Wer auf Homoerotik steht, für den war Jan Böhmermann schon immer ein Kandidat. Nun gestand dieser seine Liebe zur Deutschen Bahn öffentlich auf Twitter. Die Cocksucker der Bahn ließen sich nicht lumpen und nahmen Böhmermanns Genital auf virtuelle Art bis zum Anschlag in den Mund. Das ist die Lovestory 2018.

von Roscoe Hollister

Vergessen Sie alle Schauspieler und Politiker, alle Adelshäuser und (Möchtegern-)Promis. Hier kommt die größte Liebesgeschichte des Jahres 2018: Jan Böhmermann und die Deutsche Bahn. Ist das vielleicht eine Option für die „Ehe für alle“? Man weiß es nicht.

Die Bahn jedenfalls zeigte sich am 2. November wirklich generös, als sie einen InterCity in Lauenbrück zwischen Hamburg und Bremen außerplanmäßig stoppte, damit Böhmermann auf einem „leeren Bahnsteig“, wie es heißt, aussteigen konnte. Dieser war nämlich zuvor nicht in der Lage gewesen, sich in den korrekten Zug zu setzen, um zu einem Event in Bremen zu kommen.

Während der durchschnittliche BRD-Bürger in so einem Fall ganz einfach Pech gehabt hat, tat man bei der Bahn alles dafür, um es dem Systemknecht doch noch zu ermöglichen, zu seinem Event zu kommen. Ein Mitarbeiter, der von Böhmermann im falschen Zug auf seine Vergleisung angesprochen wurde, griff sofort zum Telefon, um seinen Vorgesetzten anzurufen, damit der Zug für Böhmi außerplanmäßig gestoppt werden kann. Und genau das passierte dann auch – und sorgte für fragende Blicke bei den restlichen Insassen.

Und so begann die Lovestory des Jahres. Böhmermann twitterte, mutmaßlich mit einem Samenerguss in der Unterhose im EU-Design, die Bahn sei „das beste Mobilitätsunternehmen der Welt.“

Jeder Normalbürger, der den Wahnsinn – oder besser gesagt: Bahnsinn – um dieses Unternehmen selbst erlebt, kommt ohne Zweifel zu einem anderen Ergebnis. Während die Preise immer weiter steigen und der Service immer schlechter wird, lassen auch die Pünktlichkeitsraten der Bahn massiv zu wünschen übrig. Im Vergangenen Jahr waren nämlich im Fernverkehr lediglich 78,5 Prozent der Züge zur rechten Zeit am rechten Ort. Das wurde von der Bahn als großartiges Ergebnis gefeiert. Fast jeder vierte Zug kam demnach zu spät. Ob das wirklich ein Grund zum Feiern ist?

Böhmermann jedenfalls ist neuerdings ein riesen Fan der Bahn. Und die homoerotische Lutsch-Orgie via Twitter ging am 10. November weiter.

Wie man sieht, konnte man es bei der Bahn kaum erwarten, den Böhmermann-Riemen nach dessen Podcast bis zum Anschlag zu inhalieren. Die Einladung zum homoerotischen Bouletten-Essen dufte nicht fehlen. Einige Zeitgenossen dürften an dieser Stelle bereits zum Kotzeimer gegriffen haben, doch es geht noch weiter.

Herzchen über Herzchen und nun ist Böhmermann wieder an der Lutsch-Reihe. Wie man es von ihm gewohnt ist, glänzt er mal wieder durch Faktenverdrehung und massiven Realitätsverlust, um seinen Followern sein verqueres Weltbild, was er nach Merkel, der BRD und der EU nun auch über die Bahn zu haben scheint, aufzudrängen.

Doch ganz offenbar sehen nicht alle Nutzer die Bahn so positiv wie Jan Böhmermann Und die außerplanmäßige Halteaktion erst recht nicht. Denn für einen „normalen“ Fahrgast hätte wohl kein Zugbegleiter einen InterCity außerplanmäßig gestoppt. Die Bahn versuchte mit dieser Aktion lediglich ihr angekratztes Image aufzupolieren, da Böhmermann eine große Reichweite und entsprechend viele Anhänger hat. Doch die Reaktionen der Twitter-Nutzer fielen überwiegend negativ aus.

Doch Böhmi steht zu seiner neuen Liebe – auch in der Öffentlichkeit.

Ist das nicht romantisch? Da können alle Fernsehsendungen von „Schwiegertochter gesucht“ bis zum „Bachelor“ einpacken. So viel Liebe in der Öffentlichkeit, das ist doch eine gelungene Abwechslung zum tristen und grauen Alltag in der sonst so bunten BRD.

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2 Kommentare

  1. Jan Böhmermann, brech!!!! Systemknecht, sehr treffend! Ich habe das pendeln mit der Bahn vor 3 Jahren aufgegeben. 35km mit der Bahn in ländlichen Gebieten Reisedauer = 1,5h, wenn alles passt!
    Mit dem Auto 40 Minuten, ohne Grabscher im Abteil! Und ohne Begleitservice am Bahnhof!

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