Während in Frankreich fast 300 000 Menschen (Gelbwesten-Protest) gegen den „Präsidenten der Reichen“ Emmanuel Macron demonstrierten, hielt dieser eine Rede im (den Namen nach) Deutschen Bundestag, um zu erklären, dass die EU mehr Vergemeinschaftung brauche.

Welche Gemeinschaft der ehemalige Rothschild-Investmentbanker in der zunehmend multikulturell diversifizierten Gesellschaft meinte, blieb offen. Was er aber unter Vergemeinschaftung versteht, wissen wir, seit seiner Mahnung, Deutschland müsse lernen, seinen Wohlstand zu teilen. „Jeder von uns wird im Sinne einer Vergemeinschaftung seine Entscheidungsbefugnisse, seine Außenpolitik, seine Migrations- oder Entwicklungspolitik sowie einen wachsenden Teil seines Haushaltes oder sogar seiner Steuereinnahmen teilen müssen“, dozierte der politische Bankenlaufbursche, dessen Land eine Schuldenquote von 98 Prozent anstatt der im Maastricht-Vertrag als Stabilitätskriterium festgelegten 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufweist.

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Sollen im Sinne der Vergemeinschaftung zukünftig die Franzosen nicht mehr mit 60 in Rente gehen, wie im derzeitigen „Macronien“ der Fall, oder soll lediglich Deutschland die französischen Schulden begleichen? Nein Danke, Deutschland bedarf keines EU-Diktats, das selbst den Versailler Vertrag noch in den Schatten stellt!

Es ist Vorsicht geboten! Vor 18 Jahren sprach letztmals ein französischer Präsident im Bundestag. Damals pries Jacques Chirac eine europäische Verfassung an, die trotz Ablehnung in einigen Volksreferenden dennoch ihre Quasi-Verwirklichung im Lissabon-Vertrag fand. Man kann also nur hoffen, dass der Straßenprotest der wütenden Gallier Macron dasselbe Schicksal ereilen lässt, wie 1968 Charles de Gaulle, der einem drohenden Generalstreik von Arbeitern und Studenten vor Augen nach Deutschland auswich, sich jedoch daraufhin nicht mehr allzu lange halten konnte.

Die als Integration bezeichnete Politik der nationalen Entmündigung versuchte Macron mit der Bedrohung von Großmächten zu rechtfertigen, weshalb Europa weltpolitisch stärker werden müsse. Die einzige globale Macht, die Großmachtsansprüche stellt, ist allerdings der selbsternannte Weltpolizist USA, dessen Einflussnahme Europa sich erwehren sollte. Hierfür würde sich allerdings ein Bündnis mit Russland wesentlich besser empfehlen als die NATO. Europäischer wäre dies allzumal.

Und anstelle Macrons verschrobenen Vergemeinschaftungsverständnisses einer in Wirklichkeit europäischen Haftungs- und Transferunion, wäre dem institutionellen Europa mit einem Reset zum EWG-Muster als Reformansatz für eine zukunftstaugliche Umgestaltung der Europapolitik mehr gedient. Andernfalls dürfte das Scheitern mit an mathematische Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorprogrammiert sein.

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2 Kommentare

  1. Macron wird gemeinsam mit der fetten,hässlichen,bösen Frau
    alles zerstören, was Europa je ausgemacht hat : autonome
    Nationalstaaten mit eigenem Profil in Gemeinschaft. Zudem
    wird er Deutschland zum Zahlmeister machen. Seine Rede im
    Bundestag war ein Skandal, schwörte er doch alle Deutschen
    auf Entbehrung und Abgaben an die EU ein. Warum hat Orban oder Salvini
    gesprochen. Meine tiefe Verachtung ist grenzenlos !
    Auch für die , die diesen Euro-Messias und seiner Komplizin
    Deutschland überlassen wollen. Macron und Merkel gehören inhaftiert.

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