfs für unser Land sein müssen.

von Moritz Meerheym

Das betrifft vor allem die Landwirtschaft, da sich die destruktiven Auswirkungen eines aus dem Ruder gelaufenen Ökonomismus – man denke beispielsweise an Bodenspekulation, Artensterben und Landflucht – auf diesem Gebiet besonders deutlich abzeichnen. Doch die Frage einer organischen Politikwende berührt selbstverständlich nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Forstwirtschaft, denn dreißig Prozent der Fläche Deutschlands sind heute von Wäldern bedeckt. Nicht zuletzt stellt der Wald auch kulturgeschichtlich ein wichtiges Element unserer nationalen Identität dar.

Anders als der international stark verflochtenen Agrarindustrie kann man der deutschen Forstwirtschaft bei der Bewirtschaftung der Wälder momentan kaum gravierende Fehlentwicklungen vorwerfen. Grundsätzlich gilt das Prinzip der Nachhaltigkeit, was vereinfacht dargestellt bedeutet, dass im Rahmen der Holzernte niemals mehr Holz entnommen wird, als nachwachsen kann. Nach Angaben der dritten Bundeswaldinventur aus dem Jahr 2012 sind unsere Wälder auf dieser Grundlage in den letzten Jahrzehnten sogar deutlich älter, vielfältiger und strukturreicher geworden.

Problematisch ist jedoch, dass trotz erster Erfolge beim Waldumbau – weg von strukturarmen Reinbeständen (nur eine Baumart) und hin zu naturnahen Mischbeständen (mehrere Baumarten auf der Fläche gemischt) – noch immer weite Teile des Landes forstlich unterentwickelt sind. Man denke etwa an Brandenburg, das aus verschiedenen Gründen noch immer überwiegend von relativ jungen und teilweise qualitativ minderwertigen Reinbeständen der Baumart Wald-Kiefer geprägt ist.

Die Zukunft des Waldes
Buchtipp zum Thema: „Die Zukunft des Waldes – Warum wir ihn brauchen, wie wir ihn retten“

Wir könnten die Potenziale unserer Wälder zukünftig erheblich verbessern, wenn wir in der Gegenwart bereit wären, stärker als bisher in den Waldumbau zu investieren. Um beim Beispiel „Kiefernwälder“ zu bleiben: Als relativ trockenheitsresistente Baumart wird die Kiefer zwar gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels, sofern er denn real ist, eine herausragende Rolle behalten. Doch wäre es wichtig, innerhalb der Kiefernwälder den Anteil von Mischbaumarten deutlich zu erhöhen, beispielsweise durch die Anpflanzung von ebenfalls trockenheitsresistenten Douglasien.

Wo es der Standort hergibt, sollten natürlich auch verstärkt Eichen und Buchen in bisherige Kiefernreinbestände mit eingebracht werden. Die so entstehenden Mischwälder haben dabei nicht nur den Vorteil der besseren Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen. Sie sind auch widerstandfähiger gegen biotische und abiotische Schadenereignisse wie beispielsweise Insektenkalamitäten oder Sturmkatastrophen. Auch unter ökonomischen Gesichtspunkten sind Mischwälder vorteilhaft: Als „gut sortierte Warenlager“ ermöglichen sie eine flexiblere Anpassung an die gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernisse des Holzmarktes.

Ein groß angelegtes Investitionsprogramm für unsere Wälder wäre in erster Linie eine steuerfinanzierte, staatspolitische Aufgabe, da sich die erforderlichen finanziellen Mittel nicht aus dem laufenden Forstbetrieb erwirtschaften lassen. Umgesetzt werden sollte ein solches Programm daher in erster Linie im Landeswald, also auf den Flächen, die sich im Besitz der Bundesländer befinden. Auf diese Weise erhielte eine Branche neuen Auftrieb und neue Impulse, die in den letzten 30 Jahren trotz ihrer herausragenden Bedeutung immer wieder auch durch quälende Dauerreformen, Personalabbau und fortschreitende Überalterung von sich reden machen musste. Auch die einem kurzfristigen Ökonomismus geschuldeten Privatisierungstendenzen in der Forstwirtschaft könnten auf diese Weise zurückgedrängt werden.

Keinen Beitrag mehr verpassen: Jetzt AnonymousNews auf VKontakte abonnieren!

AnonymousNews kann nur mit Deiner Hilfe überleben. Vielen Dank für Deine Unterstützung!

1 Kommentar

  1. Wenn nach den Willen der UNO und des Migrationspacktes über 200 Mill. negroider Bevölkerungsüberschuß in kurzer Zeit hier angesiedelt werden soll, dann hilft die beste Umweltgesetzgebung überhaupt nichts, denn dann kommt nur noch Kahlschlag für immer weitere Zersiedlung. In Meck.-Pom. wird gerade Aljeto maßstabsgetreu nach syrischen Vorbild aufgebaut, natürlich auf besten Ackerboden. In etwa 3-5 Jahren ist Deutschland 3. Weltland und da gibt es keine Umweltgesetzgebung.
    Nur mal zum Vergleich: In Südafrika werden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nur noch für Schwarze realisiert. Für Weiße gibt es keinerlei Rechte mehr.

Kommentar schreiben

Bitte gib Deinen Kommentar ein
Bitte gib Deinen Namen hier ein