Es sind zum Teil dramatische Bilder aus Frankreich. Seit rund vier Tagen wird in Frankreich demonstriert und blockiert. Dabei geht es mittlerweile nicht mehr allein um den Spritpreis, sondern auch um die Zukunft von Staatspräsident Macron.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzt bei den seit vier Tagen anhaltenden Protesten und Straßenblockaden gegen steigende Spritpreise auf Dialog. Nur so komme man voran, sagte er Dienstag in Louvain-la-Neuve bei Brüssel beim Besuch einer Universität. Für die Menschen sei es nie leicht, ihre Gewohnheiten zu verändern. „Wir werden andere Formen der Mobilität entwickeln. Wir begleiten Sie beim Wechsel auf weniger umweltschädliche Fahrzeuge, die weniger verbrauchen“, versprach er. Doch so richtig zuhören mögen ihm die Menschen scheinbar nicht mehr. Seine Beliebtheitswerte sind mittlerweile auf 25 Prozent abgesackt.

Auch am Dienstag gab es wieder Aktionen der „Gelben Westen“ im ganzen Land – so sind Medienberichten zufolge mehrere Autobahnen und Erdöldepots blockiert. Dabei kam es auch immer wieder zu Zwischenfällen.

Die Polizei nahm einige Menschen vorläufig fest – so etwa im Département Côtes d’Armor im Nordwesten Frankreichs, wo Demonstranten die Polizei beworfen haben sollen. Generell ist die Atmosphäre zwischen den Demonstranten und der Polizei sehr angespannt.

Auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean gab es Ausschreitungen. Autos und Geschäfte brannten, eine teilweise Ausgangssperre wurde verhängt, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Auch in Belgien wurde zeitweise eine Autobahn blockiert.

Frankreichs Innenminister Christophe Castaner sprach am Dienstagmorgen von einer „Radikalisierung“. Was anfangs mit guten Absichten begonnen habe, habe sich nun in eine völlig andere Richtung entwickelt, sagte er dem Fernsehsender France 2. Es gebe völlig widersprüchliche Forderungen unter den Demonstranten.

Die Proteste begannen am Samstag. Rund 290.000 Menschen gingen landesweit auf die Straße. Die Wut der Demonstranten richtet sich auch gegen die Reformpolitik Macrons, dessen Beliebtheitswerte weiter sinken. Die Proteste entstanden aus Internetgruppen, dabei blieben politische Parteien oder Gewerkschaften eher im Hintergrund. Seit Jahresbeginn sind die Steuern für Diesel-Kraftstoff nach früheren Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP um 7,6 Cent pro Liter gestiegen, für Benzin um 3,9 Cent. Eine weitere Anhebung ist für 2019 geplant.

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5 Kommentare

    • In jedem Fall geht den Verantwortlichen in den sog. Sicherheitsbehörden der BRD oder auch im Innenministerium trotzdem der Arsch allmählich auf Grundeis. Trotz aller offiziellen Staatspropaganda ahnen doch viele, was ihnen blüht…

    • Tja, immer wenn sich der Deutsche gerade vom Sofa erheben will, kommt die Nazi-Keule auf ihn herabgeschwungen. Was ohne diese Keule los sein kann, sehen wir mal wieder in Frankreich.

  1. Tja, Ihr d…Franzosen! Ihr hattet die Chance, Le Pen zu wählen, aber Ihr habt Euch durch die mediale Gehirnwäsche dann doch für die Rothschild-Marionette Macron entschieden. Ein bisschen Wahlbetrug war mit Sicherheit auch noch dabei!

  2. Wen wundert diese „Entwicklung“ denn wirklich? Das können nur absolut realitätsverweigernde Arsch …. sein! Wenigstens haben die Gallier noch mehr Eier in der Hose, als das hier ansässige Steuerarbeitsvieh, dessen Arbeit im wahrsten Sinn des Wortes in schwarzen Löchern verscoben wird.

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